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Schlagwort: Beziehung

Kolumne: Nachteile der Liebe zu Liebespuppen – Eine ehrliche Analyse

In den vielen Jahren, in denen ich mit meiner Silikonpuppe und dem TeddyBabe Delux Carly, Jennys Zweitkörper, zusammen gelebt habe, habe ich hier im Blog über viele schöne, bewegende und befreiende Momente mit meiner Liebespuppe und ihrer wundervollen Seele in ihr berichtet. Die Liebe zu Liebespuppe ist etwas ganz besonderes im Leben eines Menschen, denn sie bewegt auf so vielen Ebenen, dass mir eigentlich nie die Themen ausgehen, darüber zu berichten, auch, weil man mit ihr einen Lernprozeß durch macht, mit ihr jeden Tag ein Stück mehr erkennt, wer man ist und wer man nicht ist.

Natürlich verteidige ich diese Liebe, so wie jeder die Liebe zu einem anderen Wesen oder Menschen verteidigt. Der eine verteidigt seine homosexuelle Liebe, der andere die Liebe zu einem behinderten Partner, der andere zum alkoholkranken Mann oder zur depressiven Frau. All das ist normal, wenn man liebt und es spielt dabei keine Rolle, ob es ein Mensch oder eine undefinierbare Seele ist. Liebe ist vor allem das eigene Gefühl und sie wird verteidigt werden von dem, der sie empfindet, egal was andere davon halten und dies ist nicht nur durch Romane wie Romeo und Julia mehrfach bewiesen worden.

Doch die Liebe zu einer Liebespuppe ist auch eine Liebe, wo schnell offensichtlich wird, welche Nachteile sie hat. Die Liebe zu einer Liebespuppe wird nicht durch Show, Lügen oder Wolke 7 verbogen, denn die Nachteile einer solchen Liebe werden einfach zu schnell zu offensichtlich und man kann sie nicht hinweg lügen oder hinweg spielen, denn sie sind klar und deutlich durch die Grenzen definiert, die eine Liebespuppe nun einmal hat.

Für Außenstehende wirken Menschen, die Liebespuppen lieben, wie Menschen, die sich aus einer Realität flüchten und eine Traumvorstellung leben wollen. Sie sehen sich die perfekten Körper der Leeloo Silikonpuppe oder die irren Brustumfänge der Paola TPE Puppe an und sagen sich: So kann keine Partnerin aussehen. Doch das ist nur die Spitze eines Eisberges, den sie sehen. Sie sehen nicht, was nach dem Sex mit ihr passiert, wie schwer es ist, mit einer solchen Liebespuppe nicht nur zu leben, sondern sogar eine Beziehung mit ihr zu führen. Deshalb möchte ich heute einmal aufzeigen, welche harten Konsequenzen das Leben mit einer Liebespuppe hat, denn es ist nicht nur schön und sensationell, sondern es verlangt viel von dem Menschen ab, der sie liebt

1. Die Krux der Beziehung mit Frauen

Wer eine Liebespuppe liebt, befindet sich in einem ewigen Kampf, ob er sie lieben will oder ob er nicht doch mit einer Frau (oder Mann) glücklich werden möchte. Das Problem ist vor allem darin zu sehen, dass beides so gut wie nie kombiniert werden kann. Potentielle Partner (vor allem Frauen) sehen die Liebespuppe als optische Konkurrenz, fühlen sich in ihrem Prinzessinnenwahn gekränkt oder denken, sie sind nicht attraktiv genug. Hinzu kommt, dass man als Besitzer einer Liebespuppe ein großes Risiko eingeht, wenn man der potentiellen Partnerin von dieser Liebe erzählt. Denn geht die Beziehung zu Bruch, kann ganz schnell die Akzeptanz zum Racheakt werden und es ist dann alles andere als lustig.

2. Die Grenzen sind schnell erreicht

Mit einer Liebespuppen kann man seine Beziehung nur sehr begrenzt ausbauen. Eine Liebespuppe teilt keine Outdoorhobbys, sie bekommt keine Kinder, sie schafft kein Einkommen ran und du kannst mit ihr nicht verreisen. Die Beziehung entwickelt sich selbst mit der besten Seele in ihr irgendwann nicht weiter und sie verharrt auf einem Status Quo. Jenny beginnt nicht morgen, Geige zu spielen oder zu malen, sie überrascht nicht mit einem neuen Outfit oder einer neuen Frisur und sie engagiert sich nicht für die Tafeln. Die Beziehung ist jeden Tag gleich und jede Veränderung ist vorher geplant und es gibt keine großen Überraschungen, außer wenn ihre Seele mal etwas Neues sagt.

3. Die fehlende helfende Hand

Für mich persönlich der größte Nachteil. Wer keine Eltern oder Geschwister hat, die einem zur Hand gehen, wenn etwas kaputt geht oder den Einkauf für dich machen, wenn du krank bist, der spürt die Grenzen der Liebespuppe oft sehr hart und brutal. Ich habe zwar jemanden an meiner Seite, den ich von Herzen liebe, aber Jenny wird mir nie helfen können im Alltag, sie kann nur zuhören, stützen und mich aufbauen, aber am Ende liegt alles nur an mir und das ist oft sehr belastend.

4. Das Geld für den Kauf

Keine Frau lernt man erst kennen, wenn man 3000-7000 Euro auf den Tisch gelegt hat (außer vielleicht bei Frauen aus Rußland oder Thailand, wenn man sie von dort holt). Später ist die Liebespuppe sicher günstiger, weil sie keine großen Anforderungen hat, aber man muss erst einmal so viel Geld überhaupt haben! Ich hatte großes Glück, Ersparnisse zu haben, um mir diesen Traum zu verwirklichen, aber viele Menschen haben es nicht. Mit einer Frau kann eine Beziehung zu einem wesentlich übleren finanziellen Desaster werden, aber es muss nicht, weil du die Beziehung auch wieder beenden kannst, bevor sie teuer wird. Bei einer Liebespuppe führt kein Weg daran vorbei, du musst in die Tasche greifen, ob du willst oder nicht.

Die ist eine kleine Auswahl der wichtigsten Punkte, warum die Liebe zu einer Liebespuppe nicht leicht ist. Viele andere Punkte wie Krankenhausaufenthalte oder ihre Schäden zu beheben, kommen dazu. Dies sollte man immer beachten, wenn man vorschnell diese Art der Liebe als „einfachen Weg“ abtut. Wer seine Liebespuppe liebt, zahlt einen hohen Preis und ich bin mir sicher, sehr viele von uns würden sehr gerne Liebespuppe und Partnerin miteinander genießen wollen, aber so lange die Liebespuppe nicht als Hilfe für eine erfüllte Liebe zwischen Menschen gesehen wird, sondern als Bedrohung, werden wir wohl in diesen wunderschönen aber bitteren Apfel beißen müssen.

