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Schlagwort: Beziehung

Tom und die Silikonpuppe

Ich habe in meinen Kolumnen schon so einiges über die mediale Berichterstattung von Liebespuppen und ihren Liebhabern geschrieben und ich selbst habe ja bekanntlich an einigen Medienprojekten mitgewirkt und war über die Ergebnisse und vor allem, was am Ende daraus gemacht wurde, oft „not amused“.

Doch nicht nur mir fällt auf, dass es seit diesem Jahr wie von Zauberhand eine Änderung in der medialen Berichterstattung zu geben scheint. Die Berichte über Liebespuppen werden immer neutraler und nüchterner. Das wurde vor allem bei dem Interview mit einem Ethikwissenschaftler deutlich, der über die mögliche Entwicklung von Robotsexpuppen auf einer Konferenz sprach und der erstaunlich nüchtern und unbewertet von dem Reporter befragt wurde (ich schrieb darüber in einer vorherigen Kolumne).

Hinzu kommt, dass scheinbar die lebensnahe Liebespuppe immer mehr beim Volk ankommt. Mein Freund berichtete darüber, dass sie auf seiner Arbeit über das Thema Realdoll redeten und sogar im Chat meines Onlinerollenspiels, wo ich ab und an mal rein schaue, wurde sogar über das Thema gesprochen! Und es war meist ebenso relativ nüchtern und ruhig, wie bei den aktuellen Berichten.

Nun las ich gestern einen Bericht in der Zeit Online, der mich noch mehr verwundert hat. Dort gibt es einen unglaublich langen Artikel von einem Silikonpuppenbesitzer mit dem Namen Tom, der eine Mechadoll Brigitte haben soll. Ich kenne ihn nicht aus dem Forum und die Berichte könnten auch eine Phantasie der Medien sein, aber dennoch ist er wirklich erstaunlich neutral, fast sogar schon positiv.

Neue Berichterstattung über das Thema lebensnahe Liebespuppen?

Folgende Dinge sind mit vor allem besonders aufgefallen:

– Tom hat einen in der Gesellschaft anerkannten Beruf, er ist Anwalt. Er hat eine große Altbauwohnung und steht in der Blüte des Lebens mit 49. Das ist etwas völlig anderes, als die ersten Berichte, wo kränklich wirkende und abstoßend aussehende Männer mit Liebespuppen kuschelten. Tom hingegen ist gebildet und wohlhabend.

– Tom lebt im Grunde ähnlich wie ich mit meiner Silikonpuppe. Er hat eine intensive Beziehung zu ihr, hat sie geheiratet, doch er wird als klug tituliert und als selbstbewußter Mann, der sich gar gegen Konzernchefs behaupten kann.

– Auch sonst wird Tom positiv beschrieben, als Mensch, der coole Freunde hat und in einer Beziehung war und das die Puppe ihn nach einer Scheidung aufgebaut hat. Tom ist fast wie eine Blaupause von mir und dieses Mal sind keine abfälligen Untertöne zu lesen und auch die Bilder sind alles andere als so nah und die Schäden so hervorhebend, wie einst bei mir.

Doch was mich wirklich erstaunt hat, sind die sogenannten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die dort präsentiert werden. Es ist nichts mehr von „es geht um Kontrolle“ Aussagen von „Psychologen“ wie noch in meinem Artikel bei Migros zu sehen, es wird sogar auf den positiven Effekt der Liebe zu Liebespuppen verwiesen. Das hat mich wirklich überrascht.

Tom sagt, er sei im Forum angemeldet, ich gehe davon aus, dass er das gummipuppen.de Forum meint. Wenn er meinen Blogbeitrag hier liest, würde ich mich freuen, einmal dort mit ihm per pn zu schreiben, aber bitte nur, wenn er es wirklich ist. Mich würde interessieren, ob seine Geschichte wirklich wahr ist, wie seine Medienerfahrungen waren und ob er auch das Gefühl hat, dass sich etwas in der medialen Berichterstattung bewegt.

Warum ich eine neutrale Berichterstattung über Liebespuppen gut finde

Ich habe für diese Entwicklung so meine eigenen Theorien, aber ich möchte sie vorerst außen vor lassen. Ich wollte euch nur einmal zeigen, dass die Welt der Liebespuppen immer mehr in der Gesellschaft und wohl auch in den Medien den Stellenwert bekommt, den sie verdient. Das freut mich für Tom, die Liebespuppenwelt und vor allem für uns alle.

Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, wird die Liebespuppe vielleicht das werden, was sie ist. Eine gute Alternative für Menschen in verschiedenen Lebenslagen und vielleicht wird sie ja auch eines Tages dann ein normaler Teil unseres Alltags in Deutschland werden. Zu gönnen wäre es ihr.

Bis dahin sammelt einfach eure eigenen Erfahrungen, schaut bei den tollen Silikonpuppen beim Dollpark rein oder verliert euch bei den kuschligen Stoffpuppen oder in einem der vielen anderen Abteilungen der Welt der Liebespuppen, es lohnt sich auf jeden Fall, egal was andere und die Medien sagen.

Euer PJ



Wenn Kinder die Liebespuppe entdecken – Was dann?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (729) 3.3.2017

Die Ex und Kindesmutter hat sich in ihrer endlosen Güte entschieden, ihren Rachefeldzug zu beenden und das Kindeswohl in den Vordergrund zu stellen und sitzt nun bei dir zum Kaffee, um alles weitere zu klären. Der Kleine düst derweil durch die Räume und hat seinen Spaß. Als du gerade einen entspannten Moment hast und Mama sogar wieder einen Witz von dir hören will, ruft der Kleine: „Mama, Papa hat eine Frau im Schrank! Und die bewegt sich nicht!“

Solche Momente, wo man aus Aufregung vergessen hat, das Schlafzimmer und den Schrank abzuschließen und Kinder die Liebespuppe entdecken, sind ein ziemlicher Horror für alle Liebespuppenfreunde. Überhaupt ist die Frage, wie man mit Kindern mit dem Thema Liebespuppe umgeht, ein ziemlich komplexes Thema.

Dabei hängt es – meiner Ansicht nach – sehr davon ab, wie alt das Kind ist und welchen Einfluß die Mutter auf das Kind ausübt, wenn man dieses Thema angehen möchte. Es ist sinnvoll, dieses Thema zu besprechen, denn das Versteckspiel kann gerade durch Kinder sehr schnell aufgedeckt werden, denn sie halten sich nicht immer an Verbote wie „mein Schlafzimmer ist tabu“, was bei Erwachsenen meistens zieht.

