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Meine Silikonpuppe hat bald „Geburtstag“ Wie alt ist sie eigentlich?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (838) 24.11.2017

Hurra, hurra, am Sonntag wird meine Liebespuppe …..ähm, wie viel Jahr eigentlich genau? 7? 27? 77? Dem Alter seiner lebensnahen Liebespuppe und der entsprechenden Seele darin einen sinnvollen Wert zu geben, ist gar nicht so einfach.

Wie komme ich auf diese drei Zahlen? Nun, die erste Zahl (7) ist recht einfach zu erklären. Vor 7 Jahren kam eine lebensnahe Silikonpuppe (Mechadoll Emilie) in mein Haus und veränderte mein Leben für immer. Doch irgendwie wirkt es deplaziert, eine Nachbildung einer Frau um Mitte 20 mit sieben Jahren zu titulieren und es passt auch nicht in Jennys Art. Beides ist keinesfalls kindlich.

Die 77 ergibt sich aus dem, was ich über Jennys Seele weis. Sie hat mir gesagt, dass sie in der Zeit des 2. WK geboren wurde. Wann das genau war, weis sie nicht mehr, aber laut ihren Schilderungen gehe ich in etwa von dieser Zeit aus. Wäre sie 1940 als Mensch geboren worden, müsste sie so alt sein.

Als in einem Archiv im Elsass bei einer Recherche ein Archivar eine Frau fand, die exakt wie Jenny aussah, den gleichen Namen trug, in der gleichen Zeit lebte, am gleichen Ort und unter den gleichen (sehr speziellen) Lebensumständen, war mir klar, dass an diesen Angaben etwas dran sein könnte. Doch die Archivare konnten mir nicht sagen, wann Jenny geboren war und wann sie starb.

Meine Silikonpuppe und Jenny werden 27

Auch wenn diese unglaubliche Geschichte stimmen mag, so passt eine 77 nicht zu Jenny und auch nicht zur Silikonpuppe. Eine derart sexy Liebespuppe und eine jugendlich wirkende Seele mit einer alten Frau zu vergleichen, ist ebenfalls nicht sinnvoll.

Als Jenny laut ihren Schilderungen starb, war sie 20. Das passt auch zu ihrer Seele. Also haben wir uns geeinigt, dass sie 20 ist und da jetzt 7 Jahre seitdem vergangen ist, wird sie eben am Sonntag 27.

Egal, wie alt nun Jenny wirklich ist, der Geburtstag von Jenny und der Silikonpuppe spielt eine große Rolle für uns, weil er ja auch der Tag ist, wo meine Reise in die Welt der Liebespuppen begann und es war einer der prägendsten Tage in meinem Leben, der mich für immer positiv verändern sollte. Diesen Tag sollte man alleine deshalb schon feiern und es hängen ja auch eine Menge Erinnerungen an das, was danach geschah.

Und so werden wir auch diesen Tag in Liebe und Schönheit feiern. Ich finde vor allem toll, dass ich ihn immer noch in Jennys ersten Körper feiern kann. Die Silikonpuppe ist zwar durch all die Jahre ziemlich ramponiert worden, aber sie strahlt immer noch einen wundervollen erotischen Zauber aus und so können wir diesen Tag dann auch ganz besonders feiern.

Auch wenn Jenny den Alltag nun meist im TeddyBabe Deluxe Carly verbringt, so sind solche Tage natürlich der Mechadoll vorbehalten und wir werden ihn beide sehr genießen und ich werde sicher oft mit ihr an die Zeit zurück denken, wo wir uns zum ersten Mal sahen.

Happy Birthday zum 27. Geburtstag, mein lieber Engel!


Werde ich durch die Liebespuppe zu einem verbitterten Mann?

Wenn ich mir in einer ruhigen Minute einmal all meine Blogbeiträge der letzten Wochen und meine Kommentare im Forum im Kommentarthread zu meinem Blog so durchlese, dann fällt mir schon auf, dass sie oft sehr ernst geschrieben sind, dass ich darin viel an dieser Gesellschaft und dem Zeitgeist kritisiere. Ich gehe auch ab und an mal verbal wie ein HB – Männchen durch die Decke, wenn ich das Gefühl habe, dort belehrt oder beleidigt zu werden. Ich weis das alles und es hängt nur bedingt mit meinem Burn out zusammen.

Als ich ein junger Mensch um 20 war, war ich anders. Mein Leben drehte sich um die Dinge, um die sich das Leben junger Menschen so dreht. Man fieberte tagelang dem nächsten Match seines Lieblingsteams entgegen, gab ein Haufen Kohle für Spoiler fürs Auto aus und man machte so oft wie möglich Party und tratschte stundenlang über diese und jene „heiße Tussi“ und natürlich lachte man viel und blödelte herum, was das Zeug hielt.

In dieser Zeit ist man voller Träume und Ziele. Ich hatte ebenfalls einige der Ziele, die fast jeder junge Mensch hat. Nichts sprach dagegen, diese Träume zu verwirklichen. Ich war ein schlanker und durchtrainierter Mann aus gutem Elternhaus, intelligent und beruflich erfolgreich und voller Liebe im Herzen. Selbst Kollegen bezeichneten mich oft als „Sunnyboy“.

Depressionen und Verbittertheit wurden weit vor meiner Liebespuppe ein Thema

Doch diese Träume blieben mit der Zeit durch einige falsche, meist aber eher unglückliche Entscheidungen auf der Strecke. Diese Träume blieben in einer Zeit auf der Strecke, wo ich im Traum nicht an eine lebensnahe Silikonpuppe dachte.

