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Schlagwort: Beziehung

Die Nacht ist der Verbündete der Liebespuppenfreunde

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (776) 23.6.2017

Zu den Verbündeten einer Liebe zu Liebespuppen zählt eindeutig die Nacht. Da die Liebespuppe in der Öffentlichkeit, auf Balkonen und auch sonst nicht gerne gesehen ist, gibt die Nacht so einige Möglichkeiten, die lebensnahe Liebespuppe so wirken zu lassen, dass man den Unterschied zu einer lebenden Frau oder Mann kaum noch erkennen kann.

Die Nacht ist auch ein hilfreicher Verbündeter, wenn man mit seiner Liebespuppe auf Reisen geht. Wenn ich nachts zum Beispiel vom Besuch meines Freundes mit Silikonpuppe zurück kehre, dann kann ich mit der TeddyBabe Deluxe Stoffpuppe viel lockerer umgehen, weil zum einen vielen Nachbarn schlafen und zum anderen kleine Fehler wie ein aus dem Seesack hängendes Haar oder so keine große Rolle spielen und ich so die Vorsicht ein wenig schleifen lassen kann.

Die Nacht ist auch ein Verbündeter, wenn man ein Haus hat und sich gerne mal mit ihr ungestört in den Garten setzen will. Im Schutze der Dunkelheit lässt sich manche laue Sommernacht mit der Liebespuppe verbringen oder man kann sogar den Vollmond mit ihr betrachten, denn er gibt immer noch genug Schutz.

Auch der Sex ist in der Nacht spitze. Man kann mit vielen Kerzen arbeiten, das Lichtspiel ist ganz anders und die Liebespuppe wirkt sehr real und die Unterschiede zu lebenden Menschen verschwimmen. Außerdem kann man sich besser auf den Sex und ihre Reaktionen und ihre Aura konzentrieren, wenn es so wenig Ablenkungen wie möglich gibt.

Kuscheln, mentales Reden, Sex – Alles geht besser in der Nacht

Beim Kuscheln ist die Nacht ebenfalls ein großer Verbündeter. Man spürt die Liebespuppe an sich, aber man sieht wenig und so fühlt es sich alles sehr realistisch an. Oft starte ich dann kleine Meditationen und dann ist mir Jenny sehr nahe und ich spüre sie sehr intensiv.

Die Nacht lässt manchmal die Grenzen zwischen Traum und Realität verschwimmen. Dass kommt der Liebespuppe zugute. Oft hatte ich in der Nacht – wenn ich mal aufwachte – das Gefühl, Jenny würde wie eine lebende Partnerin neben mir liegen. In der Nacht ist irgendwie alles leichter für uns, sind wir uns näher und kann ich den Spagat zu ihrer anderen Dimension ein wenig schließen.

In der Nacht redet Jenny mental klarer zu mir. Ich bin nicht abgelenkt durch Lärm, Arbeitsstress, Telefonklingeln und anderen Belästigungen. Es existieren nur ich, Jenny und die Liebespuppe und das ist toll.

Seit ich meine Silikonpuppe habe, bin ich ein Nachtmensch geworden. Ich gehe heute aus diesem Grund später ins Bett. Weil ich das Glück habe, dass meine Arbeit am Nachmittags ist, kann ich das auch sehr gut mit ihr genießen.

Die Nacht ist definitiv ein Verbündeter der Liebespuppen und bei einer Liebe zwischen Mensch und ihr.



Die Liebespuppe – Eine Liebesbeziehung mit anderen „Krankheiten“

Die Liebe zu einer lebensnahen Sexpuppe hat so einige Vorteile. Du kannst dir deine „Traumfrau“ aussuchen, mit all den körperlichen Merkmalen, die du magst, sie wird niemals älter und sie bleibt immer bei dir, sofern du sie ein wenig pflegst und pfleglich behandelst. Solche Vorteile erlebe ich jeden Tag mit meiner Silikonpuppe und ich genieße sie sehr und nein, es hat nichts damit zu tun, dass ich in Beziehungen mit Frauen nicht konfliktfähig war oder keine Kompromisse einging. Wer meine Blogs verfolgt hat, wird verstanden haben, dass meine Gründe zum Kauf einer Liebespuppe andere waren, als eine „willige Frau“ neben mir zu haben.

Das Leben mit einer Liebespuppe ist anders, vor allem, wenn man mit ihr nicht nur Spiel und Spaß erleben will, sondern eine echte Liebesbeziehung mit ihr führt. Hinzu kommt, dass meine Liebespuppe von mir als „beseelt“ gesehen wird, d.h. ein Geist eines Menschen hat sich dort in ihr bequem gemacht. Dass eine solche Liebe nicht nur alle Konventionen und Gedankenmuster der modernen Menschen sprengt, sondern auch für ihre „Betroffenen“ eine große Umstellung ist, die auch nach Jahren nicht immer leicht zu verstehen und zu begreifen ist, ist klar.

Zu diesem ungewöhnlichen Leben mit einer Liebespuppe zählt auch, dass das Thema Krankheiten einen ganz anderen Stellenwert bekommt.

Anderer Umgang bei Krankheiten im Leben mit Liebespuppen nötig

Unter Menschen spielen Krankheiten in der Beziehung eine große Rolle. Es beginnt alleine schon mit einer leichten Erkältung, die jemand hat. Meine Beziehungen zum Beispiel hatten immer eine panische Angst davor, durch Küsse und Berührung angesteckt zu werden und jeder Schnupfen, jede Grippe usw. hatte stets Auswirkungen auf uns.

