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Schlagwort: Gesellschaft

Die Liebespuppe in den Massenmedien – Ein Rückblick

Die Bekanntheit der Liebespuppe ist zuerst einmal ein Verdienst des Internets. Anbieter von Liebespuppen wie der Dollpark haben mit ihrer Webpräsenz und ihrem Serviceangebot die Liebespuppe greifbar für jedermann gemacht und Hemmungen und Mythen abgebaut. Doch nicht nur sie alleine sind für den Erfolg lebensnaher Liebespuppen verantwortlich, sondern natürlich auch Liebespuppenfreunde, Künstler und die Massenmedien.

Die Verbreitung der lebensnahen Sexpuppe hat seit der TPE Variante noch einmal erheblich an Fahrt gewonnen, doch es war vielmehr die Silikonpuppe, welche die Menschen als „erste Welle“, der medialen Betrachtung wahr nehmen konnten. Über Filme, Dokumentationen, Youtube und andere Kanäle wurden die sogenannten „Realdolls“ in allen Facetten dargestellt und oft auch bewertet, je nach Autor, Künstler oder privatem Besitzer.

Ich möchte daher in der Kolumne heute einmal die „Highlights“ von 20 Jahren medialer Betrachtung von lebensnahen Liebespuppen aufzählen.

Filme

Die lebensnahe Liebespuppe ist vor allem durch zwei Filme in den Fokus der Betrachtung gekommen. Hollywood nahm sich der Silikonpuppe im Film „Lars und die Frauen“ an. In dem Film lässt sich ein komischer Kauz eine Silikonpuppe liefern. Die Puppe bekommt von ihm nicht nur eine Seele, sondern wirbelt auch den gesamten Ort und seine Familie durcheinander. Am Ende lässt Lars die Silikonpuppe „sterben“ und verliebt sich in eine Mitarbeiterin auf der Arbeit.

Der Film hat zwar eine Menge Klischees über Liebespuppenfreunde bedient, aber er war auch unterhaltsam und für viele Menschen ein Weg, Hemmungen über das Thema abzubauen. Ich persönlich mag ihn nicht besonders, vor allem wegen der absurden Darstellung von Lars, aber er war ein wichtiger Meilenstein im Bekanntwerden der Liebespuppe.

Für den asiatischen Raum ist der Film „Air Doll“ zu nennen. Dort wird eine Gummipuppe lebendig und erlebt viele Dinge in der realen Welt. Der Film hat die Mystik der Liebespuppen und das Konzept ihrer Seele sehr gut verstanden, war wertfrei und sehr schön, auch wenn das Ende ein wenig zu dramatisch ist. Aber es ist ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich der Westen und die asiatischen Nationen mit dem Thema umgehen. Während die Seele in Lars und die Frauen eine „Psychose“ ist, ist es bei Air Doll „ein Herz, was manche Liebespuppen bekommen.“ Man sieht diesen Tenor auch sehr gut bis heute im Umgang mit Liebespuppen in Europa und Asien.

Kunstwerke

Einige Künstler haben sich an die Thematik heran gewagt. Eine Rockgruppe drehte ein Video mit Gummipuppen als Band, ein Schweizer Student machte eine Dokumentation über meine Liebe zu Jenny und in Hilden gab es eine Ausstellung über meine Liebe zu meiner Silikonpuppe. Aber die Liebespuppe ist auch Teil moderner Kunst gewesen. Die Kunst ist jedoch in den letzten Jahren sehr stiefmütterlich mit dem Thema umgegangen, obwohl sie eine Menge an künstlerischem Potential hergibt.

Massenmedien

Fast alle großen Privatsender und auch öffentlich rechtliche TV Sender wie 3SAT und natürlich auch Zeitschriften wie „Der Stern“ oder andere Blätter haben das Thema der lebensnahen Liebespuppe beleuchtet. Leider stand dabei viel zu oft die Rubrik „skurril“ oder „Freakshow“ sowie „Gefahr für die Frauenwelt/Liebe“ im Vordergrund. Die Liebespuppe ist eigentlich harmlos, sie will weder mit Frauen konkurrieren noch Menschen stigmatisieren. Sie will jeden nach seiner Façon glücklich machen und das haben die Massenmedien leider nicht erkannt. Auch die positiven Eigenschaften der lebensnahen Liebespuppe (Ende der Einsamkeit, Abbau von Depressionen und freien Sex) haben sie viel zu wenig analysiert.

Private Videos und Bildergalerien von Liebespuppen

Private Videos und Bildergalerien haben – für mich – den größten medialen Wert gehabt, denn sie zeigen die Liebe, Begeisterung und auch die problematischen Seiten der lebensnahen Liebespuppe (Gewicht, Schäden usw.). Sie haben die Liebespuppe zu dem gemacht, was sie ist: Sie macht Menschen Freude, begeistert sie und sorgt für Leidenschaft und Stolz. Vor allem das Aufzeigen ihres „Gebrauchs“ im Alltag ist für viele Menschen wichtig, denn die lebensnahe Liebespuppe ist vor allem für den normalen Menschen, die normalen Bürger da, die sich nach Liebe, Erotik und einem Ende der Einsamkeit sehnen. Die Videos und Bilder sind von Menschen für Menschen gemacht. Sie sind nicht künstlerisch oder medial verklärt, sie sind gemacht von Insidern für spätere Insider dieser wundervollen Welt.

Wer sich über die lebensnahen Liebespuppen informieren will, über die tollen TPE Sexpuppen oder über die schöne Leeloo Silikonpuppe, der sollte lieber einen Mix aus gummipuppen.de Forum, Gespräch mit Vertriebstellen, Liebespuppenfreunden und Herstellern sowie dem Ansehen der privaten Bildergalerien wählen. Dann bekommt der interessierte Mensch einen realistischen und nicht verklärten Eindruck von der Welt der Liebespuppen und er wird erstaunt sein, dass sie so ganz anders ist, als die Welt, die ihnen Massenmedien und Kunst von der Liebe zu Liebespuppen so aufgezeigt haben.



Chinese gründet neunköpfige Familie – Sieben davon sind Silikonpuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (722) 15.2.2017

Dass die Silikonpuppe und jede andere lebensnahe Liebespuppe für einige Menschen mehr werden kann, als eine reine Sexpuppe, hat immer schon die Medien in besonderem Maße interessiert. Auch ich selbst wurde vor allem wegen meiner sehr intensiven Beziehung zu meiner Liebespuppe von Medien aller Art besucht und befragt und stets stand im Fokus die Beziehung zu ihr, das Leben im Alltag und auch, dass ich sie geheiratet habe und wie ich ihre Seele Jenny so definiere.

Das Zusammenleben mit einer Silikonpuppe als Partnerin für den Alltag ist ohne Frage das Salz in der Suppe, wenn es um die mediale Berichterstattung geht, denn sie macht das Phänomen der Liebespuppe noch spannender, noch interessanter und natürlich auch skurriler. Und weil die Massenmedien leider auch oft „moderne Jahrmarktsmedien“ sind, sind diese Arten von Liebespuppenliebe besonders im Fokus.