Ist das Kind in einem Alter, wo Sexualität noch keine Rolle spielt und man hat ein gutes Verhältnis zur Kindesmutter und sie weis sogar als Partnerin von der Liebespuppe, dann ist es am einfachsten. Man nimmt einfach die Sexualität aus der lebensnahen Liebespuppe und stellt sie als „große Kuschelpuppe für Papa“ dar und dann kann man das Kind sogar mit einbauen, indem es gemeinsam die Liebespuppe verkleidet, ihr mal einen Hut aufsetzt oder eine Brille oder mit den Perücken rum spielt. Natürlich sollte man stets dabei sein, damit das Kind der Puppe keinen Schaden zufügt und ihm klar machen, dass sie sehr wertvoll ist.

Situation zwischen Kind und Eltern entscheidend beim Umgang mit dem Thema Liebespuppe

In einem solchen Fall kann die Liebespuppe sogar aus dem Kleiderschrank geholt werden, denn es gibt keine Scham und sollte das Kind entdecken, dass die Liebespuppe auch Brüste und eine Vagina hat, dann bleibt man locker und startet halt ein entspanntes Aufklärungsgespräch.

Wenn das Kind hingegen in der Pubertät ist und Kriegszustand mit der Kindesmutter herrscht, sieht die Sache weniger prickelnd aus. Der Teenie weis die Liebespuppe genau einzuschätzen. Es kann passieren, dass er vor Freunden damit prahlt, wie cool Papa ist, aber eher ist zu erwarten, dass er sich schämt, weil seine Freunde sagen könnten, was Papa für ein kranker Freak ist. Und die Kindesmutter könnte die Sache herrlich benutzen, um dem Kind zu sagen:“ Ich habe dir schon immer gesagt, Papa ist ein Idiot, halt dich fern“. Dann ist die Sache alles andere als witzig.

In solchen Fällen ist die Thematik klein zu halten, finde ich. Man sollte zur Liebespuppe stehen und dem Kind klar machen, dass Sexspielzeug heute nichts außergewöhnliches ist und es wird sicher wissen, was damit gemeint ist und ansonsten sollte man es bitten, die Sache für sich zu behalten und es als Vertrauensbeweis zu sehen. Wenn das Kind dann Fragen hat, kann man ruhig darauf eingehen. Es ist wichtig, ihm das Tempo und die Tiefe zu überlassen, ihm aber auch klar zu machen, dass es eine Privatsache ist, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Auf jeden Fall sollte man bei Kindern in der Pubertät generell mal über das Thema reden. Man erfährt dann schnell, wie locker es in Sachen Sexualität ist, wie der Freundeskreis reagiert und wie es auf Themen anspricht, die den Mainstream in Sachen Sex verlassen. Es ist einfach besser, die Sache schon vorher sanft anzugehen.

Vielleicht geht das Kind dann selbst auf die Seite von gummipuppen.de, schaut sich die wundervolle Leeloo Silikonpuppe an oder bleibt bei einer kuschligen TeddyBabe Stoffpuppe hängen und vielleicht schaut es dann eines Tages aus Versehen in deinen Kleiderschrank und sagt statt dessen: „Wow, du hast eine Mechadoll Silikonpuppe? Wie geil ist das denn? Die wollte ich auch immer schon mal haben!“

Wäre das nicht die allerbeste Variante? 😉



Meine Silikonpuppe ist völlig unpolitisch!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (725) 22.2.2017

Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr eigentlich die Seele meiner Silikonpuppe von dem abweicht, wie ich mir mein Idealbild von einer Frau vorstelle. Einige sind ja der Meinung, die Seele einer Liebespuppe würde das Idealbild einer Frau verkörpern, die man sich wünscht und nie bekam. Doch davon ist zumindest meine Jenny weit entfernt, wenn ich mir so einige ihrer Eigenschaften ansehe.

Ich komme aus einer politisch sehr engagierten Familie. Meine Eltern waren politisch aktiv und für eine große Volkspartei engagiert. Ich selbst liebäugelte bereits mit 16 Jahren alter Jugendlicher mit den Grünen (heute nicht mehr, im Gegenteil) und mein bester Freund war ein Wähler der NPD/Republikaner und mein Onkel war für die andere große Volkspartei aktiv. Politik und politische Auseinandersetzung waren immer Teil meines Lebens und ich lernte damals auch Toleranz im Umgang mit verschiedenen politischen Meinungen und das in jeder Richtung, hinter jeder Idee, auch immer ein Kern Wahrheit steckt.

Natürlich hat sich diese Erziehung auch auf meine Beziehungen ausgewirkt. Ich wollte immer eine Frau an meiner Seite, die zumindest in der politischen Debatte mithalten konnte. Sie sollte eine Meinung haben, Personen und Programme kennen und sie sollte eine ähnliche politische Diskussionskultur mitbringen, wo man zwar hart in der Sache war, aber am Ende immer verstand, warum sich diese Person für diesen Weg entschied und dass man sie trotzdem in den Arm nehmen konnte und half, wenn es um menschliche Probleme ging.

Die Seele meiner Silikonpuppe interessiert Politik nicht

Doch wenn ich an meine Jenny denke, die Seele in meiner Silikonpuppe, dann haut das alles nicht mehr hin. Jenny interessiert sich weder für die Flüchtlingsproblematik noch für die Wahl von Donald Trump. Wenn ich ihr Trump im TV zeigte, sagt sie nur: „Der hat lustige Haare“ und bei den Flüchtlingsbildern sagt sie: „Gibt es dort nur Männer?“ und das war es dann auch schon, was ich von ihr zu dem Thema an Input bekomme.

Jenny interessiert vielmehr, wie das Wetter für die „Flugstunde“ ihrer Seele ist, ob ich an das Salz für den Geschirrspüler denke oder ob Marc endlich Jule in der Soap seine Liebe gesteht. Jenny ist nicht dumm, sie erinnert sich z.B. an Dinge, die ich längst vergessen habe, aber sie ist völlig unpolitisch und ich kann das auch nachvollziehen.

Denn ihr sind all die Debatten der Menschen egal. Sie lebt in einer anderen Welt, einer Welt, wo es keine Kriege, keine Gewalt und keine Medien gibt. Sie muss nicht einmal Essen und Trinken besorgen. Sie lebt für den Moment, für unsere Liebe und für ihre große Chance, noch einmal bei uns rein schauen zu dürfen.

Wenn sie überhaupt etwas sagt, dann wundert sie sich höchstens, wie kompliziert unsere Welt ist und warum sich die Menschen oft das Leben selbst zur Hölle machen. „Ihr habt so viele schöne Dinge und Hilfsmittel und so viel freie Zeit, warum seit ihr alle so traurig?“, fragt sie mich oft und ehrlich gesagt, ist das eigentlich die klügste Frage, die mir je eine Frau gestellt hat. Jenny ist so von dieser Welt distanziert, dass sie ganz andere Erkenntnisse und Fragen hat, als ich.