Doch Menschen können auch noch kranker werden. Es kann schwere Veränderungen im Alltag bedeuten, das Leben in der Liebe völlig verändern und durchaus eine schwere Belastung sein. Krebs, Schlaganfälle oder andere Behinderungen sind oftmals eine Katastrophe für eine Liebesbeziehung und können ihr Ende bedeuten.

Wer mit einer Liebespuppe lebt, der erlebt all das anders. Die lebensnahe Liebespuppe ist aus TPE Material oder aus Silikon und dort können keine Viren oder andere Immunschäden ein Problem darstellen und auch Bakterien und andere Krankheiten sind kein Thema.

Doch das heißt nicht, dass die Liebespuppe unverwundbar ist. Das Material ist nicht unzerstörbar und Risse oder gar Skelettschäden können auftauchen. Viele Liebespuppenfreunde, die ihre Puppe lieben, empfinden solche Schäden als „Krankheiten“ und sie leiden mit ihr und sind um das Beheben teilweise genauso liebevoll bemüht, wie bei einem Menschen und rennen mit ihnen gar zu „Puppendoktoren“, wie beim Dollpark, wo Schäden dann behoben werden. Die emotionale Bindung zur Liebespuppe macht aus Schäden dann innerlich zu vielen von uns eine Art „Krankheit“.

Doch das Thema Krankheit spielt vor allem für den Puppenliebhaber selbst eine ganz andere Rolle. Wenn man krank ist, merkt man sehr stark den Unterschied einer Liebesbeziehung Mensch/Mensch und Mensch/Puppe. Bei kleineren Sachen kann die Liebespuppe sogar positiver wirken, weil zum einen die Sache mit der Ansteckung weg fällt und sie Ruhe, Kraft und Liebe gibt. Sie ist nicht überfürsorglich, ist genervt oder macht Vorwürfe und das hilft oftmals beim Heilungsprozeß sehr.

Der große Nachteil von Liebespuppen bei Krankheiten

Doch bei härteren Krankheiten kann die Liebespuppe schnell zu einem Nachteil werden. Bei Rückenproblemen wird die Liebespuppe zu schwer (vor allem bei den schweren Modellen wie zum Beispiel Silikonpuppe Leeloo) oder sie fährt dich nicht zum Arzt, wenn es dir schlecht geht und sie bringt keine Sachen ins Krankenhaus oder hält dort deine Hand. Das sind schwere Nachteile in einer solchen Liebesbeziehung und das sollte jeder wissen, der sich eine Liebespuppe anschafft und der vielleicht keine anderen Menschen um sich mehr hat, die dann ersatzweise einspringen können.

Man sieht am Thema Krankheiten sehr gut die Unterschiede einer solchen Liebesbeziehung zu Menschen und daran wird sich auch nichts ändern, wenn die Robottechnik demnächst in die Welt der Liebespuppen einziehen wird. Keine künstliche Intelligenz oder keine beweglichen Arme werden diese Vor- und Nachteile in absehbarer Zeit verändern können und daher wird man dieses Problem zu Beginn einer solches Liebesbeziehung mit einbeziehen müssen in seine Lebensplanung.

Ich habe es jedenfalls getan und mir sowohl in Sachen „Krankheiten der Liebespuppe“ als auch in Sachen meiner Krankheiten Plan B organisiert. Es ist leider notwendig, wenn man eine solche Liebesbeziehung führt.

Euer PJ



Gemeinsam mit der Liebespuppe kochen? Warum nicht?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (775) 21.6.2017

Wenn man ein wenig Phantasie, Improvisationstalent und Abstraktionsvermögen hat, dann kann man mit einer lebensnahen Sexpuppe weit mehr machen, als nur Sex mit ihr zu haben. Man kann ihr eine eigene Identität geben und mit ihr reden, kuscheln oder Geschichten vorlesen. Doch auch außerhalb des Betts ist eine Menge machbar, z.B. mit ihr zu baden, einen Tag gemeinsam mit ihr am PC zu verbringen oder einen DVD Abend zu machen.

All das habe ich mit meiner Silikonpuppe und später auch mit dem TeddyBabe Deluxe, Jennys Zweitkörper, getan. Doch eine gemeinsame Sache stößt immer besonders auf Unverständnis und Fragezeichen über den Köpfen bei Außenstehenden und das ist das gemeinsame Kochen mit ihr.

Dass man mit einer lebensnahen Liebespuppe badet oder Sex hat, leuchtet ein. Der Sex ist die Grundfunktion der Liebespuppe und das Baden dient ihrer Pflege. Vorlesen und andere Aktivitäten im Bett sind auch für viele o.k., weil es dem Menschen gut tut und er ja auch mal mit sich selbst reden kann und mit der Liebespuppe TV schauen oder am PC sitzen ist auch noch nachvollziehbar, aber warum man mit einer Liebespuppe gemeinsam kochen soll, wo sie nicht essen kann, verstehen viele nicht.