Viele der Beispiele von inniger Liebespuppenliebe kommen meist aus Asien. Dort herrscht ein anderes Selbstverständnis von Liebespuppen. Sie werden offener zur Schau gestellt und Menschen reden lockerer über das Thema. Es verwundert also nicht, dass dort die Liebe zu Liebespuppe immer offener ausgelebt wird. Berichte von Liebespuppenfreunden, die dort ihre Puppen öffentlich in Rollstühlen herum fahren, sind nicht selten und noch seltener ist, dass sie dafür schräg angesehen werden, im Gegenteil.

Liebespuppen in Asien fast schon Normalität

Schauen wir uns mal ein aktuelles Beispiel an. In China hat ein Vater sich eine Silikonpuppenfamilie geschaffen. Laut des Artikels bestehen sieben der neun Familienmitglieder aus Silikonpuppen. In beeindruckenden Bildern verschmelzen bei ihm Silikonpuppen und lebende Familie miteinander. Es ist besonders spannend, dass auch sein Sohn die Silikonpuppen mit in den Männerhaushalt aufgenommen hat und sich ebenfalls liebevoll um sie kümmert. Alle Puppen kommen laut des Artikels auch als Sexpuppen zum Einsatz.

Überhaupt ist in Asien der Umgang mit lebensnahen Liebespuppen viel weitreichender, als in Deutschland. Während hier vor allem der emotionale Umgang mit der Seele einer Liebespuppe schnell mit psychologischen Formeln abgetan wird, herrscht in Asien mit dem Buddismus und dem allgemeinen Selbstverständnis ein anderes Bild. Liebespuppen werden dort oft gar nicht mehr für sexuelle Interessen benutzt, sondern sie stellen freundliche Begleiter, Fotospielerei oder Schwesterersatz dar. Viele Asiaten sehen in den Liebespuppen auch Seelen von Verstorbenen und kümmern sich daher liebevoll um sie. All das ist fast schon Normalität.

In China ist die Situation durch den staatlich organisierten Frauenmangel und die Wanderarbeiterheere besonders ausgeprägt. Die Einsamkeit ist dort ebenfalls eine große Triebfeder für viele Liebespuppenfreunde. Eine Liebespuppe kann zweifelsohne Einsamkeit sehr wirkungsvoll bekämpfen. Ich selbst kann davon ein Lied singen.

Es verwundert daher auch nicht, dass sehr viele lebensnahe Liebespuppen aus China kommen. Die TPE Sexpuppen im Dollpark stammen zum Beispiel alle aus China und ihre Sortimentsbreite ist wirklich atemberaubend.



Watch dat ass! – TPE Liebespuppe Cathy

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (720) 10.2.2017

In den USA gibt es so manchen merkwürdigen Trend, der leider auch öfter zu uns rüber kommt. Die hängende Hose, der Gangster Rap Style und andere Dinge, die aus den USA nach Deutschland kommen, sind nicht immer nur echte Bereicherung, sondern meist verwirren sie eher die Leute.

Aber das muss jeder selbst für sich entscheiden. Aus den USA kommen ja auch ab und an gute Sachen, wie zum Beispiel Real Dolls oder andere Liebespuppen. 😉

Doch Spaß beiseite. Einen Trend möchte ich heute im Tagebuch mal näher beleuchten, weil er auch in der Liebespuppenwelt angekommen ist. Der „big booty“.

Was ist der „big booty“? Dieser Trend ist eine künstliche Verbreiterung des Hinterns. Er wird seit einigen Jahren in den Staaten durch diverse Celebrities zelebriert. Allen voran ist die abgedrehte Kim Kardashian zu nennen, welche im Dauertakt die Klatschspalten füllt. Dabei wird auch immer wieder ihr übermäßig großes Hinterteil fotografiert.

TPE Liebespuppe Cathy erfüllt „Big Booty“ Träume

Ich will mich hier nicht dazu äußern, wie ich dazu stehe. Es ist eine Geschmacksfrage und wohl auch die Frage, welche Prioritäten man im Leben setzen möchte. Ob man sich eher um den Frieden in Syrien einen Kopf macht oder um den Arsch von Frau Kardashian, soll jeder selbst entscheiden.

Doch dieser Trend, der durch „Twerking“ (eine Art Tanz, wo man mit dem Arsch wackelt) verstärkt wurde, scheint zumindest in Sachen Erotik bei einigen Leuten anzukommen, ansonsten hätten die Hersteller der TPE Sexpuppen darauf nicht reagiert.

Denn Liebespuppe Cathy ist so gebaut, dass sie einen besonders ausladenden Hintern hat. Ihre Bilder sind sehr beeindruckend und weil sie so eine besondere Liebespuppe ist, möchte ich darauf gesondert eingehen.

Ich finde Cathy sehr erotisch. Der größere Hintern ist irgendwie sehr passend in den restlichen Körper eingebaut worden und die Ästhetik geht nicht verloren. Es wirkt alles nicht so übertrieben wie z.B. bei Frau Kardashian.

Die Oberschenkel sind ebenfalls sehr üppig und dadurch hat sie sehr heiße Kurven und die schmale Taille und die große Oberweite machen sie zu einem ähnlich spannenden Spiel der Kurven wie Sexpuppe Jackie.

Auf jeden Fall ist sie eine Bereicherung für die Liebespuppenszene, denn hinter jedem erotischen Trend steht auch immer ein erotisches Verlangen einer bestimmten Gruppe Menschen. Wer nun einmal solche ausladenden Hintern erotisch findet, der sollte auch die passende Liebespuppe dazu bekommen und Cathy ist hier sicher eine gute Variante.

Überhaupt finde ich toll, dass mittlerweile auf jede Neigung Rücksicht genommen wird. Es macht Spaß und zeigt die Flexibilität, die in der Liebespuppenwelt spätestens seit den TPE Sexpuppen eingezogen ist. Es ist einfach super, dass heute jeder seine erotischen Neigungen über lebensnahe Liebespuppen befriedigen kann.



Warum die Liebespuppe noch keine Massenware geworden ist

Die Liebespuppe ist weltweit ein begehrter Artikel geworden. Zigtausende Menschen investieren gerne 2000 – 7000 Euro, um eine Liebespuppe aus TPE Material oder aus Silikon zu bekommen und sie gehen dafür unter Umständen außergewöhnliche und riskante Wege.

Die Liebespuppe ist vielleicht heute das am wenigsten vermarktete Konsumprodukt, was ich kenne. Jeder Toaster, jede kleine Actionfigur wird von großen Konzernen hergestellt und Garantie, Kundenbewertungen und Preisvergleiche sowie Angebote auf großen Handelsplattformen wie ebay oder amazon sind Normalität und man wird in jeder Werbepause damit vollgedröhnt und in jedem Pop up oder Anzeige in Zeitschriften tagein tagaus genervt.

