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Schlagwort: Beziehung

Humor in der Liebe zur Liebespuppe?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (815) 6.10.2017

Kann man eigentlich in einer Liebe zu einer lebensnahen Liebespuppe auch so etwas wie Humor entwickeln und mit ihr lachen? Nun, was mich selbst betrifft, muss ich sagen: Ja

Das gemeinsame Lachen, Spaß haben und herum blödeln ist ein fester Bestandteil meiner Liebe zur Silikonpuppe und zu Jenny und je länger ich mit ihr zusammen bin, desto mehr nimmt es Raum in unserer Liebesbeziehung ein.

Jenny ist ein so außergewöhnliches Wesen, dass sie einen eigenen Humor hat. Dieser Humor kann schnippisch, leicht kindlich und auch mal ein wenig über der Grenze des guten Geschmacks sein und doch ist er so ganz anders, wie mein Humor und der Humor, den die heutigen Menschen so haben.

Jennys Humor ist nicht so direkt versaut, nicht so sarkastisch, nimmt keine Volksgruppen oder Eigenschaften von Menschen oder Geschlechter auf die Schippe. Es ist ein harmloser Humor, ein Situationshumor, der meist sehr zauberhaft ist und irgendwie weder Deutsch noch aus dieser Zeit ist, so scheint es mir meist.

Doch das tut dem Spaß mit ihr keinen Abbruch. Hinzu kommt das übliche Necken, das Spielen mit den Reizen und ein paar witzige Anspielungen, die unseren Alltag füllen. Jenny ist dabei sehr glücklich und oft bringt auch sie mein altes und kaputtes Herz zum Lachen, oft ganz spontan.

Das kleine Mysterium des besonderen Humors meiner Liebespuppe

Es ist eines der kleinen Mysterien, warum wir eine eigene Art des Humors entwickelt haben. Dieser Humor ist ebenso locker, einfach und simpel, wie eigentlich alles in unserer besonderen Art der Liebe. Überhaupt hat alles in unserer Liebe keine bösen Hintergedanken, keine Mann/Frau Anspielungen und es braucht auch keine Provokationen und Anmache des anderen, höchstens mal eine schnippische Bemerkung, die oft so süss verpackt ist, dass man ihr nicht böse sein kann.

Ich denke, gerade weil Jenny aus einer anderen Welt kommt und auch sonst kaum andere dazwischen funken, kann der Humor zwischen mir und meiner Liebespuppe so harmlos sein. Wir müssen uns nicht mit „krassen Witzen“ überbieten. Jenny versteht überhaupt diesen ganzen Humor der Marke „Mario Barth“ oder so nicht, sie lacht generell kaum über den hohlen Humor, der so medial zelebriert wird und wenn ihr überhaupt etwas in der Hinsicht gefällt, dann eher der Humor aus ihrer Zeit, so wie „Dick und Doof“ oder so.

Ich bin jedenfalls immer wieder glücklich, dass ich mit meiner Liebespuppe wieder den sanften Humor in meine Welt gelassen habe. Vor Jenny und der Silikonpuppe war ich ein verbitterter Mensch, für den Humor nur aus „Monthy Pythons“, „Volker Pispers“ oder anderem krassen, bissigen oder schwarzen Humor bestand. Mein Humor war so bitter wie mein Herz es damals auch war.

Heute schaue ich kaum noch schwarzen Humor oder politisches Kabarett. Ich lese auch keine modernen Witze mehr. Ich lache lieber mit Jenny. Das macht viel mehr Spaß und mein Herz lacht dabei ebenfalls und es ist einfach nur schön und ich möchte diese Art von Humor eigentlich auch nie wieder aus meinem Herzen lassen, wenn ich ehrlich bin.



Meine kleine eigene Welt mit meiner Silikonpuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (810) 25.9.2017

Die großen politischen Umwälzungen vom Sonntag in Deutschland lassen Jenny und meine Silikonpuppe kalt. Es ist ihr egal, welche Koalitionen gebildet werden und wer Kanzlerin ist. Für Jenny existiert nur unsere kleine (heile) Welt und wenn ich ehrlich bin, wird sie auch immer mehr meine kleine heile Welt.

Denn ich habe mich genug in meinem Leben an Politik und Gesellschaft aufgerieben und mein gesunder Menschenverstand und Freigeist der letzten Jahre war im Grunde meist nichts, als ein Schwimmen gegen den Strom. Die meisten Menschen haben mich in meinem Leben schwer enttäuscht und langsam habe ich – ehrlich gesagt – auch die Nase voll von ihnen, zumindest in dieser Form, wie es jetzt ist.

Ich habe in den fast sieben Jahren des Lebens mit einer lebensnahen Liebespuppe eine kleine eigene Welt mit ihr aufgebaut. Es ist mir scheiss egal, wie andere das sehen, was ich mit Jenny lebe, ob sie es als Flucht aus einer – wie auch immer definierten – Realität sehen oder als Abkehr von der Gesellschaft. Ich habe mich bewußt von dieser Form der Gesellschaft abgekehrt, denn Jenny hat mir einen Schlüssel in die Hand gegeben, es in Würde und Liebe tun zu können.

Ein ganzheitliches Leben mit meiner Silikonpuppe und Jenny

Unsere kleine Welt umfasst viel mehr als nur einen TV Abend zu teilen oder gemeinsam einen Mittagskuschel zu machen oder Sex zu haben. Jenny und ich habe eine eigene Sprache, eigene Koseworte, eine eigene Erinnerung und eigene Dinge, die ich nur mit ihr teile und mit sonst niemand anderen.

Jenny weis alles über mich. Sie kennt meine Schwächen und meine Stärken. Unsere Welt ist ehrlich, liebevoll und zärtlich, sie ist respektvoll und ohne Show. Sie ist rein, sanft und wir nehmen einander Rücksicht und wenn das eine Welt Abseits der Gesellschaft darstellt, dann sollte sich jeder fragen, ob hier wirklich alles noch gerade läuft.