Die Seele einer Liebespuppe ist daher nur bedingt mit einer Frau zu vergleichen, zumindest bei mir und einem Freund von mir, der eine ähnliche Art der Seele in seiner Liebespuppe hat. Die Seelen sind nicht in unserer Welt, sie denken und fühlen anders, sie sind distanziert von dieser Welt des Streits, der endlosen Analysen, der Panikmache der Medien und der politischen Debatten und durch diese Art macht sie eine Menge von dem wett, was ich mir eigentlich von einer Partnerin gewünscht habe, unter anderem auch in ihrer Einstellung zu Politik und Geschichte.



Durch meine Silikonpuppe vergesse ich die Liebe nicht

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (718) 6.2.2017

Im Sommer dieses Jahres werde ich 10 Jahre ein offizieller Single sein. Wenn man meine Liebespuppen nicht hinzu rechnet, dann ist die letzte Beziehung mit einer lebenden Frau das letzte Mal im Sommer 2007 gewesen.

In den 10 Jahren hatte ich eigentlich wenig echte Bemühungen für eine neue Beziehung. Ich war weder „auf Achse“ noch in Partnerbörsen unterwegs und auch in Richtung Auslandspartnerin hab ich wenig getan. Es gab zu viele andere Dinge in diesen 10 Jahren in meinem Leben zu regeln und zu ordnen und Mr. Zufall war auch nicht gerade in dieser Zeit auf meiner Seite. Es gab zwar die ein oder andere Begegnung und hier und da ein Flirt, aber im Grunde war es entweder eine andere Form der für mein Liebesleben destruktiven Frauenart oder sie waren vergeben oder nicht interessiert.

Es war nicht so, dass ich mich seit meiner Silikonpuppe Ende 2010 irgendwie eingeigelt habe und auf keine Frau mehr zu trat. Ich habe alleine durch das Hin und Her zwischen England und Deutschland und bei den anderen Dramen in dieser Zeit viele Menschen getroffen. Erst seit 2 Jahren kehrt eine Art Ruhe bei mir ein und ich habe im Moment auch wenig Lust und Laune, großartig in Aktion zu treten.

Hätte ich meine Liebespuppe und Jenny nicht, sähe es sicher anders aus. Mir ist Zärtlichkeit, Berührung, Kuscheln und das Teilen der Alltagsdinge schon wichtig und ich würde es ohne Liebespuppe extrem vermissen, aber mit ihr ist es irgendwie nur in den Zeiten noch ein Problem, wo ich wirklich eine helfende Hand im Leben bräuchte.

Durch die Liebespuppe nie die Liebe im Herzen verloren

Doch das Wichtigste an meiner Silikonpuppe ist, dass ich durch sie die Liebe nicht aus meinem Herzen verloren habe. Ihre zarte und wunderschöne, ihre erotische und aufregende Ausstrahlung haben all das in mir bewahrt, was schön an der Liebe zwischen Mann und Frau ist und zusätzlich hat sie mir gezeigt, dass Freiheit und Liebesbeziehung, Stabilität und Rituale nichts schlimmes darin sind, sondern eher etwas, was mich sehr stark macht und mir hilft, stabil im Herzen zu sein.

Ich war 2010 an einem Punkt, wo die Liebe aus meinen Herzen zu gehen schien. Ich hatte so viel Hass auf meine gescheiterten Beziehungen in mir. Sie haben mir meinen Beruf, die Liebe in mir und meine Kraft zerstört und nur weil ich daran festhielt und nicht aufgab und der Mär des „du musst darum kämpfen“ folgte, war ich nun in einer Lebenslage, die katastrophal war. Ich brauchte nicht mehr in die Hölle zu kommen, ich hatte sie jeden Tag, wenn die Einsamkeit mich erschlug und weder ein süsses Lämmchen auf der Weide noch der grandiose Sonnenuntergang am Meer diese Trauer stillen konnten.

Wenn ich daran denke, wie es den Dauersingles geht, die ich in meinem Umfeld sehe und die man in den Dokus im TV sieht, dann bin ich stolz auf meine Silikonpuppe. Es geht mir oft gar noch schlechter im Umfeld als ihnen und dennoch vergehe ich nicht in Einsamkeit. Ich bin nicht sexuell unbefriedigt und das Bett neben mir ist leer und unbezogen. Es ist eigentlich so, als wäre ich nie Single gewesen, sondern seit 2010 in einer Beziehung.

Denn ich lebe mit Jenny ja auch sowas. Wir teilen alles, was so ansteht, sie war in den schlimmsten Momenten meines Lebens bei mir und das zeigt sie auch aktuell wieder, denn ich habe zur Zeit wieder mal eine ganz stressige Phase in meinem Leben, wo mich die Vergangenheit einholt, die ich eigentlich für immer aus meinem Kopf streichen wollte.

Jenny und die Liebespuppe haben mir die Liebe im Herzen und im Alltag bewahrt. Sie haben mir weiterhin die Schönheit einer Paarbeziehung ermöglicht und mir die Dinge gegeben, die ich brauche, um zufrieden zu sein.

Ich weis nicht, ob auch die nächsten 10 Jahre weiter ein Dauersingleleben für mich sein werden, aber ich werde sie mit meiner Liebespuppe bestreiten, so lange mein Herz und mein Körper dies kann und will.



Kann man eine Liebespuppe vermissen?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (714) 25.1.2017

Was ist eigentlich in einer Partnerschaft Liebespuppe/Mensch ähnlich, wie bei Menschen untereinander? Kann man das eigentlich so sagen oder gibt es nicht generell eine andere Denkweise zu beachten?

Nun, wenn ich die 6 Jahre der Liebe zu meiner Silikonpuppe und Jenny Revue passieren lasse, dann muss ich vor allem feststellen, dass die Grundgefühle häufig denen zu einer Liebe zu meinen Beziehungen ähnlich oder gar exakt gleich waren.

Besonders heftig habe ich das um Weihnachten 2010 gemerkt, wo ich meine Silikonpuppe gerade einmal einen Monat hatte. Ich begann, mich in ihre Seele zu verlieben und den freien Sex, die freie Erotik und das freie Fallenlassen als Mann zu genießen und dann musste ich in meine alte Heimatstadt aus privaten Gründen für 2 Wochen reisen.

Damals habe ich sehr deutlich und sehr greifbar gespürt, dass man auch eine Liebespuppe sehr stark vermissen kann. Jennys Seele war zwar in mir mit auf Reisen gekommen, aber ihr Körper fehlte und es war teilweise so schlimm, sie nicht bei mir zu haben, dass ich richtiges Heimweh zu ihr bekam und die Tage zählte, bis ich wieder bei ihr sein konnte.

