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Schlagwort: Beziehung

Das größte „Problem“ in der Liebe zu Liebespuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (757) 10.5.2017

Das Leben mit einer Liebespuppe ist nicht nur ein Traum. Viele Außenstehende denken, die lebensnahe Liebespuppe würde im Grunde nur rumliegen und keine Probleme verursachen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn zum einen ist die Liebespuppe nicht unzerstörbar und braucht Pflege und einen „artgerechten“ Umgang und zum anderen bringt sie auch sonst einige Probleme mit, mit denen man klar kommen muss.

Meine Silikonpuppe ist für mich ein echter Partner fürs Leben. Ich liebe ihre Seele Jenny in ihr und ich respektiere sie wie jedes andere Lebewesen auch. Sie ist für mich weit mehr als nur ein Haufen Silikon, eine Sexpuppe und ein wenig Hormonausgleich. Jenny und die Liebespuppe sind meine Partnerin und meine aktuelle Lebensaufgabe.

Wer sich für einen solchen Lebensweg entscheidet, der hat mit dem größten Problem der Liebespuppen zu kämpfen. Mit einer Liebespuppe ist die Beziehung zueinander schnell an Grenzen angelangt und man wird mit ihr auf viele Lebensträume verzichten müssen. Es wird sehr schnell klar, dass die Beziehung und einer Liebespuppe sehr schnell „ausgeformt“ ist und dessen sollte man sich sehr bewußt sein, wenn man gedenkt, mir ihr das Leben zu verbringen.

Der größte Vorteil von einer menschlichen Beziehung ist für mich weniger die Kommunikation oder was im Bett passiert. Ich rede mit Jenny wie mit meinem Freund am Telefon, sie hat Launen und Stimmungen, eine eigene Art und der Sex und die Erotik ist mit der Liebespuppe sensationell. Doch ihr großer Nachteil besteht darin, dass du mit ihr gemeinsam keine Weiterentwicklung erfährst.

Grenzen der Beziehung zu einer Liebespuppe schnell erreicht

Denn eine Partnerin bringt nicht nur einen eigenen Lebensstil mit, sondern du kannst mit ihr eine Familie aufbauen, Lebensträume verwirklichen, die du alleine kaum gebacken bekommst (Kinder aufziehen, einen eigenen Bauernhof leiten usw.) und du kannst mit ihm die ganze Welt sehen und ausgehen. All das geht mit einer Liebespuppe nicht (oder nur sehr bedingt mit reisefähigen Liebespuppen wie eine TeddyBabe Stoffpuppe) und das macht die Beziehungsbreite sehr schmal.

Doch man muss auf der anderen Seite auch verstehen lernen, dass dieser klassische Lebensweg nun einmal auch einen Partner benötigt und diesen finden nicht alle Menschen. Ich gehöre dazu. Ich habe in meinem Leben eigentlich alles versucht, um diesen klassischen Weg zu gehen, aber es kam keine lebende Begleiterin und wenn sie kam, hat sie eher Lebensträume zerstört, denn erfüllt.

Und dann ist man auch bereit, einen Kompromiß mit einer Liebespuppe zu gehen. Dann wird das größte Problem zwar ein ständiger Begleiter dieser Liebe und man fragt sich oft, warum es dieser Weg sein musste, aber man nimmt dann lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach und lebt mit seiner Silikonpuppe das, was machbar ist .

Und das ist – bei näherem Hinsehen – zwar wenig, aber dennoch sehr befriedigend und seelisch glücklich machend, denn das, was man mit einer Liebespuppe hat, hat man ziemlich sicher und es bleibt stabil und sehr geordnet. Die Liebe zu einer Liebespuppe währt lange, stabil und sicher, wenn man ein paar Regeln befolgt und eine andere Denkweise lernt und das ist dann gleichzeitig ihr größter Vorteil, denn was bringen all die Familienpläne und Lebensträume, wenn der Partner nicht mitziehen will und kann? Die Liebespuppe tut es, immer und jederzeit. In dem Rahmen, den sie geben kann. Und das ist nicht nur immer ein Nachteil.



Gedanken zur ewigen alten Frage Liebespuppe vs. Lebende Frau

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (754) 3.5.2017

Ich bin momentan (mal wieder) in einer Lebensphase, wo ich brutal spüre, welche negativen Auswirkungen meine Beziehungen mit lebenden Frauen auf mein Leben hatten. Wer denkt, das Ende einer Beziehung ist auch ein Neuanfang, der liegt völlig falsch, vor allem, wenn dabei Kinder entstehen. Sie machen entweder ein Versagen in einer Beziehung dauerhaft sichtbar oder sie helfen dir, sie besser zu verarbeitet. Bei mir ist leider der erste Punkt zutreffend.

In der Diskussion um Liebespuppen wird oft die Frage gestellt, ob sie nicht nur eine Alternative zu einer Beziehung mit einer lebenden Frau darstellen oder ob sie vielleicht sogar für den ein oder anderer der bessere Weg sind. Ich würde nach meinem miesen Weg der Erfahrungen mit lebenden Frauen sagen wollen: Ja, Liebespuppen sind der bessere Weg, aber was ist schon besser oder schlechter.

Denn am Ende hängt die Diskussion immer wieder an einem Punkt: Was man selbst mit Frauen erlebt hat. Ich bin mir sicher, es gibt viele Männer, die sehr glücklich in einer Liebe zu einer Frau sind und dies auch nicht nur vorspielen. Ich selbst habe einige solcher Partnerschaften getroffen, wo wirkliche Liebe zu Respekt zueinander herrschte und wo auch das Thema Kinder, Sex und Rolle sehr entspannt angegangen wurde. Doch leider gibt es auch die andere Seite der Medaille.