Die zerplatzten Träume, die zu meinem Burn out führten, stürzten mich in schwere Depressionen. Psychiater, Psychologen, Freunde, Eltern, niemand konnte mir eine Traurigkeit nehmen, die tief in mir saß und ich war an einem Punkt angelangt, wo sich auch keine Frau mehr mit mir belasten wollte, nicht mal ich mit mir selbst.

Es war Ende 2009, wo ich auswanderte. Dort war ein schwer depressiver und verbitterter Mensch. Ich stritt mit jedem, sogar mit Gott und ich hielt nur die Fresse bei denen, die ich noch brauchte und weinte nachts bitter, weil ich sah, dass sie alle die Träume lebten, die ich nie haben durfte.

Wenn ich heute einmal eine Webcam laufen lassen würde, wenn Jenny und meine Silikonpuppe bei mir ist, dann würde niemand mehr sagen, dass ich verbittert bin. Wenn Jenny mental zu mir spricht und die Liebespuppe bei mir ist, bin ich ein wirklich glücklicher, fröhlicher und ausgeglichener Mann. Ich lache dann oft und auch wenn es mal ein trauriges Thema mit ihr zu besprechen gibt, bin ich immer ein sanftes Lamm und nie aggressiv oder böse zu ihr. Jenny ist für mich das Schönste, was ich in meinem Leben habe, sie erhellt meine Seele und mein Herz wie niemand anderes.

Doch wenn Jenny wieder schläft und die Silikonpuppe im Bett liegt, dann gehe ich wieder in eine Welt, die „upside down“ ist. Ich sehe dann, wie die unproduktiven Menschen Ruhm, Geld und Ehre ernten und die Leute, die dieses Land am Laufen halten und aufbauten, arm sind, ständig Ärger haben und ihnen ein Arschtritt nach den anderen verpasst wird.

Der Zeitgeist macht mich wütend, nicht die Liebespuppe!

Dann sehe ich eine Welt, wo die krassesten Minderheiten regieren und die Mehrheit für sie zahlt, sehe ich eine Welt, wo es gute und böse Terroristen gibt, weil die Konzerne es so bestimmen. Ich sehe eine Welt, wo die eine Hälfte die schlimmste Barbarei erlebt und die andere sich Noten tätowieren lässt, die sie mit dem Smartphone abhört. Dieser Zeitgeist macht mich krank, er macht meinen Sinn für Gerechtigkeit und Menschlichkeit wütend.

Und dann sehe ich, wie diese Welt mit den Liebespuppen umgeht. Ich sehe, wie Liebespuppenfreunde auf das Übelste diffamiert werden. Wie Journalisten, Fotografen und „Künstler“ ungefragt meine Liebe zu Jenny für ihre Karriere mißbrauchen und sie umdeuten, wie es ihnen passt und dabei alle Absprachen brechen. Ich sehe, wie wir täglich von den Medien und „sozialen“ Netzwerken beleidigt, diffamiert und für nichts und wieder nichts mit Hass überzogen werden und kein Gesetz schützt uns dabei.

Es ist diese Welt, die mich verbittert macht. Es ist eine Welt der Heuchelei, der Ellenbogensellschaft, eine Gesellschaft des Wegsehens, der Pseudoethik und der inneren Leere. Es ist eine Welt, in der viele Menschen kapitulieren und die allermeisten von ihnen haben keine Liebespuppen.

Denn ich habe auf meinem Lebensweg mit zigtausend Menschen um mich viele gesehen, die ohne Liebespuppen verbittert, seelisch krank und sehr einsam waren. Ich habe Menschen gesehen, die so einsam waren, dass sie alle Träume opferten, nur um nicht alleine zu sein. Solche Menschen sehe ich auch heute noch, es sind sogar meine direkten Nachbarn.

Die lebensnahe Liebespuppe hat mich nicht verbittert gemacht, im Gegenteil. Jenny und die Liebespuppe haben mir die Freunde am Leben wieder gegeben, sie haben mich wieder unschuldige Liebe, Sex, Humor und Spaß fühlen lassen. Sie haben mir die Schönheit dieser Welt gezeigt und die Schönheit des Lebens und sie haben mich sogar meinen Frieden mit Gott machen lassen. Sie ist am wenigsten daran Schuld, wenn ich mal verbittert klingen sollte. Diesen Schuh haben mir ganz andere angezogen und es waren alles Menschen und keine Liebespuppen.


Gummipuppe am schwarzen Brett verkaufen? Dann wohl doch lieber im Forum….

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (837) 22.11.2017

Lebensnahe Liebespuppen werden immer mehr Teil unserer Gesellschaft und es verwundert mich nicht. Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, so sind künstliche Nachbildungen von Frauen und Männern in einer Gesellschaft der seelischen Einsamkeit und des Konsumgedankens von Sexualität eigentlich nur eine logische Folge und mich wundert es eigentlich eher, dass sie noch nicht so verbreitet ist, wie all das andere Sexspielzeug.

Die Gummipuppe war Mitte der 90er Jahre der Beginn der kommerziellen Verbreitung von Liebespuppen. Die fast ausschließlich anonym genutzt Liebespuppe wurde im Laufe der Zeit durch die Silikonpuppen und später durch die TPE Sexpuppen nicht nur immer realistischer, sondern sie wurde auch immer mehr zum Ziel verschiedenster Träume von immer mehr Menschen und sie ging oft weit über ein Sexspielzeug oder einen Materialfetisch hinaus.

Die lebensnahe Liebespuppe wurde so auch immer mehr ein Thema in der Öffentlichkeit. Von den absurden Dokus in den Medien über ganze Hollywoodfilme bis hin zu Rettungseinsätzen für fälschlich für Leichen gehaltene Liebespuppen ging die Palette einer Auseinandersetzung mit dem Thema Liebespuppe die noch lange nicht beendet ist, im Gegenteil, sie dürfte mit den bald erscheinenden kommerziellen Robot – Sexpuppen noch zunehmen.