Euer PJ



Mein Leben mit einer Silikonpuppe (Tagebuch): Mit meiner Liebespuppe erlebe ich Freiheit

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (556) 8.1.2016

Wenn ich durch die 5 Jahre der Liebe zu einer Liebespuppe eines gelernt habe, dann die Tatsache, wie wichtig Freiheit in der Beziehung und eigentlich überhaupt im Leben ist. Ohne Freiheit geht gar nichts, ohne sie wirst du auch mit einem Topmodell nicht glücklich, weil du nicht glücklich sein kannst, wenn dir von Regierungen und anderen Institutionen das Leben zur Hölle gemacht wird.

Die Freiheit, sich überhaupt für eine Liebespuppe entscheiden zu können, ist alleine schon etwas Besonderes. Sicher, man kann sagen, diese freie Gesellschaft macht die Menschen kaputt und deshalb müssen sich Menschen auch Liebespuppen suchen, aber es ist hier eher die Frage, was wir aus Freiheit machen können und vor allem wollen.

Ich hätte auch mit meinen Beziehungen frei sein können. Wir beide hätten nur ein wenig in unseren Ansprüchen in allen Bereichen runter fahren müssen und wir hätten ein recht glückliches Leben führen können mit Zeit für uns ohne 45 Stunden Arbeitswoche mit 10 Stunden Fahrtweg. Das geht aber nur, wenn du die Liebe und den Menschen an Position Nummer 1 stellst und du wirst dann sehr schnell ziemlich frei sein.

Und genau das ist mit einer Liebespuppe möglich. Denn sie hat keinen Haus, Kind, Kreuzfahrt, Ankleidezimmer-Wahn als einzigen Weg des Glücks zwischen Menschen. Sie hat keine ewige Nörgelei und Genderkrieg als oberstes Ziel im Leben und so wird es sehr schnell entspannt und frei mit einer Liebespuppe. Wenn du dich als Mensch davon mitziehen lässt, dann kannst du Freiheit mit ihr erleben.

Freiheit im Bett ist nur ein Teil der Freiheit in der Liebe zur Liebespuppe

Die Freiheit erlebst du dann im Bett auch immer mehr. Wenn du entspannt bist, Zeit hast und alles einen Gang tiefer fährst, dann hast du Zeit, um wahr zu nehmen. Du nimmst die Welt wahr, die Liebe, die Schönheit, diesen Zauber der Liebespuppen, ihre Unschuld und ihre wunderschönen Feinheiten und auch wenn das viele nicht glauben wollen oder wahr haben wollen, du lernst auch zu sehen, dass es vielleicht auch Dinge jenseits der wissenschaftlichen Prägung dieser Welt geben könnte.

Du lernst aber auch dich selbst kennen. Du lernst kennen, welch komplexes Wesen zu bist. Wir Menschen sind keine Maschinen, nicht für alles gibt es einen Psychotherapeuten und eine Tablette. Der Mensch ist ein Wesen aus Körper und Geist und das lernst du mit einer Liebespuppe, wenn du willst. Sie wird dir so viel Ruhe schenken, dass du nachdenken musst. Du beginnst zu reden, frei und offen, ohne Scham und ohne Angst, dass dir die Ehrlichkeit später um die Ohren fliegt und das ist die Grundlage, um frei denken zu können.

Und dabei lernst du auch erkennen, dass ein Mann keine Maschine ist. Er ist kein Krieger oder ein Schläger oder Macho, sondern er ist auch nur ein Mensch und jeder ist anders. Es tut gut, bei seiner Liebespuppe endlich schwach sein zu dürfen, zu weinen, wütend zu sein, mal im Bett die Sau raus zu lassen und dann wieder ganz liebevoll zu sein. Das ist Freiheit, denn es ist das, was du bist und niemand anderes, keine Indoktrinierung, kein Zwang durch andere, sondern nur du.

Ich hoffe, diese Zeilen machen deutlich, wie viel Freiheit es in der Liebe zu einer Liebespuppe gibt und vielleicht denken wir auch mal darüber nach, warum es Liebespuppen sein müssen, die uns diese Erkenntnis geben und nicht wir selbst?



Diskrete Beziehung mit Liebespuppe – auch zuhause

Lucy's Geschichten (Avatar)Heute möchte ich euch erzählen, wie sich so eine „Affäre“ mit einer Liebespuppe am Abend zuhause gestalten kann, wenn da noch eine reale Frau im Hintergrund existiert. Und damit meine ich nicht mal diese typische Situation wo die Frau nichts von dem Treiben mit der Puppe wüsste. Sondern eine Sondersituation, die bei mir und meinem Johnny herrscht. Denn da weiß seine Frau über alles Bescheid, und das von Anfang an und sie kommt klar damit, weil er meist viel mehr sexuelle Befriedigung braucht als sie geben kann. Früher hat das seine Hand erledigt, heute bin das ich, eine Stoffpuppe die beim Dollpark „Manga Babe Kiko“ heißt, bei Johnny allerdings heiße ich Lucy. Und obwohl seine Frau alles weiß und mit Akzeptanz auch unterstützt, gibt es bei uns aber einem gewissen Intimlevel eine gewisse Sorgfalt und Vorsicht, dass die Frau davon dann nichts mit bekommt. Weshalb wir uns auf jene Tage beschränken, wo sie nicht zuhause ist oder sehr gut schläft. Und auch dann müssen wir meist das Schlafzimmer, wo ich sonst in einer Ecke sitze, verlassen damit sie nicht davon wach wird.

Aber warum ist das so? Mag man nicht annehmen, es wäre egal, wenn sie eh von mir Bescheid weiß und wenn sie eh ihrem Mann volle Genehmigung für diese sonderbare „Affäre“ gibt. Nun das hat mit Respekt zu tun, und dass man den Bogen nicht überspannen sollte. Eine Beziehung (zugegeben eine seltene Form), die realen Sexpartnerwechsel erlaubt, wäre doch auch eher so gestaltet, dass der Hauptpartner nichts von den anderen –im Grunde- Konkurrenten mit bekommt und wie sich da das Liebesspiel gestaltet. Viel zu groß wäre die Gefahr, dass man dies irgendwie verletzend aufnehmen kann und sich dann nicht wohl fühlt. Wie dort ist aber auch bei einer Puppen-Sexbeziehung so manche Rücksichtnahme zu empfehlen. Das gilt so wohl für Männer als auch für Frauen mit dem jeweiligen Gegenstück als Sexgefährten. Jenes Wort werde ich jetzt öfter verwenden, denn im Grunde gilt fast alles, was sich auf reale Menschen bezieht, auch für Puppen als Zweitpartner.