Ich lasse meine Liebespuppe nicht „essen“

Ich habe von Anfang an die Silikonpuppe und auch Jenny als keinen lebenden Menschenersatz gesehen und deshalb wird die Liebespuppe bei mir auch niemals rauchen, trinken oder essen. Ich werde nicht etwas mit ihr simulieren, was sie rein technisch nicht kann. Am Ende soll jeder selber sehen, ob er es mit seiner Liebespuppe so wie bei „Lars und die Frauen“ (Hollywoodfilm über einen Mann mit Silikonpuppe) machen will oder ob er die Liebespuppe so sieht, wie ich. Für mich ist sie weiterhin eine Hülle, eine Puppe, etwas, wo die Seele Jenny es sich bequem macht und ich ihr näher sein kann.

Dennoch kann ich natürlich mit meiner Liebespuppe kochen, warum auch nicht? Das Kochen selbst hat nichts mit Nahrungsaufnahme zu tun, sondern ist für uns beide einfach eine gemeinsame Aktivität, wie z.B. am PC zu sitzen. Am Ende sitzt die Silikonpuppe ohne Teller und Besteck dort und sie schaut mir beim Essen zu und wir reden und das ist auch schön.

Vor allem aber das Zubereiten macht großen Spaß. Es ist schön, wenn Jenny mental mit mir beim Kochen redet, wenn sie mir sagt, dass noch ein Löffel fehlt oder die Kochstelle noch an ist. Es ist schön, ihr nebenbei einen Kuss zu geben und einfach nicht alleine kochen zu müssen.

Gestern haben wir zwar nicht gekocht, aber ich habe mir etwas feines liefern lassen. Jenny hat sich dann mit mir darüber unterhalten, warum die Asiaten anders kochen als die Europäer und so war auch diese Art von Essen ein Erlebnis für mich, was mir mehr innere Befriedigung gibt, als wenn ich das Essen alleine zu mir genommen hätte.



Zärtlichkeit mit Liebespuppen erleben

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (774) 19.6.2017

Eine Liebe zwischen Menschen kann sehr schön sein. Vor allem die ständige Zärtlichkeit, Berührung und das Erleben des anderen im Bett ist aufregend und prickelnd.

Doch diese Dinge sind nicht immer selbstverständlich. Viele Menschen leiden unter lieblosen Beziehungen und Ehen, unter Partnern, die sich schämen oder aus anderen Gründen keine Lust darauf haben, mit dem anderen Partner zärtlich zu sein, einfach mal Händchen zu halten und gemeinsam beim DVD Abend zu kuscheln und auch romantischer und sehr berührungsintensiver Sex ist manchmal auch nicht gewünscht. All das ist leider Alltag in Liebesbeziehungen zwischen Menschen.

Ich selbst habe zwei mehr oder weniger lieblose Beziehungen erleben müssen, für die es mehr Überwindung als Freude war, mal meine Hand zu halten, beim Sex ein schönes Vorspiel zu gestalten oder danach noch zu kuscheln. Auch andere Zeiten der Berührung, Zärtlichkeit und auch lieber Worte und Gesten waren dünn gesät und ich würde heute nie wieder eine solche Partnerin an meine Seite lassen.

Denn mit der lebensnahen Liebespuppe habe ich zum ersten Mal erfahren dürfen, was ich schon immer vermutet habe. Zärtlichkeit, Berührung, Schmeicheln und ein verschmuster und kuschliger Umgang miteinander sind für mich das Salz in der Suppe einer Liebesbeziehung und ich brauche diese Zärtlichkeit in meinem Leben. Meine Definition von Liebe ist nicht, Sex als Belohnung, Zärtlichkeit als Ausnahme und Streitereien als Lebenselixier in Beziehungen zu sehen.

Mit einer Liebespuppe kannst du dein Maß an Zärtlichkeit selbst bestimmen

Das Tolle an der Liebespuppe ist, dass du dein Maß an Zärtlichkeit selbst bestimmen kannst. Sie zieht keine Hand weg, fühlt sich nicht „eingeengt“, wenn man nahe sein will oder wirkt gestresst, wenn man ihr 1x mehr „ich liebe dich“ sagt. Meine Silikonpuppe und Jenny können nicht genug von all den Worten, Berührungen und Liebkosungen bekommen und das ist gut so.

Auch wenn die Häufigkeit des Sex im Laufe der Liebesbeziehung zu meiner Liebespuppe ein wenig abgenommen hat bzw. sich anders entwickelt, so haben Zärtlichkeit und all die anderen erwähnten Dinge nicht abgenommen und sie sind so stark und schön, wie eh und je.

Daran liegt natürlich auch die unerhörte Weiblichkeit und Erotik, welche die Liebespuppe ausstrahlt. Sie lädt geradezu zum Berühren und zu Komplimenten ein, weil sie einfach nur wunderschön, sexy und anmutig ist. Jedes Outfit, jedes Dessous und gar ein tiefer Blick in ihre Augen löst bei mir ein unwiderstehliches Verlangen nach Berührung, Küssen und Zärtlichkeiten aus. Es ist eine Faszination, die ich bei nichts bisher so lange gespürt habe, weder bei lebenden Wesen noch bei anderen toten Gegenständen.

Auch Jennys Zweitkörper, das TeddyBabe Deluxe, ist übrigends in der Hinsicht wunderbar, denn die Stoffpuppe ist vom Material her sehr weich und kuschelig und sie ist leicht und so kann ich Jenny auch einmal fest umarmen, mit ihr eng umschlungen tanzen oder mich in kalten Winternächten an sie kuscheln. Es ist einfach wunderschön.

