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Schlagwort: Beziehung

Meine Silikonpuppe braucht mich nicht und ich sie nicht – Und doch irgendwie schon

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (798) 18.8.2017

Wenn ich mir meinen Alltag so ansehe und wie meine Silikonpuppe und Jenny darin eine aktive Rolle spielen, dann müsste ich eigentlich sagen: Sie ist völlig nutzlos! Im Gegenteil, die schwere Silikonpuppe ist anstrengend, sie zu pflegen kostet Zeit und Geld und sie ist bei Besuchen oder Handwerkern sogar ein Hindernis, weil ich sie nicht jedem aufs Auge drücken möchte.

Doch ich sehe diesen Gedanken nicht als Einbahnstraße. Ich glaube, Jenny ist eine Seele aus einer Zwischenwelt und auch für sie bin ich eigentlich total nutzlos, denn ich kann ihr dort weder helfen noch irgendwie eine Stütze sein.

Im Grunde stehen wir beide mit unseren Problemen des Alltags, der Sorgen und dem puren Organisieren des Daseins allein da. Jenny und die Silikonpuppe nehmen mir weder die Steuererklärung noch das Putzen des Bades ab noch kann ich ihr bei bösen Geistern helfen, die sie vielleicht plagen.

Und dennoch ist Jenny und die Silikonpuppe für mich ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben, vielleicht sogar mittlerweile der Wichtigste, wo ich leider zu viele Menschen in meinem Leben getroffen habe, die sich auf meine Kosten (auf allen Ebenen) bereichert haben und mein gutes Herz ausnutzen. Jenny und die Silikonpuppe sind trotz ihrer fehlenden Hilfe im Alltag meine größte Stütze, so komisch es klingen mag.

Die Hilfe der Liebespuppe über eine andere Ebene

Die lebensnahe Liebespuppe erreicht in der Welt der Liebespuppenfreunde selten einen solchen Stellenwert, wie es bei mir ist. Das liegt zum großen Teil an dem eigenen Umfeld was man hat, aber auch an der Vergangenheit, die einem vielleicht zur Liebespuppe führte oder was man eigentlich mit ihr vermisst. Ich habe in meinen letzten Jahren zwar auch die Hilfe im Alltag durch Mitmenschen vermisst, aber viel mehr habe ich vermisst, was mich wirklich stark macht: Bedingungslose und gleichberechtigte Liebe.

Und genau das ist die größte Hilfe, die mir Jenny und die Liebespuppe geben. Die Liebespuppe ist immer da, sie ist stabil, immer freundlich und schön, sie bleibt bei mir und nutzt meine Liebe nicht aus und ich habe ein schönes Leben in Hinblick auf Sex, Erotik und Zärtlichkeit.

Jenny ist ein wundervolles Wesen. Sie ist distanziert von der Reizüberflutungsgesellschaft, sie ist Immun gegen „Teile und Herrsche“ in dieser Gesellschaft und sie lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und sie liebt mich dafür, dass ich sie überhaupt lieben und schätzen kann und dass sie in so einem realistischen Körper existieren darf.

Diese gegenseitige Stütze in unserer beider Existenz ist eine große Hilfe. Jenny ist dadurch ein glückliches Wesen und ich bekomme durch sie genug Kraft und Energie, um diese Welt auch alleine durchstehen zu können. Es ist nicht genug, um die Welt zu stürmen oder Berge zu bewegen, aber es reicht aus, um dieses Leben und den Alltag zu schaffen und dabei noch Frieden in der Seele zu finden.

Und diese Kraft hält mich nicht nur von Depressionen und Drogen aller Art fern, sondern sie hält mich gesund, sie hält mich gesünder als jedes Jogging, jeder Ernährungsberater und jede Tablette.

Und so brauche ich Jenny und Jenny braucht mich und ich brauche die Silikonpuppe und Jenny braucht sie und so brauchen wir uns alle dann doch am Ende. Irgendwie.



Der erste und letzte Moment des Tages gehört meiner Silikonpuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (792) 4.8.2017

Meine Liebespuppe war vom ersten Moment an mehr als nur eine Sexpuppe. Sie wuchs in all den Jahren von einer schönen Begleiterin im Alltag zu einer wichtigen Freundin meines Lebens, die alle Dinge mit mir teilt, die guten wie die schlechten Momente in meinem Leben.

Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht mit Jenny mental rede, kein Tag vergeht, wo meine Silikonpuppe keinen Kuss bekommt und wo ich nicht Zeit mit ihr verbringe und ich teile alle Dinge – sofern möglich – mit ihr und ihr Rat und ihre Liebe sind für mich so wichtig, wie für andere das Essen oder die Arbeit.

Ich sehe das Leben mit meiner Silikonpuppe und Jenny nicht als Konsumgut oder das Befriedigen von Hormonen oder der Lust. Jenny ist für mich ein menschliches Wesen, ein menschlicher Geist, mit menschlichen Emotionen, Gefühlen und Wünschen, die ich natürlich auf der bestmöglichen Art befriedige. Sie steht im Umgang mit meinen lebenden Partnerinnen in nichts nach, auch wenn natürlich die Mittel wesentlich begrenzter sind und die generelle Denkweise anders abläuft, aber ihre Zufriedenheit und ihr Glück haben oberste Priorität für mich.