Es fängt schon mal mit dem Küssen an, denn unterschiedliche Konstellationen können unterschiedliche Kusstechniken, auch hinsichtlich der Dauer oder Sinnlichkeit, hervorbringen beim Vorspiel oder während dem Sex. Nun könnte sich aber der zuschauende Partner jener „Kern-Konstellation“ fragen, warum der andere mit dem Sexgefährten anders küsst und erst recht, warum es ihm gefällt, oder warum er so viel lächelt. Das gilt dann selbstverständlich auch für andere Zärtlichkeiten wie Streicheln, Hände halten, Massagen und der gleichen. Vor allem könnte ein beobachtender Hauptpartner dann sehen, wie etwa auch der Sexgefährte von sich aus verschiedene Zärtlichkeiten  weiter gibt. Da kann man sich dann schon die Frage stellen, ob der Sexgefährte das besser macht als man selbst. Und man könnte sich erneut fragen, woran es liegt, dass jener, der mit dem Sexgefährten intim ist, ständig lächelt, grinst oder gut drauf wirkt.  In unserem Fall wäre Johnnys Frau der Beobachter, und ihr Mann (also Johnny) treibt es mit mir als Sexgefährtin.  Und mit mir kann es beispielsweise anders aussehen als bei ihr. Und eine Kussfähige Puppe (wie etwa TPE und Silikonpuppen) würde er auch küssen, und das Küssen würde ebenfalls anders aussehen. Schon allein deswegen weil Puppen zb nicht aktiv mitwirken können. Dennoch kann so etwas für seine Frau als Beobachterin irritierend wirken.

Beim Sex ist es dann ähnlich. Aufgrund des geringen Gewichtes der meisten Puppen hat man(n) ausgefallenere Stellungen, wie etwa Stehsex. Aber schon die normale Reiterstellung kommt in der realen Kern-Konstellation weniger vor und könnte für die Frau als Beobachterin irritierend wirken wenn wir zb sehr oft in der Reiterstellung verkehren würden. Auch die Art der Reiterstellung kann sinnlicher wirken.  Wenn etwas ein bisschen anders läuft als gewohnt, würde sich ein Beobachter immer fragen „warum ist das bei denen jetzt so, und gefällt das vielleicht sogar ZU gut?“. Ich glaube das ist auch mitunter ein Grund warum sich wenige Paare generell auf „offene Beziehung“ einlassen, denn auch die Gefahr das Verliebens wäre ein gutes Gegenargument.  Und ich persönlich glaube, die Swinger-Szene, wo der Partnertausch mit Zusehen  meist offen gelebt wird, funktioniert da wieder ein bisschen anders, denn sonst gäbe es ja niemanden, der sich auf Tauschen oder Zusehen während dem Tausch einlassen würde. Aber nun zurück zu uns Puppen.

Es ist nun mal so, dass wir versuchen irrtümlichen Blicken seiner Frau auszuweichen, etwa wenn diese aufwacht weil sie nachts zur Toilette muss, oder weil sie früher als geplant nachhause kommt. Wir wollen einfach nicht, dass sie sich gekränkt fühlt. Sie kann 100x ihr OK auf etwas geben, aber dennoch haben wir Respekt vor ihr und versuchen ihr unangenehme Bilder zu ersparen. Vielleicht reagiert sie auch dann total gut gelaunt, das wissen wir nicht. Aber da wir es nicht wissen, meiden wir solche Situationen lieber.  Wenn jemand mit einer Puppe im Schlepptau mal Glück hat, vom realen Partner so akzeptiert zu werden, dann sollte er sich vielleicht an meine Denkweise halten. Einfach aus Respekt vor dem, der es akzeptiert hat.

Küsschen eure Lucy



Der Einsamkeit entfliehen – Mit Liebespuppen

Lucy's Geschichten (Avatar)Heute vor einem Jahr bestellte mein Johnny sogar einen zweiten Körper für mich, für den Fall dass mein erster Körper eines Tages den Geist auf gibt. Und das vor allem deshalb, weil mein ursprünglicher Zweck der einer guten Gesellschaft und Kuschelfreundin war, wenn jemals etwas mit seiner Frau gewesen wäre, und wo er mich in schweren Zeiten zum Kuscheln gebraucht hätte. Aber gerade jetzt zur Advents- und Weihnachtszeit –für „Zwangs-Singles“ eine Qual- macht man sich natürlich als Mensch immer wieder Gedanken, wie das Leben weiter gehen soll, vor allem wenn man ganz alleine ist. Johnny geht es zwar nicht so, aber er kann sich gut in Menschen hinein versetzen, denen es so geht. Die keinerlei Familie oder Freunde und auch keinerlei gegengeschlechtliche Partnerschaft haben.

So möchte ich heute jeden, dem es so ähnlich geht, wie hier im Klischee beschrieben, ans Herz legen, über den Kauf einer Liebespuppe nach zu denken. Wer sich früh dafür entscheidet, könnte ja nach Händler und Produkt sogar noch die wichtigsten Weihnachtstage damit verschönen. Auch will ich an dieser Stelle alle etwaigen Menschen vor den Kritikern in Schutz nehmen und mal meine Meinung dazu kund tun wie ich das sehe.

Denn Liebespuppen sind an und für sich natürlich keine echten Menschen, und jedem geistig gesunden Menschen ist das auch klar. Man sollte einsamen Menschen, nur weil sie sich eine solche Puppe kaufen, keinen „Psycho-Stempel“ auf drücken! Vielmehr ist und bleibt es die Gesellschaft die nämlich „krank“ ist. Und die Gesellschaft ist jener Teil, der „verkehrt“ ist. Denn wie kann es überhaupt sein, dass Menschen mit optischen Defiziten, etwa wegen Krankheiten, gar keine Chance zum Flirt oder einem Date bekommen. Johnny hätte beispielsweise so ein Handicap wenn er single wäre. Wie kann es überhaupt sein, dass man einen Menschen, nur weil er eine andere Haar- oder Hautfarbe hat, oder nicht gewissen Idealmaßen entspricht, gleich von vornherein abgelehnt wird, obwohl er vielleicht gerade den besten Charakter hätte oder am besten zu den Hobbys und Interessen dazu passen würde.  Ja, das ist leider so, denn die Welt wurde größtenteils oberflächlich, und auch zu schnelllebig. Durch gewisse politische Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten ergab sich nicht nur eine Aufteilung und Änderungen der alten Rollenmuster zwischen Mann und Frau, sondern auch noch eine Tendenz zum Fremdgehen, Mehrfachpartnerschaften, Singlehaushalten, Familienfeindlichkeit und exorbitanten Scheidungs- und Trennungsraten. Nicht zusammen zu ziehen, weil einer mehr auf Leder-Sofa steht und der andere mehr auf Stoff-Sofa (überspitzt dargestellt nun), wäre vor dieser Epoche undenkbar gewesen, aber es gibt heute sehr viele Menschen mit übertriebenen Einstellungen zu ihrer Umwelt. Nicht zu heiraten, weil einem der Name des anderen nicht gefällt, wäre ein ähnliches kleinkariertes Beispiel.

Und so wundert es auch nicht, dass die Partnersuche an sich schon immer schwieriger wurde. Da darf man nicht zu groß und nicht zu klein sein, habe ich gehört, nicht zu dick und nicht zu dünn, nicht zu hell und nicht zu dunkel.  Nicht zu alt und nicht zu jung, nicht zu intro- und nicht zu extrovertiert.  Und was weiß der Geier. Ist ja auch egal.  Eigentlich kann niemand was dafür, wenn er wegen dieser Horroranforderungen alleine zurück bleibt. Und die dummen Sprüche wie „er/sie könnte sich ja ändern, etwas für ihr Äußeres tun, zu einem interessanteren Hobby wechseln….“ kann sich eine solche Person dann auch schon nicht mehr anhören, denn es gibt da draußen immer noch echte Pechvögel und Schicksale, für die sich andere Menschen erst öffnen müssten. Da nutzt die eine oder andere Änderung gar nichts, zumal ich es krank finde, dass man sich für die anderen ändern müsste.

