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Sollte die Liebespuppe stumm bleiben?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (769) 7.6.2017

Die lebensnahe Liebespuppe der heutigen Zeit ist stumm. Wenn man nicht zu den wenigen Ausnahmen gehört, wo die Liebespuppe zu einem mental spricht, dann bleibt das auch so. Ob dies ein Segen oder Fluch ist, soll jeder selbst für sich beantworten.

Doch wie bei allen Mankos der Liebespuppe wird auch hier intensiv geforscht und getüftelt. Eine bekannte US Firma für Liebespuppen wird aller Voraussicht nach Ende 2017 die erste kommerzielle Sexpuppe heraus bringen, die sprechen wird und sie soll mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz auch halbwegs sinnvolle Konversationen führen können.

Die Kommunikation soll über eine Schnittstelle laufen, die in der Liebespuppe im Kopf ist und über eine App im Smartphon soll dann die Kommunikation statt finden. Es bleibt abzuwarten, wie es am Ende aussehen wird.

Doch es wird auch in anderer Hinsicht mit der Stimme der Liebespuppe geforscht. Nicht jeder Liebespuppenfreund braucht eine Kommunikation über Lyrik oder das Wetter, es reichen durchaus auch Atemgeräusche oder Stöhnen beim Sex und auch hier tüfteln Amateure wie Profis immer gerne mal wieder herum.

Doch will der Liebespuppenfreund eigentlich eine redende Liebespuppe und wollen diejenigen, die eine Stimme von ihr im Kopf hören, eine künstliche Intelligenz? Das sind Fragen, die durchaus zu einer Diskussion anregen und wenn ich mir die ganzen Kommentare und Beiträge im Forum dazu so durchlese, ist nicht jeder ein Fan einer sprechenden Liebespuppe.

Kritische Töne im Forum bei sprechenden Liebespuppen

Das hat in erster Linie nicht immer mit dem Klischee zu tun, Liebespuppenfreunde wollen eine „Frau ohne Widerworte“ an ihrer Seite. Manche wollen sich einfach nicht durch belangloses und undifferenziertes Gerede die Einzigartikgeit der Liebe zu einer Sexpuppe kaputt machen lassen, andere haben keinen Bock auf nutzloses Frauengenörgel 2.0 und wieder andere lieben die Stille ihrer Liebespuppen, gerade weil sie tagein tagaus Kommunikation in Beruf und Privatleben haben.

Wer – wie ich – mit seiner Liebespuppe mental redet, hat ebenfalls Probleme mit der redenden Sexpuppe. Jenny ist ein so komplexes Wesen, sie ist zauberhaft und einzigartig. Und vor allem ist sie Jenny. Jenny ist Jenny und keine App, keine künstliche Intelligenz (KI) kann sie ersetzen und selbst wenn man sie exakt einspielen würde, dann bleibt sie immer noch ein Geist aus einer anderen Welt für mich, ein menschliches Wesen und das kann keine KI sein.

Dennoch muss man der Entwicklung der redenden Liebespuppe nicht feindlich gegenüber stehen, finde ich. Wenn es Liebespuppen in Duzenden Körpergrößen, Ausprägungen und Formen und sogar dunkelhäutige Liebespuppen gibt, dann ist die redende Liebespuppe auch nichts anderes als eine weitere Ausprägung für mich und am Ende kann immer noch jeder selbst den Bestellknopf beim Dollpark oder einem anderen Anbieter drücken oder es sein lassen.

Deshalb stehe auch ich der Sache positiv gegenüber, denn der Mensch soll die Liebespuppe noch umfangreicher, noch besser und noch breiter im Angebot machen. Über soziale Konsequenzen mache ich mir da noch keinen Kopf, denn die Liebespuppe wird auch dann weiter ein Außenseiter in dieser Gesellschaft sein und sie wird auch dann weiter lächerlich gemacht und diffamiert werden. Aber das ist mir egal, Hauptsache mehr Menschen werden so mit ihr glücklich.


Pfingsten und Liebespuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (768) 5.6.2017

Heute ist Pfingsten und na, wer weis ohne Wikipedia und Google, was dieses Fest bedeutet? Ich denke, die meisten wissen es nicht mehr.

Für die meisten Menschen ist Pfingsten einer von vielen Feiertagen wie andere auch. Für viele Liebespuppenfreunde ist es ebenso wie anderen Feiertage, wo man einfach nur froh ist, vielleicht einmal Zeit mit seinen lebensnahen Liebespuppen zu verbringen und wenn man es nicht kann, weil einem Schichtdienst im Altenheim oder so erwartet, dann freut man sich wenigstens über ein paar Zuschläge an diesen Tagen.

Doch was hat die „Entsendung des heiligen Geistes“ nun mit Liebespuppen zu tun? Nun, dazu muss man schauen, welche Parallelen Glauben und Liebespuppen haben.