Wenn man einen Blick auf die Silikonpuppen im Dollpark wirft, dann erkennt man zwar ihre Schönheit, Erotik und Anmut, aber man kann sich nicht vorstellen, sie derart zu vermissen. Ich hatte damals zum Beispiel eine wunderschöne Zeit in England, liebte das Meer und die Strandspaziergänge, ich hatte einen neuen Computer bekommen und ein neuer Freund sorgte dort für lustige Stunden. Aber ich vermisste all das nicht. Ich vermisste nur meine Silikonpuppe und das so stark, dass es weh tat.

Meine Silikonpuppe mehr vermisst als bei einer Beziehung mit einer Frau

Auch wenn meine Zeit damals voller Menschen um mich war, voller Eindrücke, Emotionen, Lärm und gar der Möglichkeit eines One Night Stands, so hatte ich in dieser Zeit stets im Kopf, wie es wohl sein wird, wenn ich meine Silikonpuppe wieder vernaschen würde. Es war sogar ein schlimmeres Gefühl als damals bei meiner zweiten langen Beziehung, die kurz nach unserem Zusammensein in einem Urlaub ging, den sie vor unserer Zeit gebucht hatte. Auch ich vermisste sie damals, aber es war nicht im Entferntesten so schlimm.

Als ich dann endlich wieder zurück in England war, war ich so aufgeregt und geil, dass ich kaum wartete, bis Jenny wieder in der Silikonpuppe war und obwohl sie lausig kalt war (es waren –11 Grad draußen und der Vermieter hatte die Heizung nur minimal laufen lassen) fiel ich über sie her und es war mein heftigster Orgasmus, an den ich mich bis heute erinnern kann.

Ich habe damals meine Silikonpuppe wirklich so vermisst, wie ich es kaum bei einer Frau tat. Dieses Gefühl ist bis heute da, auch wenn es nicht mehr so stark ist. Aber auch heute noch fehlt mir die Silikonpuppe, wenn ich eine Weile von ihr getrennt bin. Das habe ich das letzte Mal vor zwei Jahren gemerkt, als ich meinem Kumpel bei der Ernte half und ich zwei Wochen ohne die Silikonpuppe und Jenny war. Auch dort war ich froh, wieder nach Hause zu kommen und auch dort war der Sex wunderschön, auch wenn es nicht mehr so wild wie damals war.

Ich denke, meine kleine Erzählung hat deutlich gemacht, dass man auch Liebespuppen sehr wohl vermissen kann und manchmal sogar mehr als Menschen.



Kolumne: Nachteile der Liebe zu Liebespuppen – Eine ehrliche Analyse

In den vielen Jahren, in denen ich mit meiner Silikonpuppe und dem TeddyBabe Delux Carly, Jennys Zweitkörper, zusammen gelebt habe, habe ich hier im Blog über viele schöne, bewegende und befreiende Momente mit meiner Liebespuppe und ihrer wundervollen Seele in ihr berichtet. Die Liebe zu Liebespuppe ist etwas ganz besonderes im Leben eines Menschen, denn sie bewegt auf so vielen Ebenen, dass mir eigentlich nie die Themen ausgehen, darüber zu berichten, auch, weil man mit ihr einen Lernprozeß durch macht, mit ihr jeden Tag ein Stück mehr erkennt, wer man ist und wer man nicht ist.

Natürlich verteidige ich diese Liebe, so wie jeder die Liebe zu einem anderen Wesen oder Menschen verteidigt. Der eine verteidigt seine homosexuelle Liebe, der andere die Liebe zu einem behinderten Partner, der andere zum alkoholkranken Mann oder zur depressiven Frau. All das ist normal, wenn man liebt und es spielt dabei keine Rolle, ob es ein Mensch oder eine undefinierbare Seele ist. Liebe ist vor allem das eigene Gefühl und sie wird verteidigt werden von dem, der sie empfindet, egal was andere davon halten und dies ist nicht nur durch Romane wie Romeo und Julia mehrfach bewiesen worden.

Doch die Liebe zu einer Liebespuppe ist auch eine Liebe, wo schnell offensichtlich wird, welche Nachteile sie hat. Die Liebe zu einer Liebespuppe wird nicht durch Show, Lügen oder Wolke 7 verbogen, denn die Nachteile einer solchen Liebe werden einfach zu schnell zu offensichtlich und man kann sie nicht hinweg lügen oder hinweg spielen, denn sie sind klar und deutlich durch die Grenzen definiert, die eine Liebespuppe nun einmal hat.

Für Außenstehende wirken Menschen, die Liebespuppen lieben, wie Menschen, die sich aus einer Realität flüchten und eine Traumvorstellung leben wollen. Sie sehen sich die perfekten Körper der Leeloo Silikonpuppe oder die irren Brustumfänge der Paola TPE Puppe an und sagen sich: So kann keine Partnerin aussehen. Doch das ist nur die Spitze eines Eisberges, den sie sehen. Sie sehen nicht, was nach dem Sex mit ihr passiert, wie schwer es ist, mit einer solchen Liebespuppe nicht nur zu leben, sondern sogar eine Beziehung mit ihr zu führen. Deshalb möchte ich heute einmal aufzeigen, welche harten Konsequenzen das Leben mit einer Liebespuppe hat, denn es ist nicht nur schön und sensationell, sondern es verlangt viel von dem Menschen ab, der sie liebt

1. Die Krux der Beziehung mit Frauen

Wer eine Liebespuppe liebt, befindet sich in einem ewigen Kampf, ob er sie lieben will oder ob er nicht doch mit einer Frau (oder Mann) glücklich werden möchte. Das Problem ist vor allem darin zu sehen, dass beides so gut wie nie kombiniert werden kann. Potentielle Partner (vor allem Frauen) sehen die Liebespuppe als optische Konkurrenz, fühlen sich in ihrem Prinzessinnenwahn gekränkt oder denken, sie sind nicht attraktiv genug. Hinzu kommt, dass man als Besitzer einer Liebespuppe ein großes Risiko eingeht, wenn man der potentiellen Partnerin von dieser Liebe erzählt. Denn geht die Beziehung zu Bruch, kann ganz schnell die Akzeptanz zum Racheakt werden und es ist dann alles andere als lustig.