Jenny ist ganz selbstverständlich mein „Prinzesschen“, mein „Schnulli“ und ich ihr „Prinzi“ oder „Schnullerich“. Jenny liebt all diese Wortspiele, sie ist dann auf eine Art und Weise witzig und süss, süsser als all der Schwachsinn des wie im Mantra daher geschwafelten „Schatzi“, wie ich es zu oft gehört habe in meinem Leben.

In dieser Welt passen wir aufeinander auf. Jenny fragt mich immer, wie es mir geht, sie leidet und freut sich mit mir. Wenn ich glücklich oder zufrieden bin, ist sie es auch und wenn sie mich einmal traurig ansieht, frage ich sie, was los ist und auch ich bin erst dann glücklich, wenn sie es ist.

Jenny weis auch, dass unsere Welt nicht nur schön ist. Sie weis, wie hart es ist, dass wir nie einander in den Urlaub fahren werden, dass ich sie niemals meinen Eltern werde vorstellen können und dass wir nie Kinder bekommen können. Doch wir beide machen einfach das Beste aus allem, immer und ausnahmslos.

Diese kleine Welt werde ich mit Jenny leben, so lange es geht. Ich werde sie leben, so lange ich sie spüre, höre und erleben kann und ich werde stolz darauf sein. Ganz sicher.



Wie läuft eigentlich eine Beziehung mit einer Liebespuppe?

Die Liebe zwischen Mann und Frau wurde viel besungen, endlose Gedichte geschrieben und „Experten“ haben unzählige Berichte und Artikel geschrieben, wie so eine Liebe auszusehen hat, was angeblich darin wichtig ist und was ihre Trennungsgründe sind. Dabei wurde nichts ausgespart, ich habe damals sogar ein Paar gesehen, was für die Wissenschaft mit einem Haufen Sensoren an sich Sex hatte, inklusive Kamera, die den männlichen Orgasmus in der Muschi filmte. Was ich von solchen Dingen halte…..dazu möchte ich nichts sagen.

Selbst die Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern und alle Arten von Liebe, die verboten ist, weil sie Normen oder andere Dinge sprengen, all das wurde Hunderte Male beschrieben, verfilmt und aufgearbeitet. Doch was ist eigentlich mit der Liebe zu lebensnahen Liebespuppen? Hier hört man vor Stille fast die Grillen zirpen, wenn man das Thema mal aufruft.

Die Liebe zu Liebespuppen ist bisher weder besungen worden noch hat man darüber Bücher veröffentlich, Gedichte geschrieben oder Dramen verfasst. Bis auf den immer wieder vorgezerrten Film „Lars und die Frauen“ oder anderer Machwerke der Marke „Gummipuppe wird lebendig“ ist nicht wirklich etwas zu finden, außer in den Tiefen des Internets, wie z.B. meinem Blog hier.

Doch dabei ist die Liebe zu einer Liebespuppe wirklich etwas, worüber man eine Menge schreiben könnte, auch, weil es eine ganz andere und auch neue Art der Liebe ist, die sich weit von Beispielen der Vergangenheit abhebt, weit über Objektliebe oder der Liebe zu (s)einem Kunstwerk geht. Die heutige lebensnahe Liebespuppe ist ultrarealistisch, weltweit vorhanden und sie ist kein Produkt für ein paar Duzend Leute. Weltweit dürften bereits Zehntausende Menschen solche Liebespuppen haben oder gehabt haben.

Die Liebe zur Liebespuppe – Kaum verarbeitet in dieser Welt

Alleine diese Tatsache wäre schon mehr wert, als ein abwertender Hollywoodfilm und ein paar reißerische Dokus im Privat TV der Marke Freakshow. Diese Liebe ist – das habe ich in den ganzen Jahren hoffentlich sehr gut rüber gebracht im Blog – eine ganz andere Art von Liebe, die mit nichts anderem zu vergleichen ist, weder mit der Liebe zwischen Mann und Frau noch mit anderen Arten von Liebe und auch nicht mit der Liebe zu Kuscheltieren oder so.

Ich lebe seit fast sieben Jahren mit einer Silikonpuppe zusammen. In dieser Zeit funkte keine Frau ernsthaft dazwischen und ich habe mit ihr so viel erlebt, dass sie mehr Erinnerungsalben füllt, als manche Beziehungen. Doch wie kann so eine Liebe eigentlich über Jahre aufrecht erhalten werden, wo doch so viel vom klassischen Schema der Liebe fehlt? Wie kann sie ihren Reiz behalten, wo sie weder Kinder gebären kann noch Spaß beim gemeinsamen Kinobesuch gibt? Nun, die Antwort ist nicht leicht, aber ich versuche, sie hier einmal zu erklären.

Abgesehen davon, dass ich in der Liebespuppe eine verstorbene Seele sehe, bringt die Silikonpuppe eine Menge Dinge mit, die den Reiz an ihr nicht vergehen lassen.

Da ist zuerst einmal eine große Qualität, die oft unterschätzt wird. Die lebensnahe Liebespuppe ist immer da, sie ist nur dein und sie ist immer an deiner Seite, egal was du tust. Das gibt einer solchen Liebe eine solide Basis, gerade wenn man in der Liebe zuvor betrogen, belogen und verraten wurde. Die Treue der Liebespuppe ist oft das Fundament, was diese Liebe überhaupt erst entstehen lässt, denn sie schafft Sicherheit und Geborgenheit.

