Die gute alte lebensnahe Sexpuppe. Es gibt kein einfacheren Prügelknaben und Sündenbock für jegliche Entwicklung der Gesellschaft. Pädophile, Vergewaltiger, psychisch labile Menschen, sexuell verklemmt und von der Gesellschaft abgewendete Menschen soll die „inspirieren“. All das habe ich hier längst als Humbug widerlegt.

Die Liebespuppe ist höchstens die Reaktion der Menschen auf eine gesellschaftliche Entwicklung, die destruktiv für die Seelen der Menschen ist und ich bin mir zu 100% sicher, wir alle würde andere Wege finden, wenn es keine Liebespuppen gäbe und diese anderen Wegen gehen Menschen auch, jeden Tag. Es gibt Millionen Menschen da draußen, die nie mehr eine Familie gründen werden und sie haben keine Liebespuppen. Alleine in meinem Haus kenne ich drei von ihnen.

Schauen wir also einmal in den neusten Reigen dessen, worin die lebensnahe Liebespuppe nun wieder einmal schuld sein soll.

In Japan sinken seit vielen Jahren die Geburtenraten so stark, wie sonst nirgendwo in der westlichen Welt, heißt es in einem Artikel von RT Deutschland. Ein Forscher hat sogar berechnet, dass die Japaner – wenn es so weiter ginge – im Jahre 3546 komplett ausgelöscht wurden (was eigentlich nicht passieren kann, weil Japan ja angeblich schon 2100 wegen dem „Klimawandel“ abgesoffen sein soll). Schuld daran ist – natürlich – die lebensnahe Sexpuppe.

Der Artikel erkennt zwar die wahren Gründe für den Bevölkerungsrückgang in Japan und nennt die dortige absurd hohe Arbeitsbelastung und dass dadurch Männer keine „PS mehr im Bett“ haben. Die Frauen entscheiden sich ebenfalls immer mehr für die Karriere. Welche Auswirkungen das für ihre PS im Bett hat, wird – warum hab ich nichts anderes erwartet – natürlich nicht näher betrachtet.

Die westliche Welt erlebt im Grunde das Gleiche wie in Japan, egal wo. In Deutschland sinken die einheimischen Geburtenraten, in den USA, in Frankreich, GB usw. ebenso. Ich erwähne das, weil in diesen Ländern der Verkauf von lebensnahen Liebespuppen noch geringer ist, als in Japan, wo jährlich sagenhafte 2.000 Liebespuppen verkauft worden sein sollen.

49 Prozent ohne Sex und 2.000 Liebespuppen im Jahr

49,3 Prozent der Japaner geben an, im letzten Monat keinen Sex gehabt zu haben. Ist den Schreibern dieses Artikel bewußt, wie viele Menschen das sind? Es sind mehrere Millionen! Und dann sollen 2.000 (!) Liebespuppen irgendeine messbare Auswirkung haben? Also bitte.

In dem Artikel wird weiter darüber geredet, dass in Regionen mit weniger Geburtenrate mehr Sexpuppen verkauft werden. Und das impliziert genau was? Richtig, gar nix, weil die Anzahl der Liebespuppen verschwindend gering ist. Selbst bei den 2.000 Liebespuppen ist nicht klar, wie viele davon die 2, 3 oder mehr Liebespuppen vom Sammlern sind, ob diese überhaupt länger behalten werden und was für eine Beziehung die Japaner zu ihnen aufbauen und wie viele Menschen sie überhaupt bewegt, sich endgültig von der Familienplanung abzuwenden (ich denke persönlich, es sind vielleicht 20). Es werden einfach nur ein paar wilde Beispiele zitiert, die nichts über die Quote aussagen, wie viele Liebespuppenfreunde diesen Weg gehen..

Der Artikel nennt die „Einsamkeit“ als Hauptgrund für den Kauf von Liebespuppen in Japan. O.k., das mag in der Tat so sein – übrigens nicht nur dort – aber zum einen bleibt die Frage, was die anderen 99.9% einsamen Japaner machen und zum anderen, ob der Japaner nicht schon vor dem Kauf der Liebespuppe entschlossen hatte, keine Familie gründen zu wollen und sich nun bei dieser nur ein wenig Trost und harmlosen Spaß im Leben holt.

Die Liebespuppe ist nicht nur ein Auftakt zum Abwenden von der Gesellschaft

Solche Artikel machen mich wütend. Die lebensnahe Liebespuppe ist für viele Menschen, die vorher genug von der modernen Art der Liebe und dem ewigen Stress hatten, ein Weg, um noch ein wenig Glück und inneren Frieden zu finden. Die Liebespuppe ist jedoch auch durchaus mal ein „Weckruf“ für bestehende Beziehungen und kann diese bereichern und meist ist sie einfach nur, was sie in dem Artikel ständig ist: Eine Sexpuppe und nicht mehr und nicht weniger.

Ich selbst habe mich von der Gesellschaft abgewendet. Ich würde es auch nicht anders machen, wenn ich keine lebensnahe Silikonpuppe hätte und selbst in auf meinem alten Pfad geblieben wäre, wie glücklich wäre ich dann? Wäre es der Sinn des Lebens, von einer hohlen und unerfüllten Beziehung in die Nächste zu hetzen? Nach 20 Jahren sinnlosem Unterhalt die nächsten 20 Jahre als entsorgter Vater 2,0 abzusitzen? Die Ansprüche bis ins lächerliche runter zu schrauben, nur um irgendeinen Status zu erfüllen? Noch 30 weitere Jahre auf die Traumfrau warten? Diese Medienleute haben keine Ahnung, wie sehr die lebensnahe Liebespuppe Menschen hilft und verdammt nochmal, überdenkt lieber mal diesen Weg, den Japan schon weit vor ihnen eingeschlagen hat!

Japan ist ein großartiges Land mit einer wundervollen Philosophie, einer unglaublichen Geschichte und es hatte einst einem grandiosen inneren Weg zu einer großartigen Religion und zur Natur gefunden, in der auch Technik und Fortschritt ihren Platz hatten. Doch das grauenvolle Abrichten von Menschen als dauerhaft arbeitenden Arbeitsklaven in Städten im Ameisenbau – Stil und die Abrichtung seiner Menschen auf Konsum und Karriere als höchstes Glück machte die Japaner kaputt und zerstörte ihre Familien. Und nichts anderes!

Amen.