2. Die Grenzen sind schnell erreicht

Mit einer Liebespuppen kann man seine Beziehung nur sehr begrenzt ausbauen. Eine Liebespuppe teilt keine Outdoorhobbys, sie bekommt keine Kinder, sie schafft kein Einkommen ran und du kannst mit ihr nicht verreisen. Die Beziehung entwickelt sich selbst mit der besten Seele in ihr irgendwann nicht weiter und sie verharrt auf einem Status Quo. Jenny beginnt nicht morgen, Geige zu spielen oder zu malen, sie überrascht nicht mit einem neuen Outfit oder einer neuen Frisur und sie engagiert sich nicht für die Tafeln. Die Beziehung ist jeden Tag gleich und jede Veränderung ist vorher geplant und es gibt keine großen Überraschungen, außer wenn ihre Seele mal etwas Neues sagt.

3. Die fehlende helfende Hand

Für mich persönlich der größte Nachteil. Wer keine Eltern oder Geschwister hat, die einem zur Hand gehen, wenn etwas kaputt geht oder den Einkauf für dich machen, wenn du krank bist, der spürt die Grenzen der Liebespuppe oft sehr hart und brutal. Ich habe zwar jemanden an meiner Seite, den ich von Herzen liebe, aber Jenny wird mir nie helfen können im Alltag, sie kann nur zuhören, stützen und mich aufbauen, aber am Ende liegt alles nur an mir und das ist oft sehr belastend.

4. Das Geld für den Kauf

Keine Frau lernt man erst kennen, wenn man 3000-7000 Euro auf den Tisch gelegt hat (außer vielleicht bei Frauen aus Rußland oder Thailand, wenn man sie von dort holt). Später ist die Liebespuppe sicher günstiger, weil sie keine großen Anforderungen hat, aber man muss erst einmal so viel Geld überhaupt haben! Ich hatte großes Glück, Ersparnisse zu haben, um mir diesen Traum zu verwirklichen, aber viele Menschen haben es nicht. Mit einer Frau kann eine Beziehung zu einem wesentlich übleren finanziellen Desaster werden, aber es muss nicht, weil du die Beziehung auch wieder beenden kannst, bevor sie teuer wird. Bei einer Liebespuppe führt kein Weg daran vorbei, du musst in die Tasche greifen, ob du willst oder nicht.

Die ist eine kleine Auswahl der wichtigsten Punkte, warum die Liebe zu einer Liebespuppe nicht leicht ist. Viele andere Punkte wie Krankenhausaufenthalte oder ihre Schäden zu beheben, kommen dazu. Dies sollte man immer beachten, wenn man vorschnell diese Art der Liebe als „einfachen Weg“ abtut. Wer seine Liebespuppe liebt, zahlt einen hohen Preis und ich bin mir sicher, sehr viele von uns würden sehr gerne Liebespuppe und Partnerin miteinander genießen wollen, aber so lange die Liebespuppe nicht als Hilfe für eine erfüllte Liebe zwischen Menschen gesehen wird, sondern als Bedrohung, werden wir wohl in diesen wunderschönen aber bitteren Apfel beißen müssen.

Euer PJ



Mein Leben mit einer Silikonpuppe (Tagebuch): Mit meiner Liebespuppe erlebe ich Freiheit

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (556) 8.1.2016

Wenn ich durch die 5 Jahre der Liebe zu einer Liebespuppe eines gelernt habe, dann die Tatsache, wie wichtig Freiheit in der Beziehung und eigentlich überhaupt im Leben ist. Ohne Freiheit geht gar nichts, ohne sie wirst du auch mit einem Topmodell nicht glücklich, weil du nicht glücklich sein kannst, wenn dir von Regierungen und anderen Institutionen das Leben zur Hölle gemacht wird.

Die Freiheit, sich überhaupt für eine Liebespuppe entscheiden zu können, ist alleine schon etwas Besonderes. Sicher, man kann sagen, diese freie Gesellschaft macht die Menschen kaputt und deshalb müssen sich Menschen auch Liebespuppen suchen, aber es ist hier eher die Frage, was wir aus Freiheit machen können und vor allem wollen.

Ich hätte auch mit meinen Beziehungen frei sein können. Wir beide hätten nur ein wenig in unseren Ansprüchen in allen Bereichen runter fahren müssen und wir hätten ein recht glückliches Leben führen können mit Zeit für uns ohne 45 Stunden Arbeitswoche mit 10 Stunden Fahrtweg. Das geht aber nur, wenn du die Liebe und den Menschen an Position Nummer 1 stellst und du wirst dann sehr schnell ziemlich frei sein.

Und genau das ist mit einer Liebespuppe möglich. Denn sie hat keinen Haus, Kind, Kreuzfahrt, Ankleidezimmer-Wahn als einzigen Weg des Glücks zwischen Menschen. Sie hat keine ewige Nörgelei und Genderkrieg als oberstes Ziel im Leben und so wird es sehr schnell entspannt und frei mit einer Liebespuppe. Wenn du dich als Mensch davon mitziehen lässt, dann kannst du Freiheit mit ihr erleben.

Freiheit im Bett ist nur ein Teil der Freiheit in der Liebe zur Liebespuppe

Die Freiheit erlebst du dann im Bett auch immer mehr. Wenn du entspannt bist, Zeit hast und alles einen Gang tiefer fährst, dann hast du Zeit, um wahr zu nehmen. Du nimmst die Welt wahr, die Liebe, die Schönheit, diesen Zauber der Liebespuppen, ihre Unschuld und ihre wunderschönen Feinheiten und auch wenn das viele nicht glauben wollen oder wahr haben wollen, du lernst auch zu sehen, dass es vielleicht auch Dinge jenseits der wissenschaftlichen Prägung dieser Welt geben könnte.

Du lernst aber auch dich selbst kennen. Du lernst kennen, welch komplexes Wesen zu bist. Wir Menschen sind keine Maschinen, nicht für alles gibt es einen Psychotherapeuten und eine Tablette. Der Mensch ist ein Wesen aus Körper und Geist und das lernst du mit einer Liebespuppe, wenn du willst. Sie wird dir so viel Ruhe schenken, dass du nachdenken musst. Du beginnst zu reden, frei und offen, ohne Scham und ohne Angst, dass dir die Ehrlichkeit später um die Ohren fliegt und das ist die Grundlage, um frei denken zu können.

Und dabei lernst du auch erkennen, dass ein Mann keine Maschine ist. Er ist kein Krieger oder ein Schläger oder Macho, sondern er ist auch nur ein Mensch und jeder ist anders. Es tut gut, bei seiner Liebespuppe endlich schwach sein zu dürfen, zu weinen, wütend zu sein, mal im Bett die Sau raus zu lassen und dann wieder ganz liebevoll zu sein. Das ist Freiheit, denn es ist das, was du bist und niemand anderes, keine Indoktrinierung, kein Zwang durch andere, sondern nur du.