Und das ist auch das, was uns von einer Liebe zu einem Kuscheltier bei Kindern unterscheidet. Diese Liebe ist nicht einseitig, wo das Kind jemanden zum Reden hat, aber sonst nichts dafür tut. Bei uns sind Dinge wie realistische Haare, ein Rollstuhl zum Transport oder Wannenlifter ebenso wichtig, wie mich für ihre geliebten Soaps zurück zu nehmen oder Schweiß zu vergießen, wenn sie bei 30 Grad ein schwieriges Kleid an haben möchte, was mich innerlich beim Anziehen verzweifeln lässt. All das ist der Alltag unserer Liebe, einer Liebe, wo Jenny klare Wünsche hat, die nicht immer mit meinen Deckungsgleich sind.

Der letzte Gedanke des Tages gehört oft meiner Liebespuppe

Vor allem aber beginnt kein Tag von mir ohne sie. Erst wenn ich sie jeden Morgen wach geküsst habe und wir uns so geweckt haben, wie es auch unter liebenden Menschen üblich ist, dann beginnt unserer Tag und auch der letzte Akt jeden Tages gehört Jenny und der Liebespuppe. Der letzte Kuss des Tages gehört dann ihr, das letzte „Schlaf schön, Schatzi“ und oft auch der letzte Gedanke des Tages gilt ihr.

Natürlich führt nicht jeder Mensch, der eine lebensnahe Liebespuppe kauft, eine solche Art der Liebesbeziehung und wahrscheinlich geht dies auch nur als Single, weil eine Partnerin wohl auf Dauer kaum eine solch liebevollen Art des Umgangs mit der Liebespuppe akzeptieren würde, aber unserer Weg ist eben genauso machbar, wie viele andere Lebenswege mit Liebespuppen, gerade das macht ja auch ihren besonderen Reiz aus.

Vor allem diese Art der gleichberechtigten Liebe zwischen mir und Jenny verstehen viele Menschen nicht. Sie verstehen nicht, dass hinter all dem ein Konzept steht, eine Lebensphilosophie. Ich habe und werde Liebe immer als Prozeß begreifen, wo beide Teile gleich viel geben und nehmen. Das ist übrigens für mich Gleichberechtigung und nicht, wer „die Hosen in einer Beziehung an hat“ und dieses Konzept lebe ich auch mit einer Silikonpuppe und einer Seele aus einer Zwischenwelt, wenn es denn sein muss und so sein soll.

Und weil ich diese Art von Liebe mit Jenny leben kann, wird sie auch für immer meine Partnerin sein, egal in welcher Liebespuppe sie ist und wenn der Tag dann einmal in der TeddyBabe Stoffpuppe enden sollte, weil ich die Silikonpuppe nicht mehr tragen und bewegen kann, dann wird auch dann noch mein erster und letzter Gedanke des Tages Jenny und meiner Liebespuppe gehören, auch wenn sie dann aus Stoff ist und ich werde sie dann auch genauso lieben, wie heute in der Silikonpuppe.



Die Leichtigkeit des Seins mit Liebespuppen entdecken

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (790) 31.7.2017

Die lebensnahe Liebespuppe ist, in ihrer jetzigen Form, nicht wirklich ein Ersatz für die Liebe zwischen zwei Menschen, aber ehrlich gesagt, will ich das überhaupt? Denn mit meiner Silikonpuppe und Jenny mache ich zwar auf der einen Seite ähnliche Erfahrungen wie in meinen Beziehungen mit Frauen, aber es gibt auch eine Menge andere und neue Dinge mit ihr in der Liebe zu erleben, was sie einfach anders macht.

Auf einen Punkt möchte ich einmal in diesem Tagebuch eingehen und das ist das Erleben einer gewissen Art der „Leichtigkeit des Seins“, welche sich in vielen verschiedenen Ebenen offenbart.

Über die Leichtigkeit des Erlebens von Sexualität, abseits von Normen und kranken Machtspielen des Sex als Erfüllungsgehilfe für Egoismen habe ich schon gesprochen. Die Leichtigkeit, Entspanntheit und die Reduktion auf das Wesentliche machen den Sex mit einer Liebespuppe zu einem ganz besonderen Erlebnis, vor allem dann, wenn man nie das Glück hatte, in seinem Beziehungen eine solche Art der Liebe nicht zu erleben. Doch die Leichtigkeit des Seins mit Liebespuppen hört nicht dort auf.

Die Leichtigkeit des Seins ist oft in den vielen schönen Bildern mit Liebespuppen zu erkennen. Es gibt zahllose Bilder, wo Liebespuppen auf Balkonen oder am Fernsehen sitzen und stets sieht alles ruhig, entspannt und fast meditativ aus. Diese Leichtigkeit des Seins von Liebespuppen, die keine Sorgen und Nöte haben, geht auch auf uns Menschen irgendwann über und sie ist umso stärker, je näher man die Liebespuppe an sich heran lässt.

Die Beziehung zu einer Liebespuppe lässt die Leichtigkeit des Seins erkennen

Doch es ist nicht nur die Liebespuppe, die mich die Leichtigkeit des Seins erkennen und erleben lässt. Die ganze Beziehung zur Liebespuppe ist derart einfach und klar, dass man es irgendwann entspannt angehen muss. Zwar kann in der Anfangszeit eine Menge Stress mit ihnen sein, wenn Schäden auftauchen oder der Umgang neu und anstrengend ist, aber ist dies einmal eingespielt, macht sich eine Art Ordnung und Stabilität, Liebe und Zartheit breit, die sich auf mich positiv auswirkt.