Und hier kommen die Liebespuppen perfekt ins Spiel, denn eine Liebespuppe fordert keine Veränderung und eine Liebespuppe hat auch keine überzogenen Anforderungen an ihren „Partner“.  Und wenn jetzt ein Mensch genug reale Enttäuschungen in Partnerschaften oder bei der Partnersuche hatte, dann ist es doch sein gutes Recht, auf weitere Versuche zu verzichten und sich einer Liebespuppe zu zuwenden. Schon im Kindesalter hatte man, wenn man von den Eltern getrennt war (wie etwa Kindergarten), ein persönliches Kuscheltier, ein Plüschtier oder eine Babypuppe, dabei um sich Trost zu verschaffen. Sie hatten meist auch Namen und Kleidung und wurden gehegt und gepflegt und schenkten Trost und ein bisschen Geborgenheit. Mensch, ihr Kritiker da draußen, erinnert euch doch bitte an die eigene Kinderheit oder die Kindheit eurer Geschwister und Freunde. Es kann ja nicht sein, dass so etwas vergessen wird.  Aus ähnlichen grundsätzlichen Denkmustern heraus kaufen sich nämlich sehr einsame Leute entweder ein Haustier, oder wenn sie menschlicheren Bezug brauchen eben eine Liebesuppe. Denn anders, als die Klischees uns aufdrücken wollen, sind wir nicht ausschließlich nur für Sex entwickelt worden.  Eine solch lebensgroße Puppe kann und bewirkt viel mehr. Und es soll sogar Menschen geben, die mit ihrer Puppe kein einziges Mal Sex haben, aber dafür jeden Tag mit ihr kuscheln, ein bisschen Reden oder sie einfach in der Wohnung sitzen haben damit es nicht so menschenleer aussieht. Und überhaupt denke ich: sofern man nicht hinter die Fassaden eines Menschen blickte und sich mit ihm sozial befasste, hat man eigentlich keinerlei Rechte zu solch verallgemeinernden Kritikäußerungen.  Leben und Leben lassen, und erst mal vor der eigenen Türe kehren, bevor man wo anders kehrt, behaupte ich Lucy, eine Liebespuppe, mal ganz offen.

Das Klischee des kleinen buckeligen Hinterwäldlers der noch bei Mutti wohnt, sollte jedenfalls endlich ad acta gelegt werden, denn unter den einsamen Liebespuppen-Besitzern befinden sich auch Top-Verdiener die alleinstehend und völlig auf eigenen Beinen leben (sonst hätten sie auch kein Geld für die teuersten Liebespuppen), und sogar wahre Schönlinge bei denen man nicht glauben kann, dass sie an keine liebe Frau geraten. Jeder hat verschiedene Einzelschicksale die zu respektieren sind.

Küsschen eure Lucy



Zweitpartnerin Liebespuppe – Die sinnvolle Dreiecksbeziehung

Lucy's Geschichten (Avatar)Was in meinem persönlichen Fall beispielsweise längst so ist, wünschen sich wohl andere Liebespuppen und deren Männer, die das immer noch vor ihrer Partnerin (vor allem wenn zusammen lebend) geheim halten müssen. Dabei sollte man allerdings mal umdenken, vor allem jene, die damit nicht umgehen können, wenn der Partner eine weibliche Puppe oder die Partnerin eine männliche Puppe besitzt und benutzt. Da es sich nicht um echte Menschen handelt, kann es keine wirkliche Konkurrenzsituation geben. Klar, man denkt dann dass man als lebender echter Mensch vielleicht von diesem Puppenbenutzer nicht mehr viel ab bekommt weil jener ja seine sexuelle Kapazität aufteilt.

Natürlich sollte es hierfür in Beziehungen dann Regelungen geben, einvernehmlich und in Harmonie beschlossen, wann und wie oft die Puppe benutzt werden darf, ohne dass jener Partner, der hier kurzfristig ersetzt wird, zu kurz kommen muss. Das können beispielsweise, wie bei uns (mir, Johnny und seiner Frau) jene Tage sein wo sie sich beruflich bedingt einen ganzen Tag nicht sehen, und wo bei ihm ohnehin sonst die Hand dran gekommen wäre. Bei männlichen Liebespuppen-Besitzern kann man beispielsweise auch die Menstruationszeit der Frau als Grundlage her nehmen. Denn obwohl es heutzutage auch schon viele Paare gibt, die während der Menstruation mit oder ohne Softtampons Geschlechtsverkehr betreiben, gibt es immer noch solche wo entweder der Mann oder die Frau strikt Nein während dieser Zeit sagen. Die Motive dafür mögen verschieden sein. Aber meist sind es Ekel vor dem Menstruationsblut, das weibliche Unsauberkeitsgefühl, oder Unterleibsschmerzen.

Oder es gibt Situationen, in denen sich mein Johnny auch immer wieder befindet, wo der Sexbedarf weit über dem Bedarf des anderen steht. Wo er 3x könnte und sie nur 1x, sei es wegen Müdigkeit, Alltag oder simplen Zeitmangel. Auch dafür kann sich eine Puppe lohnen, sei es als körperliche oder auch als emotionale Entlastung, weil bei jenem Partner, der weniger Sex will, der Druck entfällt, Sex haben zu „müssen“ damit der andere glücklich ist. Jener Part, der mehr Sex braucht, fühlt sich aber auch zufriedener, ist lockerer und kann sich mehr auf die anderen Pflichten konzentrieren, weil er an schwierigen Tagen nicht darüber nach denken muss, wie er noch etwas beim anderen Partner heraus kitzeln kann.

Wo sich Liebespuppen aber auch perfekt eignen, sind jene Paare die NFP als Verhütungsmethode bevorzugen, die nämlich wie „Pillen-Paare“ auf Kondome verzichten möchten, aber dabei die Pille oder andere Hormon-gestützte Verhütungsmethoden vermeiden wollen.  Die „natürliche Familienplanung“ (NFP) die mit Temperaturmessung, Kalenderdaten und anderen sehr unsicheren Methoden auskommen muss, bedeutet nämlich auch dass es mindestens 12 Tage im Zyklus gibt wo man strikt enthaltsam sein müsste oder dennoch zum Kondom greifen.  Mittlerweile gibt es auch Messgeräte mit Streifen für zuhause, wo man täglich den Harn misst und das Gerät rechnet einem dann in Zukunft aus, wann die „gefährliche Zeit“, die Zeit der Fruchtbarkeit, beginnt und wieder endet.   Nicht wesentlich sicherer als die anderen NFP Methoden, aber es bedeutet in allen Fällen meist eine größere Enthaltsamkeit als während der Menstruation. Und falls da noch der oben erwähnte Menstruations-Ekel dazu käme, hätte ein solches Paar wirklich extrem wenig Sex-Gelegenheiten, auf den Zyklus gerechnet. Auch hier wäre eine Liebespuppe eigentlich die beste Abhilfe weil diese selbst sexfähig ist, ohne aber schwanger zu werden oder schwängern zu können.