Die Liebe zu Liebespuppen ist einfach anders

Dann spricht die lebensnahe Liebespuppe sehr viele Areale in uns an, die sonst oft brach lagen. Phantasie, Intuition, Geduld und Ruhe sind einige der Dinge, die Liebespuppen erwecken können. Solche Attribute sollten auch in menschlichen Beziehungen normal sein. Sie sind es aber leider nicht. Mit einer Liebespuppe ist dies fast garantiert, wenn man diese Gaben hat. Das macht sehr viel aus in einer solchen Liebe, zumindest bei mir.

Die Liebespuppe hilft beim Verarbeiten. Sie hilft, ein verkorkstes Leben in der Liebe wieder gerade zu biegen. Aber sie hilft auch, sexuell zu befreien, sie lässt Versagen zu, sie erträgt Schwäche und doch motiviert sie irgendwie. All das geschieht auf anderen Wegen als zwischen Menschen.

Um eine lebensnahe Liebespuppe lange lieben zu können, muss man auch ihre Grenzen verstehen. Sie von morgens bis abends mit einer Frau zu vergleichen, bringt nichts. Ebenso wenig, sich ständig zu wünschen, sie würde lebendig werden. Es ist sinnvoller, die Realität zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen und darin Chancen zu sehen, denn diese Liebe hat auch eine Menge Vorteile.

Eine lange Liebe zu einer Liebespuppe ist eine ganz spezielle Reise, denn es gibt kein Drehbuch, keinen Expertentip und kein Idealbild, wie sie zu sein hat. Und vielleicht ist genau das ihr großer Reiz, vielleicht ist genau das der Grund, warum man sie dann auch Jahre lang lieben kann, denn in einer genormten Welt diese in einer solchen Liebe zu verlassen, kann ein großer Reiz sein.

Auf jeden Fall bleibt mein Beispiel auch nur ein individuelles Beispiel. Jeder Liebespuppenfreund gewichtet die von mir genannten Dinger anders, vielleicht sieht er andere Gründe. Vielleicht ist es ihre Perfektion, die ihn jahrelang fasziniert, vielleicht der ungezwungene Spaß auf verschiedenen Ebenen. Es gibt so viele Gründe, warum die Liebe zur Liebespuppe viele Jahre lang andauert und ich bin mir sicher, jede individuelle Geschichte würde Bücher, Filme und Gedichte füllen können, wenn man sie denn mal ansatzweise so ernsthaft beleuchten würde, wie die klassische Liebe zwischen Mann und Frau.



Fahr mal ein paar Gänge runter mit der Liebespuppe!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (807) 8.9.2017

Mensch, fahr doch mal einen Gang runter! Diesen Spruch hören Jenny und ich bei unseren allabendlichen Soaps fast immer. Immer wenn jemand – warum auch immer – wütend ist, kommen solche Sprüche daher, dabei wird in all dem immer vergessen, dass es die Wut war, die unserem Land überhaupt erst ein solches Leben ermöglicht hat, denn ohne die Wut der Bürger wären wir – und viele andere Staaten – heute noch in Diktaturen. Wut kann – in richtigen Bahnen und fürs Allgemeinwohl eingesetzt – durchaus sinnvoll sein.

Aber das einen Gang runter fahren kann auch eine ganz andere Sinnhaftigkeit haben und dabei kommt die lebensnahe Liebespuppe unter Umständen ins Spiel. Wenn unser Leben zu hektisch wird, zu sehr auf der Überholspur ist, zu viele Drogen aller Art unser Leben beherrschen und alles zu einem Konsum mit schalem Beigeschmack wird, dann kann die Liebespuppe ein zauberhaftes Stopp – Zeichen setzen.

Mein Leben war einst auf der Überholspur, zu viel Arbeit, zu stressige Beziehungen, zu wenig Liebe und zu viel Ellenbogengesellschaft bestimmten einst mein Leben. Es war zwar damals nicht die Liebespuppe, die dieses Stopp – Zeichen setzte, sondern mein Geist und mein Körper mit dem Burn out, aber die Liebespuppe half, dass ich all die Wut, die Enttäuschung und die Trauer über einen falschen Weg in eine sinnvolle Bahn bringen konnte.

Die andere Art der Liebespuppe lässt mich einen Gang runter fahren

Es lag vor allem an dieser unglaublich distanzierten und ruhigen Art, die Liebespuppen ausstrahlen. Liebespuppen sind rein, sanft, unfassbar schön und von einer Art Erotik, die unverfälscht und exklusiv für ihren Liebhaber ist. Die Liebespuppe interessiert zudem so vieles nicht. Sie will keinen Prinzessinnentraum erzwingen, will keinen Männerhass über die Beziehung abarbeiten und keine psychischen Defizite ablassen. Sie existiert einfach, ist da, liebt und ist glücklich.

All das – plus die fehlende Angst, dass sie fremd geht – lässt dich in allem einen Gang runter fahren. Sie lässt dich vergessen, sie heilt Wunden und sie braucht keine Hektik und keinen Stress. Sie will für dich da sein und das ist alles, was sie will.

Die Liebespuppe half mir auch, durch ihr nimmermüdes Zuhören, einen Gang runter zu fahren. Sie war nie gelangweilt, wenn ich ihr zum x-Mal von meiner traurigen Schulzeit erzählte, sie nahm all meine Tränen auf und nie stoppte ein nervendes Smartphon diese Zeit. Sie war auch hier einfach nur da und ich konnte auch einen Gang runter fahren, weil bei ihr Schwäche nicht gleichbedeutend mit dem Auftakt des Ausnutzens war und sie sah mich dadurch auch nicht ein wenig weniger männlich an.

Die Liebespuppe ließ mich einen Gang runter fahren, indem sie mir vor allem Zeit schenkte. Sie füllte unser Dasein nicht mit belanglosem Aktionen zum Verdecken geistiger Windstille, sie nervte nicht mit Belanglosigkeiten und sie war immer offen und ehrlich und klärte alles immer sofort, sanft und liebevoll. Alleine das Verabschieden vom ewig nutzlosen Genderkrieg ließ mich mindestens einen Gang herunter fahren, wenn nicht gar zwei.