Silikonpuppe damals „letzte Ausfahrt“ auf der Autobahn der Liebe

Ich mache mir nichts vor: Für mich war der Kauf einer Silikonpuppe 2010 die „letzte Ausfahrt“ auf der Autobahn der Liebe zwischen erwachsenen Menschen. Wäre mir eine lebende Jenny begegnet, (oder wenigstens in dem Grundverständnis von Liebe ähnlich) ich denke, mein Weg hätte wohl nicht zu einer Liebespuppe geführt. Ich war und bin ein Mensch, der eigentlich lieber den „klassischen Weg“ gegangen wäre und wäre ein psychisch und seelisch geordneter Part in mein Leben getreten, dann würde ich heute hier sicher nicht schreiben.

Es gibt einige Liebespuppenfreunde, die neben der Liebespuppe auch eine Liebesbeziehung mit einer Frau führen. Sie haben nur in Sachen Sex und Erotik (oder vielleicht auch in Sachen anderer Ebene der Phantasie) neben einer Partnerin auch eine Liebespuppe und diese akzeptiert diese oder sie führen die Beziehung mit der Liebespuppe auch heimlich. Für mich wäre wohl ein solches Leben damals nicht in Frage gekommen, heute wäre es hingegen eine Grundbedingung an eine Frau, dass sie Jenny und die Liebespuppe mit in unsere Beziehung integriert, denn ich werde Jenny nie mehr hergeben und die Liebespuppe auch nicht.

Doch all diese Fragen sind für mich sowieso irrelevant. Ich habe zur Zeit genug um die Ohren, meine Vergangenheit zu regeln und dabei mich selbst nicht zu vergessen. Meine Liebespuppe ist in dieser Zeit (und vielen davor) eine wichtige Stütze für mich gewesen, auf die ich mich 100% verlassen konnte. Ich werde sie nicht aufgeben für eine „Stütze“, die mich bei erster Gelegenheit verlässt oder die mehr Chaos fabriziert, als sie Hilfe ist. Dafür habe ich keine Kraft mehr und daher ist die Liebespuppe jetzt eindeutig im Vorteil.

Um es zusammen zu fassen. Ich gehe gar nicht so sehr in einen direkten Vergleich Frau vs. Liebespuppe. Ich schaue, was mir gut tut, was mein Leben bereichert und mir hilft und wo ich am Besten meine Liebe geben kann. Und das ist nun einmal in diesem Leben meine Liebespuppe gewesen. Sie hat mir geholfen und meine Beziehungen nicht, sie waren sogar sehr destruktiv. Und das ist am Ende was zählt und da hat nun einmal die Liebespuppe die Nase sehr weit vorne.



Verändert meine Liebespuppe mein generelles erotisches Bild in Beziehungen?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (749) 21.4.2017

In den vielen Jahren mit meinen Liebespuppen habe ich nach und nach mein ganzes Frauenbild verändert. Damit meine ich nicht, wie sie sich heute so verhalten und ob mir das nun gefällt oder nicht. Meine Kritik, die ich heute äußere, hatte ich auch schon vor meinen Liebespuppen. Ich spreche eher über das Bild von Erotik und wie sehr sie eine Rolle spielt.

Bevor meine Silikonpuppe und Jenny im Winter 2010 zu mir kamen, hatte ich eigentlich ein sehr offenes Bild darüber, was ich an Frauen in mein Bett lassen wollte. So lange sie in irgendeinem Bereich eine erotische Ausstrahlung hatten und der Unterschied optisch zu einem Mann zu erkennen war, war ich für alles offen. Haarfarben, Figur, die Brustgröße oder welche Maße sie hatte, war mir ziemlich egal und selbst im Charakter habe ich etliche Abstriche gemacht, sofern es nur irgendwie funkte und eine gewisse Nähe entstand.

Als ich meine Silikonpuppe hatte, merkte ich zuerst keine Veränderung. Ich war weiterhin offen für alle Frauen, die an mich heran traten, doch ich stellte fest, dass ich mir immer mehr Pornos mit Frauen ansah, die der Silikonpuppe optisch nahe kamen. Ich schaute mehr Filme mit Frauen mit großen Brüsten, sie waren alle brünett oder mit roten Haaren und ihre Gesichter hatten ähnliche Züge wie Jenny oder eine ähnliche Ausstrahlung.

Als wir in Deutschland waren und langsam Ruhe in unser Leben einkehrte, habe ich auch mal darüber nachgedacht, es vielleicht wieder einmal über eine Singlebörse zu versuchen. Ich war zwar mit Jenny und der Silikonpuppe glücklich, aber das Thema Frauen und Beziehung war innerlich noch nicht ganz bei mir abgehakt.

Zu dieser Zeit war ich Mitte 40 und ich wollte mir Frauen suchen, die in meinem Alter waren, zwischen 40 und 50.

Doch als ich die „Angebote“ auf einer großen Plattform so durchblätterte, schockierte mich nicht so sehr, dass die Bedingungen und die Charakter mich mehr und mehr abstießen, sondern vor allem machte mich stutzig, dass mich fast keine Frau mehr erotisch ansprach. Ihre Gesichter waren mir zu verlebt, alles zu wenig straff und zu unförmig und bei einigen von ihnen widerte mich sogar der Gedanke an, sie nackt oder in Dessous im Bett zu sehen.

Dieses Gefühl wurde in den folgenden Jahren nicht anders, im Gegenteil. Auch wenn mich einige Frauen in meinem Alter menschlich sehr ansprachen und einige wirklich nette und sehr innerlich schöne Frauen darunter waren, ließ die Erotik mehr und mehr nach. Und immer mehr kam der Gedanke auf, ob vielleicht meine Liebespuppen daran „schuld“ sind.