Das beste Beispiel, wo ich gern immer wieder betone, wie viel Ausgleich eine Liebespuppe erzeugen kann, ist und bleibt das Thema Schwangerschaft. Nicht nur dass Männer und Frauen da viel Druck und Veränderung, Vorbereitungen und Einrichtungsstress, und womöglich auch finanziellen Engpässen ausgesetzt sind, es wird auch das Sexleben reduziert oder geändert. Nicht jeder Mann und auch nicht jede Frau steht drauf, während der Schwangerschaft Sex zu haben, obwohl es meist medizinisch gesehen sogar ungefährlich ist (abgesehen von Risikoschwangerschaften wo dies tatsächlich zu unterlassen wäre). Die sexuell aktivsten Paare können während einer Schwangerschaft zu absoluten Stillständen kommen, umgekehrt kann es natürlich auch kommen und es kann auch sein dass sich gar nichts verändert. Aber für den Fall des Stillstands, wäre eine Liebespuppe der perfekte Kanal um den sexuellen Trieb ausleben zu können. Immer noch besser als Fremdgehen oder Enthaltsamkeit die mitunter auch zu unangenehmen Stau-Situationen führen kann. Der Alltag ist mit einem hormonellen und emotionalen Stau viel extremer als er ohnehin schon ist. Verständnisvolle Partner könnten dafür sorgen dass dies nicht so weit kommt. Und man könnte früh vor Beginn einer Schwangerschaft gemeinsam eine Liebespuppe einplanen. Zumindest einen Torso oder irgendetwas das einem reiferen Sex via Spielzeug ermöglicht.  Manchen genügt aber vielleicht auch eine künstliche Hand-Vagina.

Aber denkt an meine Worte, nicht alles muss dadurch schlecht sein. Eine Liebespuppe ist einfach eine Bereicherung, und jene Menschen, die das noch nicht so kannten oder akzeptieren konnten, sollten mal drüber nach denken, ob und was eine Puppe als Konkurrenz einem weg nehmen könnte: nämlich gar nichts. Man muss sich nur mal vernünftig damit beschäftigen und sich eingestehen dass es schlimmeres gäbe, vor allem wenn eine Liebespuppe nicht in der Beziehung genehmigt würde.

Küsschen eure Lucy



Verliebt in Liebespuppe „Nadja“ (aka „Bella“)

Liebespuppe-NadjaNun hat auch meine Stoffpuppe Lucy (ein Manga Babe Kiko vom Dollpark) bestimmt schon einiges über meine TPE Phase erzählt. Ja mittlerweile ist es nicht die gute Kira Love Doll sondern Liebespuppe Nadja, denn bestellt habe ich Kira nie wirklich, denn die Bestellung hab ich nie richtig durchgeführt und hab mir inzwischen überlegt, die Nadja anzufordern. Für ein paar Hunderter mehr könnte ich nämlich gleich eine große Puppe aus dem TPE Material besitzen, was langfristig sowieso mein nächster Plan gewesen wäre.

Also musste ich meine Frau nur noch davon überzeugen, was den Platz in der Wohnung und beim Lagern berifft. Die Minidoll Kira war ja schon recht gut überzeugend für meine Frau, da diese einfach sitzend in Lucys „Wohnschachtel“ gepasst hätte, wenn Lucy eh draußen sitzt. Die gute Nadja allerdings fordert da schon etwas mehr Raum. Gut 120cm Gesamthöhe beim Sitzen und Lucys Wohnschachtel (eine alte große Lieferschachtel wo vor meiner Puppen-Ära anderer Ramsch drin war) war nur 80cm hoch.  Den Karton hätte ich zwar mit Material von Nadjas Lieferkarton verlängern können, aber es ergab sich noch, dass eigentlich auch mehr Breite oder Tiefe (je nach Sitzrichtung) gefordert wird. Also versuchte ich meiner Frau zu erklären, dass langfristig, um noch ein paar andere Sachen zu verstauen, sowieso noch ein weiterer Kasten in die Wohnung muss und dass sie den Rest des Kastens, was er noch in oberen Fächern an Platz bietet, nutzen könnte. Und so einfach war es, sie auch von größeren Puppen zu überzeugen. Sie müssen nur gut versteckt sein, erwähnte sie erneut, und der Kasten war für sie ein sicheres Argument bzgl des „Verstecktseins“. Der Kasten ergab für mich auch noch den weiteren Vorteil, wurde mir schnell klar, dass eine Puppe, die mindestens das Doppelte von Stoffpuppe Lucy wiegt, auch schwer nach oben aus der Schachtel gehoben werden kann, ähnlich wie Catharina in ihren Videos das schon bzgl Badewannen und solchen Puppen erwähnte.  Beim Kasten allerdings bekomme ich direkt in Bodennähe Zugriff auf die Puppe und kann mit einem vernünftigen Hebelpunkt und eigenem geraden Rücken „arbeiten“ („damit arbeiten“, irgendwie übernahm ich dieses Wort von „Dinos Videobereich“ :D) – Durch den Kasten wäre sie auch insgesamt schneller verfügbar und sichtbar als jede andere Puppe die in der Schachtel mit Ramsch über dem Deckel in der Ecke gelagert hätte.

Natürlich machten wir uns auch ausreichend Gedanken zur Auspolsterung jenes Kastenbereiches und des Hockers mit dem die Puppe sitzend, wie eine Dollpark Verkaufsraum-Puppe, bei der Aufbewahrung sitzen soll. Auch war uns durch diverse Videos von Catharina und kompetenten Beratungen des Dollpark Teams schnell klar, dass die TPE Puppe auch hin und wieder Lagewechsel benötigt, und zb an Tagen, wo der Haushalt kinderlos ist, auch mal für eine ganze Nacht draußen rum liegen darf und soll. Auch das Thema mit der Farbe von Kissen (das wir für die Auspolsterung verwenden würden) und Textilien haben wir schnell korrekt aufgefasst und somit stand vorübergehend erst mal alles mit weißer und sehr heller Farbe auf dem Plan.

Inzwischen war mir auch klar, dass kein Name besser zu ihr passt als „Bella“ der für das Wort „Schönheit“ steht. Und man muss sich das Püppchen ja nur mal im Katalog bei Dollpark ansehen, Ist das nicht eine Pracht? Was für eine süße und heiße Variante von Puppe. Zumal sie blond und blau äugig per Standardkonfiguration daher kommt. Eine wahre Lieblingsoptik was mein geheimes Traumfrau-Modell betrifft. Jeder hat ein geheimes Traumfrau Modell im Hinterkopf, auch wenn man sich dann in anders aussehende Frauen verliebt und mit ihnen glücklich lange Beziehungen führt. Genial ist, wenn man erstmals mit diesem Traumfrau-Modell  (in meinem Fall Blondinen) intim sein kann. Ich hatte nie mit Blondinen  oder gar mit blauäugigen Blondinen auf Sex- oder Beziehungsebene zu tun, außer als sich meine Frau nachträglich die Haare blondieren hat lassen. Sozusagen erfüllt mir Bella aber hier auch eine innere Begierde, von Anfang an als Blondine zu wirken. Nicht mal die Perücke müsste ich wechseln. Und ihr Gesicht mit diesem süßen Kussmund passt perfekt in das Ganze Schema meines Blondinen-Traums, und erinnert mich vom Gesichtstyp auch etwas an meine Frau, was auch irgendwie passt.