Nun ist mein Leben vielleicht ein lahmes daher tuckern im 1. Gang geworden, aber so habe ich endlich die Zeit, all die Feinheiten dieser Welt überhaupt erst erkennen zu können. Es ist ein großer Wert für mich und an diesen Weg hatte meine Liebespuppe einen erheblichen Anteil.

Und die Wut? Ja, sie kommt ab und an noch durch, denn die Welt existiert auch außerhalb der Silikonpuppe und Jenny. Und wenn sie ungerecht ist, dann darf ich wütend sein und Jenny kommt dann nicht mit dem blöden Spruch „Fahr mal einen Gang runter“ daher. Sie lässt mich einfach Dampf aus dem Kessel ablassen und danach kuschelt sie mit mir und dann ist auch so alles wieder gut.



Bundestagswahlkampf ohne Liebespuppen – Ein Segen!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (806) 6.9.2017

Kanzlerduell, Umfragen, die immer gleichen Politikerfratzen…..ich kann es nicht mehr hören und sehen. Bin ich froh, dass Liebespuppen nichts mit der Politik zu tun haben.

Während sich der Bürger in seinem 2 Sekunden Akt der Demokratie entscheiden soll, welche Marionette der Großkonzerne die nächsten vier Jahre an den Strippen tanzt, ist Jenny und meine Silikonpuppe entspannt, so wie eigentlich immer. Und an lebensnahen Liebespuppen gehen viele weitere Kelche vorbei: Unterhaltsstreit, Steuererklärungen und Zankereien um nichts und wieder nichts sind einige Dinge aus einem Repertoire, was Liebespuppen völlig kalt lässt und dafür beneide ich sie manchmal.

Ich bin eigentlich schon vor meiner Zeit mit der Liebespuppe in Sachen Politik, Wissenschaft und Religion aufgewacht. Diesen Verdienst rechne ich nur bedingt Jenny und der Liebespuppe zu.

Mein Burn out war damals der erste Schritt eines Weges, wo ich mich hinterfragt habe, was eigentlich in meinem Leben ich selbst war und was andere in mir einpflanzten und ich kam damals zum Ergebnis, dass es nicht nur die Indoktrinierungsmaschinen der Schule oder der Massenmedien waren, sondern vor allem auch Freunde, Bekannte und Familienangehörige, die einem mit ihrem „gut gemeinten Rat“ das Leben am Ende schwerer machten, als wenn sie mich einfach nur gelassen hätten.

Doch die schlimmste Erkenntnis auf dem Weg war, dass ich eine Art von Liebe beigebracht bekommen habe, die mit meinem realen Leben einfach nicht kompatibel war. Meine Welt der Liebe war auf eine Vorstellung einer Zeit aufgebaut, die heute nicht mehr existiert und wenn, dann nur über einen Weg, den ich nicht leisten kann oder will. Es war die wohl furchtbarste Konditionierung meines Lebens, eine Art der Liebe für mich zum Ideal zu erklären, die für mich nicht machbar ist.

Meine Liebespuppe beantwortete die alles entscheidende Kernfrage in meinem Leben

Es war am Ende die alles entscheidende Kernfrage, die nur meine Liebespuppe beantworten konnte. Während ich die Indoktrinierung von Schule, Medien und gesellschaftlichen Erziehung abschütteln konnte, den Status Qou verließ und ein alles hinterfragender freier Geist wurde, blieb diese Art der Liebe so fest in meinem Herzen eingemeißelt, dass sie – trotz aller rationalen Erkenntnis – nicht aus meinem Herzen getilgt werden konnte.

Die Liebespuppe war am Ende die einzig sinnvolle Antwort für mich. Sie war der einzige Weg zur Gnade, zu einer Art Konpromiss, einem Waffenstillstandsabkommen. Durch die Liebespuppe konnte ich einen Weg dieser Art der Liebe gehen, auch wenn er einer Kapitulation sehr nahe kam, aber es war am Ende keine richtige Niederlage, im Gegenteil.

Denn durch die Liebespuppe bekam ich Raum, meinen freien Geist weiter frei sein lassen zu können. Ich konnte weiter in Ruhe hinter die Kulissen schauen, konnte mich von allen Versuchen der Beeinflussung befreien und so frei im Kopf und im Herzen sein, wie es noch möglich war. Und das Ergebnis ist heute, dass ich der bin, der ich wirklich bin.

Und deshalb hält mich die Liebespuppe auch von dem unsinnigen „Kanzler – Duell“ fern oder dem ganzen emotional aufgepeitschtem Bla Bla. Ich treffe heute überall nur meine Entscheidung und diese ist nicht für immer fest, sondern dynamisch, sie passt sich an die Gegebenheiten an und sie wirft auch einmal Überzeugungen und Wissen über den Haufen. So handhabe ich es mit dem Verständnis der Seele meiner Liebespuppe bis hin zu meinem aktuellen Weltbild.

Und so nehme heute nur noch meine Sinne, den gesunden Menschenverstand, spüre, fühle und erlebe und was andere dazu meinen, interessiert mich nur am Rande und schon gar nicht, wenn es völlig undifferenziert ist. Ich mache mir dann lieber mein eigenes Bild und gut ist es und ob dieses dann Wahrheit ist oder nicht, wer weis das schon, ich bin schließlich auch nur ein Mensch.