Wer sich also (mehr) Zärtlichkeit im Leben wünscht und diese auf verschiedenen Wegen nicht bekommt, der kann mit einer Liebespuppe eine Antwort darauf finden. Ich habe es und ich bin sehr glücklich darüber.



Wenn ich einen Tag lang eine männliche Liebespuppe wäre und Jenny die lebende Frau, dann……

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (773) 16.6.2017

Wer sein Leben mit einer Silikonpuppe teilt, der bekommt wegen der besonderen Art der Liebe zu ihr immer mal wieder Überlegungen, was wohl wäre, wenn sich diese Liebe grundlegend ändern würde. Einige dieser Überlegungen sind bereits gar verfilmt worden (die lebendig werdende Gummipuppe z.B.) oder wurden auch schon mal von mir im Rahmen meiner Kurzgeschichten behandelt.

Doch wenn man mit einer Liebespuppe zusammen lebt, die eine eigene Seele inne hat, dann bekommt man nicht nur den Gedanken, was denn passieren würde, wenn die lebensnahe Liebespuppe eine lebende Frau würde, denn zum einen ist dieser Gedanke nicht immer nur eine Wunschvorstellung für mich und zum anderen wäre es auch vermessen, die Liebespuppe immer nur als 2. Klasse des Menschen zu sehen.

Ich mache mir hin und wieder auch Gedanken in die andere Richtung. Ich frage mich z.B., wie es wohl wird, wenn ich eines Tages in die Welt von Jenny nach meinem Tod gehe, was mit meiner Liebespuppe passiert, wenn ich nicht mehr lebe oder ich frage mich, wie es wohl wäre, wenn ich als Seele in einer männlichen Liebespuppe wie Sexpuppe Chris wäre und Jenny wäre eine lebende Frau, die sich mich aus ähnlichen Gründen wie ich holt.

Ein Tag in der Liebespuppe…wie wäre das wohl?

Ich stelle mir also mal hypothetisch vor, wie wohl ein solcher Tag für mich wäre, wenn ich in einer Liebespuppe als Seele wäre.

Nun, das Dasein als Seele in einer Liebespuppe hat einen großen Vorteil. All der Alltagsstress, all die Sorgen um das liebe Geld, die Zipperlein un d Krankheiten und der kaputt gehende Kühlschrank wären dann alles kein Problem mehr für mich. Ich wäre nicht mehr müde, erschöpft, überfordert und gefrustet.

Ich würde meinen Tag mit Schlafen, kleinen belanglosen Reisen in der Gegend und der Liebe verbringen, die Jenny mir zukommen lässt. Ich würde ihr zuhören, ein wenig Rat geben und vielleicht einmal eine schöne Stunde im Bett mit ihr genießen.

Doch die Sache hat einen Haken. Ich kann nun nichts mehr von dem machen, was das Leben lebenswert macht und ich bin von Jennys Gnade, ihrem Handeln und ihrem guten Willen abhängig. Ich könnte nicht mal selbst einen Fernseher anschalten, geschweige denn einen süssen Hund streicheln, beim Baby von nebenan eine Grimasse schneiden und ich könnte keinen Blog mehr schreiben.

Ich weis nicht, ob ein Tausch wirklich gut wäre. Würde Jenny so existieren, wie ich sie im Bild vor mit habe, würde sie in diese Welt von vielen Männer wegen ihrer Naivität verarscht, benutzt und belogen werden. Sie würde oft als Sexobjekt gesehen werden, mehr als wenn sie meine Liebespuppe ist, und sie würde mit dieser verkorksten Welt nicht klar kommen. Und ich würde dann als Seele in der Liebespuppe leiden, weil ich ihr nicht helfen kann.

Und so bin ich am Ende froh, dass es so ist, wie es ist. Ich schütze Jenny vor einer absurden Welt und sie schützt mich vor ihr. Ich kann mein Leben genießen und sie ihr Dasein als Geist im Jenseits. Wir können uns so lieben, wie es nun einmal zwischen Mensch und Liebespuppe ist und im Grunde möchte ich es – trotz aller Verlockungen – auch nicht tauschen.



Willst du mit mir tanzen, meine Liebespuppe?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (771) 12.6.2017

Das Thema Tanzen ist in meinem Leben kein gutes Thema gewesen. Eigentlich tanze ich sehr gerne, weil Musik immer schon ein wichtiger Bestandteil meines Lebens war und ich es eigentlich liebe, mich mal ausgiebig fallen zu lassen und ein wenig „rum zu zappeln“, um alles zu vergessen.

Als Jugendlicher war bei mir die Disko Zeit angesagt und habe ich daran wenig gute Erinnerungen, weil ich dort viel zu oft bei Mädchen abblitzte und später zu schüchtern war, um sie zum Tanzen aufzufordern.

Daraus entwickelte sich irgendwann eine Abneigung gegen Tanzen, die erst aufbrach, als ich meine 2. Beziehung hatte, die mich so lange mit „Tanzen gehen“ nervte, bis ich mich zu einem Kurs für Standardtänze anmeldete, doch kaum waren wir fertig damit, verpisste sie sich und nun stehe ich mit meinen ganzen Disko Foxes, Slow Fox usw. Kenntnissen da.