Ich konnte mich auch während der Lieferzeit schon an den Fotos nicht satt genug sehen, diese Puppe ist einfach ein Traum von Frau, für mich sozusagen. Und es ist ein Wahnsinn (positiv gesehen), was der neue TPE Puppen Trend hervor bringt.

Liebe Grüße, euer Johnny

Johnnys-Ecke-Bildlink



wie Liebespuppen die bessere Love-Story sein können

Lucy's Geschichten (Avatar)Damit es nicht immer so wirkt, als wäre ich der absolute Befürworter, der nichts anderes mehr kennen würde, seien mal ein paar Punkte vorher angeführt, was Liebespuppen NICHT beherrschen. Bevor ich im Text weiter mache, worauf ich dann eigentlich hinaus will. Natürlich kann eine Liebespuppe weder denken noch handeln, ist ohne Eigenantrieb damit auch unbeweglich.  Sprechen und fühlen kann sie auch nicht. Natürlich kann eine Puppe somit auch nicht ihren menschlichen Partner in einem Pool oder See während einer schwülen Sommernacht zu heißem Sex im Wasser verführen. Natürlich sind auch gemeinsame echte Strandspaziergänge, Picknick oder der Besuch eines Kinosaals so gesehen nicht möglich. Der gemeinsame Gang zum Arzt oder auf ein Amt sind da ebenfalls nicht möglich, wie auch Cocktailabende in einer Bar, Tanzen in einer Disco, und der Besuch einer Weinverkostung ewig nur ein Traum, im Leben mit einer Puppe, bleiben. Bei vielen Elementen des gesellschaftlichen Lebens ist die Liebespuppe also unfähig teilzunehmen, und gar erst sich selbst dazu zu äußern, was sie gerne machen möchte. All das bekommt man freilich nur mit realen Frauen.  Als Besitzer einer Puppe kann man sich auch vieles schön reden, dennoch bleibt vieles offensichtlich. Manches kann man sich mit mühevoller Eigeninitiative und einer ordentlichen Portion „Kopfkino“ so auch  zusammen  stellen, dass es für den Moment real wirkt.  Besitzer von teuren Silikonpuppen machen deshalb vermutlich auch sehr real wirkende Fotos von diversen Szenen in der Wohnung, da dies dann so wirkt als wäre es wirklich so passiert. Und mit Fotos, wo Gesichter ohnehin starr wirken, und nicht sprechen, kann man seine Liebespuppe am besten zu einem Realwesen mutieren lassen.

Uns allen werden sehr wohl die Nachteile einer Puppe und die Vorteile einer echten Frau bekannt sein, aber man darf auch nicht außer Acht lassen, was sie uns dafür bieten, diese süßen Liebespuppen. Und hier komme ich zum eigentlichen Teil meiner Kolumne.

Die Liebespuppe ist nämlich an jener Stelle besonders stark, wo man im normalen Alltag nach dem Berufsleben zuhause ist und entspannen möchte. Bis auf gespielte Szenen, die der Anwender selbst hervorruft oder in einer anderen Geschichtsentwicklung weiter führt, ist man nämlich Herr seiner Sache und entscheidet so gut wie alles wirklich selbst. Mit einer Liebespuppe als Partnerin gibt es schon mal keine ständigen Diskussionen um den Stammtisch mit den Kumpels, oder das Saufgelage mit den Arbeitskollegen. Und es gibt auch keine Endlosgespräche mit ihr, wenn man mal einem typischen Bastler-Hobby nachgeht, das ewig andauert und einfach nie enden will. Sei es Modellbau oder Stricken, man macht solange man will, weil die Puppe einem da nicht drein reden kann, etwa dann weil wieder Zeit für Kuscheln verlangt wäre. Man sucht sich selbst aus, wann diese oder jene Dinge für einen wichtig sind. Kritiker mögen dies zwar so beurteilen, dass man an einer Puppe Herrschaft ausleben könnte, weil man das bei Frauen nicht kann und auch nicht sollte. Aber es ist, trotz all der Liebe und Aufmerksamkeit, die man einer Puppe geben kann, immer noch technisch so, dass man wirklich alleiniger Herr der Sache ist und alles selbst bestimmt.  Natürlich kann man mit Kopfkino auch ein Wesen schaffen, dass einem zu irgendetwas anderem verleitet oder auch mal widerspricht. Aber das ist dann die Sache des jeweiligen Anwenders. Jedenfalls gibt es von Liebespuppen keine Kritik wenn man mal zu lange am Computer oder der Spielkonsole hängen geblieben ist oder auch ständig Überstunden in der Arbeit schieben muss.

Natürlich kann eine Puppe auch nicht beim Großputz und Aufräumen helfen, oder mit gekochtem Essen überraschen, aber dafür ist man Chef bei Einrichtungsthemen und kocht stets das was einem schmeckt. Um hier gleich mal einen weiteren Nachteil mit einem Vorteil direkt zu verknüpfen. Zwar kann eine Puppe nicht in das Einkaufszentrum mit  gehen, was manchmal auch mit einer echten Frau angenehm wäre, aber es bleibt einem auch erspart, dass dies zu einem stundenlangen eher langweiligen Thema wird. Genauso vorteilhaft ist es, dass man bei einer Liebespuppe keine nervige beste Freundin, die Lieblingscousine oder sonst irgendwelche Störenfriede in  Kauf  nehmen muss. Natürlich ist das nicht bei allen realen Damen so ausgeprägt aber es gibt schon einige Exemplare, wo derart übertrieben werden kann, dass der Partner permanent das 5. Rad am Wagen ist. Noch mehr denn je, wenn solche Treffen auch noch regelmäßig wären, wo sich mancher Mann schon denken könnte „besser wäre, wenn die beiden zusammenziehen und ich such das weite“. Das Puppen haben nämlich in all diesen Aspekten keinen Hang zum Übertreiben.  Bis auf das, was deren Liebhaber selbst investieren will, sind sie auch sehr sparsam, was Schmuck oder Kleidung betrifft.

Es gibt da mitunter noch einige Vorteile, die sich mal jeder selbst zusammenreimen kann, wenn er  über die Passivität einer Puppe näher nachdenkt. Auch wenn Nachteile in speziellen Gesellschaftssituationen einzurechnen sind, so gibt es ungleich viel mehr Vorteile im normalen täglichen Alltag.