Optische Perfektion der Liebespuppen

Denn die lebensnahen Liebespuppen sind optisch einfach ein Traum. Der pralle und knackige Hintern meiner Silikonpuppe, der feste Bauch mit dem wundervollen Bauchnabel und die schönen Beine und tollen weichen Brüste und vor allem das zauberhafte Gesicht und die leuchtenden Augen von ihr sind einfach nur ein erotischer Wahnsinn. Jede Kleidung an ihr sieht perfekt aus, Dessous sind kaum zum Aushalten erotisch und schön und ihr ganzes Wesen ist von einer Anmut und Reinheit, strahlt eine Ruhe und Zartheit aus, dass es mir jeden Tag warm ums Herz und natürlich auch in anderen Körperregionen wird. Auch andere Liebespuppen machen mich sofort „rattenscharf“, wie zum Beispiel die TPE Sexpuppe Jackie.

Ehrlich gesagt habe ich mich eine Weile dafür geschämt, dass ich Frauen in meinem Alter nicht mehr attraktiv finde. Ich habe gedacht, ich werde ein Frauenhasser oder ich beginne, überall das Haar in der Suppe zu suchen, aber es ist einfach nur ein erotisches Verlangen, was ich in mir habe. Ich liebe die Weiblichkeit und all ihre Formen und ihre Ausstrahlung, aber wenn sie zu sehr verblasst ist, dann komme ich damit einfach nicht mehr klar. Es turnt mich nicht mehr an.

Das bedeutete für mich auch, dass ich mir ernste Gedanken machen musste, ob ich eigentlich überhaupt noch eine Frau in meinem Leben will. Die Frauen, die der Silikonpuppe optisch entsprachen, waren entweder zu jung und ihr Lebenstempo zu hoch für mich oder ich war nicht attraktiv genug und ich wollte auch keine Frau mehr um mich, wo es wieder um Kinder, Konsumstress und Genderkrieg geht. Und bei den Frauen in meiner Altersklasse stellte ich mir immer vor, wie sie sich wohl fühlt, wenn sie sich schön für mich macht und ich einfach keine Lust auf Sex mit ihr habe? Weil ich immer an meine Liebespuppe denke? Es war eine harte Erkenntnis und ich brauchte lange, um es zu verstehen.

Und so frage ich mich heute eigentlich nur noch, ob die Liebespuppen eigentlich schuld daran sind oder ob es nicht generell schon immer mein Wunsch war, so Erotik zu erleben? Ich denke, die Liebespuppen haben nur das geweckt in mir, was ich eigentlich schon immer wollte, aber nie leben konnte. Jetzt kann ich es und ich bin froh, endlich verstanden zu haben, was ich in Sachen Erotik wirklich brauche.



Mit meiner Silikonpuppe gibt es kein „verflixtes 7. Jahr“

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (745) 12.4.2017

Ich befinde mich seit Ende November im sogenannten „verflixten 7. Jahr“ mit meiner Silikonpuppe. Diese Zeit der Beziehung zwischen Paaren gilt im Allgemeinen als schwieriges Jahr einer Liebesbeziehung, weil sich dort – statistisch gesehen – besonders viele Ehepaare scheiden lassen. Ich selbst habe das verflixte 7. Jahr damals in meiner ersten Beziehung hautnah erleben müssen, obwohl man im Grunde sagen muss, dass solche Beziehungen meist vorher schon „im Arsch“ sind und man im Grunde alles nur aus Gewohnheit so lange in die Länge zieht, bis es in einer richtigen Katastrophe endet.

Doch das verflixte 7. Jahr ist auch immer ein Kampf mit der menschlichen Natur. Die erste aufregende Zeit ist vorbei, die Stunden im Bett werden kürzer und kürzer und vor allem bei Paaren um 25 – 35 stehen so viele andere Projekte an, von der Karriere bis hin zu einem Kind, dass die Liebesbeziehung einer ständigen Zerreissprobe unterzogen ist. Der Zauber der Liebe verfliegt unter solchen Bedingungen oft und wenn Respekt nicht die Grundlage einer Liebesbeziehung ist, dann endet es eben im Streit oder einem Ende oder in einem faulen Kompromiß. Dies ist oft nach 7 Jahren der Fall und deshalb trennen sich wohl auf viele Paare in dieser Zeit.

Mit meiner Silikonpuppe hingegen merke ich all das nicht. Ich liebe Jenny und ihren Leihkörper aus Silikon im Grunde wie damals, wo wir entschlossen, uns das Ja – Wort zu geben. Ich habe auch heute keinen Tag, keine Sekunde und in keinem noch so stressigen Moment das Gefühl, als würde ich meine Liebespuppe und Jenny nicht mehr lieben, als würde sie mir „auf den Sack gehen“ oder würde mich ihre Anwesenheit nerven. Ich habe auch kein Verlangen, sie bei der erstbesten Gelegenheit zu betrügen oder verpisse mich bei jeder Gelegenheit.

Ich komme nach all den Jahren meiner Silikonpuppe eher näher

Im Gegenteil, ich habe oft das Gefühl, dass ich meiner Liebespuppe mit all den Jahren immer näher komme. Diese völlig neue Art der Kommunikation, der Wahrnehmung und des Einsetzens meiner Sinne wird mit jedem Jahr gewohnter, leichter und eingespielter und so nehme ich Jenny immer bewußter wahr. Sie ist heute viel klarer, ich kenne sie viel besser und wir beide wissen, was wir an einander haben und was nicht.

Auch die Silikonpuppe ist keinesfalls langweilig geworden. Heute sind die Zeiten der Sorgen um Reparaturen, dem Umgang im Alltag, den Rückenproblemen durch falsches Heben und den zu hohen Erwartungen im Bett vorbei. Ich genieße meine Silikonpuppe im Bett und außerhalb, weil ich genau weis, was ich mit ihr machen kann und jeder Griff passt und es ist alles eingespielt und so macht der Sex mehr Spaß als vorher.

