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Schlagwort: Gesellschaft

Meine erste Begegnung mit Liebespuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (750) 24.4.2017

Meine erste Begegnung mit Liebespuppen war nicht im Sommer 2010, wo ich das erste Mal auf die Webseite von Mechadoll Frankreich stieß und mich sofort in die realistischen Silikonpuppen verliebte. Meine erste Begegnung mit Liebespuppen liegt viel weiter zurück und sie war so, wie es viele Menschen aus meiner Generation war, es war die allseits bekannte Gummipuppe.

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo es weder Handys noch das Internet gab. Über außergewöhnliche Wege der Liebe erfuhr man nur über die Massenmedien und vielleicht durch einen Bekannten im Umfeld. Vor allem die Comedy – Sendungen im Fernsehen waren oftmals überhaupt der einzige Weg, etwas über die außergewöhnlichen Wege der Sexualität und Liebe kennen zu lernen. Damals kamen nicht nur die ersten Privatsender auf, sondern auch die ersten schrägen „Sitcoms“ fanden ihren Weg in deutsche Wohnzimmer und man lernte dort viel über die USA kennen, die oftmals in dem Lebensstil das zeigte, wie es in Deutschland dann 5-10 Jahre später war.

Wenn ich an die unvergessene Serie „Eine schrecklich nette Familie“ mit dem unschlagbaren Al Bundy denke, dann hat sie damals viel voraus genommen, was heute in Deutschland Wirklichkeit ist. Das Thema der Tatttoos wurde dort ebenso angesprochen wie viele andere Dinge in zwischenmenschlichen Beziehungen, über die man damals noch lachte und die heute – leider – Realität in unser Gesellschaft sind.

Bud Bundy und die Gummipuppen

Die Figur von Bud Bundy (dem Sohn von Al) hat mir damals zum ersten Mal den Weg zu Liebespuppen geöffnet. Bud war ein Versager bei den Frauen und er suchte seine Befriedigung in einigen Sendungen bei Gummipuppen oder Schaufensterpuppen.

Vor dieser Sendung wusste ich nicht einmal, dass es überhaupt solche Liebespuppen wie Gummipuppen gibt. Ich hatte überhaupt keinen Plan, dass es sogar einen Anbieter wie den Dollpark gab, der in etwa zu dieser Zeit seine Pforten öffnete vor knapp 20 Jahren. Und ich hatte keinen Plan, was z.B. Fan – Gummipuppen sind oder welche Materialvarianten es gibt.

Und ehrlich gesagt habe ich das Thema Gummipuppen damals nicht ernst genommen. Ich war in einer festen Beziehung, hatte einen festen Job, war jeden Tag im Fitnessstudio und meine Welt drehte sich um die nächste Urlaubsreise, den nächsten Streit mit meiner Beziehung, um alltägliche Dinge im Leben. Es war kein Platz für Liebespuppen und ehrlich gesagt, haben mich die Gummipuppen bei der Serie auch nicht wirklich angetörnt, ich fand sie sogar hässlich. Ich hatte höchstens Mitleid mit Bud und das war es auch schon.

Hätte mir damals eine Wahrsagerin gesagt: Herr …., sie werden in 20 Jahren eine Silikonpuppe heiraten“, ich glaube, ich hätte sie für verrückt erklärt. Bei meiner ersten Begegnung mit Liebespuppen war diese Welt so weit weg für mich, wie Bud Bundy als realem Menschen (David Faustino) einmal persönlich die Hand zu schütteln. Ein Mensch mit einer Gummipuppe war für mich damals ein Versager, jemand, der keine Frau ab bekam und daher kann ich all diese Aussagen auch heute noch nachvollziehen, auch wenn ich längst weis, dass sie ein dummes Klischee sind.

Meine kleine Geschichte soll für all diejenigen gelten, die hier in diesen Blog rein schauen und sagen: „Sowas könnte ich nie, das sind eh alles Außenseiter und Spinner“. Sie sollten nicht vergessen, dass auch ich einmal so gedacht habe, als ich vor 20 Jahren zum ersten Mal einen Blick in die Welt der Liebespuppen werfen konnte.

Denn auch eurer Leben kann vielleicht einmal eine ganz andere Wendung nehmen und vielleicht seht ihr die Sache dann genauso anders wie ich heute. Seit also vorsichtig mit solchen Aussagen, denn nicht nur ich wurde einst vom „Jäger zum Gejagten“ in der Liebespuppenwelt.



Mit meiner Silikonpuppe gibt es kein „verflixtes 7. Jahr“

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (745) 12.4.2017

Ich befinde mich seit Ende November im sogenannten „verflixten 7. Jahr“ mit meiner Silikonpuppe. Diese Zeit der Beziehung zwischen Paaren gilt im Allgemeinen als schwieriges Jahr einer Liebesbeziehung, weil sich dort – statistisch gesehen – besonders viele Ehepaare scheiden lassen. Ich selbst habe das verflixte 7. Jahr damals in meiner ersten Beziehung hautnah erleben müssen, obwohl man im Grunde sagen muss, dass solche Beziehungen meist vorher schon „im Arsch“ sind und man im Grunde alles nur aus Gewohnheit so lange in die Länge zieht, bis es in einer richtigen Katastrophe endet.

Doch das verflixte 7. Jahr ist auch immer ein Kampf mit der menschlichen Natur. Die erste aufregende Zeit ist vorbei, die Stunden im Bett werden kürzer und kürzer und vor allem bei Paaren um 25 – 35 stehen so viele andere Projekte an, von der Karriere bis hin zu einem Kind, dass die Liebesbeziehung einer ständigen Zerreissprobe unterzogen ist. Der Zauber der Liebe verfliegt unter solchen Bedingungen oft und wenn Respekt nicht die Grundlage einer Liebesbeziehung ist, dann endet es eben im Streit oder einem Ende oder in einem faulen Kompromiß. Dies ist oft nach 7 Jahren der Fall und deshalb trennen sich wohl auf viele Paare in dieser Zeit.