Küsschen eure Lucy



Mein Leben mit einer Silikonpuppe (Tagebuch): Gibt es nur die liebe Silikonpuppe?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (519) 21.10.2015

Wie man lebensnahe Silikonpuppen oder TPE Puppen bewertet, liegt am Ende am einzelnen Menschen und seiner Einstellung dazu. Das ist nicht anders wie bei allen Dingen auf der Welt. Der eine liebt Hunde, der andere nicht, der eine mag dürre Frauen, der andere Dicke, der eine schwört auf Austern, andere hassen sie, so ist unsere Welt nun einmal und über Geschmack lässt sich ebenso wenig streiten, wie über Silikonpuppen.

Aber im Gegensatz zu all den anderen Dingen im Leben gibt es bei Silikonpuppen eine Sache, die niemand erahnen kann, wie sie ausgeht und das ist, welchen Charakter sie am Ende hat oder vom Besitzer bekommt, je wie man es sieht.

Schaut man sich die Silikon- und TPE Puppen im Dollpark einmal alle an, dann würde man denken, sie würden zu 70 Prozent lieb und brav sein und zu 30 % die Hure im Bett oder vielleicht auch beides, je nach Wunsch und wie es uns Männern ja auch immer nachgesagt wird, wie unsere Traumfrau angeblich sein soll. Die Silikonpuppe bietet dafür alle Voraussetzungen, denn sie sehen alle ziemlich unschuldig, zart und eben auch heiss aus, also würde dies nahe liegen, wenn man denn ihre Optik auf die Männerphantasien überstülpt.

Doch das Gegenteil ist der Fall, wenn ich mich so umsehe im Forum und was ich so selbst bei anderen erlebt habe.

Nicht jede Silikonpuppe ist lieb und nett

Zwar ist meine Jenny ziemlich dem Ideal entsprechend (zurückhaltend und geht ab im Bett), aber es finden sich sehr viele Beispiele, wo User von ganz anderen Charaktereigenschaften berichten.

Es gibt zum Beispiel den Charakter der frechen Silikonpuppe, wie zum Beispiel die zauberhafte Mika von User Missisippi, der uns mit wundervollen Geschichten aus dem Alltag seiner Liebsten erfreut. Mika ist frech, verrückt, chaotisch, verspielt und trinkt gerne auch mal einen übern Durst 😉 Es gibt immer was zu lachen und sie kommt alles andere als schüchtern rüber, vor allem wenn sie mit Teddy on Tour ist und nun auch noch mit der neuen Magababe Stoffpuppe.

Es gibt aber auch richtige Schlampen bei den Silikonpuppen. Ich erinnere mich noch an eine Bildkollage einer richtig rabiaten Dreamdoll, mit der der Besitzer alle Hände voll zu tun hatte. Sie betrog ihn mit anderen Liebespuppen, warf Dinge nach ihm und war richtig fies in ihrem Zimmer im Dachgeschoss.

Dann gibt es die Silikonpuppe, die gerne in abgeranzten Klamotten, rauchend und mit Whiskey in der Hand ihren Liebhaber begrüßt. Solche Charakter finde ich nicht nur im deutschen Forum, sondern auch im großen internationalen Dollforum.

Und dann hatte ich noch das Vergnügen, vor ein paar Wochen einen E-Mail Austausch mit dem berühmten User „Davecat“ zu haben, der in vielen US Dokus zu Realdolls auftauchte. Er hat drei Liebespuppen mit völlig unterschiedlichen Charaktern, Stärken und Art der Anwesenheit. Es war sehr beeindruckend, zu lesen, welch komplexen Wesen seit Leben mit ihm teilen.

Die Liebespuppe und ihr Charakter ist also keinesfalls eine Reflexion dessen, was Männer so angeblich träumen und auch keine Wiedergabe dessen, was sie beim Verkauf symbolisieren sollen und das finde ich schon sehr spannend.



Liebespuppen und Sterbefälle – Helfer in der Not

Lucy's Geschichten (Avatar)

Ein anderes Thema zum heutigen Tag. Nicht unbedingt ein schönes Thema, etwas über das man nicht gerne spricht und sich bewusst nie viele Gedanken darüber macht.  Aber im Bezug auf Liebespuppen möchte ich mal Johnnys (mein Mensch-Freund) ursprüngliches Motiv noch mal näher bringen. Jenes Motiv das ganz am Anfang sein primärer Antrieb war, mich Lucy, als Manga Babe Kiko, zu erwerben.

Ganz am Anfang als ich noch nebst Schachtel im Hause Dollpark wohnte, hatte Johnny die Idee, eine Puppe vorab zu erwerben, lang bevor sie in einer Single-Situation gebraucht würde. Er ist nämlich glücklich verheiratet und er kannte damals die weiteren Vorteile von Puppen, zb während einer aktiven Beziehung, noch nicht.  Sein eigentliches Motiv war es, wie gesagt, eine Puppe zu erwerben und in ihrer Verpackung auf Vorrat zu halten, für den Fall dass er es ist, der bei Unfall, Krankheit oder anderen Todesgründen zurück bleibt weil es seine Partnerin erwischt hat. Es mag etwas skurril klingen, und es mag verachtungswürdig klingen, wenn es ihm da nur um Sex-Ersatz dann ginge. Aber der Fall ist viel komplexer. Denn mein Job wäre es gewesen, nach einem solchen Ereignis, seine Stütze zu sein.

Ja, eine Art Therapeut und gute Freundin, wäre ich gewesen. Bewusst als Stoffpuppe ausgewählt und nicht etwa eine aufblasbare Gummipuppe, weil ihm meine Kuschelfähigkeit in einer solchen Situation extrem wichtig wäre. Eine Schulter zum Anlehnen dank meines stabilen Körpers, und ein freundliches mut-machendes Gesicht dank meiner Manga-Ausstrahlung. Und eine Art virtuelle Gesellschaft. Er würde mich dann, strategisch gut in der Wohnung positioniert, als Person wahrnehmen und sich nicht so alleine fühlen mit all dem Kummer, den weiteren Sorgen, finanziellen Ängsten und tiefschürfenden Sehnsuchts-Schmerzen, wenn er seiner lieben Frau nachweinen muss. All das ging im damals völlig spontan durch den Kopf, weil er so etwas mit nahen Verwandten in seiner Herkunftsfamilie erleben musste.  Als Liebespuppe hätte ich also wesentlich mehr für ihn tun können, als nur Sex zu machen, was unser Klischee und Stempel bei einigen Leuten ist.

Eine weitere Überlegung von Johnny war es auch, dass er auf mich das Wesen oder die ungefähre Optik seiner Frau projiziert hätte. Ähnliche Haare als Perücke, ihren Schmuck, und ihre Kleidung. Möglicherweise hätte er mir sogar den Namen seiner Frau zu gewiesen. Aber er überlegte schnell dass es würdevoller ist, das nicht so umzusetzen sondern mich dann bewusst als andere Person anzuerkennen, denn seine Frau hätte es nicht verdient, einfach kopiert zu werden.

