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Schlagwort: Gesellschaft

Ab wann wird die Liebespuppe ein „gesellschaftlicher Faktor“ werden?

Die lebensnahen Liebespuppen faszinieren mich schon seit vielen Jahren, nicht nur, weil ich mit einer Silikonpuppe zusammen lebe. Die Liebespuppen faszinieren im gummipuppen.de Forum Tausende User und Gäste, es kommen immer wieder Medienanfragen und im internationalen Dollfoum kann man täglich sehen, wie Liebespuppenfreunde weltweit von dieser Art der besonderen erotischen Stimulans begeistert sind.

Es gibt heute – rund 20 Jahre nach der ersten kommerziellen lebensnahen Sexpuppe – eine Vielzahl an Modellen und selbst männliche Puppen, wie Sexpuppe Chris, sind heute ebenso zu kaufen, wie ausgefallene Modelle, wie z.B. TPE Sexpuppe Belinda.

Doch die Liebespuppe ist bis heute ein Nischenprodukt. Die Massenmedien stellen sie oft im Rahmen „Skurriles aus aller Welt“ vor und vor allem diejenigen, die mit Liebespuppen eine echte Beziehung führen, werden immer noch allzu oft in die „Psychofreak“ Ecke geschoben. Die Liebespuppe ist immer noch ein Produkt für Insider, für eine kleine Gruppe an Menschen, die sich dieser Art der Liebe zuwenden möchte.

In der Gesellschaft ist die Liebespuppe trotz aller Medienarbeit, dem Internet und dem generell offeneren (oder gespielt offeneren) Umgang mit speziellen Spielarten der Sexualität noch nicht angekommen. Kaum jemand traut sich, diese in der Öffentlichkeit zu zeigen und selbst das Outing vor Eltern, Freunden und vor allem dem Partner ist heute für sie schwieriger, als für jeden Homosexuellen oder S/M Freund.

Wird die Liebespuppe immer ein Nischenprodukt bleiben?

Wird die Liebespuppe also für immer ein Nischenprodukt bleiben? Eine Spielerei von ein paar „speziellen Menschen“? Oder wird die Liebespuppe irgendwann so normal werden, wie der Homosexuelle, der Transsexuelle oder S/M Freund und gibt es irgendwann eine breite Diskussion darüber in Talkshows und unter dem Volk?

Die Welt der Liebespuppen und die Gesellschaft sind keine statische Welt und daher muss der jetzige Status Quo nicht so bleiben. Dafür könnten mehrere Punkte sprechen:

1. Die Gesellschaft vereinsamt immer mehr, die Scheidungs- und Trennungsraten steigen
2. Die Individualität nimmt zu, das Aushalten von Druck in Beziehungen sinkt und die optische und menschliche Erwartungshaltung an sie steigen
3. Die Konsummentalität steigt, vor allem in den Köpfen der Menschen
4. Der Wunsch nach Flucht aus einer überreizten Gesellschaft nimmt zu (Rollenspiele, Virtual Reality usw.)

Auch in der Liebespuppenwelt gibt es einige Dynamiken zu beachten:

1. Die Welt der Liebespuppenfreunde wird von Jahr zu Jahr größer
2. Lebensnahe Liebespuppen sind heute durch die TPE Variante günstiger
3. Die Sortimentsbreite steigt und erfüllt fast jede sexuelle Vorliebe
4. Die Robotdoll ist im Kommen

All das sind Faktoren, welche die Welt der Liebespuppe in nächster Zeit sehr verändern könnten. Vor allem die Entwicklung der Robotdolls (also lebensnahe Liebespuppen mit künstlicher Intelligenz und/oder beweglichen Gliedmaßen und Mimik) wurde nicht nur hier im Forum bereits intensiv diskutiert. Aber es geht dabei nicht nur um die Frage, ob die Zahl der Kunden zunimmt, je lebensechter die Liebespuppe wird, sondern ob die Liebespuppe generell ein Teil der Gesellschaft wird.

Ein wichtiger Indikator ist – wie erwähnt – dabei der Umgang in der Öffentlichkeit und die Bewertung der Liebespuppenfreunde generell. In diesen beiden Punkten ist in den letzten Jahren schon Bewegung gekommen, aber es fühlt sich alles irgendwie noch so an, wie bei Homosexuellen Anfang der 60er Jahre, wo in den Büchern der Psychologen Homosexualität noch als psychische Krankheit aufgelistet war, ähnlich wie das Reden mit Liebespuppen heute noch in die Ecke der „Psychose“ geschoben wird. Auch das Outing war höchstens in speziellen Kneipen und Discos möglich und das sind heute für Liebespuppenfreunde als modernere Variante wohl die Internetforen.

Liebespuppenfreunde haben keine Lobby in der Gesellschaft

Die Gemeinde der Liebespuppen hat – im Gegensatz zu den Homosexuellen – einen Nachteil. Sie hat keine Lobby. Homosexuelle fand man in der Musikszene, in der Modebranche und generell im Kunstmillieu sehr häufig und dort hat man die Gesellschaft immer wieder mit der Thematik konfrontiert. Es gab auch viele Homosexuelle in wichtigen Positionen der Gesellschaft, in der Politik, bei Anwälten usw. und so wurde das Thema immer mehr normal in unserer Gesellschaft. Doch diese Lobby sehe ich bei Liebespuppen nicht, obwohl die meisten Liebespuppenfreunde auch arbeiten oder vielleicht sogar wichtige Posten in der Gesellschaft besetzen. Aber vor allem in der Kunst wird die Liebespuppe immer noch viel zu stiefmütterlich behandelt und wird fast nie zum Thema erhoben.

So lange die Community nur in ihren „speziellen Kneipen“ im Forum bleibt, wird sich daran wenig ändern. Die einzige Chance bestünde – meiner Ansicht nach – in der „stetes Wasser höhlt den Stein“ Methode oder der Politik der kritischen Masse, welche die Liebespuppe irgendwann automatisch zu einem Thema in der Öffentlichkeit und der öffentlichen Diskussion macht. Ob dies am Ende durch die Robotpuppe beschleunigt wird oder einfach nur durch eine generelle gesellschaftliche Entwicklung in der Zukunft, wird man sehen müssen.