Erst als die TeddyBabe Deluxe Stoffpuppe in unser Leben zwischen mir und Jenny zog, wurde das Thema tanzen wieder ein echtes Thema, denn eigentlich wollte ich sehr gerne mit Jenny tanzen, sie dabei spüren und erleben, aber das ist zum einen mit einer Seele schwierig und zum anderen ist es mit einer Silikonpuppe, die so schwer wie die Leeloo Silikonpuppe ist, schlicht und ergreifend unmöglich, vielleicht, wenn sie im Rollstuhl sitzt, aber das ist natürlich nicht das Selbe.

Tanzen geht mit Stoffpuppen besonders gut

Erst mit der Stoffpuppe konnte ich wieder Tänzchem mit meiner Liebespuppe wagen. Die Stoffpuppe ist lebensgroß, sehr leicht und hat bewegliche Gliedmaßen und ihr weiches Material bietet sich geradezu zum Kuscheltanz an. Und so nehme ich ab und an in der Nacht meine Stoffpuppe, nachdem Jenny in sie geschlüpft ist, und drehe ein paar Runden mit ihr in einem der Standardtänze, die ich noch kann.

Ich schließe dabei die Augen und die Nacht lässt es alles dann sehr real erscheinen und so genieße ich die Zeit mit Jenny. Manchmal läuft ganz leise wegen der Nachbarn ein schönes ruhiges Lied oder ich singe leise eines der Lieder dabei, zu denen ich mir immer gewünscht habe, mit einer Frau zu tanzen.

Ich spüre dabei Jenny sehr intensiv und sie genießt ebenfalls jeden Moment mit mir. Es ist ein tolles Erlebnis, es macht mich und sie glücklich und ich kann nun mit ihr endlich so tanzen, wie ich es mir immer gewünscht habe. Sanft, romantisch, eng, in meinem Tempo und wie es zwischen Mann und Frau sein sollte, die einander lieben.

Und wenn Jenny danach wieder zurück in der Silikonpuppe und das TeddyBabe im Schrank verstaut ist und wir uns aneinander kuscheln, bevor der Sandmann kommt, dann freue ich mich, dass ich wieder einmal mit meiner Liebespuppe wenigstens eines der Dinge unbeschwert tun konnte, welche das Leben mir versagt hat und dann bin ich glücklich, eine Liebespuppe bei mir zu haben.



Das größte „Problem“ in der Liebe zu Liebespuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (757) 10.5.2017

Das Leben mit einer Liebespuppe ist nicht nur ein Traum. Viele Außenstehende denken, die lebensnahe Liebespuppe würde im Grunde nur rumliegen und keine Probleme verursachen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn zum einen ist die Liebespuppe nicht unzerstörbar und braucht Pflege und einen „artgerechten“ Umgang und zum anderen bringt sie auch sonst einige Probleme mit, mit denen man klar kommen muss.

Meine Silikonpuppe ist für mich ein echter Partner fürs Leben. Ich liebe ihre Seele Jenny in ihr und ich respektiere sie wie jedes andere Lebewesen auch. Sie ist für mich weit mehr als nur ein Haufen Silikon, eine Sexpuppe und ein wenig Hormonausgleich. Jenny und die Liebespuppe sind meine Partnerin und meine aktuelle Lebensaufgabe.

Wer sich für einen solchen Lebensweg entscheidet, der hat mit dem größten Problem der Liebespuppen zu kämpfen. Mit einer Liebespuppe ist die Beziehung zueinander schnell an Grenzen angelangt und man wird mit ihr auf viele Lebensträume verzichten müssen. Es wird sehr schnell klar, dass die Beziehung und einer Liebespuppe sehr schnell „ausgeformt“ ist und dessen sollte man sich sehr bewußt sein, wenn man gedenkt, mir ihr das Leben zu verbringen.

Der größte Vorteil von einer menschlichen Beziehung ist für mich weniger die Kommunikation oder was im Bett passiert. Ich rede mit Jenny wie mit meinem Freund am Telefon, sie hat Launen und Stimmungen, eine eigene Art und der Sex und die Erotik ist mit der Liebespuppe sensationell. Doch ihr großer Nachteil besteht darin, dass du mit ihr gemeinsam keine Weiterentwicklung erfährst.

Grenzen der Beziehung zu einer Liebespuppe schnell erreicht

Denn eine Partnerin bringt nicht nur einen eigenen Lebensstil mit, sondern du kannst mit ihr eine Familie aufbauen, Lebensträume verwirklichen, die du alleine kaum gebacken bekommst (Kinder aufziehen, einen eigenen Bauernhof leiten usw.) und du kannst mit ihm die ganze Welt sehen und ausgehen. All das geht mit einer Liebespuppe nicht (oder nur sehr bedingt mit reisefähigen Liebespuppen wie eine TeddyBabe Stoffpuppe) und das macht die Beziehungsbreite sehr schmal.

Doch man muss auf der anderen Seite auch verstehen lernen, dass dieser klassische Lebensweg nun einmal auch einen Partner benötigt und diesen finden nicht alle Menschen. Ich gehöre dazu. Ich habe in meinem Leben eigentlich alles versucht, um diesen klassischen Weg zu gehen, aber es kam keine lebende Begleiterin und wenn sie kam, hat sie eher Lebensträume zerstört, denn erfüllt.