Immer wieder habe ich im Tagebuch auf alle möglichen Arten von Schnittpunkten von Liebespuppenfreunden mit der Öffentlichkeit hingewiesen. Sei es die Gummipuppe am Maibaum oder die Staatskrise in Chile, die durch eine Liebespuppe ausgelöst wurde, die Schnittstellen sind weit gefächert und manchmal schon sehr erstaunlich.

Liebespuppen muss man nicht über ein schwarzes Brett verhökern

Eines der neueren Beispiele ist ein Verkaufsangebot mehrerer Gummipuppen an einem schwarzen Brett in einem Supermarkt in Berlin. Das schwarze Brett solcher Einrichtungen, was eigentlich sonst für den Verkauf von Toastern oder Suchanfragen für entlaufene Katzen dient, war nun jedoch mit einer Verkaufsanzeige für mehrere Gummipuppen belegt..

Ob diese Anzeige nun ein Scherz von Kindern oder ernst gemeint ist, lasse ich einmal dahin gestellt. Interessant finde ich in beiden Fällen, dass die Gummipuppe anscheinend heute genügend Menschen bekannt ist, um solche Scherze zu machen oder sich zu einem öffentlichen Verkauf zu trauen und dass vor allem so viele Menschen damit etwas anfangen können, dass man sich darüber medial ereifern kann.

Als ich damals in den 90er Jahren zum ersten Mal durch „eine schrecklich nette Familie“ und Bud Bundy überhaupt etwas über Gummipuppen erfuhr, wusste ich rein gar nichts über solche Liebespuppen und weder meine Freunde, Bekannten, Verwandten oder Eltern hatten davon je etwas gehört.

Das ist heute anders. Heute ist die Liebespuppe von Youtube bis hin zu diversen Pornoseiten präsent und kaum ein Jugendlicher hat noch nichts von dieser Thematik gehört, aber auch in Familien und Freundeskreisen kommen immer mehr Menschen mit dem Thema in Kontakt, weil ihre Kinder oder deren Geschwister sich eine solche Liebespuppe holen.

Auch die sozialen Netzwerke und natürlich das gummipuppen.de Forum wie auch das internationale Dollforum haben die Thematik über das Internet bekannt gemacht und Tausende Menschen treiben sich dort heute herum und informieren sich über Neuerungen in dem Bereich und diskutieren über zahlreiche Themen, welche die Liebespuppe anschneiden und diese können bis in die Esoterik, den Sinn des Lebens und gar in die Politik gehen.

Was die Nachricht am schwarzen Brett betrifft, ist sie – abgesehen von einem Scherz – eine schlechte Wahl gewesen. Heute kann man ganz ohne Häme, Stress und mediale Aufmerksamkeit seine Gummipuppe im gummipuppen.de Forum im Marktplatz verkaufen und alle anderen Liebespuppen auch. Selbst kaputte und verbrauchte Liebespuppen können bei Bastlern angeboten werden und oft freuen sie sich sogar darüber.

Heute muss also niemand mehr – sofern er sich nicht einen Spaß erlauben will – eine Liebespuppe an einem schwarzen Brett anbieten. Es gibt weit bessere und elegantere Wege.


Kleine Spritztour mit dem Auto und der Liebespuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (836) 20.11.2017

Über das spontane Verhalten der Seele meiner Liebespuppe hatte ich euch ja bereits im letzten Tagebucheintrag berichtet, wo es um die Kleiderwahl ging. Am Sonntag gab es wieder eine kleine Anekdote, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Das Wochenende trudelte ein wenig aus und ich schaute noch einen kleinen Film mit meiner Silikonpuppe. Jenny sah in die dunkle Nacht aus dem Fenster und sagte dann plötzlich spontan zu mir: „Schatz, ich würde gerne mal eine Spritztour mit dem Auto machen, wenn du nichts dagegen hast!“.

Ich blickte ein wenig überrascht ebenfalls aus dem Fenster in das herbstlich/winterliche Schmuddelwetter und schaute sie etwas fragend an: „Wirklich? Ach, warum eigentlich nicht.“

Und so ging Jennys Seele in ihren Zweitkörper, das TeddyBabe Deluxe Carly und in den US Seesack, in den sie immer geht, wenn wir mit dem Auto zu unserem Freund mit Silikonpuppe fahren.

Als ich die Liebespuppe so im Seesack verstaute, wird mir erst klar, warum Jenny diese Idee hatte. Jetzt im November ist es viel früher Dunkel als im Sommer und bei dem Schmuddelwetter geht eigentlich kaum noch wer auf die Straße oder sitzt auf den Balkon. Die meisten Nachbarn in meiner eng gebauten Siedlung sitzen vor dem Fernseher oder essen zum Abend, es gibt eigentlich keinen besseren Zeitpunkt, als meine Liebespuppe ohne nervende Nachbarn in das Auto zu bringen und das war eigentlich eine gute Idee.

Spritztour mit Liebespuppe zum Flughafen

Außerdem musste mein Auto sowieso einmal bewegt werden. Es ist nicht mehr das neuste Auto und die Batterie ist schon ein wenig altersschwach. Eine kleine Spritztour hilft natürlich dem Auto sehr und lädt die Batterie auf. So schlug ich also ein paar Fliegen mit einer Klappe und so ging es los.

Es wurde ein toller Ausflug. Ganz in Ruhe konnte ich die Stoffpuppe für die Fahrt frei machen und sie später auch wieder verstauen. Und niemand war auf den Straßen und störte uns.