Mit meiner Silikonpuppe hingegen merke ich all das nicht. Ich liebe Jenny und ihren Leihkörper aus Silikon im Grunde wie damals, wo wir entschlossen, uns das Ja – Wort zu geben. Ich habe auch heute keinen Tag, keine Sekunde und in keinem noch so stressigen Moment das Gefühl, als würde ich meine Liebespuppe und Jenny nicht mehr lieben, als würde sie mir „auf den Sack gehen“ oder würde mich ihre Anwesenheit nerven. Ich habe auch kein Verlangen, sie bei der erstbesten Gelegenheit zu betrügen oder verpisse mich bei jeder Gelegenheit.

Ich komme nach all den Jahren meiner Silikonpuppe eher näher

Im Gegenteil, ich habe oft das Gefühl, dass ich meiner Liebespuppe mit all den Jahren immer näher komme. Diese völlig neue Art der Kommunikation, der Wahrnehmung und des Einsetzens meiner Sinne wird mit jedem Jahr gewohnter, leichter und eingespielter und so nehme ich Jenny immer bewußter wahr. Sie ist heute viel klarer, ich kenne sie viel besser und wir beide wissen, was wir an einander haben und was nicht.

Auch die Silikonpuppe ist keinesfalls langweilig geworden. Heute sind die Zeiten der Sorgen um Reparaturen, dem Umgang im Alltag, den Rückenproblemen durch falsches Heben und den zu hohen Erwartungen im Bett vorbei. Ich genieße meine Silikonpuppe im Bett und außerhalb, weil ich genau weis, was ich mit ihr machen kann und jeder Griff passt und es ist alles eingespielt und so macht der Sex mehr Spaß als vorher.

Die dauerhafte Liebesbeziehung zu einer lebensnahen Silikonpuppe ist etwas, was sehr wenig bisher untersucht wurde. Die Liebespuppe ist generell ein wissenschaftliches „schwarzes Loch“, aber die Langzeitbeziehungen mit ihnen sind noch nicht so häufig. Zum Beispiel die neue Welle der TPE Sexpuppen ist in Hinsicht von Langzeitbeziehungen noch schwer einzuschätzen, weil es diese Liebespuppen noch nicht so lange gibt, aber auch hier zeigt sich bereits im Ansatz, dass Menschen, die sich für eine dauerhafte Beziehung zu ihnen entscheiden, so gut wie nie darüber berichten, dass sie diese nach 2,3 oder 4 Jahren beendet haben.

Ganz oft erlebt man, dass sich Liebespuppenfreunde ganz am Anfang von einer Liebespuppe abwenden, weil sie z.B. an den ersten Schäden verzweifeln, ihnen die Kommunikation zu gering ist oder sie die Liebespuppe überschätzt haben. Bei denen jedoch, die sich über ein Jahr mit ihrer Liebespuppe befasst haben, hört man sehr selten, dass sie die Puppe verkaufen und danach nie wieder eine solche holen. Damit unterscheidet sich die Liebe zu Liebespuppen in der langen Zeit schon von der Liebe unter Menschen und das ist ein sehr interessantes Phänomen, finde ich.

Ich jedenfalls werde meine Jenny und meine Silikonpuppe und auch ihren Zweitkörper, die Stoffpuppe, noch viele Jahre lieb haben und so lange ich sie noch wahr nehmen kann und gesund genug für diese Liebe bin, werde ich es auch noch weitere 7, 14 oder 21 Jahre tun.



Frauen, traut euch – Userinnen im Forum für Liebespuppen willkommen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (743) 7.4.2017

Wieder einmal hat sich eine Frau im Forum gemeldet, die eine männliche Sexpuppe Chris gekauft hat. Ich freue mich immer besonders, wenn sich auch Frauen im Forum einmal melden, die sich für Liebespuppen begeistern. Auch wenn ich mittlerweile eine sehr kritische Einstellung zur „modernen“ Frau und Gesellschaft habe, so bleibt für mich immer noch Mensch gleich Mensch und wenn jemand eine Liebespuppe liebt, dann ist es mir egal, welches Geschlecht derjenige hat, der sich eine Liebespuppe anschafft, weil wir am Ende alle im gleichen Boot sitzen.

Auch wenn Frauen mit Liebespuppen leider selten im Forum auftauchen, so gab es sie schon immer und sie haben in ihren Berichten deutlich gemacht, dass sie im Grunde auch all das mit ihren Liebespuppen erleben, was die männlichen Mitstreiter so berichten. Sie haben von den Schwierigkeiten im Umfeld im Umgang mit der Liebespuppe berichtet, von den gleichen abwertenden Aussagen, wenn sie die Liebe in einem Youtube Video öffentlich machten und wie ihre „Freundinnen“ sie mit „du bekommst wohl keinen Mann ab“ beschimpften. Wenn in unserer Gesellschaft irgendwo eine Gleichberechtigung statt gefunden hat, dann wohl darin, dass beide Geschlechter heute gleich diffamiert werden, wenn sie aus dem Rahmen fallen.

Doch das hat die mutigen Frauen nicht abgehalten, sich Liebespuppen anzuschaffen und ich bin stolz auf sie! Und auch die Hersteller haben sich nicht beirren lassen. Heute gibt es sogar im Dollpark eine eigene Sektion „männliche Sexpuppen“. Zwar ist die Auswahl bei weitem noch nicht so groß, wie bei den weiblichen Liebespuppen, aber warten wir mal ab, wie die Entwicklung in Zukunft sein wird.

