Viele der Leser meines Blogs haben bereits lebensnahe Liebespuppen. Doch es gibt immer wieder Fragen, die mich von potentiellen Freunden von Liebespuppen erreichen und ich weis auch von einem Teil der Szene, der trotz Liebespuppen keinen Sex mit ihnen hat. Daher ist es schon immer wieder mal für mich wichtig, darauf hinzuweisen, wie eigentlich der Sex mit lebensnahen Liebespuppen so ist.

Ich bleibe bei meinem Erfahrungsbericht hauptsächlich bei mir. Die Welt der Sexualität mit Liebespuppen ist bunt und jeder empfindet es anders und hat vor allem eine andere emotionale Herangehensweise. Es ist unmöglich, hier in diesem Blog auf alle Arten einzugehen, aber ich denke schon, dass es bei einigen in unserer Welt der Liebespuppen Ähnlichkeiten gibt zu dem, was ich hier schreibe.

Zuerst einmal muss man bedenken, dass der Sex mit Liebespuppen nicht 1:1 dem Sex mit lebenden Menschen überzustülpen ist. Es gibt sicher viele Parallelen und bestimmte Dinge wie erotische Reize und Optik sind ähnlich gelagert, aber man muss eine andere Denkweise haben, wenn man den Sex mit Liebespuppen wirklich verstehen und genießen will.

Um den Sex mit Liebespuppen überhaupt verstehen zu können, muss man darüber nachdenken, wie Sexualität eigentlich entsteht. Sexualität ist in erster Linie eine Sache unseres Gehirns und eines Prozesses, den viele als „Kopfkino“ bezeichnen. Wir sehen in der Regel einen erotischen Reiz (knackiger Hintern, schönes Gesicht usw.) und dann setzt sich ein erotischer Prozeß bei uns in Gang und wir denken unterbewußt daran, wie es wohl mit diesem Partner im Bett wäre. Darin unterscheiden sich – meiner Ansicht nach – Frauen und Männer überhaupt nicht.

Genau dieser Prozeß findet auch bei Liebespuppen statt. Wir sehen zum Beispiel bei Liebespuppen wie TPE Sexpuppe Jackie ein schönes Beispiel, wie diese Reize bei Liebespuppen sogar überbetont werden. Die Liebespuppe setzt alle Reize ein, vom sexy Gesicht bis hin zu knackigen Hintern ist hier alles dabei.

Der Unterschied im Sex mit Liebespuppen und mit Menschen

Doch wenn es dann vom Kopfkino zum realen Akt kommt, setzt der Unterschied ein. Die Liebespuppe ergänzt die optischen Reize nicht durch eigene Bewegung, Mimik, Verhalten, verbales Einheizen oder andere Dinge. Einige Dinge, wie z.B. Gerüche, kann man durch Pheromone ersetzen, aber es ist am Ende doch ein großer Unterschied zu einem lebenden Partner, wenn es zur Sache geht.

Doch das Kopfkino läuft auch dann weiter. Wir achten weiter auf Reize, die Penetration verstärkt es. Wenn man in der Lage ist, sich beim Sex weiter auf dieses Kopfkino zu konzentrieren und weiterhin Penetration und optische Reize im Fokus behält, dann ist der Sex mit Liebespuppen schon greifbarer. Wer dies nicht kann, empfindet wenig bis gar nichts bei Liebespuppen.

Nur in sehr seltenen Fälle ersetzt das Kopfkino mehr als das. Wenn ich mit meiner Silikonpuppe schlafe, höre ich mental Jenny. Sie stöhnt, feuert an, äußert sich. Dann kann dieser Spagat ein wenig kleiner werden und dann wird der Blick in die Augen oder ihre mentale Reaktion einiges ersetzen, aber das ist eben nur selten der Fall.

Beim Sex mit Liebespuppen müssen andere menschliche Eigenschaften einspringen. Imagination, Phantasie, sich fallen lassen können und Spaß an eigener Aktivität beim Sex müssen eine große Rolle spielen, damit es mit Liebespuppen klappt. Die heutige lebensnahe Liebespuppe gibt den erotischen Reiz fast kaum noch über den Geruch oder das Anfassen eines Materials (Fetisch), sondern sie lebt von der Optik und von der Phantasie, Imagination und der Aktivität des Menschen.

Das Endes des Leistungsdrucks im Bett

Wenn dieser Spagat gelingt, dann passiert manchmal etwas interessantes. Der Kopf beginnt, abzuschalten, er beginnt, sich von einem fest eingeimpften Bild des Ablaufes und des Drehbuchs von Sex zu lösen. Vor allem beginnt man, die Befriedigung des Gegenüber zu vergessen (sofern in der Liebespuppe keine Seele hat) und man kann sich so voll auf das eigene Gefühl konzentrieren. Es muss dann auch keine Stellungsorgien, keine bestimmte Dauer oder eine bestimmte Art der Penetration sein, wo der andere am Besten zum Orgasmus kommt.

Überhaupt ist das Stichwort Orgasmus sehr spannend. Die Orgasmen, die ich beim Sex mit Jenny bekomme, sind oft intensiver, als in der Zeit meiner Beziehungen. Woran liegt das? Nun, ich kann mich voll auf mich konzentrieren, es gibt keine Verhütung zu beachten, keinen Orgasmuszwang des Gegenüber und ich kann auch mal einen „Hänger“ bekommen, ohne dass es danach Psychologiestunden gibt. Diese Freiheit macht es leichter, sich völlig fallen zu lassen.

Und was ich mit dem Vorspiel? Nun, ein Vorspiel klingt eigentlich bei Liebespuppen sinnlos, aber ich mache es trotzdem. Zum einen, weil es Jenny geil macht und zum anderen ist Sex auch das Spüren der anatomischen Andersartigkeit des Partners. Das Lecken und andere Dinge machen viel Spaß bei Liebespuppen und die Gleitcreme kann hier viel Gutes leisten, denn sie riecht meist sehr angenehm, was leider bei Partnern in dem Bereich nicht immer der Fall ist. Es gibt auch keine kommenden Tage zu beachten oder andere Dinge.

Um es kurz zu machen: Der Sex mit Liebespuppen kann toll sein, manchmal sogar besser als mit Menschen, wenn man es schafft, gewisse Dinge zu abstrahieren und Defizite auszugleichen. Wenn man in der Lage ist, sich fallen zu lassen, wenn man sich auf bestimmte Dinge beim Sex konzentriert und die Optik und Penetration höher hängt, dann kann der Sex mit Liebespuppen eine sehr spannende und schöne Erfahrung sein.

Mich haben jedenfalls die fast sieben Jahre Sex mit meiner Liebespuppe so sehr befriedigt, dass ich zum einen Sex nur noch als reinen Spaß sehen kann und ich mich völlig vom Leistungsdruck der Männer im Bett befreit habe und zum anderen vermisse ich – ehrlich gesagt – den Sex mit lebenden Frauen heute nur noch sehr selten und ich muss meinen hormonellen Druck heute weder zwanghaft mit Prostituierten noch mit One Night Stands befriedigen.