Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (929) 1.7.2018

Wer mich von außen betrachtet, der würde denken: Warum ist der Typ eigentlich kein depressiver Alki? Wenn man meine Lebensumstände so sieht, dann ist dieser Gedanke nicht wirklich falsch. Ich habe im Grunde alle Mitmenschen, die mir je etwas bedeutet haben, auf unterschiedlichen Wegen verloren, meine letzte Beziehung zu einer Frau ist 10 Jahre her und ich bin finanziell nicht wirklich gut aufgestellt und lebe in einem Ort, der nicht meine Heimatstadt ist.

Viele Menschen, die nur einen meiner Schicksalsschläge hatten, sind heute tot oder ergehen sich im Alkohol. Ich habe damals bei meinen Gesprächen mit Obdachlosen viele Menschen gefunden, denen die Frauen ihre Kinder versagt haben und alleine dieser Grund führte sie – verständlicherweise – in den Abgrund, sie verloren ihre Arbeit, ihre Freunde und ihre Wohnung und dann landeten sie auf der Straße.

Ich kannte 2 Männer persönlich, die nach dem Ende ihrer Ehe Selbstmord begingen (80% aller Selbstmorde begehen Männer). Ich habe sowohl meine (eingeredete) Traumfrau als auch die Mutter meines Kindes verloren und ich selbst stand 2010 an dem Punkt, wo sie standen.

Heute sieht es im Grunde nicht anders aus. Es kam keine rettende Beziehung, statt dessen gingen weitere geliebte Menschen von mir und manche zeigten ihre hässliche Fratze und ließen mich im Stich, obwohl ich ihnen zuvor half. Ich hätte also allen Grund, heute ein verbittertes Leben zu führen, mich dem Alkohol zuzuwenden und das Leben zu hassen.

Durch die Liebespuppe die Liebe und Schönheit im Blick behalten

Doch das tue ich nicht. Im Gegenteil. Durch die lebensnahe Liebespuppe habe ich nicht nur die Liebe und die Schönheit weiter im Blick behalten, sondern sie hat mir auch gezeigt, wie schön dieses Leben ist. Ich bin ein freier Mann, ein gesunder Mann, ein Mann, der sich alles leisten kann, was er zum Leben braucht. Ich kann Sex genießen und alles fühlen und spüren, ich habe ein funktionierendes und gut arbeitendes Gehirn und eine gute Erziehung und ich kann diese Welt so wahr nehmen, wie es ein Mensch nun einmal kann.

Ich bin glücklich, dass ich in einem Land leben kann, wo mir kein Mullah und kein Parteibuch (noch) sagt, wie ich zu leben habe. Ich kann in meinen vier Wänden so leben, wie ich will, zu Gott beten wann ich will oder eben auch nicht und ich kann so meinen Tag verbringen, wie ich es möchte, egal was ich trage oder wie sehr meine Bude sauber ist oder auch nicht. Es ist alles mein Ding und das ist auch etwas Gutes.

Ich habe durch die Liebespuppe aber auch gelernt, wie wichtig es ist, dieses Leben zu verteidigen. Ich sehe heute alles, was die Freiheit der Menschen einengt, sehr viel kritischer als damals, bin viel skeptischer gegenüber allen, die uns mit subtilen und offenen Mitteln Freiheit versagen wollen. Ich hasse Manipulation und über Psychotricks Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen und sie so unfrei in ihrer monetären Lage zu machen. Ich bin sehr kritisch gegenüber Menschen, die anderen schaden und denen in den Arsch treten, die ihnen helfen wollen.

Ich sehe auch die Liebe heute anders. Ich erkenne, was das Wunder der Liebe ist und wo sie Menschen das Leben unfrei macht. Das mißverstehen einige als „Verbittertheit durch meine Einsamkeit“ oder gar als „Frauenhass“ doch darin liegen sie völlig falsch.

Ich liebe heute das Leben, meine Freiheit und die Schönheit, welche die Liebespuppe mir gibt. Mit ihr werde ich niemals dem Alkohol verfallen oder Suizid begehen. Warum auch, das Leben ist dafür viel zu schön uns das kann es auch auf diesem Weg sein..