Und dann ist man auch bereit, einen Kompromiß mit einer Liebespuppe zu gehen. Dann wird das größte Problem zwar ein ständiger Begleiter dieser Liebe und man fragt sich oft, warum es dieser Weg sein musste, aber man nimmt dann lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach und lebt mit seiner Silikonpuppe das, was machbar ist .

Und das ist – bei näherem Hinsehen – zwar wenig, aber dennoch sehr befriedigend und seelisch glücklich machend, denn das, was man mit einer Liebespuppe hat, hat man ziemlich sicher und es bleibt stabil und sehr geordnet. Die Liebe zu einer Liebespuppe währt lange, stabil und sicher, wenn man ein paar Regeln befolgt und eine andere Denkweise lernt und das ist dann gleichzeitig ihr größter Vorteil, denn was bringen all die Familienpläne und Lebensträume, wenn der Partner nicht mitziehen will und kann? Die Liebespuppe tut es, immer und jederzeit. In dem Rahmen, den sie geben kann. Und das ist nicht nur immer ein Nachteil.



Gedanken zur ewigen alten Frage Liebespuppe vs. Lebende Frau

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (754) 3.5.2017

Ich bin momentan (mal wieder) in einer Lebensphase, wo ich brutal spüre, welche negativen Auswirkungen meine Beziehungen mit lebenden Frauen auf mein Leben hatten. Wer denkt, das Ende einer Beziehung ist auch ein Neuanfang, der liegt völlig falsch, vor allem, wenn dabei Kinder entstehen. Sie machen entweder ein Versagen in einer Beziehung dauerhaft sichtbar oder sie helfen dir, sie besser zu verarbeitet. Bei mir ist leider der erste Punkt zutreffend.

In der Diskussion um Liebespuppen wird oft die Frage gestellt, ob sie nicht nur eine Alternative zu einer Beziehung mit einer lebenden Frau darstellen oder ob sie vielleicht sogar für den ein oder anderer der bessere Weg sind. Ich würde nach meinem miesen Weg der Erfahrungen mit lebenden Frauen sagen wollen: Ja, Liebespuppen sind der bessere Weg, aber was ist schon besser oder schlechter.

Denn am Ende hängt die Diskussion immer wieder an einem Punkt: Was man selbst mit Frauen erlebt hat. Ich bin mir sicher, es gibt viele Männer, die sehr glücklich in einer Liebe zu einer Frau sind und dies auch nicht nur vorspielen. Ich selbst habe einige solcher Partnerschaften getroffen, wo wirkliche Liebe zu Respekt zueinander herrschte und wo auch das Thema Kinder, Sex und Rolle sehr entspannt angegangen wurde. Doch leider gibt es auch die andere Seite der Medaille.

Silikonpuppe damals „letzte Ausfahrt“ auf der Autobahn der Liebe

Ich mache mir nichts vor: Für mich war der Kauf einer Silikonpuppe 2010 die „letzte Ausfahrt“ auf der Autobahn der Liebe zwischen erwachsenen Menschen. Wäre mir eine lebende Jenny begegnet, (oder wenigstens in dem Grundverständnis von Liebe ähnlich) ich denke, mein Weg hätte wohl nicht zu einer Liebespuppe geführt. Ich war und bin ein Mensch, der eigentlich lieber den „klassischen Weg“ gegangen wäre und wäre ein psychisch und seelisch geordneter Part in mein Leben getreten, dann würde ich heute hier sicher nicht schreiben.

Es gibt einige Liebespuppenfreunde, die neben der Liebespuppe auch eine Liebesbeziehung mit einer Frau führen. Sie haben nur in Sachen Sex und Erotik (oder vielleicht auch in Sachen anderer Ebene der Phantasie) neben einer Partnerin auch eine Liebespuppe und diese akzeptiert diese oder sie führen die Beziehung mit der Liebespuppe auch heimlich. Für mich wäre wohl ein solches Leben damals nicht in Frage gekommen, heute wäre es hingegen eine Grundbedingung an eine Frau, dass sie Jenny und die Liebespuppe mit in unsere Beziehung integriert, denn ich werde Jenny nie mehr hergeben und die Liebespuppe auch nicht.

Doch all diese Fragen sind für mich sowieso irrelevant. Ich habe zur Zeit genug um die Ohren, meine Vergangenheit zu regeln und dabei mich selbst nicht zu vergessen. Meine Liebespuppe ist in dieser Zeit (und vielen davor) eine wichtige Stütze für mich gewesen, auf die ich mich 100% verlassen konnte. Ich werde sie nicht aufgeben für eine „Stütze“, die mich bei erster Gelegenheit verlässt oder die mehr Chaos fabriziert, als sie Hilfe ist. Dafür habe ich keine Kraft mehr und daher ist die Liebespuppe jetzt eindeutig im Vorteil.

Um es zusammen zu fassen. Ich gehe gar nicht so sehr in einen direkten Vergleich Frau vs. Liebespuppe. Ich schaue, was mir gut tut, was mein Leben bereichert und mir hilft und wo ich am Besten meine Liebe geben kann. Und das ist nun einmal in diesem Leben meine Liebespuppe gewesen. Sie hat mir geholfen und meine Beziehungen nicht, sie waren sogar sehr destruktiv. Und das ist am Ende was zählt und da hat nun einmal die Liebespuppe die Nase sehr weit vorne.