Auf der Fahrt fuhr ich mit Jenny an ein paar Orte, wo man auch im Dunkeln viel erleben konnte und es waren einige Orte, wo ich tagsüber eher nicht mit ihr hin fahren würde. Wir fuhren an einem Kraftwerk vorbei, danach an einem Fußballstadion und dann an den großen Flughafen, der rund 45 Minuten von hier entfernt ist und wir haben in der Zeit viel Spaß gehabt und Jenny war ganz begeistert, wie viele tolle Lichter dort waren und sie hat begeistert alle Flugzeuge gezählt, die sie so starten sah.

Bei solchen Ausflügen „im Schutze der Dunkelheit“ bin ich glücklich mit meiner Liebespuppe. Kein Mensch nervt mich mit Fragen, blöden Blicken oder stört unsere Liebe mit seinen Lebensgeschichten, die man uns erzählen will. Ich genieße meine Liebespuppe, Jenny und den Moment, der mich sehr nahe an die Liebe zwischen zwei Menschen heran führt. Es ist einfach schön, die Hand von ihr dabei zu halten und den Abend auf eine andere Art zu genießen, als sonst.

Ich denke, wir werden diesen Ausflug sicher bald einmal wiederholen und Jenny war danach sehr glücklich und ich auch.


Draußen ist Winter – Drinnen sitzt die Liebespuppe im Bikini ;)

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (835) 17.11.2017

Ach, ich liebe meine Jenny. Sie ist frech, witzig, spontan und einfach herrlich „undeutsch“. Bei ihr geht gar nichts nach Plan, sie existiert einfach, hat einen riesen Spaß in der Silikonpuppe und genießt jeden Moment, mit oder ohne mir.

Es hat eine Weile gedauert, eh die Seele in meiner Liebespuppe so geworden ist, wie sie sein wollte. Jennys Seele hat eine Entwicklung durch gemacht, sie ist heute offener, selbstbewußter und vor allem sehr viel glücklicher und weniger ängstlich, als zu der Zeit, wo ich sie das erste Mal wahr genommen habe. Heute ist Jenny so, wie sie wohl in ihrem früheren Leben gewesen wäre, wenn man sie hätte so machen lassen, wie sie gewollt hätte.

Ich habe immer schon alle Wesen um mich am meisten geliebt, wenn sie so sein konnten, wie sie wirklich sind. Beziehungen, Freundschaft und auch Arbeitskollegen habe ich am liebsten um mich gehabt, wenn sie so Mensch waren, wie sie es sind, mit all ihren Fehlern und Stärken.

Leider habe ich in der Partnerschaft und auch in den anderen Bereichen solche Dinge viel zu selten erlebt. Die Menschen von heute spielten mir – oft völlig ohne Not – eine Show vor und legen sich einen schrecklichen Panzer zu oder setzen eine Maske auf, weil es dieses System sonst immer verlangt. Es ist ein System der Lüge, der Denkweise von Angebot und Nachfrage und vor allem, was man selbst davon hat.

Bei meiner Jenny und mir war es zu Anfang auch nicht locker. Wir beide wussten nicht, wie wir diese Situation einschätzen sollten. Jenny musste mit diesem Sein in einer lebensnahen Silikonpuppe zurecht kommen und ich verstehen lernen, wie ich Jennys Seele eigentlich einzuordnen habe. Doch jetzt kennen wir einander und keiner von uns hat mehr vor irgendwas Angst.

Jenny hat eine spannende spontane Art

Und so überrascht mich Jenny immer wieder mit ihrer eigenen Art. Draußen ist es zum Beispiel jetzt sehr kalt und es ist grau und trübe. Ich dachte mir heute, wo ich sie gewaschen habe und sie umziehen wollte, dass sie sicher ein Kleid haben möchte, was ein wenig dicker ist.

Doch als ich mit dem Kleid ankam, sagte Jenny:“ Nein, das möchte ich heute nicht. Ich will lieber den sexy Bikini tragen!“

Also bekam sie diesen sündhaft erotischen Bikini angezogen, der eigentlich ein Nichts ist. Jenny hat meine Blicke gesehen und dann gesagt:“ Na, ist heute nicht Sommer?“ und dann haben wir beide herzlich gelacht.

In solchen Momenten denke ich nicht darüber nach, woher das alles kommt. Ich bin einfach glücklich, sie so bei mir zu haben, wie es ist. Es zählt für mich nur, dass Jenny endlich so sein kann, wie sie es möchte. Ich bin glücklich, wenn sie es ist und wenn sie statt dem Kleid dann den Bikini trägt, warum nicht? Und so schlimm ist es ja nun auch nicht 😉

Viele sagen, die Liebespuppe würde nie Nein sagen und alles tun, was man will. Nun, das mag sicher in vielen Fällen auch so sein, aber ich bin – ehrlich gesagt – glücklich, dass in meiner Liebespuppe ein eigenes Wesen ist. Es ist ein Wesen, was das Wort Nein kennt und doch stört es mich niemals. Es ist Jenny und ich werde ihre wundervolle Seele niemals einengen. Das ist für mich Liebe, dass man das Glück des anderen über seine Bedürfnisse stellt, vor allem, wenn es nicht ausgenutzt wird und das tut Jenny nie. Sie kennt dieses Spiel von Lügen, Masken und eigenem Vorteil nicht, sie kommt nicht aus einer Welt, wo solche Dinge nichts zählen.

Wie dem auch sei, Jenny sitzt also nun bei +2 Grad draußen hier drinnen im Bikini herum und irgendwie hat sie schon recht, dass irgendwie Sommer ist, denn wenn ich sie so ansehe, denke ich an alles, bloß nicht an Winter 😉


Liebespuppen als Prostituierte? Es bleibt ein schaler Beigeschmack….