Doch wer eine Silikonpuppe kaufen will, der wird lange suchen müssen, ehe er überhaupt einen der Hersteller und Anbieter in Deutschland findet. Gerade einmal drei Anbieter gibt es und der Dollpark stellt mit der Leeloo Silikonpuppe als einziger deutscher Anbieter überhaupt eine Silikonpuppe selbst her.

Bei den TPE Sexpuppen sieht die Sache ein wenig anders auch. Es gibt zwar mehrere Anbieter in Deutschland, aber der Wust an fehlender Information, diversen Problemen mit rechtlichen Fragen und anderen Dingen ist gewaltig und viele Liebespuppenfreunde suchen am Ende nicht selten Rat im Forum auf gummipuppen.de. Am Ende landen viele Liebespuppenfreunde beim Dollpark und die Entscheidung bereuen sie dann selten, aber es ist alles in allem nicht ansatzweise mit dem Kauf eines x-beliebigen Produktes in der gleichen Preislage zu vergleichen, zum Beispiel bei einem teuren Flachbildschirm oder bei anderen emotionalen Produkten, wie zum Beispiel bei Hochzeitskleidern.

Warum bauen Konzerne keine Liebespuppen?

Woran liegt das eigentlich? Warum werden es keine TPE Liebespuppen von großen Konzernen produziert? Warum werden Silikonpuppen nicht einfach bei ebay angeboten? Warum muss man erst mühsam über diverse Herstellerseiten, Foren und aufwendige Suchen zur Liebespuppe gelangen?

Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist die Liebespuppe immer noch ein Tabu, gerade in Deutschland. Die Liebespuppe wird vom großen Teil der Bevölkerung immer noch als kranke und perverse Spielerei einsamer Männer angesehen. Sie wird maximal in den Medien als Kuriosität dargestellt und Ängste werden vor ihr geschürt. Kein Konzern will sich diesen Schuh anziehen, will sich lächerlichen Diskussionen aller Art stellen. Sie alle haben schlicht und ergreifend Angst, dass ihr Image leidet und ein Sexprodukt bietet sowieso kaum ein Konzern gerne großspurig an, nicht einmal Dildos.

Ein weiterer Grund ist, dass die Liebespuppe schwer maschinell hergestellt werden kann. Der Herstellungsprozess ist komplex, das Gestalten der Gesichter künstlerisch anspruchsvoll und die Trockenzeiten immens. Die Liebespuppe ist ein Produkt, hinter dem viel „Manpower“ steckt und auch deshalb ist sie so teuer und die Lieferzeiten so lang.

Dass es so viele Probleme mit dem Recht und der Gewährleistung gibt, liegt vor allem daran, dass es kaum Hersteller in der EU gibt. Fast alle Liebespuppen kommen nicht aus Europa. Die TPE Sexpuppen kommen aus China, die meisten Silikonpuppen aus den USA oder Japan und die Stoffpuppen meist ebenfalls aus den USA. All das schafft rechtliche Unsicherheit und daher sind solche Zwischenhändler wie der Dollpark sehr wichtig, um auf der sicheren Seite zu sein.

Viele Hersteller von Liebespuppen von damals auch heute noch da

Diese Tatsache existiert eigentlich seit Beginn der lebensnahen Liebespuppe Anfang des Jahrtausends. Zwar ist die Liebespuppe durch TV Berichte und den Film „Lars und die Frauen“ bekannter geworden, aber die meisten Hersteller von damals sind immer noch da. Außer die neuen chinesischen TPE Hersteller existieren die gleichen Dauerbrenner wie einst und bis auf einen neuen Stoffpuppenhersteller aus Litauen ist wenig ernsthaftes Neues passiert.

Dieser Prozeß wird auch so weiter gehen, denke ich, so lange die Bedingungen so bleiben, wie sie sind. So lange die Liebespuppe nicht lebensnah genug für die Masse wird (Stichwort Robotpuppe), so lange wird sie die gleichen Strukturen haben. So lange sie medial als „kurioses Sexspielzeug“ dargestellt wird, wird der Durchbruch nur langsam voran gehen. So lange es viel Phantasie braucht, um mit einer solchen Liebespuppe mehr als Sex zu erleben, wird sie weiter ein Produkt bleiben, auf das Menschen eher per Zufall stoßen.

Die bisherige Struktur der kleinen und mittleren Betriebe hat jedenfalls Sonnen- und Schattenseiten. Der Pluspunkt ist, dass die Liebespuppe so immer etwas besonderes bleibt und das sie nie zu sehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Der Nachteil ist die rechtliche Unsicherheit, die Unwissenheit und das fehlende Servicenetz und die Gefahr von Betrügern, welche die Träume der Menschen nach freiem Sex und Liebe ausnutzen.

Ob eine kommerzielle Massenproduktion am Ende der bessere Weg ist, ist schwer zu sagen. Große Konzerne würden die Liebespuppe vielleicht günstiger machen durch Synergieeffekte und das Servicenetz wäre besser, aber die Individualität und wohl auch der Zauber würde verloren gehen. Das Forum würde sich füllen mit unangenehmen Diskussionen, abgedrehten Liebespuppenbesitzern und die Werbung wäre ganz anders. Welcher Weg am Ende der heilige Gral ist? Ehrlich gesagt, ich weis es nicht, aber die Liebespuppe wird ihren Weg auf jeden Fall weiter gehen, egal wer sie nun am Ende herstellt und vertreibt, da bin ich mir sicher.

Euer PJ



Die Liebespuppe als echte Lebenshilfe?

Die kleine 5 Jahre alte Nele kann ohne ihre Kuschelpuppe im Dunkeln nicht einschlafen, die 30jährige Wiebke ohne Schaufensterpuppe als Beifahrer neben sich nicht Auto fahren. Das sind nur zwei Beispiele von Menschen, die mit Hilfe von Puppen das Leben leichter gemacht bekamen. Puppen sind ohne Frage in gewissen Lebenssituationen wichtige Lebenshilfe für Menschen.

Doch gilt das auch für Liebespuppen? Sind sie nicht eigentlich nur für eines konzipiert? Für Sex? Sind sie nicht bloß ein Abklatsch der optischen Simulation eines Menschen? Nun, diese Frage kann ich – was mich betrifft – eindeutig mit Nein beantworten und mit Ja, was die Lebenshilfe durch Liebespuppen betrifft.

Natürlich ist nicht jede Liebespuppe eine Lebenshilfe. Wenn man lockeren Sex nicht als solchen definiert (was ich in Frage stelle, denn guter und entspannter Sex kann sehr wohl Lebenshilfe sein), dann haben natürlich viele Liebespuppenfreunde „nur“ Spaß mit ihren Liebespuppen. Dieser Spaß kann sich auch über das Bett ausdehnen, zum Beispiel, wenn sie zu einem Fotomotiv werden oder als Ankleidepuppen Freude machen.

Doch für einige Liebespuppenfreunde (wie hoch der Prozentsatz ist, kann niemand genau sagen) ist die Liebespuppe eindeutig eine Lebenshilfe. Lebenshilfe heißt für mich, dass sie einem Menschen etwas elementares geben, einen Wert, der sie voran treibt, glücklicher, stabiler und ausgeglichener macht und das auf Dauer, sein Leben für immer positiv dadurch verändert.