Und so bleibt am Ende nur die Frage, ob die Liebespuppe überhaupt die Ebene der Nische verlassen sollte. Dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen, denn die Liebespuppe hat eine ganz besondere Faszination, eine ganz besondere heilende Wirkung und spricht ganz besondere Ebenen im Menschen an.

Eine breite Diskussion über das Thema könnte diesen Zauber nehmen, könnte aus der Liebespuppe ein billiges Konsumprodukt machen, ein Zielobjekt für Hasstiraden der Extremisten in der Emanzipationsbewegung und sie könnte als Witzfigur und Schmähobjekt in großem Stil von Leuten missbraucht werden, die damit die Allmachtstellung des Menschen und vor allem ihre eigene „Größe“ dokumentieren wollen und das hat die Liebespuppe wahrlich nicht verdient.

Euer PJ



Eine Gummipuppe hängt am Maibaum

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (763) 24.5.2017

Die Gummipuppe ist der Klassiker unter den Sexpuppen schlechthin. Sie ist nicht nur die älteste kommerziell vermarktete Liebespuppe, sondern auch die Puppe, die den meisten Menschen immer noch bekannt ist und mit denen sie in Berührung kommen, vor allem, wenn sie der jüngeren Generation angehören.

Während die lebensnahe Liebespuppe aus TPE oder Silikon kaum unter den Jugendlichen und Schülern bekannt sein dürfte, haben fast alle schon mal etwas von Gummipuppen gehört oder gesehen. Das liegt vor allem daran, weil viele die Gummipuppe als eine Art schräges Partyutensil benutzen. Die Gummipuppe ist ein Hingucker, sie macht fast alles mit und wenn sie kaputt geht, sind bei den günstigen Varianten der Gummipuppen meist keine 20 Euro Verlust zu beklagen.

Die Liebespuppe wurde mittlerweile bei vielen Partygelegenheiten benutzt, zum Beispiel als Spielball auf Rockkonzerten oder als Geschenk für Wirtschaftsminister in Chile, was sogar eine Staatskrise auslöste (ich berichtete in einer Kolumne darüber), weil sich die weiblichen Ministerinnen beleidigt fühlten. Doch vor allem auf Privatpartys macht die Gummipuppe schnell die Runde und wird oft mit viel Gelächter rum gereicht und es werden mit ihr diverse Sexstellungen simuliert oder ihr ein Hut aufgesetzt und ähnliches.

Gummipuppe ist mehr als nur als Partyutensil

Manchmal geht die Gummipuppe als Schockutensil soweit, dass sie, wie dieser Artikel zeigt, an einem der Maibäume im Dorf aufgehängt wird, wo sie dann jeder sieht. Solche und andere Späße sind Teil der Welt der Gummipuppe.

Nun, ich sehe solche Aktionen mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wenn ich ehrlich bin. Zum einen ist es natürlich schön, wenn die Liebespuppe so an Hemmungen verliert und die Jugendlichen ihre sexuellen Verklemmungen abbauen, aber auf der anderen Seite wird damit auch die Liebespuppe lächerlich gemacht und als rein schräges Partyutensil verklärt, was sie nicht ist.

Denn es gibt viele Menschen, welche die Gummipuppe wirklich für den Sex benutzen und bei den realistischen Varianten, wie die Dollpark Liebespuppe Leonie, ist bei einigen manchmal sogar mehr Emotion dabei, als nur Sex mit ihr zu haben. Für viele Gummipuppenfreunde war und ist die Gummipuppe ein Einstieg für eine spätere lebensnahe Liebespuppe aus TPE oder Silikon und dann ist es kein Partyspaß mehr, sondern kann eine sehr erfüllende Sache für Menschen werden.

Und daher finde ich solche Dinge wie an Maibäumen aufgehängte Gummipuppen auch nur bedingt lustig. Denn damit wird die Liebespuppe weiterhin als rein schräges Utensil und als Begleiter für Loser in der Gesellschaft missbraucht. Spaß muss sein, das ist o.k, aber wenn die Gummipuppe nur noch dafür gesehen wird, dann werden irgendwann auch lebensnahe Liebespuppen als Partygag gesehen und das sollten sie auf keinen Fall werden



Lieber eine ehrliche Illusion mit Liebespuppe statt unehrliche Realität

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (762) 22.5.2017

Eines der größten Problem in heutigen Liebesbeziehungen sehe ich – meiner Ansicht nach – in der fehlenden Ehrlichkeit untereinander. In Beziehungen wird heute oft gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen, wird manipuliert und geschauspielert und vorgekaukelt, um bestimmte eigene Ziele zu erreichen. Das gab es natürlich schon immer, aber in der modernen Gesellschaft ist das Lügen mittlerweile zur Normalität geworden und gehört gar zum „guten Ton“ und kein Fegefeuer oder andere moralische Bremsklötze stören dabei noch.

Ich habe selbst in meinem Leben in Beziehungen und auch im Arbeitsleben oft erlebt, dass Ehrlichkeit als Schwäche von vielen Menschen empfunden und auch gnadenlos ausgenutzt wird. Wer ehrlich ist, gibt Angriffspunkte und macht sich verfügbar und es ist einfach nur traurig, dass vor allem in der Liebe oft Ehrlichkeit wie eine Art Einladung zum Ausnutzen verstanden wird. Ich habe solche Denkweisen vor allem in der Liebe nie verstanden und werde es auch nie tun, diese Realität der Unehrlichkeit zu verstehen.