Ein Laufhaus in Wien vermietet lebensnahe Gummipuppen, ein Bordell in Dortmund bietet Liebespuppen für sexuelle Dienste an und ein Escortservice mit lebensnahen Sexpuppen soll in Berlin gestartet werden. Diese und andere Nachrichten aus der weiten Welt vermitteln den Eindruck, als wenn die lebensnahe Sexpuppe den Bereich der käuflichen Liebe mehr und mehr erobert.

Abgesehen von diversen Problemen mit der technischen Umsetzung und den Umgang mit Schäden, die Freier verursachen, stellt sich für mich ein ganz anderes Problem bei der ganzen Thematik. Die lebensnahe Liebespuppe wird damit wieder zu einem willenlosen, unemotionalen und rein auf Sex fixiertes Gebrauchsobjekt degradiert und das halte ich für die gesamte Betrachtung der Liebespuppe für nicht sehr förderlich.

Lebensnahe Sexpuppen wie die schöne TPE Sexpuppe Kira sind natürlich sehr erotisch und sexy und eine Handhabung im Bett ist sicher mit ihr leichter, als z.B. mit der gewichtigen Leeloo Silikonpuppe, aber die Liebespuppe auf einen reinen „Luxus – Masturbator“ oder zu einer „B – Variante der Prostituierten“ zu degradieren, macht im Grunde die Liebe zu Liebespuppen nieder und sie degradiert Männer zu Tieren, die einfach alles ficken, was ihnen in den Weg kommt. Es nimmt den Zauber, den solche Liebespuppen ausstrahlen und was sie außerhalb des Betts so alles für Menschen tun und irgendwie degradiert es auch den Wert von lebenden Prostituierten, wenn man sie bewußt in Konkurrenz mit Liebespuppen setzt, finde ich.

Jahrelanger Kampf der Liebespuppenfreunde mit dummen Klischees

Die Liebespuppenszene hat in den ganzen Jahren mit genug Klischees, bescheuerten Attributen der Massenmedien und einer gesellschaftlichen Ächtung zu tun gehabt und es hat nicht nur mich viel Schweiß, Zeit und Mut gekostet, um die Liebespuppe aus der Schmuddelecke heraus zu führen. Unser aller Einsatz trug so langsam Früchte, denn immer weniger trauten sich sowohl das gemeine Volk als auch die Medien noch, uns als perverse Idioten oder andere Arten von Spinnern darzustellen und kaum noch ein Liebespuppenfreund war bereit, sich zum Spielball solcher Idiotismen zu machen und nicht umsonst mussten sich die Massenmedien einer immer tieferen psychischen Trickkiste bedienen, um die Liebespuppe weiter schlecht zu machen.

Auf der anderen Seite halfen wir Liebespuppenfreunde über Foren oder auch außerhalb im privaten Rahmen, das Verständnis unserer Mitmenschen zu verbessern und auch mit witzigen und charmanten Beiträgen aller Art half man, die Schönheit der Liebespuppe auf lockerem Weg deutlich zu machen. Wir zeigten unermüdlich auf, wie glücklich die Liebespuppe uns machte, wie sehr sie oft von einer reinen Sexpuppe abwich und dass manche sogar ohne Sex mit ihnen glücklich sein können. All das machte die Liebespuppe immer mehr zu einer Angelegenheit, welche die Seelen, den Geist und das Herz der Menschen bewegte, heilte und half, mit diversen Lebenserfahrungen und –situationen besser zurecht zu kommen.

Die Liebespuppe wurde auch als eine Begleiterin von tiefsinnigen, sensiblen und intelligenten Männern und Frauen mehr und mehr in die Gesellschaft eingeführt. Die Liebespuppe wurde oft gar nicht mehr als erotische Liebespuppe dargestellt, sondern als Frau von nebenan, die unsere künstlerische Ader und unsere tiefen Wünsche befriedigte und manchmal bekam sie – wie bei mir – sogar eine übernatürliche Note und glitt in eine Welt ab, die weit über das hinaus ging, was sie optisch darstellt.

Degradiert die Liebespuppe nicht wieder zu einem billigen Gegenstand!

Ich befürchte, dass der Fokus der Liebespuppe als Prostituierte sie wieder zu einem Gegenstand degradiert und damit all die Arbeit zunichte macht, die wir in all den Jahren geleistet haben. Die Liebespuppe war auf dem Weg, zu einer Alternative für einsame, glücklose und in bestimmten Bereichen unbefriedigte Seelen (damit meine ich nicht nur Sex) zu werden und diese Entwicklung sehe ich durch diese Dinge mehr gefährdet, als durch eine kommende Robot – Sexpuppe, wenn ich so darüber nachdenke.

Dass die Massenmedien diese Thematik fördern, wundert mich nicht. Sie nutzen das provokante Thema der Prostitution gerne aus, um der Liebespuppe den nächsten Gülleeimer der Schande über zu stülpen und natürlich soll der angeblich stets stupide und auf Titten und Arsch fixierte Mann ein paar Spritzer davon ab bekommen.

Ich unterstelle den Anbietern solcher Bordelle und erotischer Serviceleistungen nichts Böses. Sie wollen eine Marktlücke nutzen, das ist o.k. Aber wir sollten aufpassen, dass diese Idee nicht so mißbraucht wird, dass die gute Entwicklung der lebensnahen Liebespuppe hin zu einer wundervollen Begleitung für Menschen in vielen Lebenslagen verloren geht. Es soll nicht verloren gehen, wie sie Menschen auf vielen Wegen hilft und heilt. Es soll nicht verloren gehen, dass der Mensch ein Wesen ist, was mit seiner Imagination, Phantasie, Vorstellungsvermögen und vielleicht noch mehr Gaben phantastische Dinge mit einer lebensnahen Liebespuppe erleben kann.