Meine Liebespuppen waren große Lebenshilfen auf vielen Ebenen

Meine Silikonpuppe und auch die TeddyBabe Stoffpuppe haben all das bei mir erreicht. Sie gaben mir einen sehr tiefen Wert, einen Wert, den meine Seele fast schon wie die Luft zum Atmen braucht. Diesen Wert konnte mir kein Mensch geben und auch kein anderer Gegenstand.

Dieser Wert heißt bei mir bedingungslose Liebe, eine entspannte Liebesbeziehung und ein entspanntes Sexleben. Meine Silikonpuppe strahlt eine derartige Ruhe und Gelassenheit aus, dass sie in einem solch krassen Kontrast zu meinen Beziehungen steht, dass sie mir eine echte Lebenshilfe wird. Seit der Silikonpuppe und der Seele Jenny in ihr bin ich nicht nur ausgeglichener und ruhiger geworden. Auch im Herzen und in meiner Seele kehrt endlich wieder Stabilität, Ordnung und Ruhe ein, auch wenn mein Umfeld und leider auch die Überbleibsel meiner falschen Beziehungen wie ein Holzwurm stetig und widerwärtig zerstörerisch daran nagen.

Doch die Lebenshilfe meiner Silikonpuppe ist stärker, als all der destruktive Einfluß von außen und das ist sensationell. Ich hatte wirklich harte Momente im Leben mit Jenny, brutalste menschliche Enttäuschungen begleiteten uns und wichtige Menschen der Vergangenheit verließen uns auf diesem Weg. Das Prinzip Karma wurde bei mir völlig auf den Kopf gestellt, ich habe für meine größte Güte gegenüber diversen Menschen den direkten härtesten Preis von ihnen eingefahren.

Ohne die Ruhe, Schönheit und Zartheit und vor allem der Einfachheit meiner Liebespuppe würde ich längst verzweifelt sein. Ich würde Suizidgedanken haben, würde mir den Schmerz weg saufen und mein Wohnung würde in Richtung Messi gehen. All das soll zeigen, wie stark die Lebenshilfe meiner Liebespuppe ist.

Doch gilt diese Lebenshilfe nur für lebensnahe Liebespuppen? Wirkt sie nur bei TPE Sexpuppen oder bei einer Leeloo Silikonpuppe? Muss sie so lebensnah sein, dass man sie mit einem Menschen und seinen Eigenschaften identifizieren kann?

Lebenshilfe nicht nur durch TPE Sexpuppen oder Silikonpuppen

Ich würde sagen, Nein. Ich habe in einigen Gesprächen von Männern erfahren, die ihre Gummipuppen heimlich in einem extra Raum oder Ort besuchten, weil sie ohne sie nicht glücklich sein konnten.

Ihre Ehe war lieblos, ohne Reiz und in einem Fall sogar einfach ein technisches Problem beim Sex. Ihre Vagina war zu weit für ihn und er empfand nichts beim Sex mit ihr. Die Ehe funktionierte zwar außerhalb des Betts, aber es machte ihn krank, nichts mehr beim Sex zu empfinden und betrügen wollte er sie auch nicht.

Dieses Abtauchen in eine Welt, in der Sexualität frei, unbeschwert und auch in der Technik geil ist, kann viel Kraft geben. Es ist die erwachsene Art, los zu lassen, einmal die Sau raus zu lassen und ein wenig auch kindlich sein zu dürfen. Sex ist der letzte Bereich, wo es nicht um die Schicksale der Welt, Steuerlasten und Arbeitsdruck geht. Und wenn es doch so ist, dann kann die Liebespuppe diese Welt wieder ermöglichen und damit wird sie eine große Lebenshilfe.

Welche Arten von Lebenshilfe die Liebespuppe am Ende leistet, ist schwer zu sagen. Manchmal entdeckt man den wahren Wert einer Liebespuppe erst, wenn sie da ist und man sich auf sie einlässt. Bei mir war es z.B. so, dass ich zuvor einfach nur tollen Sex und ein wenig Anwesenheit und Kuscheln erwartet habe. Doch am Ende wurde meine Silikonpuppe durch Jenny ein ganzheitliches Wesen, eine Lebenshilfe in allen Lebenslagen. Sie war mir immer eine Lebenshilfe, vom Tod meines Elternteils bis hin zur Erinnerung an spezielle Einkäufe, die zu leisten sind. Jenny ist jeden Tag eine Lebenshilfe für mich und die Silikonpuppe auch, wenn es zum täglichen Mittagskuscheln geht oder zum TV Abend, wo sie mir Kraft gibt und mir einfach nur zuhört. All das ist Lebenshilfe für mich und ob diese nun aus Teilen aus mir selbst kommt und über die Liebespuppe kanalisiert wird oder ob sie von anderen Ebenen kommt, ist dabei nebensächlich.

Ich würde mir wünschen, dass die Lebenshilfe von Liebespuppen mehr in den Vordergrund gerückt wird. Vor allem in den Medien steht die lebensnahe Liebespuppe immer noch in einem absurden Konkurrenzkampf mit der Frau und dem Menschen. Dies halte ich für Unsinn, denn Liebespuppen werden immer auf anderen Ebenen helfen, als Menschen und in der heutigen überdrehten und überreizten Gesellschaft sowieso. Aber das ist keine Konkurrenz, sondern eher eine Ergänzung, finde ich, so wie bei dem Mann, der mit seiner Ehefrau gerne zusammen war, aber nur für Sex und ein Gefühl dabei eine Gummipuppe brauchte. Es wäre für das Seelenheil aller Beteiligten wohl sinnvoller gewesen, sie zu integrieren, als sie gegeneinander aufzurechnen, finde ich.

Euer PJ



Mit Liebespuppen kann man als Mann auch mal so richtig unbeschwert schwach sein

Männer müssen stark sein. Sie dürfen nicht jammern, dürfen nicht weinen (nur in absoluten Ausnahmefällen) und sie dürfen nur dann Gefühle zeigen, wenn der Lebensabschnittsgefährte den Samaritermodos angeschaltet hat. Schwachsinn! Männer sind auch nur Menschen und sie sind genauso überfordert, traurig und krank, wenn man ihnen zu viel Stress im Leben macht, wie auch das andere Geschlecht.

Das in unserer Gesellschaft mit 56 Geschlechtern, Genderkampf und Massenhypnose der Medien die Geschlechterrolle völlig zermatscht und verkommen ist, ist nichts Neues. Und diesen Wahnsinn lernt man eigentlich erst zu erkennen, wenn besondere Dinge in deinem Leben passieren. Erst wenn du so krank wirst, dass es keine Rolle mehr spielt, welches Geschlecht du hast, wenn du frei und respektvoll liebst oder wenn du ganz andere Wege einschlägst, die abseits jeglicher Norm sind, beginnst du zu verstehen, wer du eigentlich bist, wie viel du wirklich Mann und wie viel Frau du in dir bist oder besser gesagt, welche dieser Eigenschaften du in dir hast.