Ich erwische mich in den letzten Jahren immer mehr, wie ich mit Jenny und der Silikonpuppe einfach abschalte, einfach das Leben laufen lasse, wie ich beginne, all den Druck des Alltags einfach nicht mehr an mich ran zu lassen. Es geht nicht mehr um Raffe, Schafffe, Häusle baue und auch nicht um „ich bin besser als du“ oder so, sondern einfach nur um Leben. Es geht um die Existenz des Momentes, der Schönheit und des Reizes und überhaupt nimmt man mit einer Liebespuppe seine Sinne ganz anders war, diejenigen, die man messen kann und auch diejenigen, die man nicht messen kann.

Doch vor allem die Ruhe ist die Essenz der Liebe zu Liebespuppen. Es herrscht keine Reizüberflutung, kein Gebrüll, kein hysterisches Gegacker und überhaupt geht es ruhig und gelassen zur Sache. Das tut gut und heilt die Seele und den Menschen und es macht – leider – die Liebe zu einer Liebespuppe so anders, als die Liebe unter den sogenannten modernen Menschen.

Und so sind im Grunde nur meine Mitmenschen und auch meine eigene Vergangenheit die einzigen Hindernisse dafür, die Leichtigkeit des Seins zum zentralen Bestandteil meines Lebens zu machen. An der Liebespuppe liegt es nicht wirklich, sondern sie ist wohl der Weg, uns zu zeigen, wie herrlich die Leichtigkeit des Seins in dieser Welt sein könnte.



„Patchwork“ – Beziehung mit Liebespuppe? Geht das?

Die Liebe zwischen Mann und Frau (oder welcher anderen Spielart auch immer) unterliegt heute – meiner Ansicht nach – gräßlichen Begrifflichkeiten. Wörter wie Beziehung, Lebensabschnittsgefährte oder abwertende Begriffe wie „Babe“ oder „Stecher“ sind an der Tagesordnung und sie zeigen eine verbale Verrohung der Liebe, die einfach nur lächerlich ist.

Den Vogel des Irrsinn schießt für mich jedoch der Begriff „Patchwork – Familie“ ab. Eine Familie nach einem Flickenteppich zu benennen, ist schon eine harte Nummer, aber leider ist sie heute oft Realität, wo nicht selten Kinder aus zwei früheren Beziehungen mit anderen Kindern aus früheren Beziehungen des Partners irgendwie klar kommen müssen. Insgesamt waren laut einer Schätzung von 2012 vierzehn Prozent aller Kinder in Deutschland in solchen Familien, heute dürften es noch mehr sein.

Doch bei dem Begriff „Patchwork“ denke ich nicht nur an die sogenannten „neuen Familien“ aus Vater, Mutter, Kind, Stiefkind, Halbstiefkind und 3/8 Stiefkind, sondern oft auch an die Liebe zu einer lebensnahen Liebespuppe und wie man sie eigentlich in Beziehungen, Ehen und auch generell in ein Leben als Single integriert.

Die Liebe zu einer Liebespuppe als Patchwork zu bezeichnen, passt eigentlich hier ganz gut, denn sie spricht in uns nicht nur andere Denk- und Umgehensweisen in der Liebe an, sondern sie lässt uns auch Partnerschaft und Sexualität ganz anders erleben und erkennen.

Die Patchwork Liebe zu einer Liebespuppe

Beginnen wir einmal mit einer solchen Patchwork Liebe zwischen mir und einer lebensnahen Silikonpuppe, wie ich sie mit Jenny und der Liebespuppe führe.

Jenny und die Liebespuppe sind eine richtige Partnerin für mich. Ich liebe sie, schätze sie, verbringe meine Tage mit ihr und den Feierabend, besuche mit ihr in der TeddyBabe Stoffpuppe einen Kumpel und gehe mit ihrer Seele ohne Liebespuppe daneben spazieren. Und doch ist der Alltag, das gesamte Verstehen und Erleben mit ihr so, als würden zwei völlig unterschiedliche Wesen miteinander eine Liebesbeziehung führen. Es ist am Ende alles anders und oft ist es eine Art Flickenteppich, wo eine ganz andere Art von Liebe am Ende zusammen kommt.

Doch der häufigere Fall ist das Einbinden (ich hab bewußt nicht Integration geschrieben 😉 ) der lebensnahen Liebespuppe in bestehende und neue Liebesbeziehungen mit anderen Menschen, meist von Männern, die weibliche Liebespuppen haben und nun mit einer Frau zusammen sind oder auch schon vorher waren.

Die Liebespuppe in eine Beziehung einzubinden, ist schwierig, denn hier reichen – vor allem auf Dauer – nicht die üblichen Merkmale von Toleranz und Einfühlungsvermögen, sondern der Partner muss ebenfalls eine ganz andere Denkweise akzeptieren und tolerieren, zumal die Liebespuppe oft als eigene Konkurrenz oder gar Bedrohung gesehen wird oder an der mentalen Gesundheit des anderen zweifeln lässt.