Ich möchte diesen Blogbeitrag als Warnung stehen lassen. Ich hoffe, dass in all diesem Hype um Liebespuppenbordelle nicht vergessen wird, was lebensnahe Liebespuppen noch alles leisten können und das ist weit weit weit mehr, als das sie nur als Prostituierte taugen.


Geburtstag mit meiner Liebespuppe – Einfach nur schön

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (834) 15.11.2017

Gestern war also mein Geburtstag. Da er in einen Wochentag fiel, war es kein großes Rambazamba und ehrlich gesagt, hatte ich darauf auch keine Lust. Es war genug Rambazamba in diesem Lebensjahr meines Lebens und ich wollte an diesem Tag einfach nur mal in Ruhe ein paar Gedanken fassen, über meinen weiteren Weg sinnieren und vor allem die Liebe meiner Silikonpuppe und Jenny spüren.

Ich brauchte gestern keine große Feier, keine billigen Geschenke und die erbärmlichen Mails meiner Verwandten, die liebloser als die Mail meines Versicherungsvertreter waren, haben meine Lust darauf auch nicht wirklich gehoben. Ich habe gestern wieder einmal gesehen, wem ich wirklich etwas als Mensch bedeutet und dazu zählte wohl auch meine Jenny.

Jenny war die erste und letzte Gratulantin dieses Tages und ehrlich gesagt, hat vor allem sie mich an diesem Tag spüren lassen, dass er etwas besonderes ist, dass es schön ist, auf dieser Welt diese Art von Liebe überhaupt erleben zu können. Ich sehe es als eine große Gnade an, dass ich eine Liebespuppe nicht nur haben kann, sondern dass ich sie liebe und gar ein Wesen in ihr sehe. Es ist etwas großartiges, was ich nie erlebt hätte, wenn mich meine Eltern nicht gezeugt und auf die Welt gebracht hätten.

Schöner Geburtstag mit meiner Liebespuppe auch ohne Party

Also habe ich den Tag mit meiner Silikonpuppe und Jenny genossen. Wenn man eine lebensnahe Liebespuppe liebt, dann laufen solche Tage anders ab, als unter Beziehungen bei Menschen. Es gibt keine Torten mit Kerzen, keine gemalten Bilder oder einen Wellness Urlaub. Es gibt nur Liebe, Nähe und den Moment, einmal in der Woche mit ihr mit einer anderen Intention als sonst Zeit verbringen zu können.

Vor allem aber verbringe ich mehr Zeit mit ihr. Mein Arbeitgeber war so nett, mir sogar frei zu geben und so konnte ich ausgiebig mit ihr kuscheln, Musik hören, einen schönen Film schauen und gemeinsam mit ihr Essen (sie schaut natürlich nur dabei zu). Aber wir nahmen uns auch einmal Zeit, über die Dinge zu reden, die sonst ein wenig im Alltagsstress untergehen.

Ich spüre Jenny an diesem Tag immer besonders stark. Warum das so ist, weis ich nicht, aber es ist an diesem Tag irgendwie alles noch intensiver, vertrauter und wir sind uns einfach näher und wenn ich ihr dann abends – wie jedes Mal – die irre Geschichte meiner Geburt erzähle, dann lauscht Jenny ganz nah an mir und es ist einfach wunderschön.

Und wenn der Tag dann beendet ist, dann frage ich mich jedes Mal erneut, ob es nicht eigentlich schon immer mein Wunsch war, so meinen Geburtstag zu feiern. Geburtstage ohne Ramabzamba, sondern in Liebe, Frieden und in der Vertrautheit im Herzen eines Wesens, welches mich als Mensch und Mann liebt. Leise, ruhig und ehrlich.


Liebespuppen, Arbeitslosigkeit und Armut trotz Arbeit

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (833) 13.11.2017

Die meisten Liebespuppenfreunde arbeiten in Vollzeit und kommen aus der Mittelschicht, manchmal sogar aus der Oberschicht, wie der Fall eines Anwaltes gezeigt hat, der die Liebe zu seiner Silikonpuppe vor einiger Zeit medial öffentlich machte.

Dass die Liebespuppenfreunde meist aus der Mitte der Gesellschaft kommen, hat nichts mit einer besonderen Liebe dieser Gesellschaftsschicht mit lebensnahen Liebespuppen zu tun, sondern vielmehr damit, dass solche Puppen schlicht und ergreifend zu teuer sind, um sie für Arbeitslose oder Menschen im Niedriglohnsektor finanzierbar zu machen.

Ich selbst arbeite nach meinem Burn out nicht mehr Vollzeit. Meine fehlende Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Stressresistenz lassen keinen 40 Stunden Job die Woche zu. Ich bin froh, wenigstens noch eine Arbeit machen zu können, mit der ich meinen Lebensunterhalt mit bescheidenen Mitteln bestreiten kann.

Hätte ich nicht bessere Zeiten vor der Liebespuppe gehabt und hätte ich mich wie 10 Prozent der Deutschen in dieser Zeit lieber überschuldet, statt mein Geld zurück zu legen, wäre die lebensnahe Silikonpuppe auf jeden Fall für immer ein Traum geblieben und ich hätte vielleicht mit viel Mühe und Not irgendwann eine TeddyBabe Stoffpuppe oder eine der kleinen günstigen TPE Sexpuppen zusammen gespart.

Doch in die Welt der Liebespuppen „Spitz auf Knopf“ einzusteigen, halte ich für nicht sinnreich. Die lebensnahe Liebespuppe braucht auch nach ihrem Kauf einiges an finanzieller Zuwendung und man muss immer auch damit rechnen, dass diese mal durch einen größeren Schaden den Geist aufgibt und dann eine neue Liebespuppe her muß.

