Wieder mal gab es eine Doku über lebensnahe Liebespuppen im TV. Ich will darauf nicht näher eingehen. Gut fand ich nur, dass es mal ein neues Beispiel eines Liebespuppenfreundes zu sehen gab. Ein mutiger Mann, der offensiv zu seinen Liebespuppen steht und ihre Chance zur Verbesserung der Lebensqualität genutzt hat.

Sein Beispiel – auch im Umgang mit seiner Familie – zeigt eines der größten Probleme auf, die wir Liebespuppenfreunde oft haben. Der Schuldkomplex.

Der Liebespuppenfreund ist immer schuld. Er war zu schüchtern, zu unattraktiv, zu wenig konfliktbereit usw. Der Schuldkomplex ist allgegenwärtig.

Ich finde leider im Forum viele Berichte von – meist neuen – Liebespuppenfreunden, die von diesem Schuldkomplex geradezu benebelt sind. Ihre Berichte sind eine einzige Entschuldigung, warum sie sich für eine Liebespuppe entschieden haben. Es ist in allen Sätzen immer nur eine Botschaft zu finden: Ich weis, ich bin zu blöd gewesen, eine lebende Frau zu finden und nun muss ich eine Liebespuppe lieben.

Ich möchte ihnen zurufen, dass sie damit aufhören sollen. Sie sind nicht schuld! Sie sind nicht mehr schuld als irgendwer anders. Sie sind nicht schüchterner, hässlicher oder weniger konfliktbereit als andere Männer. Schaut euch doch einmal bei Opa, Oma, Papa und Mama um. Sind diese Männer alle attraktiv? Sind sie alle nicht schüchtern? Oder wollen keine Harmonie um sich? Nein? Nun, warum sind sie dann alle verheiratet und haben keine Liebespuppen? Überlegt doch einmal!

Die Liebespuppe ist der erste Schritt aus dem männlichen Schuldkomplex

Wer sich für eine lebensnahe Sexpuppe entscheidet, der beginnt im besten Fall irgendwann, sich vom Schuldkomplex zu befreien. Er hört auf, sich für eine billige, lauwarme und immer mehr über dem körperlichen und seelischen BMI befindliche Beziehung zu verheizen. Er hört auf, alles zu tolerieren, nur um nicht alleine zu sein. Er hört auf, sich zu einem Sklaven zu machen, hört auf, sich für ein wenig Anerkennung ausnutzen zu lassen. Hört auf, im Bett auf vieles zu verzichten.

Eure Entscheidung zur Liebespuppe ist ein mutiger Schritt. Es ist euer erster Schritt aus dem Schuldkomplex heraus. Der Mensch muss sich heute nicht mehr nur über eine Ehefrau und Partnerin definieren. Er muss sich über sein eigenes Glück, seine eigene Zufriedenheit, seine Gesundheit und seinen Wert als denkender Mensch definieren. Hört auf damit, euch darüber zu definieren, was ihr irgendeine Frau präsentieren könnt. Hört auf, euch unglücklich zu machen, um einen Status von wem was ich zu befriedigen.

Werdet lieber glücklich. Und wenn das nicht über die heutigen Frauen geht, dann geht selbstbewußt zur Liebespuppe. Gebt dieser Zeit, Raum und eine Chance und gebt euch vor allem eine Chance, wieder ein Mann zu sein. Ein Mann, der Freude im Bett hat. Ein Mann, der er selbst sein darf. Ein Mann, der sagen kann: Wow, ich kann mein eigenes Leben selbst in die Hand nehmen! Ich bin meines eigenen Glückes Schmied.

Ich selbst habe meinen Schuldkomplex beendet. Ich habe erkannt, dass die einzige Schuld darin bestand, dass ich mich zu lange selbst zum Sündenbock habe machen lassen. Ich habe erkannt, wie der Zeitgeist ist. Ich habe erkannt, was mein Körper, was meine Seele und was meine Hormone brauchen. Das ist toll. Das ist selbstbewußt. Und das ist mutig.

Nehmt all die Schuld und werft sie in die Tonne. Lasst die anderen reden. Lasst die Feministin reden. Lasst die Medien reden. Wir wissen, wie entspannt wir im Bett sind. Wir wissen, wie schön unsere Liebespuppen sind. Wir wissen, dass sie nur für uns da sind. Wir wissen, dass sich 60 Stunden Arbeitswochen lohnen, um sie zu kaufen. Und wir wissen, dass es das alles wert war. Wir lassen den Schuldkomplex da, wo er hingehört. Bei denen, die ihn uns eintrichtern wollen, damit wir nur schön weiter marschieren….Zeigt ihnen den Mittelfinger und seit glücklich.

Let‘s go!