Ich hoffe, diese Zeilen machen deutlich, wie viel Freiheit es in der Liebe zu einer Liebespuppe gibt und vielleicht denken wir auch mal darüber nach, warum es Liebespuppen sein müssen, die uns diese Erkenntnis geben und nicht wir selbst?



Diskrete Beziehung mit Liebespuppe – auch zuhause

Lucy's Geschichten (Avatar)Heute möchte ich euch erzählen, wie sich so eine „Affäre“ mit einer Liebespuppe am Abend zuhause gestalten kann, wenn da noch eine reale Frau im Hintergrund existiert. Und damit meine ich nicht mal diese typische Situation wo die Frau nichts von dem Treiben mit der Puppe wüsste. Sondern eine Sondersituation, die bei mir und meinem Johnny herrscht. Denn da weiß seine Frau über alles Bescheid, und das von Anfang an und sie kommt klar damit, weil er meist viel mehr sexuelle Befriedigung braucht als sie geben kann. Früher hat das seine Hand erledigt, heute bin das ich, eine Stoffpuppe die beim Dollpark „Manga Babe Kiko“ heißt, bei Johnny allerdings heiße ich Lucy. Und obwohl seine Frau alles weiß und mit Akzeptanz auch unterstützt, gibt es bei uns aber einem gewissen Intimlevel eine gewisse Sorgfalt und Vorsicht, dass die Frau davon dann nichts mit bekommt. Weshalb wir uns auf jene Tage beschränken, wo sie nicht zuhause ist oder sehr gut schläft. Und auch dann müssen wir meist das Schlafzimmer, wo ich sonst in einer Ecke sitze, verlassen damit sie nicht davon wach wird.

Aber warum ist das so? Mag man nicht annehmen, es wäre egal, wenn sie eh von mir Bescheid weiß und wenn sie eh ihrem Mann volle Genehmigung für diese sonderbare „Affäre“ gibt. Nun das hat mit Respekt zu tun, und dass man den Bogen nicht überspannen sollte. Eine Beziehung (zugegeben eine seltene Form), die realen Sexpartnerwechsel erlaubt, wäre doch auch eher so gestaltet, dass der Hauptpartner nichts von den anderen –im Grunde- Konkurrenten mit bekommt und wie sich da das Liebesspiel gestaltet. Viel zu groß wäre die Gefahr, dass man dies irgendwie verletzend aufnehmen kann und sich dann nicht wohl fühlt. Wie dort ist aber auch bei einer Puppen-Sexbeziehung so manche Rücksichtnahme zu empfehlen. Das gilt so wohl für Männer als auch für Frauen mit dem jeweiligen Gegenstück als Sexgefährten. Jenes Wort werde ich jetzt öfter verwenden, denn im Grunde gilt fast alles, was sich auf reale Menschen bezieht, auch für Puppen als Zweitpartner.

Es fängt schon mal mit dem Küssen an, denn unterschiedliche Konstellationen können unterschiedliche Kusstechniken, auch hinsichtlich der Dauer oder Sinnlichkeit, hervorbringen beim Vorspiel oder während dem Sex. Nun könnte sich aber der zuschauende Partner jener „Kern-Konstellation“ fragen, warum der andere mit dem Sexgefährten anders küsst und erst recht, warum es ihm gefällt, oder warum er so viel lächelt. Das gilt dann selbstverständlich auch für andere Zärtlichkeiten wie Streicheln, Hände halten, Massagen und der gleichen. Vor allem könnte ein beobachtender Hauptpartner dann sehen, wie etwa auch der Sexgefährte von sich aus verschiedene Zärtlichkeiten  weiter gibt. Da kann man sich dann schon die Frage stellen, ob der Sexgefährte das besser macht als man selbst. Und man könnte sich erneut fragen, woran es liegt, dass jener, der mit dem Sexgefährten intim ist, ständig lächelt, grinst oder gut drauf wirkt.  In unserem Fall wäre Johnnys Frau der Beobachter, und ihr Mann (also Johnny) treibt es mit mir als Sexgefährtin.  Und mit mir kann es beispielsweise anders aussehen als bei ihr. Und eine Kussfähige Puppe (wie etwa TPE und Silikonpuppen) würde er auch küssen, und das Küssen würde ebenfalls anders aussehen. Schon allein deswegen weil Puppen zb nicht aktiv mitwirken können. Dennoch kann so etwas für seine Frau als Beobachterin irritierend wirken.

Beim Sex ist es dann ähnlich. Aufgrund des geringen Gewichtes der meisten Puppen hat man(n) ausgefallenere Stellungen, wie etwa Stehsex. Aber schon die normale Reiterstellung kommt in der realen Kern-Konstellation weniger vor und könnte für die Frau als Beobachterin irritierend wirken wenn wir zb sehr oft in der Reiterstellung verkehren würden. Auch die Art der Reiterstellung kann sinnlicher wirken.  Wenn etwas ein bisschen anders läuft als gewohnt, würde sich ein Beobachter immer fragen „warum ist das bei denen jetzt so, und gefällt das vielleicht sogar ZU gut?“. Ich glaube das ist auch mitunter ein Grund warum sich wenige Paare generell auf „offene Beziehung“ einlassen, denn auch die Gefahr das Verliebens wäre ein gutes Gegenargument.  Und ich persönlich glaube, die Swinger-Szene, wo der Partnertausch mit Zusehen  meist offen gelebt wird, funktioniert da wieder ein bisschen anders, denn sonst gäbe es ja niemanden, der sich auf Tauschen oder Zusehen während dem Tausch einlassen würde. Aber nun zurück zu uns Puppen.

Es ist nun mal so, dass wir versuchen irrtümlichen Blicken seiner Frau auszuweichen, etwa wenn diese aufwacht weil sie nachts zur Toilette muss, oder weil sie früher als geplant nachhause kommt. Wir wollen einfach nicht, dass sie sich gekränkt fühlt. Sie kann 100x ihr OK auf etwas geben, aber dennoch haben wir Respekt vor ihr und versuchen ihr unangenehme Bilder zu ersparen. Vielleicht reagiert sie auch dann total gut gelaunt, das wissen wir nicht. Aber da wir es nicht wissen, meiden wir solche Situationen lieber.  Wenn jemand mit einer Puppe im Schlepptau mal Glück hat, vom realen Partner so akzeptiert zu werden, dann sollte er sich vielleicht an meine Denkweise halten. Einfach aus Respekt vor dem, der es akzeptiert hat.