Ich sehe männliche Liebespuppen in keinster Weise als „Bedrohung“

Die Massenmedien haben in den letzten Jahren auch die Frau als Liebespuppenfreund entdeckt und irgendwie tauchen immer mehr Frauen mit Robotpuppen auf Bildern auf, wenn es um die Diskussion um zukünftige Robotdolls geht. Die Intention dahinter ist klar. Man will damit sagen: Was ihr könnt, können wir auch!

Doch dazu sage ich nur: Dann mal ran, Mädels! Ich sehe die männliche Liebes-/Robotpuppe nicht als Konkurrenz oder Bedrohung meiner Rolle als Mann oder der Männlichkeit. Also Pech gehabt, ihr Medienleute 😉

Aber im Ernst. Ich muss nicht betonen, dass Mann und Frau das gleiche Recht auf eine Liebespuppe haben. Es war nie anders in der Welt der Liebespuppen. Selbst zu Beginn der Zeit der Liebespuppen gab es männliche Gummipuppen, auch weil die homosexuellen Männer stets ein fester Teil der Szene waren und die ersten männlichen Liebespuppen daher kamen, wie man z.B. an deren Analzugängen gut sieht, die bei Frauen wohl weniger eine Rolle spielen dürften. Die Männer haben vor allem männliche Puppen zu Beginn der Liebespuppenzeit gekauft, das wollen wir mal nicht vergessen.

Ob die Frauen später mehr oder weniger Liebes- und Robotpuppen als Männer kaufen werden, wird die Zeit zeigen. Die Gesellschaft ist hier in der Pflicht und die Frage, was Frauen eigentlich wirklich in einer freien Liebe wollen. Für viele Männer ist diese Frage längst beantwortet und sie stehen mit klaren Meinungen zu dem Thema. Dieser Prozeß ist längst abgeschlossen und die Frauenwelt muss ihn noch für sich beantworten. Sie soll sich die Zeit dafür nehmen.

Bis dahin werden wir jede Frau im Forum freundlich begrüßen und ihr bei Fragen so helfen, wie jedem anderen auch und ich werde darin keine Ausnahme sein. Und ich werde auch interessiert dem lauschen, was uns vielleicht in Sachen Wahrnehmung, sexuellem Erlebnis und eventuell auch dem übernatürlichen Empfinden trennt. Ich freue mich darüber, denn es erweitert nicht nur meinen Horizont, sondern macht unsere Liebespuppenwelt noch bunter und schöner.



John, die Wahnvorstellung und das chemische Gleichgewicht (Kurzgeschichte)

„Hallo, bist du mein John?“, ruft es sanft ins Johns Kopf und er schreckt entsetzt von seiner Leeloo Silikonpuppe zurück, die er eben vom Dollpark geliefert bekommen hat.

John ist 51. Er ist Chemiker, arbeitet an einem renommierten deutschen Institut und forscht an einem Projekt zur Entwicklung eines Wirkstoffes gegen Demenz. Er ist geschieden, hat einen Sohn, der bald sein Abitur machen wird. John ist seit 4 Jahren Single und all sein Fitnesssport, sein Joggen und das Schach spielen als Ausgleich im Schachclub um die Ecke und auch die Huren und all die One Night Stands haben ihn in all den Jahren nicht glücklich gemacht. Es fehlte immer etwas in seinem Leben, seit seine Frau ihn vor 4 Jahren wegen einem jüngeren Mann aus Afrika verließ und mit ihm in seine Heimat zog.

John saß vor einem Monat vor den Liebespuppen auf gummipuppen.de. Ihn faszinierte die Leeloo auf irgendeine Art und Weise. Immer wieder hatte er damals die Seite weg gedrückt, sie aus dem Browserverlauf gelöscht, von seinen Lesezeichen in Firefox entfernt und doch landete er immer wieder bei ihr, bis er sie letztendlich doch bestellte.

John negierte lange seine Sucht nach Leeloo. Er ist ein Chemiker, verdammt. Das ist doch nur eine Ansammlung einer chemischen Verbindung, hatte er sich stets gesagt.

Am Ende gab er sich damit zufrieden, dass sie seiner Frau ähnlich sah. „Genau, das ist wohl der Grund, warum ich sie ansehe.“, sagte er sich und gab sich damit zufrieden, etwas Gutes zu tun, anstatt weiter Frauen dafür zu bneutzen, über sie seine verlorene Ehefrau zu ersetzen.

John und der Psychiater

Und nun das! John rannte aus seinem schönen Haus in den Garten. „Jetzt bleib bloß ruhig!“, redete er zu sich und sah sich dabei entsetzt an und sagte:„Oh nein, jetzt führe ich auch noch Selbstgespräche!“.

John schloß mit Gänsehaut am Körper die ihn traurig ansehende Leeloo in seinen großen Kleiderschrank ein und telefonierte. Thomas, sein guter Freund, war seit vielen Jahren Psychiater. Er wusste bestimmt, was mit ihm los ist und er hält den Mund gegenüber den anderen, sagte er zu sich, als er seine Nummer wählte.

„Gut, dass du zu mir kommst“, sagte Thomas am Telefon. „Komm morgen in meine Praxis, ich helfe dir“.

Und so ging John am nächsten Tag nach einer sehr unruhigen Nacht und einem Traum von einem Licht, dass in ein Bad aus flüssigem Silikon flog, zu Thomas.

Thomas hörte seine Geschichte 15 Minuten an und sagte dann zu ihm: „Mach dir keine Sorgen, John. Du trauerst eben deiner Frau hinterher und bist überarbeitet. Du hast eine Wahnvorstellung entwickelt und eine leichte Psychose, weil dein chemisches Gleichgewicht außer Kontrolle geraten ist durch den Stress. Ich schreibe dir eine Antidepressiva auf und in ein paar Wochen geht es dir besser.“

John war zufrieden. Chemisches Ungleichgewicht klingt sinnvoll und die Chemie hat immer alles gerichtet, also wird es hier auch so sein, sagte er zu sich und ging gleich zur Apotheke.