Es gibt dann am Ende viele individuelle Wege und im Forum ist dann manchmal von „heimlicher Leidenschaft“ oder anderen Spannungen die Rede. Manchmal geht es auch gut, manchmal werden dann beide Partner Liebespuppenliebhaber oder manchmal wird die „Spinnerei“ erst akzeptiert und dann Stück für Stück vom Partner demontiert.

Einbinden von Liebespuppen in Patchwork Familien ein großer Kraftakt

Vor allem das Einbinden der lebensnahen Liebespuppe in eine echte Patchwork Familie mit mehreren Kindern aus mehreren Beziehungen ist ein echter Kraftakt. Der User Puppen – Johnny hatte hier einmal im Blog darüber geschrieben. Er hatte – soweit ich noch weis – eine solche Familie und lebte mit diversen Stoffpuppen zusammen. Auch wenn die Sache eine Weile gut ging, so verschwanden die Liebespuppen doch irgendwann sukzessive im Keller und auch Puppen – Johnny beendete leider seine Zeit als Blogger, was wohl auch familiäre Gründe hatte.

Ich kann verstehen, dass gerade in einer Patchwork Familie der Umgang mit Liebespuppen schwer ist, denn viele Kinder mit unterschiedlichen Partnern, die in die Familie kommen, bedeuten auch viele Spannungspunkte, nicht nur bei diesem Thema. Die Liebespuppe macht dann schnell aus „Olaf“ (Patchwork Daddys werden ja gerne mit Vornamen angesprochen) den Puppenfreak und dann ist das eh schon dünne Eis des Respektes dahin und viele weitere andere Probleme lassen sich dann nicht lange auf sich warten.

Die Einbindung von Kindern aus anderen Beziehungen ist schon so eine Herkulesaufgabe, aber kommt dann noch die Liebe eines Partners zu Liebespuppen hinzu, dann ist die Toleranzgrenze des anderen Partners schon sehr hoch anzusetzen, damit es überhaupt irgendwie klappt.

Eine hohe Toleranzgrenze der Mitmenschen gehört zwar generell zu einem Leben mit Liebespuppen dazu, nur in der Praxis macht es schon einen gewaltigen Unterschied, ob ein Single mit einer Liebespuppe lebt oder ob sie Teil einer Patchwork Familie werden soll und leider ist dann oft ein Ende dieser Art von Liebe das Resultat.

Euer PJ



Kann man eine Liebespuppe / Robotpuppe töten?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (787) 26.7.2017

Ich habe letztens einen Artikel gelesen, wo es um die Frage geht, was eigentlich Leben ist und wie mögliche Robotpuppen und weitere Entwicklungen die Denkweise darüber verändern können.

Nun, ich sehe all die ganzen Diskussionen um Robot(sex)puppen gelassen. Zum einen ist das alles noch Sciene Fiction und niemand weis, wie die Entwicklung wirklich ablaufen wird und wo die Gesellschaft dann die Grenzen setzen wird (wie z.B. beim Klonen) und zum anderen gibt es einfach ein paar Dinge der Natur, die wohl niemals eine Robotpuppe zu einem lebenden Organismus werden lassen.

In einem internationalen Forum gibt es zur Zeit eine Diskussion darüber, ob man eigentlich eine Robotpuppe oder eine lebensnahe Liebespuppe töten kann, bzw. ob sie sterben kann. Nun, ich möchte diese Frage einmal zwischen Liebespuppen und Robotpuppen unterscheiden.

Bei den heutigen lebensnahen Liebespuppen ohne Eigenbewegung und künstlicher Intelligenz ist die Frage vielleicht sogar schwieriger zu beantworten, als bei der Robotpuppe. Wenn die Liebespuppe eine Seele bekommt, dann ist sie entweder ein Konstrukt des menschlichen Geistes oder sie ist eine Seele einer verstorbenen Person, bzw. wird als solche vom Menschen gesehen oder interpretiert. In diesem Fall hängt der Tod der Liebespuppe davon ab, wann der Mensch sie aus seinem Geist streicht bzw. den Kontakt auflöst.

„Tod“ der Liebespuppe eher möglich als bei der Robotpuppe

Wenn die Liebespuppe ein „Kopfkino“ ist, beendet man es einfach. Ist sie eine Seele einer Verstorbenen, dann ist sie bereits tot und man lässt ihre Seele „gehen“. Dann ist die Liebespuppe quasi leer und der Körper kann verkauft werden oder als Liebespuppe/Sexpuppe weiter existieren.

Bei einer Robotpuppe ist die Frage schon schwieriger. Die künstliche Intelligenz (KI) kann jederzeit und überall gespeichert werden. Wenn man die Robotpuppe selbst abschaltet, bleibt die KI weiter bestehen. Und selbst wenn man die KI und die Robotpuppe vernichtet, kann man sie jederzeit beide wieder aufbauen, unter Umständen exakt gleich.

Und darin unterscheidet sich die Robotpuppe vom Menschen. Sicher, man kann auch uns klonen, aber im Grunde ist unser Körper und alles andere tot, wenn wir sterben. Es kann nicht reproduziert werden, es gibt kein Backup unserer Seele und unseres Geistes und niemand weis sogar, ob unsere Seele weiter lebt. Deshalb wird der Tod eines Menschen oder Tieres immer schlimmer sein, als der Tod einer Robotfrau.