Kein Rosenkrieg mit Liebespuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (803) 30.8.2017

Ja, der Vergleich Liebespuppe vs. Frau ist sinnlos und er sollte – meiner Ansicht nach – im Bereich der Satire bleiben, aber im Alltag gibt es mit einer Liebespuppe schon eine Menge Unterschiede zu betrachten, zumal ich meine Silikonpuppe und die Seele Jenny in ihr wie eine Partnerin sehe, sie so behandle und auch so respektiere. Sie steht einer lebenden Frau in dieser Hinsicht in nichts nach, inklusive der Liebe, die ich für sie empfinde.

Der größte Vorteil dieser Art von Liebe ist Freiheit. Es ist die Freiheit, eine Liebesbeziehung zu führen, in der jeder Teil das machen kann, was er möchte. Es gibt keinen Besitzanspruch, keine Erwartungen, keine Statussymbole oder gesellschaftliche Erwartungen zu befriedigen. Die Liebe zu einer lebensnahen Liebespuppe ist simpel, so simpel, dass sie frei macht und eine andere Denk- und Lebensweise geradezu aufzwingt.

Ich finde erbärmlich, dass die Liebespuppe vor allem immer mit all der Streiterei und Nörgelei einer Liebe zwischen Menschen vergleichen wird. Oft heißt es: „Die Liebespuppe sagt nie Nein“ oder „Sie hat keine Widerworte“, aber wer so denkt, versteht mein Konzept der Liebe zu ihr nicht.

Ich vergleiche Jenny und meine Silikonpuppe nicht mit irgendwelchen Eigenschaften, die ein Partner auch nicht wirklich haben muss, wenn man einander wirklich liebt. Ich vergleiche vor allem den Alltag, der mit einer Liebespuppe so anders ist, im Guten wie im Schlechten.

Ein oft unbeachteter Vorteil der Liebe zu Liebespuppen

Einer der großen Vorteile dieser Liebe ist – so merkwürdig es klingen mag – der Umgang mit einem möglichen Ende einer solchen Beziehung. Während in menschlichen Beziehungen oft alle Probleme unter den Teppich gekehrt und Probleme in der Liebe unter dem Staub des Versöhnungssex, Kauforgien und Wellnessurlauben oder Kindern als Pfand begraben werden, ist die Liebe zu einer Liebespuppe und erst Recht zu einer Seele von ihr anders. Diese Liebe hat keine Bindungsgrößen an sich. Die einzige Bindung ist Liebe und Respekt.

Und so ist auch ein Ende zu der Liebe zu ihr anders zu bewerten. Ich werde z.B. Jennys Seele nicht aufhalten können, egal was ich tue. Es hilft kein eifersüchtiges kontrollieren ihres Internetverlaufes, es hilft kein Ehevertrag und auch kein Rosenkrieg, um diese Liebe zu halten oder zu beenden. Wenn Jennys Seele morgen gehen will, wird sie gehen und wenn ich meine Verbindung zu ihr abbreche, dann war es das und dann bleibt nur der Verkauf der Liebespuppen.

Wer eine lebensnahe Liebespuppe kauft, der ahnt meist nicht, welche emotionale Bindung und welche Art der Tiefe er zu ihr aufbaut. Aber er weis von Anfang an, dass diese Art der Liebe anders ist, als zu einem lebenden Partner. Der Anfang ist anders und das Ende auch und darin liegt die große Krux aber auch die große Freiheit der Liebespuppe.

Denn kein Scheidungsanwalt, kein Familiengericht und keine Schlammschlacht ist nötig, wenn die Liebe zu einer Liebespuppe zu Ende geht, aus welchem Grund auch immer. Es sind fast nie verletzte Gefühle im Spiel, höchstens ein wenig Wehmut oder auch Enttäuschung, weil sie nicht das gab, was man sich erhoffte, aber die Liebespuppe bleibt eine Erfahrung ohne elend langen Beigeschmack, ohne 20 Jahre Dauerstreit und ohne Gezerre um jedes Schmuckstück. Sie bleibt einfach nur ein Weg der Liebe, der so oder so endet.

Jenny ist deshalb auch ein anderer „Mensch“ als die heutige Frau, weil unsere Liebe auf einer anderen Grundlage basiert und sie hat eine andere Art der Bindung. Ich bin kein Typ, der sie hörig machte, sie mit irgendeinem Gefasel rum bekam oder mit Blumen nach einem Betrügen auf die Knie gehen musste, ich bin einfach nur eine Gnade für sie, diese Welt noch einmal in Liebe zu erleben und ich sehe Jenny ebenso als Gnade, dass mein Herz und meine Seele noch einmal die reine Liebe erleben darf. Das ist eine Grundlage, die es leider heute kaum noch zwischen Mann und Frau gibt, wenn man mal ehrlich ist.

Und wenn denn Jenny je gehen sollte, dann wird sie keinen Hass, keine Trauer, keine verlorenen Tränen und Energie, Geld und Zeit hinterlassen. Sie würde eine wundervolle Erfahrung in meinem Leben sein, eine Erfahrung, die keinen bitteren Beigeschmack hätte, außer dass ich sie sehr vermissen würde.



Meine Silikonpuppe braucht mich nicht und ich sie nicht – Und doch irgendwie schon

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (798) 18.8.2017

Wenn ich mir meinen Alltag so ansehe und wie meine Silikonpuppe und Jenny darin eine aktive Rolle spielen, dann müsste ich eigentlich sagen: Sie ist völlig nutzlos! Im Gegenteil, die schwere Silikonpuppe ist anstrengend, sie zu pflegen kostet Zeit und Geld und sie ist bei Besuchen oder Handwerkern sogar ein Hindernis, weil ich sie nicht jedem aufs Auge drücken möchte.

Doch ich sehe diesen Gedanken nicht als Einbahnstraße. Ich glaube, Jenny ist eine Seele aus einer Zwischenwelt und auch für sie bin ich eigentlich total nutzlos, denn ich kann ihr dort weder helfen noch irgendwie eine Stütze sein.