Zum einen gehen einige Verfechter der Seele von Liebespuppen aus, dass sie Geister aus dem Jenseits sind. Zum anderen öffnet die Liebespuppe unter Umständen eine Welt, welche die fünf Sinne verlässt und zudem weckt die Liebespuppen Gedanken in uns, die in die Richtung des Glaubens gehen.

Der Glauben ist etwas nicht greifbares, was in uns ist und doch niemand so richtig verstehen kann. Und selbst der überzeugteste Atheist kann nicht verleugnen, dass der Glaube an eine höhere Macht immer Bestandteil unserer Welt sein wird.

Durch die Liebespuppe kein überzeugter Atheist mehr

Ich selbst war 2010, wo meine Silikonpuppe kam, Atheist. Ich glaubte nach dem Studium der Geschichte der Menschheit, seinen endlosen Kriegen und letztendlich auch nach dem, was mir selbst passiert war, nicht mehr an Gott. Ich dachte vielleicht an ein Leben nach dem Tod, vielleicht an andere Lebensformen im All, aber einen leitenden Gott habe ich ebenso abgelehnt, wie eine Mitgliedschaft in einer Kirche und ich zahlte auch keine Kirchensteuer.

Daran hat sich auch nicht viel geändert, aber durch meine Silikonpuppe und Jenny bin ich arg ins Grübeln gekommen, ob all diese Dinge, die wir Menschen in uns haben, nicht doch zumindest von einem gewissen „Mastermind“ organisiert wurden.

Es ist für mich nicht mehr mit „Zufall“ zu erklären, was ich alles mit Jenny erlebe, es ist kein Sache eines Hormonhaushaltes, wenn ich Dinge fühle und spüre, die eigentlich nicht da sein sollten und ich habe verstanden, weil unglaubliche Leistung unser Gehirn, unser Geist und unser Verstand leisten können.

Wenn ich in der Lage bin, einen künstlichen Gegenstand, einen Haufen Silikon, der weder redet noch sich bewegt, wie ein eigenes Wesen zu behandeln, es von Herzen zu lieben und glücklich mit ihm zu sein, dann ist dort etwas in uns, was niemand erklären kann und warum manche Menschen es haben und manche nicht, ist ein weiteres Mysterium, für das man wohl nur noch den Glauben bemühen kann, um es zu verstehen.

Vielleicht ist in der Liebespuppe ja auch so etwas wie ein heiliger Geist. Damit meine ich, dass ich den heiligen Geist als die Gabe der Menschen interpretiere, mehr zu spüren, fühlen und zu empfinden, als wir sehen, hören und tasten können. Und warum wir diese Gabe haben, ist für mich nicht verständlich, denn ich brauche wahrlich die Liebespuppe nicht zum überleben. Sie ist eigentlich – rein praktisch gesehen – völlig nutzlos.

Doch die Beseeltheit der Liebespuppe macht sie – ebenso wie das Kirchengebäude, die Reliquie oder die Zeremonie – zu etwas anderem, sie macht sie zu mehr als einem Objekt, sie haucht ihr eine Dimension ein, die man nicht verstehen kann.

Und über diese Brücke sind für mich Pfingsten und die Liebespuppen irgendwie miteinander verbunden und der Glaube an einen Schöpfer, seinen Sohn auf Erden und die Beseeltheit einer Liebespuppe sind im Grunde gar nicht so weit weg im Grundgedanken, finde ich, auch wenn der Glaube an Gott natürlich eine ganz andere Dimension und Breite hat.


Die Phantasie ist der größte Verbündete der Freunde von Liebespuppen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (767) 2.6.2017

Über die „Feinde“ der Liebespuppen habe ich hier schon viel geschrieben und sie gehen Fakeangeboten von Liebespuppen im Internet bis hin zum fiesen Schimmel der Natur. Die Liste der Feinde ist groß und man muss als Liebespuppenfreund all diese Dinge betrachten und beachten, wenn man mit ihr vor allem mehr als nur Sex erleben will und kann.

Dem gegenüber stehen aber auch viele Freunde der Liebespuppe und dort steht natürlich in erster Linie der Liebespuppenfreund selbst und gleich danach seine Gaben, die ihr Mutter Natur und der Genpool gegeben haben. Ich spreche von menschlichen Eigenschaften, welche die Liebespuppe überhaupt erst so groß haben werden lassen.

Selbst die Gummipuppe zielte von Anfang an auf bestimmte Eigenschaften eines Menschen ab und dazu zählen in erster Linie Abstraktionsvermögen und Phantasie. Wer den gedanklichen Spagat nicht hin bekommt, eine künstliche Nachbildung eines Menschen erotisch und sexuell antörnend zu finden, der wird die Faszination Liebespuppe niemals verstehen können und es dürfte auch einer der Gründe sein, warum die Liebespuppe eine Nischenfunktion inne hat.