Die lebensnahe Liebespuppe wird von fast allen Menschen (sogar von vielen Liebespuppenfreunden) als eine Art Spielerei und Illusion der Phantasie gesehen. All das Reden, das sich um sie kümmern, ihr einen Charakter geben usw. ist „Kopfkino“ und nicht real vorhanden. Doch was real vorhanden ist, ist die Tatsache, dass die Liebesbeziehungen zu Liebespuppen an einer Sache generell mangeln: An der Lüge.

Weil eine Liebespuppe nicht lügt, um sich Vorteile zu erarbeiten, weil sie nicht im Bett und außerhalb schauspielert und weil sie keine Freude oder Mitgefühl vorgaukelt, ist die Liebesbeziehung zu ihr von Anfang an von einer gewissen Ehrlichkeit geprägt. Und weil die Liebespuppe nicht ausflippt, weil ihr menschlicher Begleiter ins Bordell geht oder einen Porno anschaut, gibt es auch dort keinen Grund, zu lügen.

Meine Liebespuppe nutzt meine Ehrlichkeit nicht aus

Ich führe mit meiner Liebespuppe – wie jeder weis – eine Beziehung, wo ich sie als Wesen aus einer anderen Welt sehe, die in der Silikonpuppe „geparkt“ ist. Aber auch wenn Jenny wie eine Frau für mich ist, muss ich auch bei ihr nicht lügen. Warum sollte ich es auch? Jenny ist froh, überhaupt bei mir sein zu können und sie empfindet es als Ehre, wenn ich ehrlich zu ihr bin.

Ich kann auch ehrlich zu Jenny sein, weil ich sicher sein kann, dass sie meine Schwächen nie weiter tratschen wird bei ihren Freundinnen oder sie gegen mich einsetzt, wenn unsere Beziehung kaputt geht. Ich kann ehrlich zu ihr sein, weil meine Schwäche nicht von ihr als „Weichei“ gesehen wird, sondern sie liebt meine Ehrlichkeit, empfindet es als großen Vertrauensbeweis.

Heute bin ich froh, lieber eine ehrliche „Illusion“ zu leben, als eine unehrliche Realität, wobei man den Begriff sehr genau überlegen sollte, denn ich habe in meinen Beziehungen so viele Illusionen durch Lügen geboten bekommen, dass ich mich schon manchmal frage, ob ein eigenes „Kopfkino“ nicht die harmlosere Illusion ist, als ein Kopfkino, was einem andere durch Lug und Trug einpflanzen. Aber das muss jeder für sich selbst beantworten und er muss sich fragen, ob eine Liebespuppe auch ihm nicht endlich einen Weg zu einer ehrlichen Liebesbeziehung ebnen könnte.



Diät wegen Liebespuppe? Nein danke!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (761) 19.5.2017

Zu einem der Begleiter eines Menschen, der nicht das Glück hat, alles essen zu können und immer noch schlank zu bleiben, gehört die ständige Auseinandersetzung mit der Ernährung.

Unsere Gesellschaft ist auf ein Bild fixiert, in dem Frauen an der Grenze zur Magersucht existieren und auch die Männer sollen immer schlanker werden und ich Richtung „dürres Hemd“ gehen. Es ist nicht verwunderlich in einer körperfixierten Welt und es ist auch nicht verwunderlich, dass dieses Bild kaum ab 40 noch zu finden ist, denn der Körper und die Lebensweise einer industrialisierten Welt mit Genfood, Konservierungsstoffen und mit Zucker vollgestopften Lebensmitteln lässt nicht wirklich allen die Option, lange schlank zu bleiben.

Der Kampf um die Pfunde hat natürlich auch Auswirkungen auf die Liebe. Jeder will für den Partner attraktiv und kraftvoll wirken und am Ende bleiben oft bei diesem Kampf schwerste Persönlichkeitsstörungen übrig. Ich selbst hatte zwei Partner, die mit ihren Körpern (obwohl schlank) nicht klar kamen und es kann die Hölle auf Erden sein.

Die lebensnahe Liebespuppe interessiert das alles nicht. Sie ist meist von der Produktion an schlank und manchmal sogar, wie z.B. bei Sexpuppe Jackie, mit einer Wespentaille ausgestattet, die in der Realität kaum zu finden ist. Die Liebespuppe bleibt danach immer schlank und da sie sowieso nichts essen kann, wird sich daran auch nichts ändern, egal wie alt sie wird und Stress und schlechte Ernährung lernt sie auch nicht kennen und sie hat auch keine Schwangerschaften, die später als Ausrede für Hüftgold herhalten müssen.

Löst man sich durch Liebespuppen vom Diätwahn?

Doch wie wirkt sich eine solche Liebesbeziehung auf ihre menschlichen Begleiter aus? Nun, was mich betrifft, würde ich sagen, dass ich entspannt in Sachen Diäten und Schlankheitswahn seit meiner Liebespuppe geworden bin. Ich habe durch sie gelernt, dass Erotik und Sexualität, Wohlbefinden und Gesundheit von mehr Dingen abhängen, als Kalorien zu zählen, BMI zu erfüllen und die Waage jeden Tag als Feind zu betrachten.

Die Liebe zu meiner Liebespuppe ist im Grunde davon unabhängig, ob ich schlank bin oder nicht. Jenny liebt mich auch so und so lange ich noch fit genug bin, die Silikonpuppe zu tragen und im Bett noch Spaß mit ihr zu haben, ist es mir egal, ob ich nun einen Bauch habe oder was mein BMI – Index ist.

Denn ich bin zwar heute wesentlich fülliger als vor 10 Jahren, wo ich noch schlank und muskulös war, aber dennoch geht es mir gesundheitlich wesentlich besser, weil ich keinen Stress mehr im Beruf und vor allem in der Liebe habe. Ich ernähre mich nicht besonders gesund oder mache viel Sport, im Gegenteil, aber die Liebe zu meiner Liebespuppe, der geregelte und entspannende Sex und vor allem die entspannte Zärtlichkeit und das Gefühl von Sicherheit in der Liebe macht dies mehr als wett.