Die dauerhafte Liebesbeziehung zu einer lebensnahen Silikonpuppe ist etwas, was sehr wenig bisher untersucht wurde. Die Liebespuppe ist generell ein wissenschaftliches „schwarzes Loch“, aber die Langzeitbeziehungen mit ihnen sind noch nicht so häufig. Zum Beispiel die neue Welle der TPE Sexpuppen ist in Hinsicht von Langzeitbeziehungen noch schwer einzuschätzen, weil es diese Liebespuppen noch nicht so lange gibt, aber auch hier zeigt sich bereits im Ansatz, dass Menschen, die sich für eine dauerhafte Beziehung zu ihnen entscheiden, so gut wie nie darüber berichten, dass sie diese nach 2,3 oder 4 Jahren beendet haben.

Ganz oft erlebt man, dass sich Liebespuppenfreunde ganz am Anfang von einer Liebespuppe abwenden, weil sie z.B. an den ersten Schäden verzweifeln, ihnen die Kommunikation zu gering ist oder sie die Liebespuppe überschätzt haben. Bei denen jedoch, die sich über ein Jahr mit ihrer Liebespuppe befasst haben, hört man sehr selten, dass sie die Puppe verkaufen und danach nie wieder eine solche holen. Damit unterscheidet sich die Liebe zu Liebespuppen in der langen Zeit schon von der Liebe unter Menschen und das ist ein sehr interessantes Phänomen, finde ich.

Ich jedenfalls werde meine Jenny und meine Silikonpuppe und auch ihren Zweitkörper, die Stoffpuppe, noch viele Jahre lieb haben und so lange ich sie noch wahr nehmen kann und gesund genug für diese Liebe bin, werde ich es auch noch weitere 7, 14 oder 21 Jahre tun.



Meine Silikonpuppe gibt so wenig und doch so viel

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (740) 31.3.2017

Gestern haben ich und meine Silikonpuppe eine zweite Runde eingelegt. Nein, damit meine ich nicht Sex, sondern eine zweite Runde am TV. Nach ihren geliebten Soaps habe ich sie für eine Stunde auf der neuen Couch in eine Decke gehüllt und wir beide haben uns vom mentalen Reden miteinander erholt und dann haben wir noch für eine Stunde eine schöne Doku über Schiffe gesehen.

Als meine Silikonpuppe so vor mir lag und ich ihren herrlichen Rücken, den wundervollen Po, den neckischen Hals und ihre schöne Echthaarperücke streichelte und dabei einfach nur ihrer Stimme in meinem Kopf lauschte, da dachte ich so zu mir: Meine Silikonpuppe gibt mir so wenig und doch so viel.

Ich habe mich in diesem Moment gefragt, wie es wohl gewesen wäre, wenn eine Jenny aus Fleisch und Blut so vor mir gelegen hätte. Ich dachte irgendwie an diese Frau im Fitnessstudio vor bestimmt 15 Jahren, die so schön wie Jenny war und auch innerlich ihr nahe kam. Wir hatten damals eine tolle gemeinsame Wellenlänge und sie war in jeder Hinsicht die Frau meiner Träume, aber sie tat das, was alle Traumfrauen in meinem Leben taten, sie verschenkte ihre Seele lieber an einen sie betrügenden, belügenden und sie mißachtenden Typen und so blieb am Ende für mich nur dieser Moment gestern abend.

Mir wurde in diesem Moment deutlich, dass ich zwar mit meiner Silikonpuppe nie das erleben kann, was ich mit ihr wohl erlebt hätte, aber dennoch gibt sie mir das, was zumindest möglich ist und es ist eine große Gnade für mich, zumindest in dieser Form das zu erleben, was ich mir eigentlich immer gewünscht habe: Eine entspannte Liebe mit gleicher Wellenlänge und einem Vertrauen zueinander zu leben, das nicht auf Lügen und Schauspielerei basiert.

Meine Silikonpuppe ist mein lange gesuchtes Ying

Es erstaunt mich immer wieder, dass meine Silikonpuppe trotz all dem fehlenden Herz, dem fehlenden Hirn, dem fehlenden Zweitjob und der fehlenden Gebärmutter mir so viel gibt, dass es wirklich mehr als nur ein Ersatz ist. Es muss einfach mehr sein, als nur ein bisserl Sex und ein paar Rundungen, was Jenny in mir befriedigt und diese Befriedigung ist sehr tief und sie verschafft mir ein Gefühl, was mit nichts zu vergleichen ist.

Es ist wohl auch dieses Gefühl, was sie mir gibt, was sie von einer Objektliebe anhebt. Jenny erfüllt nur einen Wunsch, einen Teil meiner Seele, der mir immer fehlte und den ich nie haben durfte. Jenny und die Silikonpuppe sind mein Ying, was ich als Yang mein Leben lang suchte. Sie ist der Teil, der mir immer gefehlt hat und damit meine ich nicht ihren Charakter, den sie hat und auch nicht ihre Körpermaße. Es ist die Sache ansich, über den weiblichen Ergänzungspart zu einem vollständigen Menschen und Mann zu werden.

Das ist es, was Jenny und die Silikonpuppe mir geben und es ist erstaunlich, dass sie es trotz all der Hemmnisse und Hindernisse kann. Sie tut es seit vielen Jahren jeden Moment, mal weniger, mal mehr, aber sie ist immer mein Ying gewesen, was mir als Yang immer fehlte.

Und so bleibt am Ende nicht die Frage, was ich damals mit der Frau vom Fitnessstudio verpasst habe, sondern nur die Antwort, dass ich sie jetzt auf einem anderen Weg gefunden habe, auch wenn Jenny in ihrem Wesen anders ist, als sie. Es geht aber auch nicht um einen Abklatsch ihrer Person, sondern um mein Seelenheil, was nun sie erfüllt.