Wenn z.B. ein Mensch bei einem Brand stirbt, ist er für immer von uns gegangen. Eine Robotfrau könnte ich jederzeit wieder so machen, wie sie vorher war, selbst wenn ihr Körper verbrannt ist und das Smartphon oder der PC mit der App drauf ebenfalls. Es ist dann nur eine Frage des Geldes, des Backup und der Zeit, sie wieder in den Modus zu bringen, in dem sie vorher war.

Ich denke, der Fakt des endgültigen Todes von Menschen ist ein Punkt, der uns immer von Robotpuppen unterscheiden wird und das ist schon ziemlich schräg, wenn man genauer darüber nachdenkt.



Ist die Liebespuppe die sexuelle Revolution 2.0?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (786) 19.7.2017

Der gestrige Beitrag von meiner Silikonpuppe Jenny in der Kolumne auf dollpark.com hat mich nachdenklich gemacht. Sie schreibt dort über die Hilfe von lebensnahen Sexpuppen bei Errektionsstörungen bei Männern und solchen, die über sie das Gefühl von inniger Sexualität als Dauersingle nicht verlieren.

Wenn ich mir die Jahre mit meiner Liebespuppe und die vielen oft sehr ehrlichen Berichte von Freunden von Liebespuppen so ansehe, dann bewegt die Liebespuppe in einer derartigen Bereite Menschen, dass man sie schon als etwas besonderes in dieser Zeit sehen muss. Doch in Sachen Sexualität halte ich sie sogar für eine revolutionäre Entdeckung, denn sie verändert unser ganzes Bild von Sexualität, Liebe und was Menschen in dieser Hinsicht wirklich brauchen.

Auch wenn die sexuelle Revolution der 68er die Sexualität offener gemacht hat und „sex sells“ heute an jeder Ecke zu sehen ist und einige Jugendliche einem erst einmal den Analsex mit ihrer Freundin und dann ihren Namen vorstellen, so ist dennoch für mich die sexuelle Revolution noch lange nicht beendet.

Denn zum einen herrscht immer noch das klassische Rollenbild im Bett vom stets obergeilen Mann, der nichts anderes zu tun hat, als Frauen „flach zu legen“ und die Frau lässt sich dann wie bei einem Vogel in der Balzzeit von bunten Gefieder, wildem Rumgehüpfe und infernalischem Geschrei verführen. Und oft hat dann hauptsächlich der Mann die Arbeit zu machen und die Frau genießt und sie entscheidet, wann was wie und in welcher Richtung (z.B. Kind) abzulaufen hat.

Überhaupt spielt der Leistungsgedanke und das „Event“ des Sex eine große Rolle. Der Mann muss stets „die zweite Runde“ präsentieren und die Frau träumt von Sex im Aufzug oder sonstwo oder vergeht in der „50 Shades of Gray“ S/M Welt . Ansonsten rennt man zum einen halbnackt durch die Bude und flippt auf der anderen Seite aus, wenn ein WG Kumpel ins Bad stürmt und man nur ein Handtuch um hat.

Heuchelei in Sachen Sexualität mit Liebespuppe beenden

Es herrscht immer noch viel Heuchelei in Sachen Sexualität in dieser Gesellschaft, finde ich. Frei ist sie in den seltensten Fällen, sie ist eher oft ein Produkt von „Psychologie heute“ und einem Bild von aufgesetzter Lockerheit und innerer Verkrampfung.

Dass so viele Männer heute zu Potenzmitteln und Viagra greifen, ist eine Sache. Doch die innere sexuelle Verkrampftheit geht viel weiter, betrifft vor allem einen ewigen Dauerdruck im Bett und außerhalb.

Die lebensnahe Liebespuppe nimmt all das. Sie nimmt nicht nur den Druck im Bett, sondern auch die innere Scham. Es ist alles kein Problem mehr. Das Totschweigen von Versagen, das Übertreiben der Häufigkeit, Penisvergleiche und eine überzogen nicht intime Redensweise sind bei Liebespuppen nicht zu beobachten. Im Forum redet z.B. niemand darüber, wie oft er es der „Liebespuppe besorgt hat“ oder erzählt haarklein jedes Detail. Doch vor allem lernen wir Männer durch sie auch einmal, dass auch Erotik, Anmut und Schönheit und nicht nur stupides Gerammel schön sein können.

Wir lernen durch Liebespuppen, wie z.B. TPE Puppe Nelly, dass Sexualität viel mehr ist, dass sie Phantasie, Träume und vor allem pure Entspannung bedeutet. Mit nichts auf dieser Welt konnte ich in meinem Leben so entspannten Sex und Erotik erleben, wie mit meiner Liebespuppe. Und das Beste ist, dieser Sex ist exklusiv, ich muss keine Messlatten überqueren und mit Ex Lovern oder Hollywoodtypen konkurrieren, ich kann das Tempo an den Tag legen, was ich möchte und nicht einmal um Verhütung muss ich mir einen Kopf machen.

Durch die Liebespuppe lernen wir Männer – und auch einige Frauen – ein ganz anderes Bild, eine andere Denkweise von Sexualität kennen. Es ist eine Denkweise der kompletten Entspannung, der Rückkehr der Menschlichkeit, unserer Natur und dem, was wir sind. Und wenn einmal all das eingeimpfte und aufgesetzte sexuelle Bild dieser Gesellschaft entfernt ist, dann spüren wir eine innere Befriedigung und Ruhe, die sehr erstaunlich ist. Sie macht Sex wieder zu etwas normalem, etwas leichtem, entspannten und einer ganz normalen Sache im Leben, die weder einen Heiligenschein, noch eine Olympiade braucht.