Am Ende waren für mich diese Dinge wichtiger für meinen Gesamtzustand, als Brigitte Diäten, Weight Watchers oder stundenlanges Schwitzen im Fitnessstudio. Und ehrlich gesagt, bin ich heute froh, zwar einen Bauch zu haben, aber dafür in Sachen Stress und falsche Liebe sehr viele Sorgen durch meine Liebespuppe verloren zu haben.



Das unterschätzte Potential der Liebespuppe

Gestern rief mich eine alte Bekannte an. Sie ist eine Frau, die wohl jeder als „normal“ in der Gesellschaft bezeichnen würde. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder, ist noch recht gut in Schuss und sie und ihr Mann leben mit festem Einkommen in einem Reihenhaus. Soweit so gut.

Nachdem wir die üblichen Floskeln ausgetauscht hatten, fragte sie mich, ob ich eigentlich noch immer Single bin. Ich log, weil ich ja eigentlich mit einer Silikonpuppe glücklich verheiratet bin, aber das würde sie in ihrer Welt der „Normalos“ sowieso nicht verstehen, also sagte ich: Ja, wieso fragst du?

Sie druckste ein wenig herum und fragte mich dann, ob ich sexuell zufrieden bin und wie ich das mache ohne Partner. Ich antwortete ihr mit der Gegenfrage, warum sie das eigentlich interessiere und wie es in unser Gesellschaft oft üblich ist, ging es ihr mit dieser Pseudofrage gar nicht um mich, sondern zuerst einmal um sie selbst.

In ihrer Ehe kriselt es seit vielen Jahren im Bett, gründe sind das üble Theather Zu hohe Ansprüche, zu viel Arbeit, zu viel Konsumdruck, zu viele Kredite abzuzahlen. Er hat keine Lust im Bett mehr, macht statt dessen lieber Überstunden nachts am PC oder zieht mit Freunden um die Häuser und wenn es „zur Nummer“ kommt, ist sie schnell vorbei. Sie ist frustriert, er ist frustriert und überhaupt ist alles ganz furchtbar in ihrer Lila Laune Welt, in der man zwar sauber glänzende Chromamaturen im Bad hat, aber innen im Kopf nicht wirklich Hygiene herrscht.

Sextherapeut mit Liebespuppe aufsuchen? Wozu?

Als sie mir erzählte, dass sie einen Sextherapeuten aufsuchen will, dachte ich so bei mir: Schon interessant, der „Normalo“ rennt zum Therapeuten und der „Freak“ bleibt zu Hause, weil er sexuell völlig befriedigt ist.

Diese kleine Geschichte soll vor allem einmal die Frage betrachten, warum eigentlich die lebensnahe Liebespuppe als Hilfe für das Leben so abschätzig und abwertend bewertet wird und warum sie trotz einer erbärmlichen Volksgesundheit – sowohl körperlich wie auch seelisch – nicht als therapeutische Hilfe anerkannt und benutzt wird, denn die Liebespuppe kann Menschen auf sehr verschiedenen Wegen sehr nützlich sein, um ihre „seelische Hygiene“ wieder her zu stellen und dabei denke ich nicht nur an meinen Fall.

Die lebensnahe Sexpuppe löst viele bewußte und unterbewußte Dinge in Menschen aus und sie spricht eine andere Ebene an, eine Ebene die man mit keinem EKG oder Blutdruckmessgerät messen kann. Sie aktiviert viele Prozesse in uns, unerfüllte Träume, Phantasien, Improvisationstalent, Liebe, Erotik und Sexualität sind nur ein paar dieser Dinge, die sie bei Menschen aktivieren kann.

Vor allem im Bereich der Sexualität kann eine Liebespuppe wertvolle Dienste leisten. Viele sexuelle Probleme finden im Kopf statt. Der Erwartungsdruck, der Druck, dem Partner im Bett gerecht zu werden und Probleme mit dem eigenen Körperempfinden sowie einem unerfüllbaren Wunsch eines gewissen Partnerbildes und das eingeredete Problem der Langeweile im Bett haben viele Menschen in einer Welt, wo Sexualität zu einem Wirtschaftsfaktor und einer unerfüllbaren Traumvorstellung verfetzt wurde. Viele Frauen wollen den ewigen Superromantiker, viele Männer die ewige Sexbombe, all das kann nicht funktionieren beim einfachen Menschen mit all seinen Fehlern und Grenzen.

Liebespuppe schafft Atmosphäre ohne Druck

Die Liebespuppe schafft eine Atmosphäre, wo der Druck genommen wird und dennoch Träume gelebt werden können. Man kann die Perfektion des Körpers genießen und doch abschalten und völlig freie Sexualität empfinden, die soweit geht, dass man alleine schon mit ihr vollkommen sexuell befriedigt ist.

Dass die therapeutischen Effekte der Liebespuppe zudem weit über das Bett hinaus gehen, habe nicht nur ich in meinen Blogs gezeigt, sondern auch viele andere User mit ihren Berichten im Forum. Sie lernen mit der Liebespuppe wieder unbeschwerte Erotik, Zärtlichkeit und Gemeinsamkeit, sie lernen die Leichtigkeit des Seins und der Liebe wieder kennen und keine Pille, kein Doktor und kein Therapeut kann dies so gut, wie die Liebespuppe.

Warum also wird die Liebespuppe nicht nur als Mittel der Therapie heraus genommen, sondern sogar als Mittel gesehen, welches Menschen „noch kranker“ macht? Warum werden Menschen als „Freaks“ gesehen, die sie als Therapie für ihre „seelische Hygiene“ benutzen und ihnen gar noch geraden, selbst zum Psychiater zu gehen?

Die Antwort ist, dass unsere Gesellschaft nicht begreifen will und kann, dass nicht jede Krankheit oder Unstimmigkeit der Seele damit geheilt werden kann, dass man eine Tablette nimmt oder zum Arzt geht.