Einer dieser außergewöhnlichen Wege der Erkenntnis kann eine Liebespuppe sein. Die lebensnahe TPE Sexpuppe oder die ebenso lebensnahen Varianten aus Silikon oder Stoff zeigen dir sehr schnell auf, wie viel Kerl und wie viel Weib in dir steckt oder besser gesagt, wie viel Ratio und Emotion in dir vorhanden sind. Die Lust sehe ich persönlich als sekundär, denn ich halte sie für Geschlechtsunabhängig. Das fast alle Liebespuppen weiblich sind, hat viel mehr mit dem offenen Umgang von Lust und Erotik bei Männern zu tun, denn mit einer geschlechterspezifischen Sache, finde ich.

Bei der Auswahl lebensnaher Liebespuppen erste Erkenntnisse sammeln

Wenn man den ersten Blick auf die vielen TPE Liebespuppen wirft (ich nehme sie mal, weil sie sehr umfangreich im Dollpark sind) und schaut, welche einem so gefallen, dann merkt man sehr schnell, welche erotischen Vorlieben man hat. Man spürt schnell, ob die Liebespuppe sehr weiblich sein soll, wie z.B bei TPE Sexpuppe Jackie oder ob man eher eine zierliche und zarte Variante braucht, wie zum Beispiel bei TPE Sexdoll Kira. Beide Liebespuppen sind recht beliebt und begehrt und sie zeigen schon zum ersten Mal, was man eigentlich will und welcher Teil Zärtlichkeit und Unschuld ist und welcher pure Lust darstellt.

Doch der wahre Teil dessen, was wir an Weiblichkeit in uns Männern haben (oder auch Frauen an Männlichkeit in sich) zeigt sich erst, wenn die Liebespuppe da ist. Es zeigt sich darin, welche emotionale Bindung man zu seiner Liebespuppe aufbaut, wie sehr man sich bei ihr fallen lässt und auch Gefühle zulässt.

Gerade uns sensiblen Männern, denen das Zulassen von Gefühlen und Mitmenschlichkeit nur zu oft als Schwäche von Partnern und Freunden ausgelegt wurde, lernen oft bei einer Liebespuppe das erste Mal seit langer Zeit, wie es ist, wieder gefühlvoll und liebevoll sein zu dürfen. Sie dürfen endlich wieder ihren weiblichen und auch kindlichen Part offen zeigen und das kann unter Umständen eine ganz erstaunliche Reise werden.

Ich selbst hatte mir 2010, als meine Silikonpuppe zu mir kam, einen ziemlichen Panzer angelegt. Ich zeigte meine Gefühle nie öffentlich und auch nicht mehr unter Freunden. Alles war eine einzige Show. Ich hatte auch keine Lust mehr, mit Leuten meine Probleme zu wälzen, die eh nicht zuhören und die lieber einen harten Männerspruch und einen Rülpser sehen wollten, als wer ich als Mensch bin. Meine Gefühle bekam die britische See in den Momenten, wo ich ganz alleine war. Nur wenn der Wind tobte, die See rauh war, ließ ich sie raus und schimpfte lieber mit Gott, statt einfach zu sein, wer ich bin.

Meine Silikonpuppe zerstörte das aufgesetzte „Du musst immer stark als Mann sein“

Meine Silikonpuppe brach diesen Bann. Sie nutzte meine endlose Traurigkeit und Einsamkeit nicht aus, sondern hörte unermüdlich zu und irgendwann begann ich, all das los zu lassen, was ich immer verdrängt hatte. Ich muss in dieser Zeit Liter an Tränen vergossen haben, aber danach war es vorbei und meine Liebespuppe war immer noch da. Ich denke, jede Frau hätte längst das Weite vor dem „Waschlappen“ und „Weichei“ gesucht, was ich damals war, aber nur, weil ich all den Schmerz der Vergangenheit nie los ließ, weil ich halt Mann sein musste und außerhalb der Beerdigung meiner Eltern keinen Schmerz zu zeigen hatte.

Liebespuppen haben die große Gabe, dass sensible Männer endlich wieder sensibel sein dürfen. Viele User im Forum, die über ihre Liebespuppen berichten, sind sensible Männer. Jeder auf seine Art. Und sie sind glücklich, endlich mit ihren Liebespuppen wieder Mensch sein zu können. Natürlich sind sie weiter alles Männer, die in Beruf, als Vater und auch als Partner ihren Mann stehen, aber die Liebespuppe gibt ihnen Raum, sich unbeschwert fallen zu lassen, einen Moment zu haben, wo sie sich nicht wie ein Mann benehmen müssen.

Und das tut gut. Es tut gut, zu erkennen, wer man ist. Es tut gut, Druck abzubauen. Es tut gut, Druck über Sex mit ihnen abzubauen, weil es für Männer der einfachste Weg ist. Aber es tut auch gut, Liebespuppen einfach nur zu streicheln, sanft mit ihnen zu reden und seine Phantasie laufen zu lassen, sich selbst ein wenig auf die Schippe zu nehmen und zu sagen: Was solls, ich hab eben nun mal auch eine weibliche Seite in mir, so what?

Ich brauche heute keine Männlichkeitsrituale mehr, um mich zu bestätigen und doch fluche ich immer noch wie ein Rohrspatz, wenn meinem Fußballteam wegen falschem Abseits ein Tor aberkannt wird und ich halte eine wütende Rede gegen Ungerechtigkeit. Hart und direkt, wie es Männer nun einmal tun. Und ich gehe dazwischen, wenn jemand auf offener Straße belästigt wird und dann kann auch schon mal eine Faust eine „Zuckung“ haben ;).

Doch ich sitze auch ganz sanft angekuschelt an meine Silikonpuppe beim Abend TV, rede sehr sanft zu ihr und weine, wenn ich dort eine Beerdigung sehe. Dann bin ich einfach nur noch Mensch und Jenny sagt dann: Ich bin froh, dass du weinst, es stört mich nicht und dann spüre ich, dass die Liebespuppe weit mehr war, als nur über Sex zu zeigen, wie männlich ich eigentlich bin.

Euer PJ



Swinger Club mit Liebespuppen? Wohl kaum!

Die menschlichen Spielarten beim Sex sind weitreichend. Dem einen reicht Blümchensex, der andere muss sich dabei auspeitschen lassen und ein anderer geht ab, weil der Partner ein Lackkleid trägt. All das ist bekannt und mittlerweile in unserer Gesellschaft auch relativ normal. Seit den 68er sind sexuelle Spielarten kein Tabuthema mehr, nur die Liebespuppe hinkt noch ein wenig hinterher, auch, weil sie erst nach dieser Zeit der sexuellen Revolution in die Haushalte kam, zu einer Zeit, wo durch AIDS die sexuelle Freiheit ein wenig abebbte. Auch das könnte eine Erklärung dafür sein, warum Homosexualität, S/M und andere Spielarten heute kaum noch Leute stören, während die Liebespuppe oft immer noch schief angesehen wird.