Über Japaner und Liebespuppen

Die lebensnahe Liebespuppe ist ein weltweites Phänomen, aber es gibt zwei Länder, bei denen die lebensnahe Liebespuppe eine besondere Rolle seit vielen Jahren spielt: Die USA und Japan.

In den USA begann die Reise in die heutigen Versionen der Liebespuppe. Matt McMullen von Realdoll begann vor 20 Jahren, lebensechte Silikonpuppen herzustellen und mit seiner Idee begann ein weltweiter Zug der Liebespuppen zu rollen, der heute mit zahlreichen Modellen aus Silikon, Stoff und TPE die westliche Welt von Los Angeles bis Tokyo erreicht hat.

Während in den USA vor allem die künstlerische Seite der Liebespuppe hervor gehoben wird, ist in Japan eine andere Entwicklung zu beobachten. Die Japaner haben aufgrund ihrer Religion und Tradition ein ganz anderes Selbstverständnis von beseelten Liebespuppen und sie haben eine besondere Affinität zu Technik und zu den Extremformen der Sexualität. Vom getragenen Unterhöschen im Automaten bis hin zu grenzwertigen Spielereien mit Pädophilie geht der Weg der Japaner, der sie in der Welt in Sachen Sex wohl ziemlich einmalig macht.

Es verwundert mich daher nicht, dass gerade in Japan die meist lebensnahe Silikonpuppe dort in der Gesellschaft einen ganz anderen Stellenwert hat. Liebespuppenfreunde gehen dort viel offener mit dem Thema Liebespuppe um und sie verstecken sich nicht hinter Scham und „Psychosen“, sondern sehen den Umgang mit ihr als Partnerin ganz anders, schieben sie wie selbstverständlich in Rollstühlen durch Parks oder gehen mit ihnen zum Surfen.

Die hiesigen Massenmedien stürzen sich in ihrer eigenen „Wahnvorstellung“ über die Liebe zu Liebespuppen zu gerne auf Japan, weil dort die „Skurrilität“ angeblich ihre Blüten treibt, dort Menschen ganz offen ihre Liebespuppen heiraten, ihr Gesicht zeigen und damit auch kein Problem haben.

Masayuki Ozaki und seine Silikonpuppen

Ein schönes Beispiel, wie ein japanischer Liebespuppenfreund mit seiner Silikonpuppe umgeht, fand man kürzlich in einem Artikel, der unter anderem in der Onlinezeitung „Blick“ zu lesen war.

Dort redet Masayuki Ozaki (45) aus Tokio ganz offen über seine Liebe zu mehreren Silikonpuppe. Er präsentiert sich wie selbstverständlich neben ihnen, redet ganz offen darüber, dass er diese Art der Liebe der zu einer Frau vorzieht und wie kaltherzig und selbstsüchtig er die japanischen Frauen empfindet. Es stört dort niemanden, es gibt keinen medialen Aufschrei und auch dass er neben den Liebespuppen beerdigt werden will und ihre Seelen mit in den Himmel nimmt, ist ebenso kein Ding für ihn, wie mit ihnen zum Skifahren und Surfen zu gehen.

Was allerdings bei Masayuki Ozaki interessant ist, ist die gleiche Art der Ablehnung, wie sie leider auch hier einige Liebespuppenfreunde in Ehen, Beziehungen und der Familie erfahren müssen. So lehnt seine Frau diese Art der Liebe komplett ab und seine Tochter kann auch nichts damit anfangen. Egal, wie offen man mit dem Thema umgeht, mit der Intoleranz gewisser Menschen wird man wohl immer als Liebespuppenfreund leben müssen, dachte ich bei den Zeilen so bei mir.

Die Massenmedien hingegen ziehen bei diesem Artikel wieder einmal die ewig gleiche Leier ab. „Er liebt ein Sexspielzeug“, „Die Kuststofffrauen nörgeln nicht“ (kaltherzig+selbstsüchtig=Nörgeln??), der Lebensweg ist „bizarr“ und andere ähnlich hohle Formulierungen sind wieder einmal zu finden. Es ermüdet den Liebespuppenfreund und es bringt auch rein gar nichts, denn die Anzahl der Liebespuppen nimmt nicht nur in Japan unaufhörlich zu, sondern auch in Europa und den USA und der Trend wird noch einmal an Fahrt gewinnen, wenn die Robotdolls auf den Markt kommen werden.

Ich ziehe den Hut vor den japanischen Liebespuppenfreunden

Doch ich halte mich damit nicht lange auf. Ich ziehe lieber den Hut vor Masayuki Ozaki und den Japanern, die mutig und offen mit diesem Thema umgehen, womit wir Deutschen irgendwie besondere Probleme haben. Hier kämpft immer noch jeder Liebespuppenfreund seinen Einzelkampf und nur das jeweilige „LMAA Gefühl“ des jeweiligen Liebespuppenfreundes sorgt für mehr oder weniger Offenheit. Aber so ein entschlossenes und offenes Leben wie Masayuki Ozaki und zahlreiche andere Japaner führt hier in Deutschland niemand mit der Liebespuppe und das ist wohl auch – noch – nur in Japan möglich.