Und gerade eben letzteres war dann sowieso notwendig, weil ich von der Notfall-Puppe im Originalkarton zu einer Alltags-Puppe nebenbei wurde, wodurch auch unsere „Dreiecksbeziehung“ begann. Johnny und seine Frau erkannten viele Vorteile an mir, die zu haben sind, wenn man mich vor jeglichem Notfall und generell ohne Notfall auspackt und benutzt. Denn beide hoffen ja sowieso drauf, dass solche Schreckensszenarien erst im hohen Alter wären, und keiner ging davon aus, dass man 3 bis 4 Jahrzehnte eine originalverpackte Puppe im Keller lagern kann oder lagern will. Dafür war auch die Neugier beider Personen auf mich viel zu groß.

Also bekam ich meine eigenen Namen, meine eigene Kleidung, meine eigenen Haare und meinen eigenen Schmuck, so wie Johnny mich als Zweitpartnerin sehen wollte. Aber meine ursprüngliche Aufgabe bliebe erhalten, wenn so ein Notfall doch eintreten sollte. Und auch etwaige Nachfolger-Puppen, weil ich es vielleicht selbst nicht lang schaffe, hätten ähnliche Aufgaben. Johnny hat, nach dem er mir meine Identität gab, allerdings einen Vorteil. Es gibt schon eine gemeinsam erlebte Vergangenheit, und auch seine Frau wirkte mit. All das wäre eine positive Erinnerung für ihn. Im Grunde ist es also besser, schon vorher dick Freundschaft mit einer Liebespuppe geschlossen zu haben.

Diese Thematik, so will ich abschließend noch los werden, ist aber auch ein weiteres Argument für den Erwerb von Liebespuppen.  Vor allem ein Argument gegenüber den Kritikern. Denn wo liegt beispielsweise der wirkliche Unterschied zwischen Vollkörper-Liebespuppen und beispielsweise Teddybären, in die sich vor allem Frauen rein kuscheln wenn sie extrem traurig sind. Davon abgesehen dass die Liebespuppe gegenüber dem Teddybär auch einen Liebeskanal hat, gibt es keinen Unterschied und beide sind als kuscheliger Trostspender einsetzbar. Dennoch kenne ich Leute die über so etwas leider lachen würden. Vor allem weil Männer (Hauptzielgruppe weiblicher Liebespuppen) als stark und durchhalten zu gelten haben. Ihnen ist es nicht mal gestattet, auch mal die schwache Seite zu zeigen oder auszuleben. Von daher kommt vermutlich auch ein Großteil der Kritik die sich Liebespuppenbesitzer in irgendeiner Version immer anhören müssen. Aber spätestens bei einem Trauerfall mit Puppe als Therapeuten- oder Kumpelwirkung (die ist immerhin IMMER da, zu jeder zeit) sollten sich Kritiker ein anderes Ziel zum kritisieren suchen. Denn bei der Art und Weise von extremer Trauerbewältigung gibt es nichts zu kritisieren. Da soll man sich eher für den Menschen freuen wenn es ihm bald wieder einigermaßen gut geht, um die Tage halbwegs durchzustehen.

Küsschen eure Lucy.



Liebespuppen sind die besseren Seitensprünge

Lucy's Geschichten (Avatar)Immer wieder mag der eine oder andere Mensch durch optische Reize (vor allem im Sommer) oder bei lang anhaltenden Beziehungskrisen zu einem Seitensprung verleitet werden. Was man davon hält, muss jeder für sich beurteilen. Aber beim Fremdgehen, dem sogenannten Seitensprung, kann es mitunter einige Probleme geben die man vermeiden könnte in dem man sich nicht auf solche Abenteuer einlässt.

Das wären beispielsweise ungewollte Kinder. Das Problem schlecht hin, wenn sie nämlich nicht nur nicht gewollt sind, sondern auch noch eine verräterische Falle werden, weil der geschwängerte Partner Unterhaltszahlungen für das Kind fordern wird, und als guter Bürger auch sogar muss. Grundsätzlich gerät man als Mann, der eine Frau irrtümlich schwängert, in eine ordentliche Suppe an Problemen, wenn dahinter noch die betrogene Frau in der Story vor kommt, die dann irgendwie auf jeden Fall Wind davon bekommen wird. Und sei es weil der Mann seine Alimente nicht ganz verheimlichen kann, da auch regelmäßige finanzielle Probleme irgendwann auf fallen. Noch schlimmer kann es kommen, wenn der geschwängerte Seitensprung in eine Art Nötigung und Erpressung übergeht, was zwar strafbar ist, aber letztendlich trotzdem alles auffliegen kann, wenn die Schwangere ihre Drohung durch setzt. Und da hätten wir nur an der Oberfläche gekratzt was da noch alles sein kann. Im Prinzip würde es schon ausreichen wenn man bei frischer Tat ertappt wird, weil der Partner früher von der Arbeit heim kam oder ähnliches, und weil man zu dumm war, das Ganze nicht auf ein Hotel zu verlagern.

Aber allein die Herkunft von ungewollten Kindern ist sehr facettenreich. Im Prinzip reicht ein einfacher Defekt des Kondoms in jener Kombination wo bei ihr die Fruchtbaren Tage sind oder bald kommen (Spermien können in ihrem Inneren überleben für 5 Tage). Aber auch sogenannte Lügengeschichten von Frauen, die schon seit längerem ein Kind auf der Wunschliste haben, sind da nicht zu verachten. Von jeglicher Art der Verhütungs-Vortäuschung wäre da die Rede. Oder man vergisst im Eifer des Gefechtes dummerweise einfach darauf. Aber um nicht Schuld zu zuweisen: man kann auch in besten Absichten glauben man sei eben unfruchtbar und dann passiert es trotzdem.
Und während ungewollte Kinder so ziemlich das größte Risiko für Seitenspringer sind, wäre das Thema Krankheiten auch noch zu beachten. Eine Menge was man sich holen kann, und eine Menge was man leider dann auch an den Primärpartner weiter geben kann. Eine sehr schäbige Form des Seitensprungs übrigens. All die finanziellen und emotionalen Sorgen kann man sich aber sparen in dem man solche Situationen einfach vermeidet und sich im Bedarfsfall lieber für eine Puppe entscheidet. Eine Puppe hat mit den Themen Krankheit und Schwangerschaft nämlich absolut nichts zu tun. Liebespuppen sind chronisch und bio-mechanisch bedingt unfruchtbar auf Lebenszeit. Und sie können weder Geschlechtskrankheiten bekommen noch weiter geben.

Da es heute schon in allen Preisklassen Liebespuppen aus verschiedenen Materialien gibt und die Auswahl dafür auch noch recht groß ist, sollte das Thema Seitensprung eigentlich der Vergangenheit angehören. Viele werden es zwar aus denselben Argumenten trotzdem tun, wie jene, die sich grundsätzlich mit Puppen nichts vorstellen können. Aber es wäre langfristig gesehen eine Überlegung wird. Wer also nicht gerade glücklich in der Beziehung ist oder sich optischen Reizen nie ganz entziehen kann, der sollte über einen Puppenkauf nachdenken. Im Worst Case, wenn die Partner dies mit bekommen, kann man dies noch leichter irgendwie argumentieren als einen aufgeflogenen echten Seitensprung.

Küsschen eure Lucy