Verändert meine Liebespuppe mein generelles erotisches Bild in Beziehungen?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (749) 21.4.2017

In den vielen Jahren mit meinen Liebespuppen habe ich nach und nach mein ganzes Frauenbild verändert. Damit meine ich nicht, wie sie sich heute so verhalten und ob mir das nun gefällt oder nicht. Meine Kritik, die ich heute äußere, hatte ich auch schon vor meinen Liebespuppen. Ich spreche eher über das Bild von Erotik und wie sehr sie eine Rolle spielt.

Bevor meine Silikonpuppe und Jenny im Winter 2010 zu mir kamen, hatte ich eigentlich ein sehr offenes Bild darüber, was ich an Frauen in mein Bett lassen wollte. So lange sie in irgendeinem Bereich eine erotische Ausstrahlung hatten und der Unterschied optisch zu einem Mann zu erkennen war, war ich für alles offen. Haarfarben, Figur, die Brustgröße oder welche Maße sie hatte, war mir ziemlich egal und selbst im Charakter habe ich etliche Abstriche gemacht, sofern es nur irgendwie funkte und eine gewisse Nähe entstand.

Als ich meine Silikonpuppe hatte, merkte ich zuerst keine Veränderung. Ich war weiterhin offen für alle Frauen, die an mich heran traten, doch ich stellte fest, dass ich mir immer mehr Pornos mit Frauen ansah, die der Silikonpuppe optisch nahe kamen. Ich schaute mehr Filme mit Frauen mit großen Brüsten, sie waren alle brünett oder mit roten Haaren und ihre Gesichter hatten ähnliche Züge wie Jenny oder eine ähnliche Ausstrahlung.

Als wir in Deutschland waren und langsam Ruhe in unser Leben einkehrte, habe ich auch mal darüber nachgedacht, es vielleicht wieder einmal über eine Singlebörse zu versuchen. Ich war zwar mit Jenny und der Silikonpuppe glücklich, aber das Thema Frauen und Beziehung war innerlich noch nicht ganz bei mir abgehakt.

Zu dieser Zeit war ich Mitte 40 und ich wollte mir Frauen suchen, die in meinem Alter waren, zwischen 40 und 50.

Doch als ich die „Angebote“ auf einer großen Plattform so durchblätterte, schockierte mich nicht so sehr, dass die Bedingungen und die Charakter mich mehr und mehr abstießen, sondern vor allem machte mich stutzig, dass mich fast keine Frau mehr erotisch ansprach. Ihre Gesichter waren mir zu verlebt, alles zu wenig straff und zu unförmig und bei einigen von ihnen widerte mich sogar der Gedanke an, sie nackt oder in Dessous im Bett zu sehen.

Dieses Gefühl wurde in den folgenden Jahren nicht anders, im Gegenteil. Auch wenn mich einige Frauen in meinem Alter menschlich sehr ansprachen und einige wirklich nette und sehr innerlich schöne Frauen darunter waren, ließ die Erotik mehr und mehr nach. Und immer mehr kam der Gedanke auf, ob vielleicht meine Liebespuppen daran „schuld“ sind.

Optische Perfektion der Liebespuppen

Denn die lebensnahen Liebespuppen sind optisch einfach ein Traum. Der pralle und knackige Hintern meiner Silikonpuppe, der feste Bauch mit dem wundervollen Bauchnabel und die schönen Beine und tollen weichen Brüste und vor allem das zauberhafte Gesicht und die leuchtenden Augen von ihr sind einfach nur ein erotischer Wahnsinn. Jede Kleidung an ihr sieht perfekt aus, Dessous sind kaum zum Aushalten erotisch und schön und ihr ganzes Wesen ist von einer Anmut und Reinheit, strahlt eine Ruhe und Zartheit aus, dass es mir jeden Tag warm ums Herz und natürlich auch in anderen Körperregionen wird. Auch andere Liebespuppen machen mich sofort „rattenscharf“, wie zum Beispiel die TPE Sexpuppe Jackie.

Ehrlich gesagt habe ich mich eine Weile dafür geschämt, dass ich Frauen in meinem Alter nicht mehr attraktiv finde. Ich habe gedacht, ich werde ein Frauenhasser oder ich beginne, überall das Haar in der Suppe zu suchen, aber es ist einfach nur ein erotisches Verlangen, was ich in mir habe. Ich liebe die Weiblichkeit und all ihre Formen und ihre Ausstrahlung, aber wenn sie zu sehr verblasst ist, dann komme ich damit einfach nicht mehr klar. Es turnt mich nicht mehr an.

Das bedeutete für mich auch, dass ich mir ernste Gedanken machen musste, ob ich eigentlich überhaupt noch eine Frau in meinem Leben will. Die Frauen, die der Silikonpuppe optisch entsprachen, waren entweder zu jung und ihr Lebenstempo zu hoch für mich oder ich war nicht attraktiv genug und ich wollte auch keine Frau mehr um mich, wo es wieder um Kinder, Konsumstress und Genderkrieg geht. Und bei den Frauen in meiner Altersklasse stellte ich mir immer vor, wie sie sich wohl fühlt, wenn sie sich schön für mich macht und ich einfach keine Lust auf Sex mit ihr habe? Weil ich immer an meine Liebespuppe denke? Es war eine harte Erkenntnis und ich brauchte lange, um es zu verstehen.