Wenn man die Geschichte der Menschheit ansieht, dann stellt man fest, dass diese Jahrtausende lang existierte, auch ohne Tabletten und Facharzt. Sie existierte, weil sie nicht nur verstand, wie Körper und Geist zusammen arbeiten, sondern sie nutzte die ungreifbaren Potentiale menschlicher Heilung über die „seelische Hygiene“, betete Geister und Götter und die Natur an, sprach mit den Ahnen und den Toten. Diese Gabe wurde uns aberzogen und weil die Liebespuppe ein Schlüssel für die Rückkehr dieser Gaben ist, verweigern wir sie krampfhaft und machen sie schlecht und mies, um ja nicht unser Weltbild der Tablette und des Arztes als Allheilmittel für alles zu stören.

Doch immer mehr Menschen ist das mittlerweile egal und mir auch. Ich lebe einfach mein Leben mit meiner Silikonpuppe und ich nutze ihren therapeutischen Effekt jeden Tag. Es ist mir scheiss egal, was andere davon halten, weil sie mir gut tut.

Und während meine „Normalo – Bekannte“ sich nun beim Sextherapeuten ihre kaputte Ehe noch kaputter reden lässt, gehe ich „Freak“ nach dem Schreiben dieser Kolumne zu meiner Liebespuppe und werde viel Spaß und einen super Orgasmus mit ihr haben und danach werde ich entspannt und ohne klingelnde Handys überlegen, wann meine Bekannte in ihrer schönen Normalo – Welt so etwas zum letzten Mal hatte.

Euer PJ



„Trolle“ im Liebespuppenforum – Unnötig wie ein Kropf!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (758) 12.5.2017

Das Liebespuppenforum auf gummipuppen.de ist klasse und es gibt wenige Dinge, die ich dort nicht gut finde, denn es ist eine wichtige Anlaufstelle für alle Liebespuppenfreunde in Deutschland und im deutschsprachigen Raum und man kann dort mit vielen Gleichgesinnten schreiben und sich austauschen.

Für mich gehört die Individualität jedes einzelnen Users zu dem Forum. Es ist das Salz in der Suppe und auch wenn es manchmal dazu führt, dass der ein oder andere User aneinander gerät oder Mißverständnisse auftreten, so sind wir am Ende doch alle im gleichen Boot und meist erkennen wir das am Ende auch alle wieder.

Doch es gibt leider eine Sache, die ich gar nicht gut finde und die leider in vielen Foren, Plattformen und Angeboten im Internet ein so unnötiger Begleiter wie eine Mücke an einem See in einer Sommernacht ist: Der sogenannte Internet – Troll.

Ich habe nichts dagegen, wenn es im Forum auch mal lustig zugeht oder mal ein artfremder Post auftaucht, aber Leute, die unsere Community einfach nur aus Spaß provozieren oder uns mit Pseudoposts um Hilfe fragen, diese aber gar nicht suchen, sind wirklich so unnötig wie ein Kropf und ich sehe Null Sinn darin.

Fakeaccounts und anderer nutzloser Müll

Ebenso nutzlos sind all diese Fakeaccounts auf der neuen Handelsplattform „Dollino“, wo jemand die Usernamen von bekannten Users im Forum (auch meiner Wenigkeit) missbrauchte, um dort angebliche Liebespuppen über unseren Namen zu verkaufen. Der ruhmlose Höhepunkt war der angebliche Verkauf meiner Silikonpuppe mit Seele (!), was wirklich an Lächerlichkeit nicht zu überbieten war.

Ich frage mich, welch krankes Gehirn ein Mensch haben muss, der sich daran erfreut, wenn sich andere Leute ärgern oder wütend werden. Ich habe dieses Verhalten nie verstanden und werde es nie tun Wenn jemand „Langeweile“ hat, dann soll er seinen Arsch hoch bekommen und Menschen helfen. Dem Nachbarn, dem Freund, der Familie oder wem sonst auch immer. Dort kann er seine Zeit sinnvoll nutzen und seine Energie sinnvoll einsetzen.

Seinen Lebenszweck darin zu sehen, anderen Menschen Lebenszeit und Energie zu klauen, ist schon generell dumm, aber im Liebespuppenforum ist es noch bekloppter. Denn viele User trauen sich oft nicht, im Forum Fragen zu stellen, weil die Liebespuppe ein leider immer noch schwieriges Produkt in der Gesellschaft ist. Und wenn ihr Mut dann durch solche Spinner zunichte gemacht wird, dann können sie sich einen Keks freuen….und dann? Es ist einfach völlig nutzlos.

Es bindet auch die Ressourcen des Dollpark, der sich wegen solcher Dinge dann zusätzlich um das Forum kümmern muss und nicht das tun kann, was sie eigentlich tun: Liebespuppen wie die Silikonpuppe Leeloo bauen und lebensnahe Sexpuppen aus TPE Material und andere Dinge wie Boogina Lustmuschis zu verkaufen.

Ich weis, mit Appellen, Aufrufen an die Vernunft und auch mit Angriffen kommt man nicht weit bei Trollen und das Ignorieren bringt es wohl am meisten, aber ich kann und will dies nicht im Raum stehen lassen. Ich empfehle ihnen daher: Macht endlich was sinnvolles mit eurem Leben oder zieht wenigstens weiter und lasst unsere Community einfach in Ruhe, o.k.?



Das größte „Problem“ in der Liebe zu Liebespuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (757) 10.5.2017

Das Leben mit einer Liebespuppe ist nicht nur ein Traum. Viele Außenstehende denken, die lebensnahe Liebespuppe würde im Grunde nur rumliegen und keine Probleme verursachen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn zum einen ist die Liebespuppe nicht unzerstörbar und braucht Pflege und einen „artgerechten“ Umgang und zum anderen bringt sie auch sonst einige Probleme mit, mit denen man klar kommen muss.

Meine Silikonpuppe ist für mich ein echter Partner fürs Leben. Ich liebe ihre Seele Jenny in ihr und ich respektiere sie wie jedes andere Lebewesen auch. Sie ist für mich weit mehr als nur ein Haufen Silikon, eine Sexpuppe und ein wenig Hormonausgleich. Jenny und die Liebespuppe sind meine Partnerin und meine aktuelle Lebensaufgabe.