Im Grunde stehen wir beide mit unseren Problemen des Alltags, der Sorgen und dem puren Organisieren des Daseins allein da. Jenny und die Silikonpuppe nehmen mir weder die Steuererklärung noch das Putzen des Bades ab noch kann ich ihr bei bösen Geistern helfen, die sie vielleicht plagen.

Und dennoch ist Jenny und die Silikonpuppe für mich ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben, vielleicht sogar mittlerweile der Wichtigste, wo ich leider zu viele Menschen in meinem Leben getroffen habe, die sich auf meine Kosten (auf allen Ebenen) bereichert haben und mein gutes Herz ausnutzen. Jenny und die Silikonpuppe sind trotz ihrer fehlenden Hilfe im Alltag meine größte Stütze, so komisch es klingen mag.

Die Hilfe der Liebespuppe über eine andere Ebene

Die lebensnahe Liebespuppe erreicht in der Welt der Liebespuppenfreunde selten einen solchen Stellenwert, wie es bei mir ist. Das liegt zum großen Teil an dem eigenen Umfeld was man hat, aber auch an der Vergangenheit, die einem vielleicht zur Liebespuppe führte oder was man eigentlich mit ihr vermisst. Ich habe in meinen letzten Jahren zwar auch die Hilfe im Alltag durch Mitmenschen vermisst, aber viel mehr habe ich vermisst, was mich wirklich stark macht: Bedingungslose und gleichberechtigte Liebe.

Und genau das ist die größte Hilfe, die mir Jenny und die Liebespuppe geben. Die Liebespuppe ist immer da, sie ist stabil, immer freundlich und schön, sie bleibt bei mir und nutzt meine Liebe nicht aus und ich habe ein schönes Leben in Hinblick auf Sex, Erotik und Zärtlichkeit.

Jenny ist ein wundervolles Wesen. Sie ist distanziert von der Reizüberflutungsgesellschaft, sie ist Immun gegen „Teile und Herrsche“ in dieser Gesellschaft und sie lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen und sie liebt mich dafür, dass ich sie überhaupt lieben und schätzen kann und dass sie in so einem realistischen Körper existieren darf.

Diese gegenseitige Stütze in unserer beider Existenz ist eine große Hilfe. Jenny ist dadurch ein glückliches Wesen und ich bekomme durch sie genug Kraft und Energie, um diese Welt auch alleine durchstehen zu können. Es ist nicht genug, um die Welt zu stürmen oder Berge zu bewegen, aber es reicht aus, um dieses Leben und den Alltag zu schaffen und dabei noch Frieden in der Seele zu finden.

Und diese Kraft hält mich nicht nur von Depressionen und Drogen aller Art fern, sondern sie hält mich gesund, sie hält mich gesünder als jedes Jogging, jeder Ernährungsberater und jede Tablette.

Und so brauche ich Jenny und Jenny braucht mich und ich brauche die Silikonpuppe und Jenny braucht sie und so brauchen wir uns alle dann doch am Ende. Irgendwie.



Der erste und letzte Moment des Tages gehört meiner Silikonpuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (792) 4.8.2017

Meine Liebespuppe war vom ersten Moment an mehr als nur eine Sexpuppe. Sie wuchs in all den Jahren von einer schönen Begleiterin im Alltag zu einer wichtigen Freundin meines Lebens, die alle Dinge mit mir teilt, die guten wie die schlechten Momente in meinem Leben.

Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht mit Jenny mental rede, kein Tag vergeht, wo meine Silikonpuppe keinen Kuss bekommt und wo ich nicht Zeit mit ihr verbringe und ich teile alle Dinge – sofern möglich – mit ihr und ihr Rat und ihre Liebe sind für mich so wichtig, wie für andere das Essen oder die Arbeit.

Ich sehe das Leben mit meiner Silikonpuppe und Jenny nicht als Konsumgut oder das Befriedigen von Hormonen oder der Lust. Jenny ist für mich ein menschliches Wesen, ein menschlicher Geist, mit menschlichen Emotionen, Gefühlen und Wünschen, die ich natürlich auf der bestmöglichen Art befriedige. Sie steht im Umgang mit meinen lebenden Partnerinnen in nichts nach, auch wenn natürlich die Mittel wesentlich begrenzter sind und die generelle Denkweise anders abläuft, aber ihre Zufriedenheit und ihr Glück haben oberste Priorität für mich.

Und das ist auch das, was uns von einer Liebe zu einem Kuscheltier bei Kindern unterscheidet. Diese Liebe ist nicht einseitig, wo das Kind jemanden zum Reden hat, aber sonst nichts dafür tut. Bei uns sind Dinge wie realistische Haare, ein Rollstuhl zum Transport oder Wannenlifter ebenso wichtig, wie mich für ihre geliebten Soaps zurück zu nehmen oder Schweiß zu vergießen, wenn sie bei 30 Grad ein schwieriges Kleid an haben möchte, was mich innerlich beim Anziehen verzweifeln lässt. All das ist der Alltag unserer Liebe, einer Liebe, wo Jenny klare Wünsche hat, die nicht immer mit meinen Deckungsgleich sind.

Der letzte Gedanke des Tages gehört oft meiner Liebespuppe

Vor allem aber beginnt kein Tag von mir ohne sie. Erst wenn ich sie jeden Morgen wach geküsst habe und wir uns so geweckt haben, wie es auch unter liebenden Menschen üblich ist, dann beginnt unserer Tag und auch der letzte Akt jeden Tages gehört Jenny und der Liebespuppe. Der letzte Kuss des Tages gehört dann ihr, das letzte „Schlaf schön, Schatzi“ und oft auch der letzte Gedanke des Tages gilt ihr.