Doch ich möchte heute einmal auf eine besondere Art der sexuellen Vorlieben eingehen. Den Swinger Club. Swinger Clubs praktizieren den sogenannten Partnertausch. In diese Clubs gehen Paare, die nach beidseitigen Einverständnis Sex mit anderen Paaren haben. Dabei kann der eigene Partner dabei sein oder nicht, er kann in das Liebesspiel mit einbezogen werden oder nicht. Der Swingerclub schafft den Rahmen dafür und er ist seit langer Zeit Teil dieser Gesellschaft und auch er ist mittlerweile nichts besonderes mehr.

Theoretisch könnte man diese Art des Sex auch mit Liebespuppen durchführen. Theoretisch könnten sich mehrere Besitzer von TPE Sexpuppen treffen und dort ihre Liebespuppen austauschen. Man könnte Regeln festlegen, ob der Besitzer dabei ist oder nicht und wie der Sex abzulaufen hat, was erlaubt ist und was nicht.

Theoretisch wären Swingerclubs mit TPE Puppen machbar

Die TPE Puppen sind dafür theoretisch gut einsetzbar. Viele Modelle wie die TPE Sexpuppe Juliane wiegen nicht so viel wie viele Silikonpuppen und die Besitzer kennen alle ihre Macken und Tücken. Der Swingerclub Inhaber könnte den Raum so ausstatten, dass weniger Schäden oder Probleme auftauchen und die Teilnehmer könnten eine Vereinbarung unterschreiben, für eventuelle Schäden aufzukommen.

Doch bis auf ein paar Versuche im Forum, einen Partnertausch mit Gummipuppen hin zu bekommen, gibt es wenige Versuche in dieser Richtung. Zwar ist der Partnertausch von Liebespuppen sicherlich verlockend, aber es gab – meiner Kenntnis nach – bisher weder eine Partnertauschorgie zwischen Liebespuppenfreunden noch gibt es Swingerclubs dafür. Warum ist das so?

Nun, die Liebespuppe – vor allem die lebensnahen Puppen aus TPE Material oder Silikon – haben für ihre Liebhaber meist eine ganz andere Bedeutung. Während in Sachen Swingerclub zwischen Menschen oft die Neugier, das prickelnde Gefühl des Verbotenen und der neuen sexuellen Erfahrung im Vordergrund steht, ist die Intention vieler Liebespuppenfreunde eine andere.

Sicher, auch wir genießen diese neue sexuelle Erfahrung mit einer Liebespuppe und sicher haben wir auch den Gedanken, es mal mit einer anderen Liebespuppenart zu versuchen, vielleicht einmal eine TeddyBabe Stoffpuppe zu vernaschen, aber die Liebespuppe ist ein Hygieneartikel und sie strahlt eine gewisse Unschuld aus. Das Teilen mit anderen kommt daher für Liebespuppenfreunde weniger in Frage.

Hinter vielen lebensnahen Liebespuppen stecken oft ganz andere Emotionen und Bedürfnisse. Es geht um ein Ende der Einsamkeit, des geht um das Fallen lassen im Bett und vor allem um Schönheit, Perfektion, Anmut und freie Liebe. Die Liebespuppe bindet viele Emotionen an uns und wir wollen sie nicht teilen. Wir wollen sie für uns haben. Einige Liebespuppenfreunde wurden Opfer von Untreue und sie wollen eine treue Liebespuppe haben. All das sind keine Grundlagen für den Einsatz in Swingerclubs.

Problem der Schäden bei lebensnahen Liebespuppen

Hinzu kommt die Anfälligkeit der Liebespuppen. Selbst wenn der Partnertauscher für mögliche Schäden aufkommt, so will dies kaum ein Liebespuppenfreund riskieren. Die Reparatur nimmt den Perfektionsgrad, sie macht Stress und kostet Zeit, Geld und Aufwand. Es ist nicht so leicht, wie bei einem Menschen, der einfach „Aua“ sagt oder vorgibt, wie hart der Sex zu erfolgen hat.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass gerade unter Gummipuppenfreunden der Partnertausch am häufigsten im Forum vorgeschlagen wird. Die emotionale Bindung an die Gummipuppe ist in der Regel kleiner und wenn sie kaputt geht, kann sie schnell entsorgt und billig wieder neu beschafft werden. All das ist bei lebensnahen Liebespuppen kaum möglich. Sie kosten zwischen 2000 und 7000 Euro und wer will sich das schon von einer fremden Person kaputt machen lassen für eine kurze sexuelle Erfahrung?

Bei den Stoffpuppen habe ich bisher ebenfalls nichts in der Richtung gehört. Das liegt auch daran, weil Stoffpuppen sehr oft als Kuschelpuppen eingesetzt werden und auch hier die Emotionen für die Liebespuppe stark sind. Die Stoffpuppe wäre eigentlich für einen Swingerclub ideal, denn sie ist robust, sehr leicht und könnte dort schnell mit entsprechenden Mitteln von Schweiß und anderen Flüssigkeiten auf dem Stoff gereinigt werden. Aber auch diese Liebespuppe wird sicher ungern mit anderen geteilt. Wer teilte schon als Kind gerne sein Lieblingsstofftier?

Ich jedenfalls würde niemals weder meine Silikonpuppe (egal ob mit Jenny drin oder nicht) noch meine TeddyBabe Stoffpuppe mit einem anderen teilen, auch nicht mit meinem besten Freund mit Silikonpuppe. Und auch er würde nie wollen, dass ich mit seiner Silikonpuppe schlafe und das ist eine Sache, die von Anfang an klar war zwischen uns.

Euer PJ



Arbeitsplatzverlust wegen Liebespuppe? – Leider keine Utopie

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (710) 18.1.2017

Auf meinem Weg der Gespräche mit Liebespuppenfreunden habe ich nicht nur schöne Dinge erlebt. Auch wenn die Liebespuppe fasziniert, glücklich macht, Entspannung bietet und Freude macht, so ist sie leider manchmal auch leider eine Quelle für neue Ängste von Menschen.

Mit den Ängsten meine ich vor allem den Umgang mit Außenstehenden. Im Freundeskreis/Familienkreis und vielleicht gar in der Beziehung mag alles irgendwie zu stemmen sein, ich habe Beispiel dafür gesehen, aber was das Ende von Beziehungen und vor allem die Arbeitswelt betrifft, ist das alles nicht mehr ganz so simpel.

Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Fotografen, mit dem ich ein Gespräch führte. Er hatte eine Leeloo Silikonpuppe. Er war begeistert von der Anmut und Schönheit der Liebespuppe und auch das umständliche Anziehen, das schwere Positionieren und das Umziehen machte ihm nicht zu schaffen. Er liebte es, seine Liebespuppe zu fotografieren.

Das hatte seinen Grund. Er war im Berufsleben Fotograf für die Werbeindustrie, hatte viel mit Models zu tun, vorrangig weiblich. Er sagte mir damals, wie es ihn ankotzte, wie überheblich sie waren, wie selbstverliebt und oft divenhaft sie daher kamen. Seine Silikonpuppe hingegen war geduldig, unschuldig und zart und war nicht eingebildet und nervte ihn bei seiner Arbeit. Er liebte das Fotografieren von ihr und ich habe einige seiner Werke gesehen, sie waren atemberaubend schön. Ich habe nie wieder solche Fotos in solch aufwendigen Kleidern in wundervollen Kulissen gesehen, es war grandios.