Küsschen eure Lucy



Der Einsamkeit entfliehen – Mit Liebespuppen

Lucy's Geschichten (Avatar)Heute vor einem Jahr bestellte mein Johnny sogar einen zweiten Körper für mich, für den Fall dass mein erster Körper eines Tages den Geist auf gibt. Und das vor allem deshalb, weil mein ursprünglicher Zweck der einer guten Gesellschaft und Kuschelfreundin war, wenn jemals etwas mit seiner Frau gewesen wäre, und wo er mich in schweren Zeiten zum Kuscheln gebraucht hätte. Aber gerade jetzt zur Advents- und Weihnachtszeit –für „Zwangs-Singles“ eine Qual- macht man sich natürlich als Mensch immer wieder Gedanken, wie das Leben weiter gehen soll, vor allem wenn man ganz alleine ist. Johnny geht es zwar nicht so, aber er kann sich gut in Menschen hinein versetzen, denen es so geht. Die keinerlei Familie oder Freunde und auch keinerlei gegengeschlechtliche Partnerschaft haben.

So möchte ich heute jeden, dem es so ähnlich geht, wie hier im Klischee beschrieben, ans Herz legen, über den Kauf einer Liebespuppe nach zu denken. Wer sich früh dafür entscheidet, könnte ja nach Händler und Produkt sogar noch die wichtigsten Weihnachtstage damit verschönen. Auch will ich an dieser Stelle alle etwaigen Menschen vor den Kritikern in Schutz nehmen und mal meine Meinung dazu kund tun wie ich das sehe.

Denn Liebespuppen sind an und für sich natürlich keine echten Menschen, und jedem geistig gesunden Menschen ist das auch klar. Man sollte einsamen Menschen, nur weil sie sich eine solche Puppe kaufen, keinen „Psycho-Stempel“ auf drücken! Vielmehr ist und bleibt es die Gesellschaft die nämlich „krank“ ist. Und die Gesellschaft ist jener Teil, der „verkehrt“ ist. Denn wie kann es überhaupt sein, dass Menschen mit optischen Defiziten, etwa wegen Krankheiten, gar keine Chance zum Flirt oder einem Date bekommen. Johnny hätte beispielsweise so ein Handicap wenn er single wäre. Wie kann es überhaupt sein, dass man einen Menschen, nur weil er eine andere Haar- oder Hautfarbe hat, oder nicht gewissen Idealmaßen entspricht, gleich von vornherein abgelehnt wird, obwohl er vielleicht gerade den besten Charakter hätte oder am besten zu den Hobbys und Interessen dazu passen würde.  Ja, das ist leider so, denn die Welt wurde größtenteils oberflächlich, und auch zu schnelllebig. Durch gewisse politische Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten ergab sich nicht nur eine Aufteilung und Änderungen der alten Rollenmuster zwischen Mann und Frau, sondern auch noch eine Tendenz zum Fremdgehen, Mehrfachpartnerschaften, Singlehaushalten, Familienfeindlichkeit und exorbitanten Scheidungs- und Trennungsraten. Nicht zusammen zu ziehen, weil einer mehr auf Leder-Sofa steht und der andere mehr auf Stoff-Sofa (überspitzt dargestellt nun), wäre vor dieser Epoche undenkbar gewesen, aber es gibt heute sehr viele Menschen mit übertriebenen Einstellungen zu ihrer Umwelt. Nicht zu heiraten, weil einem der Name des anderen nicht gefällt, wäre ein ähnliches kleinkariertes Beispiel.

Und so wundert es auch nicht, dass die Partnersuche an sich schon immer schwieriger wurde. Da darf man nicht zu groß und nicht zu klein sein, habe ich gehört, nicht zu dick und nicht zu dünn, nicht zu hell und nicht zu dunkel.  Nicht zu alt und nicht zu jung, nicht zu intro- und nicht zu extrovertiert.  Und was weiß der Geier. Ist ja auch egal.  Eigentlich kann niemand was dafür, wenn er wegen dieser Horroranforderungen alleine zurück bleibt. Und die dummen Sprüche wie „er/sie könnte sich ja ändern, etwas für ihr Äußeres tun, zu einem interessanteren Hobby wechseln….“ kann sich eine solche Person dann auch schon nicht mehr anhören, denn es gibt da draußen immer noch echte Pechvögel und Schicksale, für die sich andere Menschen erst öffnen müssten. Da nutzt die eine oder andere Änderung gar nichts, zumal ich es krank finde, dass man sich für die anderen ändern müsste.

Und hier kommen die Liebespuppen perfekt ins Spiel, denn eine Liebespuppe fordert keine Veränderung und eine Liebespuppe hat auch keine überzogenen Anforderungen an ihren „Partner“.  Und wenn jetzt ein Mensch genug reale Enttäuschungen in Partnerschaften oder bei der Partnersuche hatte, dann ist es doch sein gutes Recht, auf weitere Versuche zu verzichten und sich einer Liebespuppe zu zuwenden. Schon im Kindesalter hatte man, wenn man von den Eltern getrennt war (wie etwa Kindergarten), ein persönliches Kuscheltier, ein Plüschtier oder eine Babypuppe, dabei um sich Trost zu verschaffen. Sie hatten meist auch Namen und Kleidung und wurden gehegt und gepflegt und schenkten Trost und ein bisschen Geborgenheit. Mensch, ihr Kritiker da draußen, erinnert euch doch bitte an die eigene Kinderheit oder die Kindheit eurer Geschwister und Freunde. Es kann ja nicht sein, dass so etwas vergessen wird.  Aus ähnlichen grundsätzlichen Denkmustern heraus kaufen sich nämlich sehr einsame Leute entweder ein Haustier, oder wenn sie menschlicheren Bezug brauchen eben eine Liebesuppe. Denn anders, als die Klischees uns aufdrücken wollen, sind wir nicht ausschließlich nur für Sex entwickelt worden.  Eine solch lebensgroße Puppe kann und bewirkt viel mehr. Und es soll sogar Menschen geben, die mit ihrer Puppe kein einziges Mal Sex haben, aber dafür jeden Tag mit ihr kuscheln, ein bisschen Reden oder sie einfach in der Wohnung sitzen haben damit es nicht so menschenleer aussieht. Und überhaupt denke ich: sofern man nicht hinter die Fassaden eines Menschen blickte und sich mit ihm sozial befasste, hat man eigentlich keinerlei Rechte zu solch verallgemeinernden Kritikäußerungen.  Leben und Leben lassen, und erst mal vor der eigenen Türe kehren, bevor man wo anders kehrt, behaupte ich Lucy, eine Liebespuppe, mal ganz offen.

Das Klischee des kleinen buckeligen Hinterwäldlers der noch bei Mutti wohnt, sollte jedenfalls endlich ad acta gelegt werden, denn unter den einsamen Liebespuppen-Besitzern befinden sich auch Top-Verdiener die alleinstehend und völlig auf eigenen Beinen leben (sonst hätten sie auch kein Geld für die teuersten Liebespuppen), und sogar wahre Schönlinge bei denen man nicht glauben kann, dass sie an keine liebe Frau geraten. Jeder hat verschiedene Einzelschicksale die zu respektieren sind.