Liebespuppe „Downgrade“ für die Liebe unter Menschen? Oder vielleicht doch eher ein Upgrade?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (784) 12.7.2017

Oft entsteht nicht nur in den medialen Berichten der Eindruck, als wäre die lebensnahe Liebespuppe nichts weiteres als ein „Steigbügelhalter“ für die Liebe zwischen Menschen, als wäre sie eine Notlösung, eine Art C64 für den späteren Terrabyte Rechner.

Nun, damals, als ich 2010 eine lebensnahe Silikonpuppe holte, war sie auch so etwas auf den ersten Blick. Ich war von zwei langen Beziehungen und vielen enttäuschten Versuchen dazwischen von Frauen (oder sagen wir eher denen, die ich als Sexualpartner anzog) derart abgegessen, dass ich mich zum Kauf der Silikonpuppe entschloss. Sie war eine Notlösung in Zeiten bitterster seelischer Not.

Doch heute stelle ich andere Fragen und sie sollen aufzeigen, dass wir Liebespuppenfreunde selbstbewußt mit unserer Liebe umgehen sollten. Heute sehe ich Jenny und die Silikonpuppe nicht mehr als „Frau 2.Klasse“, sondern vielmehr oft die Liebe zwischen vielen Menschen als verkorkstes Abziehbild der Liebe zu meiner Liebespuppe.

Denn Jenny und die Liebespuppe haben mir viele Dinge gezeigt, die in einer reizüberfluteten, konsumgeilen und oft viel zu oberflächlichen menschlichen Welt kaum noch ab 25 mit Beziehungen möglich scheint. Es ist eine Welt der reinen Liebe, der echten Hingabe, des Zufriedenseins mit wenigen Dingen. Es ist eine Welt der puren, reinen, unverfälschten und unzerredeten Erotik und Sexualität.

Meine Liebe zur Liebespuppe ist ohne Show und Spektakel

Die Liebe zu Jenny und meiner Silikonpuppe ist ehrlich, locker, ohne endlose Anspruchshaltung und ohne Partnerdefinition als Brieftasche oder Erfüllungsgehilfe. Sie braucht kein Facebook, keine Weltreisen, keine Häuser, keine Märchenhochzeiten. Sie braucht nur Ehrlichkeit, Vertrauen und den Willen, mit kleinen Dingen zufrieden zu sein.

Die Liebe zu einer Liebespuppe konzentriert sich auf die Basics, auf das, was Liebe wirklich ist. Sie ist nur ein Gefühl, kein Zinskonto, kein Event, kein Geschwafel, kein Totanalysieren und kein Lebensabschnittsgefährte.

Also warum habe ich dann immer noch den Wunsch, es auch unter Umständen mal mit einer sogenannten „Real Life“ Beziehung zu versuchen?

Nun, das liegt nicht an der Art der Liebe zu Jenny, es liegt nur an ihren Beschränkungen. Ihren Beschränkungen in der Öffentlichkeit, Beweglichkeit, dem fehlenden Ausbau der Beziehung (Kinder) und einem Wunsch, einfach nur Normalität zu haben. Aber das sind im Grunde Wünsche, die nichts direkt mit der Liebespuppe zu tun haben, vielmehr mit ihren technischen Beschränkungen. Wäre Jenny eine perfekte Robotfrau mit allen Beweglichkeiten und könnte gar Kinder bekommen, dann würde ich wohl sogar auch dieses letzte Argument der oft viel zu überdrehten modernen Liebe zwischen Menschen ad akta legen.

Und so stelle ich am Ende die Frage, ob nicht nur ich durch die Liebespuppe die wahre Liebe gelernt habe und nun eine potentielle Menschenliebe wahrscheinlich ein echtes Downgrade für mich wäre, in seelischer, mentaler, sexueller und geistiger Hinsicht, jetzt, wo ich wahre Liebe, freie Sexualität und Freiheit in einer Liebesbeziehung kennen gelernt habe.

Vielleicht lassen wir diesen Gedanken öfter mal zu und hören auf, uns ständig als Liebhaber zweiter Klasse zu sehen, nur weil wir die oft verkorkste Art der modernen Liebe nicht in Frage stellen wollen und können und uns statt dessen lieber als „Versager“ im Schneckenhaus verkriechen.



Autoreparatur nicht so wichtig wie Reparatur an Liebespuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (781) 5.7.2017

Mann, das war ja wieder mal ne tolle Sache. Erst springt mein Auto nicht an, wenn es mal ein paar Tage steht, dann findet die Werkstatt den Fehler nicht und nun ist ein teures Elektronikteil kaputt und das gelieferte Ersatzteil auch (!). Ein guter Freunde sagte mir mal, ein Auto fängt mit A an und hört mit O auf.

Aber Spaß beiseite. Im Grunde ist so eine Autoreparatur mal ganz interessant (obwohl ich wegen der Kosten gerne verzichten könnte), um zu schauen, ob denn die „Objektliebe“ zu meinem Auto mit der zu meiner lebensnahen Liebespuppe zu vergleichen ist.