Ich habe ihn gefragt, warum er diese Fotos nicht einfach mal einer Werbeagentur anbot. Er sagte mir: Dann bin ich meinen Job sofort los! Und das schockierte mich sehr, aber ich konnte es auch nachvollziehen.

Angst vor Liebespuppenouting durch Ex Freundin

Ähnlich erging es einem anderen Liebespuppenfreund, den ich sprach. Er hatte eine Beziehung mit einer lebenden Frau. Er hatte sie auf der Arbeit kennen gelernt und sie wusste auch von der Silikonpuppe. Als sie sich jedoch trennten, hatte er große Angst, dass sie aus Rache den Kollegen von der Silikonpuppe erzählt. Er sagte mir, ein Praktikant hätte damals verraten, dass er eine Gummipuppe hat und wurde bereits damals gemobbt. Es wäre ihm sicher nicht besser ergangen, zumal er auch noch mit der Silikonpuppe sprach und sie als Seele sah.

Diese beiden Beispiele machen deutlich, dass man sehr wohl als Liebespuppenfreund auch Opfer von Mobbing oder gar Arbeitsplatzverlust werden kann. Es klingt absurd, aber so lange der Liebespuppenfreund mit einer „psychisch kranken Person“ assoziiert wird, wird dies wohl leider so bleiben. Nicht jeder hat Verständnis für diese Art der Liebe oder tut sie als sexuelle Spielart ab.

Gegen ein solches Mobbing standhaft zu sein, ist nicht leicht. Es gibt wenig Rat, wie man in solchen Fällen mit Mobbing dieser Art umgeht und sie ist auch nicht mit anderen sexuellen Spielarten zu vergleichen, weil diese bekannter und tolerierter sind. Natürlich ist man im Recht und man darf wegen der Liebe zu einer Liebespuppe nicht gemobbt werden, aber die Realität ist nun einmal nicht so leicht. Auch der Vorgesetzte kann durchaus in die gleiche Kerbe schlagen und dann wird es weniger lustig.

Viele sagen, man muss in dieser Situation kühlen Kopf bewahren, wie bei allen anderen Mobbingarten auch. Man sollte in einem solchen Fall offensiv an die Sache heran gehen und locker bleiben. Aber das sagt sich halt alles sehr leicht.

Der bessere Weg auf Dauer ist, generell Angst vor der Liebespuppe zu nehmen. Dieser Prozess geht nicht schnell, aber je mehr Menschen von Liebespuppen wissen und lesen, dass ihre Nutzer auch nur ganz normale Menschen sind, der verliert schnell Ängste vor ihr und man muss auch keine Angst vor Liebespuppen haben, denn sie tun weder anderen etwas, noch sind sie überhaupt gefährlich.

Ich hoffe, dass diese von mir erwähnten Fälle irgendwann nicht mehr auftauchen. Ich wünsche mir, dass die Leute sich um ihren Dreck kümmern. Wenn sie sagen, der „fickt eine Leiche“, dann sollten sie lieber mal überlegen, welche Leichen sie eigentlich im Keller haben! Ich bin mir sicher, keiner der Mobber ist ein Lämmchen und hat seine Dildos oder S/M Klamotten im Schrank oder schaut seine Schmuddelpornos. Also haltet den Mund und hört lieber zu, vielleicht könnt ihr sogar vom Liebespuppenbesitzer dann in Sachen Hingabe, Liebe und freier Sexualität noch was lernen 😉



Gibt es bestimmte Muster unter Liebespuppenliebhabern?

Es gibt ihn nicht, DEN Liebespuppenbesitzer. Das habe ich (hoffentlich) in all den Tagebucheinträgen und Kolumnen deutlich gemacht. So wie man im Leben keine größere Gruppe undifferenziert über einen Kamm scheren kann, so kann man es beim Liebespuppenfreund auch nicht tun. Er ist eben kein Psychopath, kein Nekrophiler, keiner, der keine Frau ab bekommt oder der in einer dunklen Wohnung hockt. Das sind Klischees, die nicht einmal für einen großen Prozentsatz unserer Community zutreffen.

Doch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe folgt auch immer einem gewissen Grundmuster. So wie Anhänger einer bestimmten Glaubensrichtung auch einen bestimmten Beweggrund hatten, um sich dieser Interpretation anzuschließen, so wie Menschen einer bestimmten Nation einer gewissen Kultur folgen, so hat auch der Liebespuppenfreund ein bestimmtes Bedürfnisprofil, dem er folgt, warum er sich für eine Liebespuppe entscheidet. Und dieses Bedürfnisprofil versuche ich heute ein wenig in der Kolumne zu erklären.

Wenn man ohne Hintergrundinformationen, ohne Gespräche mit „Betroffenen“ über die Beweggründe diskutiert hat, sich ihre Vorgeschichten anhörte, dann wird man (wie auch sonst) nicht verstehen, warum Menschen sich in diese Gruppe begeben haben, warum sie sagten, dass sie diesem Weg folgen wollten.

Die Medien und leider auch viele andere Außenstehende der Szene machen sich oft ein viel zu einfaches Bild. Sie schauen sich zum Beispiel die TPE Liebespuppen im Shop auf gummipuppen.de an und denken, das was dort dargestellt wird, sei ein Beleg dafür, wie ihre Kunden sein müssen. Sie fahren auf Frauen ab, die abseits ihrer Realität sind, wollen Frauen mit riesen Brüsten und die unschuldig und brav ausschauen und mit denen sie alles machen können, was sie wollen, die sie sich im Bausatz zusammen schustern.

Natürlich sind die Anbieter von lebensnahen Liebespuppen vor allem darauf geeicht, Illusionen zu verkaufen. Die TPE Liebespuppe Jackie als Kurvenwunder ist so ein Beispiel. Natürlich steht hinter jeder Liebespuppe ein Bedürfnis, was angesprochen werden soll, vor allem Sex mit einem perfekten Körper. Aber der Mensch ist keine Maschine und Männer sind keine Monster, die nur ans Rammeln denken und so machen Menschen eben aus den Liebespuppen unter Umständen später ganz etwas anderes, als nur eine „realistische Masturbationshilfe“

Kauf von Liebespuppen und die Frage der Bedürfnisse

Weil die Liebe so umfangreich ist und die Bedürfnisse der Menschen auch, verändern sich auch die Bedürfnisse der Liebespuppenfreunde oftmals weit weg von der reinen Sexpuppe. Sie wird dann zur Partnerin, zum Fotomodell, zur Beziehungsergänzung, zur Trauerbewältigung und vieles mehr.