Wer sich für einen solchen Lebensweg entscheidet, der hat mit dem größten Problem der Liebespuppen zu kämpfen. Mit einer Liebespuppe ist die Beziehung zueinander schnell an Grenzen angelangt und man wird mit ihr auf viele Lebensträume verzichten müssen. Es wird sehr schnell klar, dass die Beziehung und einer Liebespuppe sehr schnell „ausgeformt“ ist und dessen sollte man sich sehr bewußt sein, wenn man gedenkt, mir ihr das Leben zu verbringen.

Der größte Vorteil von einer menschlichen Beziehung ist für mich weniger die Kommunikation oder was im Bett passiert. Ich rede mit Jenny wie mit meinem Freund am Telefon, sie hat Launen und Stimmungen, eine eigene Art und der Sex und die Erotik ist mit der Liebespuppe sensationell. Doch ihr großer Nachteil besteht darin, dass du mit ihr gemeinsam keine Weiterentwicklung erfährst.

Grenzen der Beziehung zu einer Liebespuppe schnell erreicht

Denn eine Partnerin bringt nicht nur einen eigenen Lebensstil mit, sondern du kannst mit ihr eine Familie aufbauen, Lebensträume verwirklichen, die du alleine kaum gebacken bekommst (Kinder aufziehen, einen eigenen Bauernhof leiten usw.) und du kannst mit ihm die ganze Welt sehen und ausgehen. All das geht mit einer Liebespuppe nicht (oder nur sehr bedingt mit reisefähigen Liebespuppen wie eine TeddyBabe Stoffpuppe) und das macht die Beziehungsbreite sehr schmal.

Doch man muss auf der anderen Seite auch verstehen lernen, dass dieser klassische Lebensweg nun einmal auch einen Partner benötigt und diesen finden nicht alle Menschen. Ich gehöre dazu. Ich habe in meinem Leben eigentlich alles versucht, um diesen klassischen Weg zu gehen, aber es kam keine lebende Begleiterin und wenn sie kam, hat sie eher Lebensträume zerstört, denn erfüllt.

Und dann ist man auch bereit, einen Kompromiß mit einer Liebespuppe zu gehen. Dann wird das größte Problem zwar ein ständiger Begleiter dieser Liebe und man fragt sich oft, warum es dieser Weg sein musste, aber man nimmt dann lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach und lebt mit seiner Silikonpuppe das, was machbar ist .

Und das ist – bei näherem Hinsehen – zwar wenig, aber dennoch sehr befriedigend und seelisch glücklich machend, denn das, was man mit einer Liebespuppe hat, hat man ziemlich sicher und es bleibt stabil und sehr geordnet. Die Liebe zu einer Liebespuppe währt lange, stabil und sicher, wenn man ein paar Regeln befolgt und eine andere Denkweise lernt und das ist dann gleichzeitig ihr größter Vorteil, denn was bringen all die Familienpläne und Lebensträume, wenn der Partner nicht mitziehen will und kann? Die Liebespuppe tut es, immer und jederzeit. In dem Rahmen, den sie geben kann. Und das ist nicht nur immer ein Nachteil.



Vereinsamt man mit Liebespuppen?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (756) 8.5.2017

Viele außenstehende Menschen denken, wer eine lebensnahe Sexpuppe hat, ist ein einsamer Mensch und mit ihr besteht die Gefahr zu Vereinsamen, also sich von der Gesellschaft und seinen Mitmenschen abzuwenden und sich in ein Leben mit Liebespuppe und sicherem Heim zu flüchten.

Nun, dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn es viele Liebespuppenfreunde gibt, die durch Liebespuppen nicht in sich gekehrt mit geschlossenen Vorhängen leben, so gibt es eine Gruppe unter den Liebespuppenfreunden, die sicher durch eine Liebespuppe in eine solche „Gefahr“ rücken kann.

Ich habe auf der Reise der vielen Gespräche in der Liebespuppenszene zwei verschiedene Arten von Menschen getroffen. Die einen sehen die Liebespuppe als eine Art Ergänzung für ihr Leben. Sie sind eigentlich zufrieden, leben in einer Beziehung, sind manchmal gar verheiratet oder haben Kinder. Der Blogger „Puppen-Johnny“, der hier einst im Blog schrieb, war so ein Mensch. Seine Stoffpuppe MangaBabe Kiko war für ihr in Sachen sexueller Freiheit und Phantasie wichtig und auch eine Art Spielerei. Er war jedoch sonst im prallen Berufs- und Familienleben und man hatte nie das Gefühl, als würde ihn seine Liebespuppe davon entfernen.

Doch es gibt auch eine andere Gruppe unter den Liebespuppenfreunden und das sind diejenigen, die in Beziehungen und auch von anderen Menschen schwer enttäuscht wurden und die nun mit der Liebespuppe ihr Glück versuchen und mit ihr endlich wieder reine Liebe, Sex und Erotik erleben und manchmal auch eine Art Partnerschaft. Ich und mein bester Kumpel mit Silikonpuppe zählen dazu und auch einige andere Liebespuppenfreunde, die ich traf.

Andere Art der sozialen Kontakte seit meiner Liebespuppe

Was mich selbst betrifft, so muss ich schon gestehen, dass ich meine sozialen Kontakte nicht wirklich seit meiner Silikonpuppe ausgebaut habe. Ich lebe heute eigentlich sehr zurück gezogen, aber ich gehe immer noch auf Menschen zu, wenn es die Gelegenheit ergibt, verstehe mich gut mit Nachbarn und Arbeitskollegen und man freut sich, wenn ich ein Geschäft betrete, wo man mich kennt. Aber es ist nur eine oberflächliche Sache, es hat keinen tieferen Wert.