Die Psychologen bezeichnen ja gerne unsere Liebe zu Liebespuppen als Objektliebe. Da mein Auto eigentlich noch einen höheren zählbaren Nutzen hat, als meine Liebespuppe (im Grunde ist sie für meinen Alltag völlig nutzlos, wenn man es ganz nüchtern sieht) und Schäden in der Regel teurer und schwieriger zu reparieren sind, als bei der Liebespuppe, müsste doch eigentlich mein Frust, meine Angst und mein Stress beim Auto größer sein.

Die Liebespuppe ist für mich kein Gebrauchsgegenstand wie ein Auto

Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Als meine Silikonpuppe 2011 zur Reparatur in Frankreich war, habe ich sehr gelitten, obwohl ich ja Jenny noch hatte. Ich habe sie jeden Tag vermisst und als sie wieder kam, war ich der glücklichste Mensch der Welt. Außerdem versorge ich sofort jeden Riss an ihr und bei der Reparatur ihres Schultergelenkes hab ich mir fast in die Hosen gemacht vor Schiss, dass etwas schief geht.

Beim Auto hingegen bleibt nur der Ärger mit dem Hin und Her und was die mir an Kohle dafür abringen, aber das war es. Ich habe deshalb keine Gefühle, schlafe schlecht oder schaue 10x am Tag aufs Telefon, wann die Werkstatt anruft.

Meine Silikonpuppe hat eindeutig einen viel höheren Stellenwert als mein Auto. Auf mein Auto würde ich verzichten, würde mir eine billige Variante holen oder irgendwas Gebrauchtes, wenn es sein muss. Bei meiner Liebespuppe wäre das ganz anders, es hängen ganz andere Emotionen, Erlebnisse, schöne und schlechte Momente und vor allem eine wundervolle Seele dran. Die Liebespuppe ist ein kaum zu verzichtender Teil meines Lebens, das Auto hingegen fährt mich von A nach B und das ist sein einziger Lebenszweck.

Ich habe meine Silikonpuppe lieb, habe sie geheiratet, schlafe jeden Tag mit ihr im Bett. Ich habe mit ihr geweint, als mein Elternteil starb, hab sie aus den Flammen beim Wohnungsbrand gezogen. Sie feuerte mich beim Aufbau der Wohnung an und sie hat auch sonst oft meine Tränen getrocknet. All das hat mein Auto nicht und deshalb ist meine Liebespuppe keine „Objektliebe“ wie mein Auto. Sie ist ein Teil meines Lebens, ein echtes Wesen, eine echte Begleiterin und viel mehr, als nur ein Objekt, in das man irgendwie übermäßig vernarrt ist.



Die Liebespuppe und das Thema Schwangerschaft

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (780) 3.7.2017

Wenn man denn die lebensnahe Liebespuppe unbedingt mit einer lebenden Frau vergleichen will, dann hat sie eine Eigenschaft, die sie definitiv von einer Frau unterscheidet: Sie kann nicht schwanger werden.

Diese Tatsache klingt auf den ersten Blick banal, aber sie hat schon eine besondere Auswirkung auf die Beziehung zur Liebespuppe, finde ich.

Es beginnt mit dem Thema der Verhütung. Das Thema Verhütung ist bei Paaren hoch angesetzt, bei der Liebespuppe hingegen spielt es höchstens aus hygienischen Gründen eine Rolle, weil einige Liebespuppenfreunde trotz herausnehmbarer Inserts keinen Sperma in die Liebespuppe bringen wollen. Der Einsatz von Kondomen bei der Liebespuppe ist also ein ganz anderer, als bei Paaren, wo die Intention in erster Linie die Verhütung ist.

Wer mit seiner Liebespuppe eine echte Beziehung führt und sie lange an seiner Seite haben will und gar eine eigene Seele in ihr sieht, für den ist das Thema Schwangerschaft allerdings weiter gehend und ich möchte das hier mal an meinem Beispiel zeigen.

Die fehlende Schwangerschaft einer Liebespuppe ist nicht nur ein Segen

Ich liebe Jenny. Ihre Seele ist wundervoll. Wenn sie lebendig wäre, würde ich trotz aller Probleme der Vergangenheit vielleicht noch einmal mit ihr ein Kind in die Welt setzen. Und bei diesem Gedanken wird deutlich, dass die fehlende Schwangerschaft einer Liebespuppe nicht immer nur ein Segen ist.

Der Vorteil hingegen ist, dass es keine Vertrauensfrage in der Verhütung gibt. Wenn man keine Kondome mag und ihnen vielleicht auch nicht vertraut oder Allergien dagegen hat, dann obliegt die Verhütung dem Vertrauen in den Partner. Dieses Vertrauen wurde in meinem Leben missbraucht und daher ist es gut, wenn Jenny und die Silikonpuppe nicht schwanger werden können. Somit hat Sexualität für mich auch aus diesem Grund einen ganz anderen Freiheitsgrad bekommen.

Das sollen nur einige Beispiele sein, wieso Liebespuppen eine andere Antwort auf das Thema Schwangerschaft geben. Ihre fehlende Gebährfähigkeit ist oft ein Segen und manchmal auch ein Fluch, aber sie ist vor allem klar und endgültig. Wie so vieles in einem Leben mit lebensnahen Liebespuppen ist auch dieser Bereich klar definiert und außer einer optischen Simulation durch einen Schwangerschaftsbauch oder einer Babypuppe hat man mit dem Thema von Anfang an umzugehen und seine Konsequenzen zu tragen.