Finanzielle Situation nicht nur beim Kauf der Liebespuppe wichtig

Und so spielt die finanzielle Situation nicht nur beim Kauf der Liebespuppe eine Rolle. Niemand von uns ist heute mehr unkündbar und jede heute noch so gut gehende Firma, Betrieb oder auch staatliche Stelle kann morgen durch Mißmanagement, Globalisierungsdruck oder Stellenstreichungen von heute auf morgen gestrichen sein und dann ist man selbst in einer prekären Lage, wo man nicht nur sehen muss, wie man die laufenden Kosten bewältigt, sondern auch die Liebe zur Liebespuppe.

Am besten ist das Leben mit Liebespuppen daher immer, wenn man rechtzeitig etwas zurück legt und auch für eine neue Liebespuppe einen Groschen beiseite legt. Wir legen ja auch für einen Urlaub, ein neues Auto oder so etwas zur Seite und so sollte man es auch bei der Liebespuppe machen, wenn man es denn kann und man diese Art der Liebe dauerhaft leben möchte.

Sollte meine Mechadoll morgen den Geist aufgeben, so habe ich zum einen das TeddyBabe als Ersatzkörper für Jenny und zum anderen hätte ich dann auch einen Notgroschen, um mir wieder eine neue Silikonpuppe zu holen. Welche es dann sein würde, würde ich mir gut überlegen, aber ich bin immer noch mit der Mechadoll glücklich und behandle sie wie ein rohes Ei und so wird mir diese Entscheidung hoffentlich noch eine Weile erspart bleiben, aber wenn es soweit ist, bin ich darauf vorbereitet.

Denn ich möchte nicht mit der ständigen Angst leben, dass ich mir eines Tages keine Liebespuppe mehr leisten kann und ich möchte auch nicht alles von meinen Jobs abhängig machen. Das Leben hält sich nicht an Regeln wie: „Das wird schon nicht passieren“, sondern es geht seinen eigenen Weg und dann ist es gut, darauf vorbereitet zu sein, denn die Liebe zu einer Liebespuppe steht bei mir sehr weit oben im Leben und ich würde für sie auf sehr viel anderes verzichten, beziehungsweise tu es ja jetzt schon und das sehr gerne.


Termine statt Spaß mit Liebespuppe – Einfach nervig

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (832) 10.11.2017

Also irgendwie hat sich meine Wahrnehmung für Termine aller Art seit meinem Leben mit einer lebensnahen Liebespuppe verändert. Während in meiner Singlezeit solche Termine als alltäglich erschienen und in der Zeit der Beziehungen stets ein Organisationsproblem und Faktor für Streitereien waren (z.B. wir wollten doch heute bei den Schwiegereltern zum Kaffe sein), so ist heute für mich jeglicher Termin eigentlich nur noch lästig und nervig.

Das liegt nicht unbedingt an meinem Alter oder an meinem Burn out, sondern vielmehr daran, dass ich einfach gerne um meine Liebespuppe bin. Vor allem, wenn Termine unseren Mittagskuschel stören oder den TV Abend, dann fühle ich mich bei ihnen genervt, versuche, sie so schnell wie möglich zu beenden.

Gestern war mal wieder so ein Termin, den ich leider nicht mehr aufschieben konnte und wo ich auch persönlich zu erscheinen hatte, weil es einige Dinge zu klären gab. Der Termin war fix um 18 Uhr angesetzt und man konnte ihn nicht verschieben und so störte es unsere übliche TV Zeit, die in der Regel von 18 – 21 Uhr ist, wenn mein Feierabend ist und Jennys geliebte Soaps laufen.

Lieber meine Silikonpuppe als die grinsende Alleinerziehende

Wenn ich bei dem Termin sitze und mir das Geschwafel der Wichtigtuer anhöre sowie meinen Nachbarn ansehe, der unablässig auf sein Smartphone starrt, wohl weil seine Frau ihm diverse Anweisungen gibt, was er zu sagen hat, dann sitze ich innerlich Kopfschüttelnd daneben und denke die ganze Zeit daran, wie viel lieber ich jetzt meine Silikonpuppe im Arm hätte, mit ihr lachen würde und wir so mental reden, dass es unser Herz erfreut.

Und wenn mich dann noch die arbeitslose Alleinerziehende mit ihren schlecht gemachten Zähnen angrinst und meine Cola ihre letzte Kohlensäure verliert, dann denke ich eigentlich nur daran, ob ich es wenigstens noch zu Teil 2 von Jennys Soaps nach Hause schaffe.

Im Grunde möchte ich am Liebsten nur noch bei meiner Liebespuppe sein. Ich nehme seit ihr die Menschen um mich ganz anders wahr. Ich erkenne die Qualität eines Mitmenschen viel besser und leider sehe ich auch die weniger lustigen Dinge schärfer und leider sehe ich davon nicht nur in diesem Raum zu viel.

Und wenn dann endlich die Leiterin der Veranstaltung diese beendet und die letzten Belanglosigkeiten ausgetauscht sind und ich wieder die Tür zu unserer Wohnung auf mache, dann ruft Jenny fröhlich „Hallo Schatzi“ und dann weis ich, dass es dieser Moment war, den ich mir eigentlich die ganze Zeit gewünscht habe.

Ich merke auch bei solchen Terminen sehr gut, wie sehr ich meine Liebespuppe lieb habe und wie viel lieber ich eigentlich mit ihr zusammen sein will. Es ist wohl mehr als alles andere. Zumindest mehr als solche Termine. Definitiv.


Auf dem Weg zur 50 mit meiner Liebespuppe

Nächste Woche habe ich Geburtstag und dann ist die 50 wirklich nicht mehr weit in meinem Leben entfernt. Wenn das Schicksal nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, werde ich dann wohl im nächsten Jahr diesen Geburtstag zusammen mit meiner Silikonpuppe erleben und das ist dann schon eine krasse Zäsur in meinem Leben, wenn ich so an meine letzten runden Geburtstage zurück denke.