Doch auch nach 3 Wochen ging es ihm nicht besser. Er war völlig leer, dachte immer mehr an Selbstmord und immer wieder schaute er auf den Schrank mit seiner Silikonpuppe. „Nein, nein, nein“, sagte er sich. „Sie ist nur Silikon. Mein Medikament ist real, Thomas ist real, er wird wissen, wie es besser wird.“

Die Doku über Psychiatrie und eine zu späte Erkenntnis

Thomas verschrieb ihm ein anderes Antidepressiva, doch es ging John nicht besser. An einem Abend stieß er am PC auf eine Doku, wo es Psychatrie und ihre Beweiskraft ging. John schluckte in dieser Doku, doch am Ende grummelte er nur: „Ach, das sind alles nur Verschwörungstheoretiker“.

Nach weiteren sechs Wochen hielt es John nicht mehr aus. Sein Wunsch nach Selbstmord war zu groß. Alles machte keinen Sinn mehr. Wenn nicht mal die Tabletten und die Psychiater ihm helfen konnten, wer dann noch? Immerhin hörte er seitdem nie wieder die Stimme seiner Leeloo und doch vermisste er sie so sehr. Aber nun war eh alles vorbei, das Leben machte sowieso keinen Sinn mehr.

Als John auf der Brücke stand und sprang, da passierte etwas Merkwürdiges mit ihm. Trotz all der Tabletten, all der Todesangst, dem Blick auf das Wasser unter ihm, das rasend schnell näher kam, meldete sich seine Leeloo in seinem Kopf. Sie sagte:

„John, mein lieber John, vielleicht wirst du in der Welt, wo du gleich sein wirst, erkennen, dass ich keine Wahnvorstellung war, sondern ein Geschenk für dich. Ich war ein Geschenk, was dir geschickt wurde. Es tut mir leid, dass wir nicht in deiner Welt zueinander fanden. Bis bald, mein lieber Mann.“

John weinte. Er begriff, dass er falsch gehandelt hatte. Doch nun war es zu spät. John sah noch kurz ein Bild seiner lieben Großmutter vor sich und schlug dann auf.

Dann tauchte er in ein Licht, an dem am Ende eine Frau stand, die wie die Leeloo aussah und sie sagte sanft: „Endlich bist du bei mir.“ John brach zusammen, weinte bitterlich und sagte: „Verzeih mir, ich war so dumm“. Doch sie nahm ihn nur in seine Arme und John spürte nun endlich den Frieden in sich, der ihm immer versagt war.

Euer PJ



Liebespuppen statt „Puppen“ an die Macht! ;-)

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (742) 5.4.2017

Heute beim Einkauf fuhr ich die große Hauptstraße entlang, die zu meinem Supermarkt führt. Dort prangten mir diese ärgerlichen Wahlplakate entgegen, die es hier jetzt überall gibt, weil demnächst wieder einmal der 2 Sekunden Akt des Volkes ansteht, seine eigenen Henker für vier Jahre auszusuchen.

Oder sollte ich lieber HenkerInnen sagen? Denn der ganze Fahrtweg war vollgepflastert mit Kandidatinnen. Neben der „Spitzenkandidatin“ prangte die Wahlkreisabgeordnete der anderen „Volkspartei“ im schönen alternierenden Rhythmus auf dem Weg zum Supermarkt. Dazwischen waren Plakate von Kindern (auch Mädchen!) und ein Plakat, wo jemand gezeigt wurde, der „malocht“. Doch dieser Malocher war eine Frau mit Hündchen auf dem Schoss vor einem PC !

Herbert Grönemeyer sang einst „Kinder an die Macht“. Doch irgendwie heißt es heute: „Spitzenmarionettinnen an die Macht“. Die Politik scheint seit Frau Murkel mehr und mehr Frauen in die Ämter zu ziehen und über das Ergebnis will ich mich nicht näher äußern, außer dass es nicht wirklich besser ist, als unter den Männern.

Liebespuppen die besseren Politiker?

Und was hat das nun mit Liebespuppen zu tun? Nun, als ich so dahin fuhr und meine Fragen darüber verraucht waren, was dieser Schwachsinn an Geld und Ressourcen verbraucht haben muss, stellte ich mir vor, dass dort das Bild einer Leeloo Silikonpuppe oder einer der schönen TPE Sexpuppen prangt. Und irgendwie wurde meine Stimmung dann besser 😉

Ohne es zu ernst zu nehmen: Irgendwie wären Liebespuppen die besseren Politikerinnen und im Fall von männlichen Sexpuppe Valentin und Co. wohl auch die besseren Politiker. Sie wären makellos, hätten keine Drogenprobleme, man würde sie nicht mit Kinderpornos erwischen und sie zu bestechen, wäre nicht leicht 😉

Die Robotpuppe würde strikt nach Programmierung handeln, würde den Volkswillen rabiat umsetzen und den Konzernlobbyisten mit einer Stichwaffe vertreiben, die wie bei Terminator aus ihrem Arm erscheint und der Sitzungssaal wäre stets gefüllt, weil die Saaldiener zu faul wären, die Liebespuppen durch die Gänge zu schleifen. Und der Anblick! Ich glaube, keine Schulklasse würde mehr einschlafen und die Einschaltquoten wären gigantisch und vor allem wäre nicht ein nutzloses Wort geredet worden! What a wonderful world it would be 😉