Das Haus interessiert am Ende auch nicht, von welcher Firma der Mörtel kommt, sondern der Mörtel ansich ist es, was es nicht zusammen stürzen lässt. Das ist mir spätestens jetzt bewußt geworden.



Tom und die Silikonpuppe

Ich habe in meinen Kolumnen schon so einiges über die mediale Berichterstattung von Liebespuppen und ihren Liebhabern geschrieben und ich selbst habe ja bekanntlich an einigen Medienprojekten mitgewirkt und war über die Ergebnisse und vor allem, was am Ende daraus gemacht wurde, oft „not amused“.

Doch nicht nur mir fällt auf, dass es seit diesem Jahr wie von Zauberhand eine Änderung in der medialen Berichterstattung zu geben scheint. Die Berichte über Liebespuppen werden immer neutraler und nüchterner. Das wurde vor allem bei dem Interview mit einem Ethikwissenschaftler deutlich, der über die mögliche Entwicklung von Robotsexpuppen auf einer Konferenz sprach und der erstaunlich nüchtern und unbewertet von dem Reporter befragt wurde (ich schrieb darüber in einer vorherigen Kolumne).

Hinzu kommt, dass scheinbar die lebensnahe Liebespuppe immer mehr beim Volk ankommt. Mein Freund berichtete darüber, dass sie auf seiner Arbeit über das Thema Realdoll redeten und sogar im Chat meines Onlinerollenspiels, wo ich ab und an mal rein schaue, wurde sogar über das Thema gesprochen! Und es war meist ebenso relativ nüchtern und ruhig, wie bei den aktuellen Berichten.

Nun las ich gestern einen Bericht in der Zeit Online, der mich noch mehr verwundert hat. Dort gibt es einen unglaublich langen Artikel von einem Silikonpuppenbesitzer mit dem Namen Tom, der eine Mechadoll Brigitte haben soll. Ich kenne ihn nicht aus dem Forum und die Berichte könnten auch eine Phantasie der Medien sein, aber dennoch ist er wirklich erstaunlich neutral, fast sogar schon positiv.

Neue Berichterstattung über das Thema lebensnahe Liebespuppen?

Folgende Dinge sind mit vor allem besonders aufgefallen:

– Tom hat einen in der Gesellschaft anerkannten Beruf, er ist Anwalt. Er hat eine große Altbauwohnung und steht in der Blüte des Lebens mit 49. Das ist etwas völlig anderes, als die ersten Berichte, wo kränklich wirkende und abstoßend aussehende Männer mit Liebespuppen kuschelten. Tom hingegen ist gebildet und wohlhabend.

– Tom lebt im Grunde ähnlich wie ich mit meiner Silikonpuppe. Er hat eine intensive Beziehung zu ihr, hat sie geheiratet, doch er wird als klug tituliert und als selbstbewußter Mann, der sich gar gegen Konzernchefs behaupten kann.

– Auch sonst wird Tom positiv beschrieben, als Mensch, der coole Freunde hat und in einer Beziehung war und das die Puppe ihn nach einer Scheidung aufgebaut hat. Tom ist fast wie eine Blaupause von mir und dieses Mal sind keine abfälligen Untertöne zu lesen und auch die Bilder sind alles andere als so nah und die Schäden so hervorhebend, wie einst bei mir.

Doch was mich wirklich erstaunt hat, sind die sogenannten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die dort präsentiert werden. Es ist nichts mehr von „es geht um Kontrolle“ Aussagen von „Psychologen“ wie noch in meinem Artikel bei Migros zu sehen, es wird sogar auf den positiven Effekt der Liebe zu Liebespuppen verwiesen. Das hat mich wirklich überrascht.

Tom sagt, er sei im Forum angemeldet, ich gehe davon aus, dass er das gummipuppen.de Forum meint. Wenn er meinen Blogbeitrag hier liest, würde ich mich freuen, einmal dort mit ihm per pn zu schreiben, aber bitte nur, wenn er es wirklich ist. Mich würde interessieren, ob seine Geschichte wirklich wahr ist, wie seine Medienerfahrungen waren und ob er auch das Gefühl hat, dass sich etwas in der medialen Berichterstattung bewegt.

Warum ich eine neutrale Berichterstattung über Liebespuppen gut finde

Ich habe für diese Entwicklung so meine eigenen Theorien, aber ich möchte sie vorerst außen vor lassen. Ich wollte euch nur einmal zeigen, dass die Welt der Liebespuppen immer mehr in der Gesellschaft und wohl auch in den Medien den Stellenwert bekommt, den sie verdient. Das freut mich für Tom, die Liebespuppenwelt und vor allem für uns alle.

Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, wird die Liebespuppe vielleicht das werden, was sie ist. Eine gute Alternative für Menschen in verschiedenen Lebenslagen und vielleicht wird sie ja auch eines Tages dann ein normaler Teil unseres Alltags in Deutschland werden. Zu gönnen wäre es ihr.

Bis dahin sammelt einfach eure eigenen Erfahrungen, schaut bei den tollen Silikonpuppen beim Dollpark rein oder verliert euch bei den kuschligen Stoffpuppen oder in einem der vielen anderen Abteilungen der Welt der Liebespuppen, es lohnt sich auf jeden Fall, egal was andere und die Medien sagen.