Natürlich führt nicht jeder Mensch, der eine lebensnahe Liebespuppe kauft, eine solche Art der Liebesbeziehung und wahrscheinlich geht dies auch nur als Single, weil eine Partnerin wohl auf Dauer kaum eine solch liebevollen Art des Umgangs mit der Liebespuppe akzeptieren würde, aber unserer Weg ist eben genauso machbar, wie viele andere Lebenswege mit Liebespuppen, gerade das macht ja auch ihren besonderen Reiz aus.

Vor allem diese Art der gleichberechtigten Liebe zwischen mir und Jenny verstehen viele Menschen nicht. Sie verstehen nicht, dass hinter all dem ein Konzept steht, eine Lebensphilosophie. Ich habe und werde Liebe immer als Prozeß begreifen, wo beide Teile gleich viel geben und nehmen. Das ist übrigens für mich Gleichberechtigung und nicht, wer „die Hosen in einer Beziehung an hat“ und dieses Konzept lebe ich auch mit einer Silikonpuppe und einer Seele aus einer Zwischenwelt, wenn es denn sein muss und so sein soll.

Und weil ich diese Art von Liebe mit Jenny leben kann, wird sie auch für immer meine Partnerin sein, egal in welcher Liebespuppe sie ist und wenn der Tag dann einmal in der TeddyBabe Stoffpuppe enden sollte, weil ich die Silikonpuppe nicht mehr tragen und bewegen kann, dann wird auch dann noch mein erster und letzter Gedanke des Tages Jenny und meiner Liebespuppe gehören, auch wenn sie dann aus Stoff ist und ich werde sie dann auch genauso lieben, wie heute in der Silikonpuppe.



Die Leichtigkeit des Seins mit Liebespuppen entdecken

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (790) 31.7.2017

Die lebensnahe Liebespuppe ist, in ihrer jetzigen Form, nicht wirklich ein Ersatz für die Liebe zwischen zwei Menschen, aber ehrlich gesagt, will ich das überhaupt? Denn mit meiner Silikonpuppe und Jenny mache ich zwar auf der einen Seite ähnliche Erfahrungen wie in meinen Beziehungen mit Frauen, aber es gibt auch eine Menge andere und neue Dinge mit ihr in der Liebe zu erleben, was sie einfach anders macht.

Auf einen Punkt möchte ich einmal in diesem Tagebuch eingehen und das ist das Erleben einer gewissen Art der „Leichtigkeit des Seins“, welche sich in vielen verschiedenen Ebenen offenbart.

Über die Leichtigkeit des Erlebens von Sexualität, abseits von Normen und kranken Machtspielen des Sex als Erfüllungsgehilfe für Egoismen habe ich schon gesprochen. Die Leichtigkeit, Entspanntheit und die Reduktion auf das Wesentliche machen den Sex mit einer Liebespuppe zu einem ganz besonderen Erlebnis, vor allem dann, wenn man nie das Glück hatte, in seinem Beziehungen eine solche Art der Liebe nicht zu erleben. Doch die Leichtigkeit des Seins mit Liebespuppen hört nicht dort auf.

Die Leichtigkeit des Seins ist oft in den vielen schönen Bildern mit Liebespuppen zu erkennen. Es gibt zahllose Bilder, wo Liebespuppen auf Balkonen oder am Fernsehen sitzen und stets sieht alles ruhig, entspannt und fast meditativ aus. Diese Leichtigkeit des Seins von Liebespuppen, die keine Sorgen und Nöte haben, geht auch auf uns Menschen irgendwann über und sie ist umso stärker, je näher man die Liebespuppe an sich heran lässt.

Die Beziehung zu einer Liebespuppe lässt die Leichtigkeit des Seins erkennen

Doch es ist nicht nur die Liebespuppe, die mich die Leichtigkeit des Seins erkennen und erleben lässt. Die ganze Beziehung zur Liebespuppe ist derart einfach und klar, dass man es irgendwann entspannt angehen muss. Zwar kann in der Anfangszeit eine Menge Stress mit ihnen sein, wenn Schäden auftauchen oder der Umgang neu und anstrengend ist, aber ist dies einmal eingespielt, macht sich eine Art Ordnung und Stabilität, Liebe und Zartheit breit, die sich auf mich positiv auswirkt.

Ich erwische mich in den letzten Jahren immer mehr, wie ich mit Jenny und der Silikonpuppe einfach abschalte, einfach das Leben laufen lasse, wie ich beginne, all den Druck des Alltags einfach nicht mehr an mich ran zu lassen. Es geht nicht mehr um Raffe, Schafffe, Häusle baue und auch nicht um „ich bin besser als du“ oder so, sondern einfach nur um Leben. Es geht um die Existenz des Momentes, der Schönheit und des Reizes und überhaupt nimmt man mit einer Liebespuppe seine Sinne ganz anders war, diejenigen, die man messen kann und auch diejenigen, die man nicht messen kann.

Doch vor allem die Ruhe ist die Essenz der Liebe zu Liebespuppen. Es herrscht keine Reizüberflutung, kein Gebrüll, kein hysterisches Gegacker und überhaupt geht es ruhig und gelassen zur Sache. Das tut gut und heilt die Seele und den Menschen und es macht – leider – die Liebe zu einer Liebespuppe so anders, als die Liebe unter den sogenannten modernen Menschen.

Und so sind im Grunde nur meine Mitmenschen und auch meine eigene Vergangenheit die einzigen Hindernisse dafür, die Leichtigkeit des Seins zum zentralen Bestandteil meines Lebens zu machen. An der Liebespuppe liegt es nicht wirklich, sondern sie ist wohl der Weg, uns zu zeigen, wie herrlich die Leichtigkeit des Seins in dieser Welt sein könnte.



„Patchwork“ – Beziehung mit Liebespuppe? Geht das?