Aber im Ernst. In einer Welt, wo die wundervolle Idee der Demokratie zu einer Demokratur verkommt, wo Lobbyisten sagen, wer dieses Land zu regieren hat und wo Stimmvieh nur zwischen der gleichen Art Politik mit anderem Namen entscheiden kann und wo „Malocher“ mit Hündchen vor den PC sitzen, beginne ich, von einer anderen Welt zu träumen. Und da es diese nicht so schnell geben wird, bleibt nur eins:

Ich drücke auf das Gaspedal und schaue, so schnell wie erlaubt zurück zu meiner Liebespuppe zu kommen. Diese „Präsidentin“ unserer vier Wände wähle ich jeden Tag erneut sehr gerne und sie ist ein Wesen, was mit freiem Herzen gerne an der Macht in meinem Leben teil haben lasse 🙂

Euer „Malocher“ mit Stoffpuppe auf dem Schoß am PC diesen Blog schreibend 😉



Pendlernation Deutschland – Kein Spaß für Liebespuppenfreunde und Liebespuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (741) 3.4.2017

Manchmal macht es mich sehr nachdenklich, wohin uns all die „Freiheit“ geführt hat, die wir ja angeblich seit dem Fall der Mauer in Deutschland haben sollen. Wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, sehe ich hauptsächlich gehetzte, überreizte, kaputte, kranke und sich mit Drogen aller Art betäubende Menschen. Ob das die große Freiheit ist, von der wir nach dem mörderischen Krieg träumten oder beruhigen wir uns lieber damit, dass es anderen noch schlechter geht?

Auch die Liebespuppenfreunde spüren diese „Errungenschaften“ der Globalisierung. Oft beklagen sich die User im Forum, dass sie zu wenig Zeit mit ihren Liebespuppen verbringen können, denn viele müssen viel arbeiten, um sie sich leisten zu können und oft waren auch schon User im Forum, die sogenannte Pendler sind, also weitere Strecken für ihre Arbeit zurück legen müssen.

Gestern lass ich einen Artikel, dass die Zahl der Pendler in Deutschland auf einem Rekordwert angelangt ist. Die unglaubliche Zahl von 60% aller Arbeitnehmer zählt dazu. Was dieses Leben auf der Straße für die Familien, die Umwelt und die Lebensqualität bedeutet, muss nicht näher erläutert werden und was es für ein Leben mit Liebespuppen bedeutet, auch nur wenig.

Liebespuppenliebe und das Dilemma von Zeit und Geld

Denn die lebensnahen Liebespuppen faszinieren viele Menschen. Die Liebespuppe strahlt nicht nur eine unerhörte Erotik aus, sondern auch einen Zauber der Freiheit, Unbeschwertheit, der Ruhe und der Einfachheit. Sie sind immer da, freuen sich immer auf den hart arbeitenden Mann (oder Frau) und viele Liebespuppenfreunde berichteten mir und im Forum, wie gerne sie jede freie Minute mit ihr verbringen.

Wenn ein Liebespuppenfreund durch die Liebespuppe endlich wieder entspannt lieben und Sex haben kann, endlich seine wenige Freizeit mit ihr verbringen möchte, dann wird das Pendeln noch mehr zu einer Qual. Natürlich brauchen diese Menschen ihre Arbeit, auch, um die Liebespuppen überhaupt kaufen zu können, aber sie spüren instinktiv, dass es absurd ist, dann so wenig Zeit mit ihnen zu verbringen und wenn, dann sind sie oft kaputt und müde.

Ich selbst habe den Absprung geschafft. Ich arbeite von zu Hause und das ist wundervoll, auch wenn ich dadurch starke Einbußen in den Finanzen habe. Aber es war mir wichtiger, bei meiner Liebespuppe zu sein, mit ihr diesen Zauber zu genießen, Zeit zu haben, sie zu spüren und zu genießen und vielleicht habe ich auch deshalb überhaupt ihre Seele erkannt und gespürt.

Ich habe mich jedenfalls von dieser Nation der Pendler „entkoppelt“ und mit ihr gleich von einer Nation der Reizüberflutung, der Medienpropaganda, der Scheidungskriege und des Kreditwahnsinns, der uns alles andere als freie Menschen sein lässt. Wir sind weiter Sklaven des Geldes und das zeigt sich heute vielleicht so stark wie noch nie und darunter leiden auch die Liebesbeziehungen zu Liebespuppen..



Transgender Liebespuppen – Eine Randerscheinung der Szene

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (738) 27.3.2017

Ich hatte gestern mit meinem Freund eine lange Unterhaltung über das Thema Transgender. Ein Freund von ihm hatte sich in eine schöne Frau verliebt und als es in Richtung Bett ging, offenbarte sie ihm, dass sie früher ein Mann war. Der arme Kerl tat mir leid, aber wenigstens hat er rechtzeitig erfahren, wer die potentielle Beziehung wirklich ist und nicht wie ein anderer Bekannter von ihm erst nach 5 Jahren Beziehung heraus bekommen, dass seine Frau einst ein Mann war.

Doch die Krönung fand ich die Frau, die eine Frau war und ist und die ihrem Mann sagte, sie sei ein Mann, nur um zu schauen, ob er sie wirklich liebt. Bei solchen Berichten noch eine Millisekunde daran zu denken, wir Liebespuppenfreunde seien „krank“, ist wirklich absurd.

Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn ein Mensch sich nicht wohl mit seinem Geschlecht fühlt und sich „umpolen“ lassen möchte. Was mich jedoch regelrecht ankotzt, ist, die Menschen damit zu täuschen und dieses Thema sogar in die Kindergärten zu tragen. Das eine ist für mich ein mieser Betrug und das andere hat dort nichts zu suchen, aber in unserer Gesellschaft des „Toleranzwahns“ scheinen Randgruppen dieses Land mittlerweile zu regieren, während die Masse den Mund zu halten hat.