Euer PJ



Wenn Kinder die Liebespuppe entdecken – Was dann?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (729) 3.3.2017

Die Ex und Kindesmutter hat sich in ihrer endlosen Güte entschieden, ihren Rachefeldzug zu beenden und das Kindeswohl in den Vordergrund zu stellen und sitzt nun bei dir zum Kaffee, um alles weitere zu klären. Der Kleine düst derweil durch die Räume und hat seinen Spaß. Als du gerade einen entspannten Moment hast und Mama sogar wieder einen Witz von dir hören will, ruft der Kleine: „Mama, Papa hat eine Frau im Schrank! Und die bewegt sich nicht!“

Solche Momente, wo man aus Aufregung vergessen hat, das Schlafzimmer und den Schrank abzuschließen und Kinder die Liebespuppe entdecken, sind ein ziemlicher Horror für alle Liebespuppenfreunde. Überhaupt ist die Frage, wie man mit Kindern mit dem Thema Liebespuppe umgeht, ein ziemlich komplexes Thema.

Dabei hängt es – meiner Ansicht nach – sehr davon ab, wie alt das Kind ist und welchen Einfluß die Mutter auf das Kind ausübt, wenn man dieses Thema angehen möchte. Es ist sinnvoll, dieses Thema zu besprechen, denn das Versteckspiel kann gerade durch Kinder sehr schnell aufgedeckt werden, denn sie halten sich nicht immer an Verbote wie „mein Schlafzimmer ist tabu“, was bei Erwachsenen meistens zieht.

Ist das Kind in einem Alter, wo Sexualität noch keine Rolle spielt und man hat ein gutes Verhältnis zur Kindesmutter und sie weis sogar als Partnerin von der Liebespuppe, dann ist es am einfachsten. Man nimmt einfach die Sexualität aus der lebensnahen Liebespuppe und stellt sie als „große Kuschelpuppe für Papa“ dar und dann kann man das Kind sogar mit einbauen, indem es gemeinsam die Liebespuppe verkleidet, ihr mal einen Hut aufsetzt oder eine Brille oder mit den Perücken rum spielt. Natürlich sollte man stets dabei sein, damit das Kind der Puppe keinen Schaden zufügt und ihm klar machen, dass sie sehr wertvoll ist.

Situation zwischen Kind und Eltern entscheidend beim Umgang mit dem Thema Liebespuppe

In einem solchen Fall kann die Liebespuppe sogar aus dem Kleiderschrank geholt werden, denn es gibt keine Scham und sollte das Kind entdecken, dass die Liebespuppe auch Brüste und eine Vagina hat, dann bleibt man locker und startet halt ein entspanntes Aufklärungsgespräch.

Wenn das Kind hingegen in der Pubertät ist und Kriegszustand mit der Kindesmutter herrscht, sieht die Sache weniger prickelnd aus. Der Teenie weis die Liebespuppe genau einzuschätzen. Es kann passieren, dass er vor Freunden damit prahlt, wie cool Papa ist, aber eher ist zu erwarten, dass er sich schämt, weil seine Freunde sagen könnten, was Papa für ein kranker Freak ist. Und die Kindesmutter könnte die Sache herrlich benutzen, um dem Kind zu sagen:“ Ich habe dir schon immer gesagt, Papa ist ein Idiot, halt dich fern“. Dann ist die Sache alles andere als witzig.

In solchen Fällen ist die Thematik klein zu halten, finde ich. Man sollte zur Liebespuppe stehen und dem Kind klar machen, dass Sexspielzeug heute nichts außergewöhnliches ist und es wird sicher wissen, was damit gemeint ist und ansonsten sollte man es bitten, die Sache für sich zu behalten und es als Vertrauensbeweis zu sehen. Wenn das Kind dann Fragen hat, kann man ruhig darauf eingehen. Es ist wichtig, ihm das Tempo und die Tiefe zu überlassen, ihm aber auch klar zu machen, dass es eine Privatsache ist, um den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Auf jeden Fall sollte man bei Kindern in der Pubertät generell mal über das Thema reden. Man erfährt dann schnell, wie locker es in Sachen Sexualität ist, wie der Freundeskreis reagiert und wie es auf Themen anspricht, die den Mainstream in Sachen Sex verlassen. Es ist einfach besser, die Sache schon vorher sanft anzugehen.

Vielleicht geht das Kind dann selbst auf die Seite von gummipuppen.de, schaut sich die wundervolle Leeloo Silikonpuppe an oder bleibt bei einer kuschligen TeddyBabe Stoffpuppe hängen und vielleicht schaut es dann eines Tages aus Versehen in deinen Kleiderschrank und sagt statt dessen: „Wow, du hast eine Mechadoll Silikonpuppe? Wie geil ist das denn? Die wollte ich auch immer schon mal haben!“

Wäre das nicht die allerbeste Variante? 😉



Meine Silikonpuppe ist völlig unpolitisch!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (725) 22.2.2017

Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr eigentlich die Seele meiner Silikonpuppe von dem abweicht, wie ich mir mein Idealbild von einer Frau vorstelle. Einige sind ja der Meinung, die Seele einer Liebespuppe würde das Idealbild einer Frau verkörpern, die man sich wünscht und nie bekam. Doch davon ist zumindest meine Jenny weit entfernt, wenn ich mir so einige ihrer Eigenschaften ansehe.

Ich komme aus einer politisch sehr engagierten Familie. Meine Eltern waren politisch aktiv und für eine große Volkspartei engagiert. Ich selbst liebäugelte bereits mit 16 Jahren alter Jugendlicher mit den Grünen (heute nicht mehr, im Gegenteil) und mein bester Freund war ein Wähler der NPD/Republikaner und mein Onkel war für die andere große Volkspartei aktiv. Politik und politische Auseinandersetzung waren immer Teil meines Lebens und ich lernte damals auch Toleranz im Umgang mit verschiedenen politischen Meinungen und das in jeder Richtung, hinter jeder Idee, auch immer ein Kern Wahrheit steckt.