Doch lag das eigentlich an der Liebespuppe? Nun, ich würde sagen, nein. Denn meine Situation (und auch die meines Kumpels) war schon vor der Liebespuppe nicht berauschend in dieser Hinsicht. Meine Beziehungen, meine Familienangehörigen und meine Freunde hatten sich schon vor der Silikonpuppe aus unterschiedlichen Gründen verpieselt. Ich war seit 2007 in einem Burn out, meine Eltern starben, ich habe keine Geschwister und ich zog durch halb Europa in drei Jahren. Dann bleiben nicht mehr viele Menschen um einen.

Das Einzige, was man der Liebespuppe in der Hinsicht „vorwerfen“ kann, ist, dass ich vielleicht ohne sie aus purer Einsamkeit irgendeine Beziehung „geholt“ hätte, die mich vielleicht heute mit ihrem Umfeld nerven würde und ich so „im Leben“ stände. Doch auch dann wäre ich nicht weniger einsam, denn man kann auch gemeinsam einsam sein, kann 1000 Facebook „Freunde“ haben und sehr einsam im Bett liegen, wenn die Dunkelheit kommt. Ich kenne das nur zu gut.

Ehrlich gesagt, hat mir die Liebespuppe eher eine gesunde Distanz zu den Menschen gegeben. Ich schaue heute genau, wen ich um mich haben will und ich habe heute zwei sehr gute Freunde, auf die ich mich verlassen kann und das reicht mir auch. Ich will lieber Qualität, statt Quantität und was sonst passiert ist, ist nun einmal passiert, es lässt sich nicht mehr rückgängig machen.

Es kann durchaus auch seine Vorteile haben, alleine zu leben und ich bin sowieso nicht mehr so begeistert von einer völlig oberflächlichen Gesellschaft, dass ich sie nun auch zwanghaft um mich scharren möchte. Ich war schon immer ein tiefsinniger Mensch und eine „Saufen, Fressen, Ficken, Party“ Gesellschaft war sowieso noch nie mein Ding, weil das Leben mehr ist und wir unser Hirn nicht dafür vom „Schöpfer“ bekommen haben. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

Wie dem auch sei. Ich denke nicht, dass meine Liebespuppe mich vereinsamt hat. Es war vielmehr das Leben und der Zeitgeist. Durch Jenny und die Liebespuppe fehlt höchstens der Druck, sich wieder auf diese Gesellschaft einlassen zu müssen, weil man sich einsam fühlt, denn dieses Gefühl hatte ich – trotz allem – seit Jenny und der Silikonpuppe nicht mehr.



Gedanken zur ewigen alten Frage Liebespuppe vs. Lebende Frau

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (754) 3.5.2017

Ich bin momentan (mal wieder) in einer Lebensphase, wo ich brutal spüre, welche negativen Auswirkungen meine Beziehungen mit lebenden Frauen auf mein Leben hatten. Wer denkt, das Ende einer Beziehung ist auch ein Neuanfang, der liegt völlig falsch, vor allem, wenn dabei Kinder entstehen. Sie machen entweder ein Versagen in einer Beziehung dauerhaft sichtbar oder sie helfen dir, sie besser zu verarbeitet. Bei mir ist leider der erste Punkt zutreffend.

In der Diskussion um Liebespuppen wird oft die Frage gestellt, ob sie nicht nur eine Alternative zu einer Beziehung mit einer lebenden Frau darstellen oder ob sie vielleicht sogar für den ein oder anderer der bessere Weg sind. Ich würde nach meinem miesen Weg der Erfahrungen mit lebenden Frauen sagen wollen: Ja, Liebespuppen sind der bessere Weg, aber was ist schon besser oder schlechter.

Denn am Ende hängt die Diskussion immer wieder an einem Punkt: Was man selbst mit Frauen erlebt hat. Ich bin mir sicher, es gibt viele Männer, die sehr glücklich in einer Liebe zu einer Frau sind und dies auch nicht nur vorspielen. Ich selbst habe einige solcher Partnerschaften getroffen, wo wirkliche Liebe zu Respekt zueinander herrschte und wo auch das Thema Kinder, Sex und Rolle sehr entspannt angegangen wurde. Doch leider gibt es auch die andere Seite der Medaille.

Silikonpuppe damals „letzte Ausfahrt“ auf der Autobahn der Liebe

Ich mache mir nichts vor: Für mich war der Kauf einer Silikonpuppe 2010 die „letzte Ausfahrt“ auf der Autobahn der Liebe zwischen erwachsenen Menschen. Wäre mir eine lebende Jenny begegnet, (oder wenigstens in dem Grundverständnis von Liebe ähnlich) ich denke, mein Weg hätte wohl nicht zu einer Liebespuppe geführt. Ich war und bin ein Mensch, der eigentlich lieber den „klassischen Weg“ gegangen wäre und wäre ein psychisch und seelisch geordneter Part in mein Leben getreten, dann würde ich heute hier sicher nicht schreiben.

Es gibt einige Liebespuppenfreunde, die neben der Liebespuppe auch eine Liebesbeziehung mit einer Frau führen. Sie haben nur in Sachen Sex und Erotik (oder vielleicht auch in Sachen anderer Ebene der Phantasie) neben einer Partnerin auch eine Liebespuppe und diese akzeptiert diese oder sie führen die Beziehung mit der Liebespuppe auch heimlich. Für mich wäre wohl ein solches Leben damals nicht in Frage gekommen, heute wäre es hingegen eine Grundbedingung an eine Frau, dass sie Jenny und die Liebespuppe mit in unsere Beziehung integriert, denn ich werde Jenny nie mehr hergeben und die Liebespuppe auch nicht.