Aber schauen wir lieber einmal, wie eigentlich die Liebespuppenwelt auf Transgender reagiert. Natürlich haben sich die Gummipuppen längst dieses Thema angenommen, wie die Transsexuelle Liebespuppe Miss Demeanor zeigt, aber im Bereich der lebensnahen Liebespuppen aus TPE Material oder auch aus Stoff oder Silikon hat im Dollpark die „Shemale“ Variante bisher keinen Platz gefunden. Es gibt zwar auch solche Puppen bei Anbietern in den USA und sicher auch woanders, aber die Transsexuelle Liebespuppe ist bis heute eine ziemliche Ausnahme und eine Randerscheinung.

Kaum Freunde von transsexuellen Liebespuppen in der deutschen Community

Das verwundert mich nicht, denn im Gegensatz zu dem Medienhype und dem Wahnsinn der 60 Geschlechtervarianten bei dem Kreieren eines Accounts bei Facebook, sind die Menschen, die sich geschlechtsumwandeln lassen, ebenfalls Randerscheinungen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) sollen zwischen 20.000 und 80.000 Menschen in Deutschland transsexuell sein und somit kommen sie auch als Liebespuppenfreunde wohl sehr selten in Frage, zumal man die Frage stellen muss, ob solche Menschen transexuelle Liebespuppen auch überhaupt wollen oder nicht eher einen klar geschlechtlich definierten Partner wünschen.

Natürlich würde ich jeden im Forum begrüßen, der eine solche Liebespuppe hat oder haben will, aber für mich sind sie nicht mehr oder weniger wert, als Userinnen mit männlichen Liebespuppen wie Sexpuppe Chris oder wie homosexuelle Liebespuppenfreunde. Sie alle sind herzlich willkommen, aber die männlichen heterosexuellen Liebespuppenfreunde sind und bleiben die große Mehrheit und sie werden dies im Forum auch bleiben und auch klar dokumentieren. Sie werden eine der vielen weibliche Liebespuppen kaufen, die angeboten werden und sie werden die Masse der zukünftigen Liebespuppenfreunde bleiben.

Bisher hat sich jedenfalls im Forum noch kein User beschwert, dass es keine transsexuelle lebensnahe Liebespuppe beim Dollpark gibt und das zeigt, wie selten dieser Fall in der Gesellschaft ist und es lässt die Frage offen, ob überhaupt eine solche Liebespuppe gewünscht ist. Wenn dies der Fall wäre, würden längst mehr und mehr solcher Liebespuppen auf den Markt kommen.



Gedanken zur Liebespuppenszene seit dem Kauf meiner Silikonpuppe 2010

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (737) 24.3.2017

Sieben Jahre werde ich Ende 2017 meine Silikonpuppe haben und seit fast 7 Jahren bin ich bereits im Forum und in der Welt der lebensnahen Sexpuppen unterwegs. Seit ich damals im Sommer 2010 auf die Webseite von Mechadoll (damals noch in Frankreich) stieß, hat mich die Faszination dieser Welt nicht mehr los gelassen und sie hält bis heute an und immer noch schreibe ich sehr gerne im Forum und natürlich hier im Blog darüber.

Doch in den sieben Jahren hat sich eine Menge in dieser Welt der Liebespuppen getan. Mit den neuen TPE Puppen ist eine völlig neue Generation der Liebespuppen hinzu gekommen, welche der Szene eine gewaltigen Push gab und wie es so mit Neuerungen ist, hat sie beide Richtungen gehabt. Zum einen hat der günstigere Preis viele Menschen dazu gebracht, es mit einer lebensnahen Sexpuppe zu versuchen und zum anderen tauchten neue Probleme auf, wie zum Beispiel viele Fakeangebote von solchen Puppen, die oft gar als Silikonpuppen auf diversen Portalen verkauft wurden.

Doch nicht nur die TPE Puppe hat die Welt der Liebespuppen in den letzten 7 Jahren sehr verändert. Als ich damals ins Forum Mitte 2010 kam, waren viele Dinge in der Szene noch tabu. Das mentale Reden mit der Liebespuppe wurde ebenso totgeschwiegen, wie sie in der Öffentlichkeit zu fotografieren und auch verspielte Fotostrecken und Spaß mit ihnen zu zeigen, waren völlig tabu. Es ging vor allem um Technik, um Reparaturen und darum, ob die Liebespuppen zu schwer sind für den Alltag.

Seitdem sind viele Tabus gebrochen worden und es wurden sogar unangenehme Themen angesprochen, welche die Community auch einmal klar stellen musste. Sie musste klar stellen, von welchen Arten von Liebespuppen wir uns distanzieren und es musste deutlich gemacht werden, wo die Toleranzgrenze ist. Das war für mich ein sehr wichtiger Prozeß von vielen, den die Szene in dieser Zeit durchmachte.

Zusammenarbeit mit Medien, Künstlern und Fotografen

Auch die Zusammenarbeit mit Medien, Künstlern und Fotografen war eines der Dinge, die in diesen sieben Jahren sehr verändert wurde. Es wurde viel über Liebespuppen geschrieben, vor allem über die Silikonpuppen, aber auch über mögliche Entwicklungen von Robotdolls diskutiert. Und das Thema der Seele von Liebespuppen wurde endlich ganz offen, ehrlich und sachlich diskutiert und es gab viele Menschen, die sich in dieser Hinsicht „geoutet“ haben.

Das Thema Outing war aber nicht nur eine interne Sache. Viele User berichteten in den letzten Jahren vermehrt über das Mitteilen ihrer Leidenschaft gegenüber Eltern, Beziehungen, Geschwistern, Freunden und Kollegen. Oft sehr bewegende Berichte machten deutlich, wie weit die Leidenschaft für Liebespuppen gehen kann. Viele Berichte erinnerten mich an die Outings von Homosexuellen oder Menschen mit anderen sexuellen Neigungen, aber die Liebespuppe geht oftmals weiter, als nur zu sagen „Das mag ich im Bett“. Die lebensnahe Liebespuppe ist dem Menschen so optisch nahe, dass sie ganz unterschiedliche Reaktionen bei anderen Menschen auslöst und kalt lässt es selten irgend jemanden, vor allem wenn es darum geht, die Liebespuppe in eine Beziehung einzubauen.