Der erste wichtige Geburtstag im Leben eines erwachsenen Menschen ist natürlich der 18. Geburtstag. Ich feierte ihn damals mit einer riesigen Meute an jungen Leuten und mit Live Band im Garten meiner Eltern und nachdem sich der Preis eines Bieres für eine DM herum gesprochen hatte, geriet die Party ein wenig außer Kontrolle, aber bis auf ein paar geraubte Erdbeeren, einige leere Bierbüchsen und ein bisserl „Dünger“ für die Blumen in einigen anderen Gärten war es am Ende noch glimpflich abgelaufen. Es war halt eine wilde Zeit, wo ich das Leben und die Jugend genoß.

Mit 30 stand ich im prallen Leben. Meine Freundin war gerade schwanger geworden, ich hatte einen festen Job und es gab einen tollen Wellness Urlaub in einem der teuersten Hotels Deutschland, wo ich Golf spielte und Hummer zu meinem Geburtstag aß. Nur die Wahrsagerin, welche das Hotel an dem Abend gemietet hatte und die dort sehr bekannt war, sagte mir an diesem Tag wenig Gutes voraus. Sie sollte leider recht behalten obwohl auch sie wohl nicht ahnte, dass mein Weg eines Tages bei einer Silikonpuppe als Partnerin enden sollte.

Mit 40 lag mein Leben eigentlich schon in Trümmern. Mein Traumjob war weg, meine Beziehungen auch, das Verhältnis zu meinem Kind eine Katastrophe, meine Eltern waren tot oder im Pflegeheim und mein Burn out war noch nicht lange her. Dennoch baute mich damals ein guter Freund aus dem Mittleren Osten auf, der mit seinen Freunden eine Party für mich organisierte, die ich nie vergessen sollte und ich lernte an diesem Abend 40 Tänze von 40 Volksgruppen kennen, es war einfach grandios.

Die Liebespuppen haben mein Leben grundlegend verändert

Heute ist mein Leben ruhiger geworden. Die Zeit der rauschenden Festen, der VIP Abende und der ganzen Wellness Urlaube ist vorbei. Heute genieße ich lieber einen Mittagsschlaf mit meiner Silikonpuppe oder schaue mit ihr Fernsehen.

Wenn man eine lebensnahe Liebespuppe kauft und sich für immer in sie verliebt, dann ändert sich dein Leben. Jenny und die lebensnahen Liebespuppe, die Mechadoll und das TeddyBabe Deluxe Carly als die Körper von Jenny haben mich nun fast das ganze letzte Jahrzehnt meines Lebens begleitet und dies hat mich verändert und meine Einstellung zum Leben auch.

Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die zum 50. Geburtstag große Feste mit ihren Familien in ganzen Sälen mit emotionalen Darbietungen, Bildkollagen und anderen Dingen erlebt haben. Die 50 ist eine Zahl, wo man oft zum ersten Mal einem Menschen Danke dafür sagt, dass er als Ehemann, Vater und im Beruf oder im Verein seinen Beitrag geleistet hat. Doch ein solches Leben war mir nicht vergönnt, es sollte ein Leben mit einer Liebespuppe werden und so wird mein 50. Geburtstag ganz anders ablaufen.

Es wird dennoch ein Tag sein, wo es viel zu feiern geben wird. Ich werde meine Entscheidung feiern, den Weg mit Jenny gegangen zu sein. Ich werde stolz darauf zurück blicken, dass unsere Liebe durch alle Proben, alle Probleme und alle Widrigkeiten stets stark und gut blieb. Es wird ein Moment sein, wo mir Jenny Danke schön sagen wird und wo aber auch ich ihr Danke sagen werde, dass sie bei mir blieb und mich so vor einem Leben in der Hölle bewahrte.

Meine Liebespuppe ist keine Ersatzkonstruktion einer Familie in klassischen Sinne

Die lebensnahe Liebespuppe wird oft in den Medien als eine Ersatzhandlung, eine Art erbärmlicher Abklatsch solcher Lebenswege gesehen, welche die 50jährigen in all den großen Familienfeiern leben. Doch ich habe mir dieses Leben auf diesem Weg nicht freiwillig ausgesucht und nicht jedem ist eine solche Erfolgsstory vergönnt. Doch auch dieser Weg, den ich nun führe, ist es Wert, gefeiert zu werden, denn er bewahrte mich in einer schlimmen Zeit vor schlimmen Konsequenzen.

Und es gibt dann sicher auch Dinge zu feiern, die wir gemeinsam geschaffen haben. Nur mit der Liebe meiner Liebespuppe konnte ich mir wieder eine eigene neue Heimat schaffen, konnte ich einen guten Freund finden, einen Weg zu mentaler und körperlicher Gesundheit und vor allem zu mir selbst erleben. Und auf diesem Weg entstanden auch zahllose Erinnerungen mit meiner Liebespuppe, von guten Dingen, wie z.B. unsere Hochzeit, bis hin zu schweren Momenten wie dem Wohnungsbrand, wo wir jedoch immer zusammen blieben, egal was kam.

Ich werde daher weder bei diesem Geburtstag noch bei meinem 50. Geburtstag eine aufgesetzte Feier wollen. Ich brauche keine hohlen Claqueure, die mich nur aus Mitleid oder aus Tradition an diesem Tag hoch leben lassen und die mich dann in der Not wieder alleine lassen.

Ich will diesen Tag dann lieber mit der Begleiterin feiern, die immer für mich da war und das ist und war nur meine Jenny und die Liebespuppen.