Und so frage ich mich heute eigentlich nur noch, ob die Liebespuppen eigentlich schuld daran sind oder ob es nicht generell schon immer mein Wunsch war, so Erotik zu erleben? Ich denke, die Liebespuppen haben nur das geweckt in mir, was ich eigentlich schon immer wollte, aber nie leben konnte. Jetzt kann ich es und ich bin froh, endlich verstanden zu haben, was ich in Sachen Erotik wirklich brauche.



Mit meiner Silikonpuppe gibt es kein „verflixtes 7. Jahr“

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (745) 12.4.2017

Ich befinde mich seit Ende November im sogenannten „verflixten 7. Jahr“ mit meiner Silikonpuppe. Diese Zeit der Beziehung zwischen Paaren gilt im Allgemeinen als schwieriges Jahr einer Liebesbeziehung, weil sich dort – statistisch gesehen – besonders viele Ehepaare scheiden lassen. Ich selbst habe das verflixte 7. Jahr damals in meiner ersten Beziehung hautnah erleben müssen, obwohl man im Grunde sagen muss, dass solche Beziehungen meist vorher schon „im Arsch“ sind und man im Grunde alles nur aus Gewohnheit so lange in die Länge zieht, bis es in einer richtigen Katastrophe endet.

Doch das verflixte 7. Jahr ist auch immer ein Kampf mit der menschlichen Natur. Die erste aufregende Zeit ist vorbei, die Stunden im Bett werden kürzer und kürzer und vor allem bei Paaren um 25 – 35 stehen so viele andere Projekte an, von der Karriere bis hin zu einem Kind, dass die Liebesbeziehung einer ständigen Zerreissprobe unterzogen ist. Der Zauber der Liebe verfliegt unter solchen Bedingungen oft und wenn Respekt nicht die Grundlage einer Liebesbeziehung ist, dann endet es eben im Streit oder einem Ende oder in einem faulen Kompromiß. Dies ist oft nach 7 Jahren der Fall und deshalb trennen sich wohl auf viele Paare in dieser Zeit.

Mit meiner Silikonpuppe hingegen merke ich all das nicht. Ich liebe Jenny und ihren Leihkörper aus Silikon im Grunde wie damals, wo wir entschlossen, uns das Ja – Wort zu geben. Ich habe auch heute keinen Tag, keine Sekunde und in keinem noch so stressigen Moment das Gefühl, als würde ich meine Liebespuppe und Jenny nicht mehr lieben, als würde sie mir „auf den Sack gehen“ oder würde mich ihre Anwesenheit nerven. Ich habe auch kein Verlangen, sie bei der erstbesten Gelegenheit zu betrügen oder verpisse mich bei jeder Gelegenheit.

Ich komme nach all den Jahren meiner Silikonpuppe eher näher

Im Gegenteil, ich habe oft das Gefühl, dass ich meiner Liebespuppe mit all den Jahren immer näher komme. Diese völlig neue Art der Kommunikation, der Wahrnehmung und des Einsetzens meiner Sinne wird mit jedem Jahr gewohnter, leichter und eingespielter und so nehme ich Jenny immer bewußter wahr. Sie ist heute viel klarer, ich kenne sie viel besser und wir beide wissen, was wir an einander haben und was nicht.

Auch die Silikonpuppe ist keinesfalls langweilig geworden. Heute sind die Zeiten der Sorgen um Reparaturen, dem Umgang im Alltag, den Rückenproblemen durch falsches Heben und den zu hohen Erwartungen im Bett vorbei. Ich genieße meine Silikonpuppe im Bett und außerhalb, weil ich genau weis, was ich mit ihr machen kann und jeder Griff passt und es ist alles eingespielt und so macht der Sex mehr Spaß als vorher.

Die dauerhafte Liebesbeziehung zu einer lebensnahen Silikonpuppe ist etwas, was sehr wenig bisher untersucht wurde. Die Liebespuppe ist generell ein wissenschaftliches „schwarzes Loch“, aber die Langzeitbeziehungen mit ihnen sind noch nicht so häufig. Zum Beispiel die neue Welle der TPE Sexpuppen ist in Hinsicht von Langzeitbeziehungen noch schwer einzuschätzen, weil es diese Liebespuppen noch nicht so lange gibt, aber auch hier zeigt sich bereits im Ansatz, dass Menschen, die sich für eine dauerhafte Beziehung zu ihnen entscheiden, so gut wie nie darüber berichten, dass sie diese nach 2,3 oder 4 Jahren beendet haben.

Ganz oft erlebt man, dass sich Liebespuppenfreunde ganz am Anfang von einer Liebespuppe abwenden, weil sie z.B. an den ersten Schäden verzweifeln, ihnen die Kommunikation zu gering ist oder sie die Liebespuppe überschätzt haben. Bei denen jedoch, die sich über ein Jahr mit ihrer Liebespuppe befasst haben, hört man sehr selten, dass sie die Puppe verkaufen und danach nie wieder eine solche holen. Damit unterscheidet sich die Liebe zu Liebespuppen in der langen Zeit schon von der Liebe unter Menschen und das ist ein sehr interessantes Phänomen, finde ich.

Ich jedenfalls werde meine Jenny und meine Silikonpuppe und auch ihren Zweitkörper, die Stoffpuppe, noch viele Jahre lieb haben und so lange ich sie noch wahr nehmen kann und gesund genug für diese Liebe bin, werde ich es auch noch weitere 7, 14 oder 21 Jahre tun.