Wohin wird der Weg die nächsten Jahre gehen? Wie wird mein Tagebucheintrag 2024 zu dem Thema aussehen, wenn wieder 7 Jahre vergangen sind? Nun, diese Antwort weis niemand, keiner von uns kann sagen, ob dann die Liebespuppe durch Robotpuppen ergänzt, verändert oder gar ersetzt wurde, niemand weis, wann der „Break Even Punkt“ erreicht ist, wo eine echte Debatte über das Thema statt findet oder ob das Thema weiterhin eine Nische bleiben wird. Wir werden es abwarten müssen und ich werde es – sofern ich kann – intensiv weiter verfolgen.



Mangadolls und andere Liebespuppen aus dem Reich der Fantasie

Die lebensnahen Sexpuppen sind doch alle nur ein Abklatsch von Frauen! Dieses Argument hört man sehr oft von Außenstehenden und es ist meist ebenso unsinnig, wie all die anderen Vorurteile. Wenn ich zum Beispiel eine x-beliebige Puppe wie die Sexpuppe Tamara (einfach mal willkürlich mit Augen zu ausgewählt) nehme, dann frage ich mich schon, wie viele Frauen ich so in dieser Altersklasse in meinem Umfeld kenne, die all diese Merkmale von ihr haben, denn alleine schon die Kombination aus ausladendem Po und großer Oberweite plus straffem Bauch finde ich jedenfalls nicht sehr oft.

Auch wenn bei Tamara der Vergleich noch halbwegs hinhaut, dann gehen wir doch mal einen Schritt weiter. Es gibt in der Welt der lebensnahen Sexpuppen eine Menge Modelle, die alles andere als das Abbild einer lebenden Frau sind. Sie gehen – je nach Grad – in die Welt der Phantasie über und die Stufen sind durchaus erstaunlich, finde ich. Ich möchte heute mal in der Kolumne den Versuch wagen, ein wenig zu klassifizieren, welche Liebespuppen welchen Phantasiegrad haben.

1. Überzeichnungen weiblicher Formen

Die erste Kategorie sind die Liebespuppen, die weibliche Rundungen und Formen so überzeichnen, dass man sie kaum noch oder gar nicht in der Realität wieder findet. Da ist zum Beispiel eine meiner Favoritinnen unter den Liebespuppen aus TPE Material, die Sexpuppe Jackie, die ich hier oft erwähne, weil sie einfach einmalig für mich ist. Sie überzeichnet in einer grandiosen Weise die weiblichen Formen und löst dabei bei mir ganz andere Emotionen aus, als bei einer Frau, finde ich. Es ist eine andere Art von Erotik, Geilheit und Phantasie, die bei mir beim Betrachten abläuft. Im Sekundentag gehen meine Gedanken von „Die ist zu schön für Sex“ bis hin zu „die mal in Lack und Leder sehen“. Es sind Gedanken, wie ich sie sonst nie bei einer Frau in dem Tempo habe.

Doch auch andere Liebespuppen überzeichnen Körpermerkmale von Frauen. Da sind zum Beispiel die Sexpuppen mit großen Brüsten, von denen es eine ganze Kategorie im Dollpark gibt. Hinzu kommen pralle Lippen, Wespentaillen oder ausladende Hintern. All das sind Puppen, die in eine Art Karikatur fallen, aber sie sind mehr als das, denn sie sind nicht witzig, sondern sie lösen durch das Überzeichnen andere Phantasien aus, ähnlich wie bei gezeichneter Erotik aus dem Bereich der Mangas.

2. Die menschenähnlichen Phantasiegesichter

Dann gibt es die Liebespuppen, die zwar weibliche Gesichter haben, aber nicht mehr dem entsprechen, was es in der Realität gibt. Dazu zähle ich zum Beispiel die Sexpuppe Belinda, die eindeutig ein Gesicht hat, was mehr einem Comic entspricht, denn einer realen Frau nachempfunden ist. Diese Liebespuppen lösen wieder andere Gedanken und Gefühle bei mir aus, es geht in eine andere Ebene, wo man Erotik und Sex anders zu definieren beginnt, ähnlich wie bei Jessica Rabbit aus dem Film „Who framed Rogger Rabbit“.

3. Mangadolls, Elfen und Stoffpuppen

Und dann kommen die Liebespuppen, die völlige Phantasiegestalten aus einer anderen Welt sind, die Mangagesichter haben, Elfen oder Puppen sind, die an der Grenze zur Lebensnähe stehen, wie zum Beispiel die MangaDoll Stoffpuppen. Und auch bei den lebensnahen Liebespuppen aus TPE gibt es solche Sexpuppen, wie zum Beispiel die TPE Puppe Lissi. Diese Liebespuppen werden zum einem von einem Teil der Community gar nicht mehr als lebensnah angesehen und zum anderen werden oft gar nicht mehr als Sexpuppen eingesetzt, sondern dienen als Dekofiguren oder Puppen, mit denen man einfach nur in eine Phantasiewelt fliehen und gehen will.