Küsschen eure Lucy



Zweitpartnerin Liebespuppe – Die sinnvolle Dreiecksbeziehung

Lucy's Geschichten (Avatar)Was in meinem persönlichen Fall beispielsweise längst so ist, wünschen sich wohl andere Liebespuppen und deren Männer, die das immer noch vor ihrer Partnerin (vor allem wenn zusammen lebend) geheim halten müssen. Dabei sollte man allerdings mal umdenken, vor allem jene, die damit nicht umgehen können, wenn der Partner eine weibliche Puppe oder die Partnerin eine männliche Puppe besitzt und benutzt. Da es sich nicht um echte Menschen handelt, kann es keine wirkliche Konkurrenzsituation geben. Klar, man denkt dann dass man als lebender echter Mensch vielleicht von diesem Puppenbenutzer nicht mehr viel ab bekommt weil jener ja seine sexuelle Kapazität aufteilt.

Natürlich sollte es hierfür in Beziehungen dann Regelungen geben, einvernehmlich und in Harmonie beschlossen, wann und wie oft die Puppe benutzt werden darf, ohne dass jener Partner, der hier kurzfristig ersetzt wird, zu kurz kommen muss. Das können beispielsweise, wie bei uns (mir, Johnny und seiner Frau) jene Tage sein wo sie sich beruflich bedingt einen ganzen Tag nicht sehen, und wo bei ihm ohnehin sonst die Hand dran gekommen wäre. Bei männlichen Liebespuppen-Besitzern kann man beispielsweise auch die Menstruationszeit der Frau als Grundlage her nehmen. Denn obwohl es heutzutage auch schon viele Paare gibt, die während der Menstruation mit oder ohne Softtampons Geschlechtsverkehr betreiben, gibt es immer noch solche wo entweder der Mann oder die Frau strikt Nein während dieser Zeit sagen. Die Motive dafür mögen verschieden sein. Aber meist sind es Ekel vor dem Menstruationsblut, das weibliche Unsauberkeitsgefühl, oder Unterleibsschmerzen.

Oder es gibt Situationen, in denen sich mein Johnny auch immer wieder befindet, wo der Sexbedarf weit über dem Bedarf des anderen steht. Wo er 3x könnte und sie nur 1x, sei es wegen Müdigkeit, Alltag oder simplen Zeitmangel. Auch dafür kann sich eine Puppe lohnen, sei es als körperliche oder auch als emotionale Entlastung, weil bei jenem Partner, der weniger Sex will, der Druck entfällt, Sex haben zu „müssen“ damit der andere glücklich ist. Jener Part, der mehr Sex braucht, fühlt sich aber auch zufriedener, ist lockerer und kann sich mehr auf die anderen Pflichten konzentrieren, weil er an schwierigen Tagen nicht darüber nach denken muss, wie er noch etwas beim anderen Partner heraus kitzeln kann.

Wo sich Liebespuppen aber auch perfekt eignen, sind jene Paare die NFP als Verhütungsmethode bevorzugen, die nämlich wie „Pillen-Paare“ auf Kondome verzichten möchten, aber dabei die Pille oder andere Hormon-gestützte Verhütungsmethoden vermeiden wollen.  Die „natürliche Familienplanung“ (NFP) die mit Temperaturmessung, Kalenderdaten und anderen sehr unsicheren Methoden auskommen muss, bedeutet nämlich auch dass es mindestens 12 Tage im Zyklus gibt wo man strikt enthaltsam sein müsste oder dennoch zum Kondom greifen.  Mittlerweile gibt es auch Messgeräte mit Streifen für zuhause, wo man täglich den Harn misst und das Gerät rechnet einem dann in Zukunft aus, wann die „gefährliche Zeit“, die Zeit der Fruchtbarkeit, beginnt und wieder endet.   Nicht wesentlich sicherer als die anderen NFP Methoden, aber es bedeutet in allen Fällen meist eine größere Enthaltsamkeit als während der Menstruation. Und falls da noch der oben erwähnte Menstruations-Ekel dazu käme, hätte ein solches Paar wirklich extrem wenig Sex-Gelegenheiten, auf den Zyklus gerechnet. Auch hier wäre eine Liebespuppe eigentlich die beste Abhilfe weil diese selbst sexfähig ist, ohne aber schwanger zu werden oder schwängern zu können.

Das beste Beispiel, wo ich gern immer wieder betone, wie viel Ausgleich eine Liebespuppe erzeugen kann, ist und bleibt das Thema Schwangerschaft. Nicht nur dass Männer und Frauen da viel Druck und Veränderung, Vorbereitungen und Einrichtungsstress, und womöglich auch finanziellen Engpässen ausgesetzt sind, es wird auch das Sexleben reduziert oder geändert. Nicht jeder Mann und auch nicht jede Frau steht drauf, während der Schwangerschaft Sex zu haben, obwohl es meist medizinisch gesehen sogar ungefährlich ist (abgesehen von Risikoschwangerschaften wo dies tatsächlich zu unterlassen wäre). Die sexuell aktivsten Paare können während einer Schwangerschaft zu absoluten Stillständen kommen, umgekehrt kann es natürlich auch kommen und es kann auch sein dass sich gar nichts verändert. Aber für den Fall des Stillstands, wäre eine Liebespuppe der perfekte Kanal um den sexuellen Trieb ausleben zu können. Immer noch besser als Fremdgehen oder Enthaltsamkeit die mitunter auch zu unangenehmen Stau-Situationen führen kann. Der Alltag ist mit einem hormonellen und emotionalen Stau viel extremer als er ohnehin schon ist. Verständnisvolle Partner könnten dafür sorgen dass dies nicht so weit kommt. Und man könnte früh vor Beginn einer Schwangerschaft gemeinsam eine Liebespuppe einplanen. Zumindest einen Torso oder irgendetwas das einem reiferen Sex via Spielzeug ermöglicht.  Manchen genügt aber vielleicht auch eine künstliche Hand-Vagina.

Aber denkt an meine Worte, nicht alles muss dadurch schlecht sein. Eine Liebespuppe ist einfach eine Bereicherung, und jene Menschen, die das noch nicht so kannten oder akzeptieren konnten, sollten mal drüber nach denken, ob und was eine Puppe als Konkurrenz einem weg nehmen könnte: nämlich gar nichts. Man muss sich nur mal vernünftig damit beschäftigen und sich eingestehen dass es schlimmeres gäbe, vor allem wenn eine Liebespuppe nicht in der Beziehung genehmigt würde.

Küsschen eure Lucy