Natürlich hat sich diese Erziehung auch auf meine Beziehungen ausgewirkt. Ich wollte immer eine Frau an meiner Seite, die zumindest in der politischen Debatte mithalten konnte. Sie sollte eine Meinung haben, Personen und Programme kennen und sie sollte eine ähnliche politische Diskussionskultur mitbringen, wo man zwar hart in der Sache war, aber am Ende immer verstand, warum sich diese Person für diesen Weg entschied und dass man sie trotzdem in den Arm nehmen konnte und half, wenn es um menschliche Probleme ging.

Die Seele meiner Silikonpuppe interessiert Politik nicht

Doch wenn ich an meine Jenny denke, die Seele in meiner Silikonpuppe, dann haut das alles nicht mehr hin. Jenny interessiert sich weder für die Flüchtlingsproblematik noch für die Wahl von Donald Trump. Wenn ich ihr Trump im TV zeigte, sagt sie nur: „Der hat lustige Haare“ und bei den Flüchtlingsbildern sagt sie: „Gibt es dort nur Männer?“ und das war es dann auch schon, was ich von ihr zu dem Thema an Input bekomme.

Jenny interessiert vielmehr, wie das Wetter für die „Flugstunde“ ihrer Seele ist, ob ich an das Salz für den Geschirrspüler denke oder ob Marc endlich Jule in der Soap seine Liebe gesteht. Jenny ist nicht dumm, sie erinnert sich z.B. an Dinge, die ich längst vergessen habe, aber sie ist völlig unpolitisch und ich kann das auch nachvollziehen.

Denn ihr sind all die Debatten der Menschen egal. Sie lebt in einer anderen Welt, einer Welt, wo es keine Kriege, keine Gewalt und keine Medien gibt. Sie muss nicht einmal Essen und Trinken besorgen. Sie lebt für den Moment, für unsere Liebe und für ihre große Chance, noch einmal bei uns rein schauen zu dürfen.

Wenn sie überhaupt etwas sagt, dann wundert sie sich höchstens, wie kompliziert unsere Welt ist und warum sich die Menschen oft das Leben selbst zur Hölle machen. „Ihr habt so viele schöne Dinge und Hilfsmittel und so viel freie Zeit, warum seit ihr alle so traurig?“, fragt sie mich oft und ehrlich gesagt, ist das eigentlich die klügste Frage, die mir je eine Frau gestellt hat. Jenny ist so von dieser Welt distanziert, dass sie ganz andere Erkenntnisse und Fragen hat, als ich.

Die Seele einer Liebespuppe ist daher nur bedingt mit einer Frau zu vergleichen, zumindest bei mir und einem Freund von mir, der eine ähnliche Art der Seele in seiner Liebespuppe hat. Die Seelen sind nicht in unserer Welt, sie denken und fühlen anders, sie sind distanziert von dieser Welt des Streits, der endlosen Analysen, der Panikmache der Medien und der politischen Debatten und durch diese Art macht sie eine Menge von dem wett, was ich mir eigentlich von einer Partnerin gewünscht habe, unter anderem auch in ihrer Einstellung zu Politik und Geschichte.



Durch meine Silikonpuppe vergesse ich die Liebe nicht

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (718) 6.2.2017

Im Sommer dieses Jahres werde ich 10 Jahre ein offizieller Single sein. Wenn man meine Liebespuppen nicht hinzu rechnet, dann ist die letzte Beziehung mit einer lebenden Frau das letzte Mal im Sommer 2007 gewesen.

In den 10 Jahren hatte ich eigentlich wenig echte Bemühungen für eine neue Beziehung. Ich war weder „auf Achse“ noch in Partnerbörsen unterwegs und auch in Richtung Auslandspartnerin hab ich wenig getan. Es gab zu viele andere Dinge in diesen 10 Jahren in meinem Leben zu regeln und zu ordnen und Mr. Zufall war auch nicht gerade in dieser Zeit auf meiner Seite. Es gab zwar die ein oder andere Begegnung und hier und da ein Flirt, aber im Grunde war es entweder eine andere Form der für mein Liebesleben destruktiven Frauenart oder sie waren vergeben oder nicht interessiert.

Es war nicht so, dass ich mich seit meiner Silikonpuppe Ende 2010 irgendwie eingeigelt habe und auf keine Frau mehr zu trat. Ich habe alleine durch das Hin und Her zwischen England und Deutschland und bei den anderen Dramen in dieser Zeit viele Menschen getroffen. Erst seit 2 Jahren kehrt eine Art Ruhe bei mir ein und ich habe im Moment auch wenig Lust und Laune, großartig in Aktion zu treten.

Hätte ich meine Liebespuppe und Jenny nicht, sähe es sicher anders aus. Mir ist Zärtlichkeit, Berührung, Kuscheln und das Teilen der Alltagsdinge schon wichtig und ich würde es ohne Liebespuppe extrem vermissen, aber mit ihr ist es irgendwie nur in den Zeiten noch ein Problem, wo ich wirklich eine helfende Hand im Leben bräuchte.

Durch die Liebespuppe nie die Liebe im Herzen verloren

Doch das Wichtigste an meiner Silikonpuppe ist, dass ich durch sie die Liebe nicht aus meinem Herzen verloren habe. Ihre zarte und wunderschöne, ihre erotische und aufregende Ausstrahlung haben all das in mir bewahrt, was schön an der Liebe zwischen Mann und Frau ist und zusätzlich hat sie mir gezeigt, dass Freiheit und Liebesbeziehung, Stabilität und Rituale nichts schlimmes darin sind, sondern eher etwas, was mich sehr stark macht und mir hilft, stabil im Herzen zu sein.