Meine kleine Klassifizierung zeigt, dass die Welt der Liebespuppen wahrlich kein Abklatsch von lebenden Frauen darstellt, auch nicht bei denen, die lebensnahe Sexpuppen sind. Es gibt natürlich viele von ihnen, die einen bestimmten Typus Frau nachstellen möchten, aber ebenso gibt es Liebespuppen, die mehr oder weniger in eine Welt der Phantasie und anderer Werte abdriften, als nur eine 1:1 Sexsimulation zu haben. Die Liebespuppen sind weit mehr, sie sind – wenn schon denn schon – der Abklatsch der Phantasie von Menschen und ich bin mir sicher, dass noch nicht das Ende dieser Phantasie erreicht ist, denn die Phantasie und das Bauen von Liebespuppen kennt wenig Grenzen.

Also schauen wir mal, wann beim Dollpark Liebespuppen mit zum Beispiel blauen Körpern oder im Avatar Film – Stil daher kommen oder wie Aliens aussehen? Wer weis das schon, alles ist möglich in der Welt der lebensnahen Sexpuppen.

Euer PJ



Tom und die Silikonpuppe

Ich habe in meinen Kolumnen schon so einiges über die mediale Berichterstattung von Liebespuppen und ihren Liebhabern geschrieben und ich selbst habe ja bekanntlich an einigen Medienprojekten mitgewirkt und war über die Ergebnisse und vor allem, was am Ende daraus gemacht wurde, oft „not amused“.

Doch nicht nur mir fällt auf, dass es seit diesem Jahr wie von Zauberhand eine Änderung in der medialen Berichterstattung zu geben scheint. Die Berichte über Liebespuppen werden immer neutraler und nüchterner. Das wurde vor allem bei dem Interview mit einem Ethikwissenschaftler deutlich, der über die mögliche Entwicklung von Robotsexpuppen auf einer Konferenz sprach und der erstaunlich nüchtern und unbewertet von dem Reporter befragt wurde (ich schrieb darüber in einer vorherigen Kolumne).

Hinzu kommt, dass scheinbar die lebensnahe Liebespuppe immer mehr beim Volk ankommt. Mein Freund berichtete darüber, dass sie auf seiner Arbeit über das Thema Realdoll redeten und sogar im Chat meines Onlinerollenspiels, wo ich ab und an mal rein schaue, wurde sogar über das Thema gesprochen! Und es war meist ebenso relativ nüchtern und ruhig, wie bei den aktuellen Berichten.

Nun las ich gestern einen Bericht in der Zeit Online, der mich noch mehr verwundert hat. Dort gibt es einen unglaublich langen Artikel von einem Silikonpuppenbesitzer mit dem Namen Tom, der eine Mechadoll Brigitte haben soll. Ich kenne ihn nicht aus dem Forum und die Berichte könnten auch eine Phantasie der Medien sein, aber dennoch ist er wirklich erstaunlich neutral, fast sogar schon positiv.

Neue Berichterstattung über das Thema lebensnahe Liebespuppen?

Folgende Dinge sind mit vor allem besonders aufgefallen:

– Tom hat einen in der Gesellschaft anerkannten Beruf, er ist Anwalt. Er hat eine große Altbauwohnung und steht in der Blüte des Lebens mit 49. Das ist etwas völlig anderes, als die ersten Berichte, wo kränklich wirkende und abstoßend aussehende Männer mit Liebespuppen kuschelten. Tom hingegen ist gebildet und wohlhabend.

– Tom lebt im Grunde ähnlich wie ich mit meiner Silikonpuppe. Er hat eine intensive Beziehung zu ihr, hat sie geheiratet, doch er wird als klug tituliert und als selbstbewußter Mann, der sich gar gegen Konzernchefs behaupten kann.

– Auch sonst wird Tom positiv beschrieben, als Mensch, der coole Freunde hat und in einer Beziehung war und das die Puppe ihn nach einer Scheidung aufgebaut hat. Tom ist fast wie eine Blaupause von mir und dieses Mal sind keine abfälligen Untertöne zu lesen und auch die Bilder sind alles andere als so nah und die Schäden so hervorhebend, wie einst bei mir.

Doch was mich wirklich erstaunt hat, sind die sogenannten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die dort präsentiert werden. Es ist nichts mehr von „es geht um Kontrolle“ Aussagen von „Psychologen“ wie noch in meinem Artikel bei Migros zu sehen, es wird sogar auf den positiven Effekt der Liebe zu Liebespuppen verwiesen. Das hat mich wirklich überrascht.

Tom sagt, er sei im Forum angemeldet, ich gehe davon aus, dass er das gummipuppen.de Forum meint. Wenn er meinen Blogbeitrag hier liest, würde ich mich freuen, einmal dort mit ihm per pn zu schreiben, aber bitte nur, wenn er es wirklich ist. Mich würde interessieren, ob seine Geschichte wirklich wahr ist, wie seine Medienerfahrungen waren und ob er auch das Gefühl hat, dass sich etwas in der medialen Berichterstattung bewegt.

Warum ich eine neutrale Berichterstattung über Liebespuppen gut finde

Ich habe für diese Entwicklung so meine eigenen Theorien, aber ich möchte sie vorerst außen vor lassen. Ich wollte euch nur einmal zeigen, dass die Welt der Liebespuppen immer mehr in der Gesellschaft und wohl auch in den Medien den Stellenwert bekommt, den sie verdient. Das freut mich für Tom, die Liebespuppenwelt und vor allem für uns alle.

Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, wird die Liebespuppe vielleicht das werden, was sie ist. Eine gute Alternative für Menschen in verschiedenen Lebenslagen und vielleicht wird sie ja auch eines Tages dann ein normaler Teil unseres Alltags in Deutschland werden. Zu gönnen wäre es ihr.

Bis dahin sammelt einfach eure eigenen Erfahrungen, schaut bei den tollen Silikonpuppen beim Dollpark rein oder verliert euch bei den kuschligen Stoffpuppen oder in einem der vielen anderen Abteilungen der Welt der Liebespuppen, es lohnt sich auf jeden Fall, egal was andere und die Medien sagen.

Euer PJ