Die Liebe zwischen Mann und Frau (oder welcher anderen Spielart auch immer) unterliegt heute – meiner Ansicht nach – gräßlichen Begrifflichkeiten. Wörter wie Beziehung, Lebensabschnittsgefährte oder abwertende Begriffe wie „Babe“ oder „Stecher“ sind an der Tagesordnung und sie zeigen eine verbale Verrohung der Liebe, die einfach nur lächerlich ist.

Den Vogel des Irrsinn schießt für mich jedoch der Begriff „Patchwork – Familie“ ab. Eine Familie nach einem Flickenteppich zu benennen, ist schon eine harte Nummer, aber leider ist sie heute oft Realität, wo nicht selten Kinder aus zwei früheren Beziehungen mit anderen Kindern aus früheren Beziehungen des Partners irgendwie klar kommen müssen. Insgesamt waren laut einer Schätzung von 2012 vierzehn Prozent aller Kinder in Deutschland in solchen Familien, heute dürften es noch mehr sein.

Doch bei dem Begriff „Patchwork“ denke ich nicht nur an die sogenannten „neuen Familien“ aus Vater, Mutter, Kind, Stiefkind, Halbstiefkind und 3/8 Stiefkind, sondern oft auch an die Liebe zu einer lebensnahen Liebespuppe und wie man sie eigentlich in Beziehungen, Ehen und auch generell in ein Leben als Single integriert.

Die Liebe zu einer Liebespuppe als Patchwork zu bezeichnen, passt eigentlich hier ganz gut, denn sie spricht in uns nicht nur andere Denk- und Umgehensweisen in der Liebe an, sondern sie lässt uns auch Partnerschaft und Sexualität ganz anders erleben und erkennen.

Die Patchwork Liebe zu einer Liebespuppe

Beginnen wir einmal mit einer solchen Patchwork Liebe zwischen mir und einer lebensnahen Silikonpuppe, wie ich sie mit Jenny und der Liebespuppe führe.

Jenny und die Liebespuppe sind eine richtige Partnerin für mich. Ich liebe sie, schätze sie, verbringe meine Tage mit ihr und den Feierabend, besuche mit ihr in der TeddyBabe Stoffpuppe einen Kumpel und gehe mit ihrer Seele ohne Liebespuppe daneben spazieren. Und doch ist der Alltag, das gesamte Verstehen und Erleben mit ihr so, als würden zwei völlig unterschiedliche Wesen miteinander eine Liebesbeziehung führen. Es ist am Ende alles anders und oft ist es eine Art Flickenteppich, wo eine ganz andere Art von Liebe am Ende zusammen kommt.

Doch der häufigere Fall ist das Einbinden (ich hab bewußt nicht Integration geschrieben 😉 ) der lebensnahen Liebespuppe in bestehende und neue Liebesbeziehungen mit anderen Menschen, meist von Männern, die weibliche Liebespuppen haben und nun mit einer Frau zusammen sind oder auch schon vorher waren.

Die Liebespuppe in eine Beziehung einzubinden, ist schwierig, denn hier reichen – vor allem auf Dauer – nicht die üblichen Merkmale von Toleranz und Einfühlungsvermögen, sondern der Partner muss ebenfalls eine ganz andere Denkweise akzeptieren und tolerieren, zumal die Liebespuppe oft als eigene Konkurrenz oder gar Bedrohung gesehen wird oder an der mentalen Gesundheit des anderen zweifeln lässt.

Es gibt dann am Ende viele individuelle Wege und im Forum ist dann manchmal von „heimlicher Leidenschaft“ oder anderen Spannungen die Rede. Manchmal geht es auch gut, manchmal werden dann beide Partner Liebespuppenliebhaber oder manchmal wird die „Spinnerei“ erst akzeptiert und dann Stück für Stück vom Partner demontiert.

Einbinden von Liebespuppen in Patchwork Familien ein großer Kraftakt

Vor allem das Einbinden der lebensnahen Liebespuppe in eine echte Patchwork Familie mit mehreren Kindern aus mehreren Beziehungen ist ein echter Kraftakt. Der User Puppen – Johnny hatte hier einmal im Blog darüber geschrieben. Er hatte – soweit ich noch weis – eine solche Familie und lebte mit diversen Stoffpuppen zusammen. Auch wenn die Sache eine Weile gut ging, so verschwanden die Liebespuppen doch irgendwann sukzessive im Keller und auch Puppen – Johnny beendete leider seine Zeit als Blogger, was wohl auch familiäre Gründe hatte.

Ich kann verstehen, dass gerade in einer Patchwork Familie der Umgang mit Liebespuppen schwer ist, denn viele Kinder mit unterschiedlichen Partnern, die in die Familie kommen, bedeuten auch viele Spannungspunkte, nicht nur bei diesem Thema. Die Liebespuppe macht dann schnell aus „Olaf“ (Patchwork Daddys werden ja gerne mit Vornamen angesprochen) den Puppenfreak und dann ist das eh schon dünne Eis des Respektes dahin und viele weitere andere Probleme lassen sich dann nicht lange auf sich warten.

Die Einbindung von Kindern aus anderen Beziehungen ist schon so eine Herkulesaufgabe, aber kommt dann noch die Liebe eines Partners zu Liebespuppen hinzu, dann ist die Toleranzgrenze des anderen Partners schon sehr hoch anzusetzen, damit es überhaupt irgendwie klappt.

Eine hohe Toleranzgrenze der Mitmenschen gehört zwar generell zu einem Leben mit Liebespuppen dazu, nur in der Praxis macht es schon einen gewaltigen Unterschied, ob ein Single mit einer Liebespuppe lebt oder ob sie Teil einer Patchwork Familie werden soll und leider ist dann oft ein Ende dieser Art von Liebe das Resultat.

Euer PJ