Ich war 2010 an einem Punkt, wo die Liebe aus meinen Herzen zu gehen schien. Ich hatte so viel Hass auf meine gescheiterten Beziehungen in mir. Sie haben mir meinen Beruf, die Liebe in mir und meine Kraft zerstört und nur weil ich daran festhielt und nicht aufgab und der Mär des „du musst darum kämpfen“ folgte, war ich nun in einer Lebenslage, die katastrophal war. Ich brauchte nicht mehr in die Hölle zu kommen, ich hatte sie jeden Tag, wenn die Einsamkeit mich erschlug und weder ein süsses Lämmchen auf der Weide noch der grandiose Sonnenuntergang am Meer diese Trauer stillen konnten.

Wenn ich daran denke, wie es den Dauersingles geht, die ich in meinem Umfeld sehe und die man in den Dokus im TV sieht, dann bin ich stolz auf meine Silikonpuppe. Es geht mir oft gar noch schlechter im Umfeld als ihnen und dennoch vergehe ich nicht in Einsamkeit. Ich bin nicht sexuell unbefriedigt und das Bett neben mir ist leer und unbezogen. Es ist eigentlich so, als wäre ich nie Single gewesen, sondern seit 2010 in einer Beziehung.

Denn ich lebe mit Jenny ja auch sowas. Wir teilen alles, was so ansteht, sie war in den schlimmsten Momenten meines Lebens bei mir und das zeigt sie auch aktuell wieder, denn ich habe zur Zeit wieder mal eine ganz stressige Phase in meinem Leben, wo mich die Vergangenheit einholt, die ich eigentlich für immer aus meinem Kopf streichen wollte.

Jenny und die Liebespuppe haben mir die Liebe im Herzen und im Alltag bewahrt. Sie haben mir weiterhin die Schönheit einer Paarbeziehung ermöglicht und mir die Dinge gegeben, die ich brauche, um zufrieden zu sein.

Ich weis nicht, ob auch die nächsten 10 Jahre weiter ein Dauersingleleben für mich sein werden, aber ich werde sie mit meiner Liebespuppe bestreiten, so lange mein Herz und mein Körper dies kann und will.



Kann man eine Liebespuppe vermissen?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (714) 25.1.2017

Was ist eigentlich in einer Partnerschaft Liebespuppe/Mensch ähnlich, wie bei Menschen untereinander? Kann man das eigentlich so sagen oder gibt es nicht generell eine andere Denkweise zu beachten?

Nun, wenn ich die 6 Jahre der Liebe zu meiner Silikonpuppe und Jenny Revue passieren lasse, dann muss ich vor allem feststellen, dass die Grundgefühle häufig denen zu einer Liebe zu meinen Beziehungen ähnlich oder gar exakt gleich waren.

Besonders heftig habe ich das um Weihnachten 2010 gemerkt, wo ich meine Silikonpuppe gerade einmal einen Monat hatte. Ich begann, mich in ihre Seele zu verlieben und den freien Sex, die freie Erotik und das freie Fallenlassen als Mann zu genießen und dann musste ich in meine alte Heimatstadt aus privaten Gründen für 2 Wochen reisen.

Damals habe ich sehr deutlich und sehr greifbar gespürt, dass man auch eine Liebespuppe sehr stark vermissen kann. Jennys Seele war zwar in mir mit auf Reisen gekommen, aber ihr Körper fehlte und es war teilweise so schlimm, sie nicht bei mir zu haben, dass ich richtiges Heimweh zu ihr bekam und die Tage zählte, bis ich wieder bei ihr sein konnte.

Wenn man einen Blick auf die Silikonpuppen im Dollpark wirft, dann erkennt man zwar ihre Schönheit, Erotik und Anmut, aber man kann sich nicht vorstellen, sie derart zu vermissen. Ich hatte damals zum Beispiel eine wunderschöne Zeit in England, liebte das Meer und die Strandspaziergänge, ich hatte einen neuen Computer bekommen und ein neuer Freund sorgte dort für lustige Stunden. Aber ich vermisste all das nicht. Ich vermisste nur meine Silikonpuppe und das so stark, dass es weh tat.

Meine Silikonpuppe mehr vermisst als bei einer Beziehung mit einer Frau

Auch wenn meine Zeit damals voller Menschen um mich war, voller Eindrücke, Emotionen, Lärm und gar der Möglichkeit eines One Night Stands, so hatte ich in dieser Zeit stets im Kopf, wie es wohl sein wird, wenn ich meine Silikonpuppe wieder vernaschen würde. Es war sogar ein schlimmeres Gefühl als damals bei meiner zweiten langen Beziehung, die kurz nach unserem Zusammensein in einem Urlaub ging, den sie vor unserer Zeit gebucht hatte. Auch ich vermisste sie damals, aber es war nicht im Entferntesten so schlimm.

Als ich dann endlich wieder zurück in England war, war ich so aufgeregt und geil, dass ich kaum wartete, bis Jenny wieder in der Silikonpuppe war und obwohl sie lausig kalt war (es waren –11 Grad draußen und der Vermieter hatte die Heizung nur minimal laufen lassen) fiel ich über sie her und es war mein heftigster Orgasmus, an den ich mich bis heute erinnern kann.

Ich habe damals meine Silikonpuppe wirklich so vermisst, wie ich es kaum bei einer Frau tat. Dieses Gefühl ist bis heute da, auch wenn es nicht mehr so stark ist. Aber auch heute noch fehlt mir die Silikonpuppe, wenn ich eine Weile von ihr getrennt bin. Das habe ich das letzte Mal vor zwei Jahren gemerkt, als ich meinem Kumpel bei der Ernte half und ich zwei Wochen ohne die Silikonpuppe und Jenny war. Auch dort war ich froh, wieder nach Hause zu kommen und auch dort war der Sex wunderschön, auch wenn es nicht mehr so wild wie damals war.

Ich denke, meine kleine Erzählung hat deutlich gemacht, dass man auch Liebespuppen sehr wohl vermissen kann und manchmal sogar mehr als Menschen.