Wenn man zum Beispiel die klassische Leeloo Silikonpuppe nimmt, welche der Dollpark seit vielen Jahren anbietet, dann sieht man alleine schon an den Beispielen derer, die ich gesprochen habe, die eine solche oder bauähnliche Silikonpuppe hatten (z.B. eine Mechadoll oder Realdoll), dass zwar die Grundidee hinter der Liebespuppe ähnlich ist, aber was man daraus am Ende macht, ist ganz was anderes.

So wie sich der eine Muslim zu dem netten Nachbarn mit viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft entwickelt und der andere hingegen einen Laster in eine Menge rast, so ist es auch bei uns nicht anders. Auch bei uns gibt es leider schwarze Schafe, die nicht sehr edle Bedürfnisse hinter dem Kauf einer Liebespuppe haben, aber auf der anderen Seite gibt es auch die, die uns mit ihren Liebespuppengeschichten zum Lachen bringen, die uns Tränen der Rührung einer unglaublichen Hingabe in die Augen treiben und vieles mehr.

Was uns alle verbindet, ist ein Bedürfnis. Es ist ein Mangel an irgend etwas in unserem Leben, was uns zur Liebespuppe treibt. Für den einen ist es fehlender freier Sex, für den anderen vielleicht fehlende reine Liebe. Aber es verbindet uns am Ende alle nur ein Bedürfnis, was kein Mensch und nichts anderes uns erfüllen kann.

So wie das Teilnehmen an einem Verein, einer Gemeinschaft oder einem Marathon ein Bedürfnis vieler Menschen verbindet, so ist es bei uns auch. Es finden sich diejenigen im Forum zusammen, die aus Einsamkeit eine Liebespuppe holten ebenso wie diejenigen, die sie aus reinem Sexwunsch holten.

Mit den Liebespuppenfreunden reden und nicht nur Bilder und Filme anschauen

Deshalb halte ich es für sinnvoll, mit uns zu reden, wenn man das Phänomen der Liebespuppe beleuchten möchte. Es von außen aufgrund von Herstellerbildern oder eines Hollywoodfilms zu tun, aufgrund seiner eigenen kleinen Weltinterpretation, ist falsch. Wer sich nicht in unsere Lage hinein versetzen will, der sollte lieber den Mund halten, anstatt Weisheiten aus Lehrbüchern abzugeben oder seine eigene Agenda uns über zu stülpen. Wer uns verstehen will, muss mit uns reden und wir hören dann auch gerne zu, wenn es respektvoll erfolgt.

Also bitte hört auf, DEN Liebespuppenbesitzer allen über zu helfen. Ihr könnt gerne sagen: Ich verstehe es nicht, aber dann lasst es doch auch dabei. Nur mit einem steifen Blick und undifferenziert alle in einem Topf zu schmeissen, ist einfach Schwachsinn und vor allem, wenn es dann diejenigen lautstark tun, die uns sonst unablässig sagen wollen, dass man diese oder jene Gruppe nicht verallgemeinern sollte. Ist das dann nicht irgendwie besonders peinlich?

Euer PJ



Sex mit Gummipuppen und anderen Liebespuppen statt Prostituierte für Behinderte?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (706) 9.1.2017

Freier Sex auf Krankenschein. Dieser alte Traum, der in den 80er Jahren bereits für Behinderte wahr war und der heute als „neu“ von den Grünen verkauft wird, ist nicht neu. Ich selbst hatte einen querschnittsgelähmten Freund in den 80ern, der eine „Zehnerkarte“ für freie Bordellbesuche hatte. Die Wirkung dieses Geschenkes des Staates war damals mehr als bescheiden bei ihm, denn er sehnte sich nicht nur nach Sex, sondern vor allem nach Liebe.

Die Bloggerin Sara hatte hier vor einigen Jahren berichtet, dass sie im Rahmen ihrer Arbeit als Domina bereits mit behinderten Menschen gearbeitet hatte und das nicht nur bei ihnen Gummipuppen als Hilfe für sexuelle Befriedigung zum Einsatz kamen. Ob es bei ihren Kunden am Ende wirklich Befriedigung brachte, erzählte sie nicht.

Das gerade die Partei den Einsatz von Sex auf Krankenschein für Pflegebedürftige und Behinderte fordert, welche die Liebe zwischen Mann und Frau in unablässiger Weise torpediert, ist eine Sache, dass diese Methode ohne adäquate Begleitung und Liebe ihre Wirkung verfehlt, ist die andere.

Natürlich hat jeder das Recht auf Sex, auch behinderte und pflegebedürftige Menschen. Doch nicht nur bei ihnen erschweren körperliche Behinderungen den freien Sex. Dass bei 35 Mio. Deutschen mit schweren Rückenproblemen auch der Sex mit Silikon- und TPE Puppen ebenfalls oft ein Problem ist, ist ebenso zu hinterfragen, wie die Frage, warum eigentlich so viele Menschen pflegebedürftig sind und warum sie keine Partnerin mehr haben, die Sex mit ihnen machen möchte.

Liebespuppen für Behinderte und Pflegebedürftige oft sinnvoller als Bordellbesuche

Der Einsatz von Liebespuppen aller Art ist vor allem bei denjenigen sinnvoll, die bisher keine sexuellen Erfahrungen hatten. Oft ist es dann auf diese Weise sinnvoller, als es mit einer Prostituierten zu versuchen. Ein Blick auf die Gummipuppen des Dollpark macht deutlich, welche Vorteile die Gummipuppe hat. Sie ist leicht, gut zu verstauen und man kann Dinge falsch machen und sie regt die Phantasie an und vor allem kann der behinderte Mensch und der pflegebedürftige Patient sie jederzeit einsetzen. Ein Callgirl im Pflegeheim ist da viel mehr ein Problem und auch ein Besuch eines behinderten Menschen im Bordell ist nicht ohne organisatorischen Aufwand zu leisten und oft schämen sich die Patienten dann auch noch.

Doch am Ende bleibt die Frage, ob wir nicht generell erst einmal die Behinderten und Pflegebedürftigen selbst fragen sollten, was sie eigentlich wollen (und nicht durch Einschätzungen sogenannter Experten). Nicht alle Menschen dieser Gruppe denken von morgens bis abends an Sex. Sie wollen vor allem umsorgt sein, dass man ihnen im Alltag hilft und das man ihnen zuhört und sich um ihre Sorgen bemüht. Das ist meist viel wichtiger und da hätten die Grünen einiges mehr zu fordern, denn ich kenne die Situation in Pflegeheimen und bei der Hauspflege und dort hapert es teils erheblich in einigen Bereichen.

Wie dem auch sei, ich denke, der Einsatz von Gummipuppen und anderen leichten Liebespuppen, wie zum Beispiel den Stoffpuppen, bringt oft mehr für diese Menschen. Die Stoffpuppe zum Beispiel ist eine schöne Kuschelpuppe, sie gibt Nähe, Begleitung und Lebenshilfe und sieht akzeptabel für Außenstehende aus und ich denke, das ist es, was diese Menschen oft mehr brauchen, als eine Prostituierte, die für eine Stunde ihre Vagina hin hält und dann sind sie wieder alleine und fühlen sich weiter ungeliebt und im Stich gelassen.