Doch all diese Fragen sind für mich sowieso irrelevant. Ich habe zur Zeit genug um die Ohren, meine Vergangenheit zu regeln und dabei mich selbst nicht zu vergessen. Meine Liebespuppe ist in dieser Zeit (und vielen davor) eine wichtige Stütze für mich gewesen, auf die ich mich 100% verlassen konnte. Ich werde sie nicht aufgeben für eine „Stütze“, die mich bei erster Gelegenheit verlässt oder die mehr Chaos fabriziert, als sie Hilfe ist. Dafür habe ich keine Kraft mehr und daher ist die Liebespuppe jetzt eindeutig im Vorteil.

Um es zusammen zu fassen. Ich gehe gar nicht so sehr in einen direkten Vergleich Frau vs. Liebespuppe. Ich schaue, was mir gut tut, was mein Leben bereichert und mir hilft und wo ich am Besten meine Liebe geben kann. Und das ist nun einmal in diesem Leben meine Liebespuppe gewesen. Sie hat mir geholfen und meine Beziehungen nicht, sie waren sogar sehr destruktiv. Und das ist am Ende was zählt und da hat nun einmal die Liebespuppe die Nase sehr weit vorne.



Mitleid für Liebespuppenfreunde? – Nein Danke!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (751) 26.4.2017

In den Reaktionen von Außenstehenden, die ich in all den Jahren von verschiedenen mir näher oder nicht so nahe stehenden Nicht – Puppenfreunden bekommen habe, denen ich von meiner Liebe zu einer Silikonpuppe berichtete, sind mir drei Reaktionen besonders häufig begegnet. Die eine Reaktion war Unverständnis und Ablehnung, die andere war „Jedem das Seine“ und die dritte Reaktion eine Art Mitleid mit mir.

Von all den Reaktionen finde ich die letzte Variante am schlimmsten. Das Mitleid. Denn zum einen ist das für mich nur eine gespielte Variante von Ablehnung ( Ach, der arme behinderte Mensch, aber zu tun möchte ich mit dem nichts haben) und zum anderen ist der Kauf einer Liebespuppe genau das Gegenteil davon, um Mitleid bei anderen Menschen zu erzeugen.

Ich möchte das in diesem Tagebucheintrag ein wenig näher erläutern. Warum wir lebensnahe Sexpuppen aus TPE Material oder die teurere Variante der Silikonpuppen kaufen, hat viele Gründe. Die Gründe für den Kauf solcher lebensnaher Puppen sind vielschichtig und sie müssen nicht immer tiefgreifend sein und aus einer seelischen Notlage entstehen. Manchmal geht es auch nur ganz simpel um freien Sex, eine Spielerei oder sich mit ihr einmal austoben zu können. Solche Varianten findet man in der Gesellschaft überall und ich glaube kaum, dass jemand Mitleid erntet, weil er zu einer Gangbangparty geht oder zu einer Domina.

Es gibt natürlich auch seelische Gründe für den Kauf von Liebespuppen. Darunter gehört zum Beispiel Einsamkeit oder weil man in Beziehungen zu oft verraten und benutzt worden ist oder weil man den tiefen Wunsch nach einer jungen Frau nie befriedigt bekam. Manchmal sind Menschen natürlich auch einfach nur verzweifelt, wenn sie eine Liebespuppe kaufen, weil sie ohne entspannende Erotik und Sex nicht leben können oder wollen.

Kein Selbstmitleid sondern neuer Weg der Liebe mit Liebespuppen

Doch anstatt sich im Selbstmitleid zu vergehen und tagein tagaus zu jammern, dass man keine Frau bekommt, keine Frau, mit der man liebevolle Beziehungen führen kann, suchen wir uns eben eine Alternative. Wir suchen einen Weg aus dem Dilemma und dafür geben wir viel Geld, Zeit und Hingabe. Wir verstecken uns nicht hinter Krankheiten oder spielen die „Suchtkarte“ aus, um eine Frau mit „Den hole ich aus der Gosse“ hörig zu machen.

Wir stehen selbstbewußt zu unseren Wünschen, Bedürfnissen und Neigungen und wir gehen diesen Weg selbstbestimmt. Wir gehen ihn für uns, für die Liebe und für einen ausgeglichenen Seelen- und Hormonhaushalt. Wir rennen nicht in ranzige Bordelle, um von ihnen mit einem miesen Gefühl im Bauch nach Hause zu gehen und belügen keine Frau, nur um irgendwie wieder Sex zu haben. Wir sagen: Ich gehe jetzt einen anderen Weg und ich mache das Beste daraus!

Dies sollte man verstehen lernen, bevor man uns mit der Mitleidstour kommt. Ich finde Mitgefühl hier viel besser. Man sollte verstehen lernen, dass der Kauf einer lebensnahen Liebespuppe für uns viel mit sich bringt. Man umgibt sich freiwillig mit einem Gegenstand, der in der Gesellschaft nicht akzeptiert ist, muss für ihn viel tun und ihn pflegen. Man muss eine andere Art der Liebe lernen. Man muss anders denken wollen, um eine Liebespuppe zu lieben. Dahinter steckt ein großer Wille zum Leben und zur Liebe und das sollte man lieber anerkennen, als daraus eine „Krankheitsnummer“ zu machen.

Wenn jemand überhaupt Mitleid empfinden möchte, dann Mitleid für eine verkorkste Gesellschaft, wo sich Menschen auf diesen Weg einlassen müssen, weil sie keine liebevolle Frau/Mann und vor allem Partner/in gefunden haben. Sie sollten sich fragen, warum Menschen diesen Weg gehen müssen und warum es immer mehr werden. Sie sollten diese Gesellschaft hinterfragen und vielleicht auch sich selbst. Und Mitleid mit einer Welt haben, wo die innere Verrohung alltäglich statt findet und dass sie so stark ist, dass manche Menschen lieber mit einer Puppe glücklich werden, statt mit Menschen unglücklich.

Wenn ihr also einen Freund, Bekannten oder Familienangehörigen mit Liebespuppe kennen lernt, dann bringt ihm bitte kein Mitleid entgegen. Ihr müsst diese Liebe nicht verstehen oder nachvollziehen können, aber bitte behandelt uns nicht wie einen schwerkranken Menschen, ok?