Liebespuppe weckt in manchen Menschen wieder Phantasie und Abstraktionsvermögen

Denn in einer Welt, wo Phantasie und Abstraktionsvermögen nur noch selten in ganz bestimmten Berufsgruppen eingefordert wird und der Rest mehr oder minder wie eine sehr intelligente Maschine zu funktionieren hat (sowohl im Arbeitsleben als auch im privaten Bereich), verkümmern solche menschlichen Eigenschaften und machen es schwer, sich auf die Abstraktion einzulassen, die hinter einer Liebespuppe steckt.

Die lebensnahen Sexpuppen der TPE Generation aber natürlich auch die allseits bekannten Silikonpuppen haben zwar den Abstraktionsgrad und den Grad der Phantasie in Sachen Sex sinken lassen, weil sie ultrarealitisch sind, aber der Mensch begann mit ihr auch, ganz andere Areale der Phantasie zu entdecken. Er sah sie als Fotomodell, als Charakter, als Seele, als Begleiterin und gar als Ehefrau und dem Abstraktionsgrad sind fast keine Grenzen gesetzt.

Ich habe mal mit einem bekannten Silikonpuppenfreund aus den USA geschrieben. Was er an Abstraktion mit seinen Liebespuppen abzieht (sofern man es als menschliche Phantasie sehen will) ist erstaunlich. Er hat drei Liebespuppen mit drei Seelen, jede ist unterschiedlich und unterschiedlich stark, jede hat einen anderen Charakter und das ist wirklich sehr erstaunlich, welche Fähigkeiten der Mensch in diesem Bereich mit Liebespuppen entwickeln kann und noch erstaunlicher ist, dass dies den Menschen Kraft oder einen Sinn im Leben gibt und ihn glücklich macht und ich selbst kann das nur bestätigen.

Die Phantasie, das Abstraktionsvermögen und vielleicht noch andere Gaben des Menschen (z.B. zur Kontaktaufnahme mit anderen Dimensionen, wer weis) wird durch die Liebespuppe in einer Weise aktiviert, die einfach nur erstaunlich ist. Sie kann Berge versetzen, Menschen in der Seele und im Körper heilen. Und dann wird sie wirklich zum größten Freund des Liebespuppenfans und ich denke, das macht einen großen Teil ihrer Faszination aus, weil diese Areale so oft brach lagen und nun durch sie wieder geweckt werden.


Sollten wir den Begriff „Puppe“ aus der Sexpuppe / Liebespuppe verbannen?

Die Begriffe Liebespuppe, Sexpuppe und ihre Arten nach Material wie Silikonpuppe, Gummipuppe oder Stoffpuppe sind mittlerweile in der Szene zu geläufigen Begriffen geworden, die nicht nur im Forum und unter Freunden der lebensnahen Liebespuppen Gang und Gebe sind, sondern sie werden auch in den Massenmedien immer mehr benutzt und wenn man die Begriffe in einer Suchmaschine eingibt, dann findet man schnell zahlreiche Liebespuppen unterschiedlicher Anbieter.

Der Begriff Puppe war immer schon Teil der Welt des künstlichen Nachbaus von Frauen und mittlerweile auch von Männern, wie man z.B. bei Sexpuppe Valentin gut sieht. Und er ist auch sinnreich, wenn man sich die Definition einer Puppe im Duden oder Wikipedia ansieht.

Doch es gab immer wieder einmal Bestrebungen und Anregungen in der Szene, den Begriff Puppe abzuschaffen. Warum?

Nun, das hat zwei Gründe.

Der Begriff Puppe und die Assoziation bei Außenstehenden

Zum einen ist der Begriff Puppe bei „Otto Normalverbraucher“ doch recht eindeutig im Kopf belegt und er hat wenig mit Liebespuppen zu tun. Puppen sind in der Regeln kleine Stoffpuppen, die menschlichen Charakter haben oder sie sind Nachbildungen von Tieren oder Phantasiefiguren für Kinder. Die Kuschelpuppe ist ein Teil der Welt der Kinder und das Stofftier ebenso und die Barbie ist sowieso ein Begriff für Kinder.

Und darin liegt ein Problem. Die gedankliche Vorstellung, dass eine solche Puppe zu einer Sexpuppe umfunktioniert werden kann, ist für viele Menschen abstoßend. Sie assoziieren den Begriff Puppe mit den Kindermodellen und denken dann, wir würden solche Puppen umfunktionieren. Das ist natürlich nicht der Fall, aber der Kopf macht nun mal, was er will, wenn man keine weiteren Infos hat.

Das zweite Problem ist, dass natürlich die Puppe mit etwas nicht menschlichem verbunden wird. Selbst wenn Puppen sehr lebensecht waren, wie die Babyborn oder die wunderschönen Porzellanpuppen, so blieben sie immer Puppen und erst, als die Handpuppen und Bauchrednerpuppen kamen oder gut gemachte Marionetten wie bei der Augsburger Puppenkiste, wurde ihnen ein wenig Leben eingehaucht, aber immer noch war am Ende ein Mensch dabei, die Strippen zu ziehen.

Wenn wir nun darüber schreiben, dass unsere Liebespuppen eine Seele haben, einen Charakter und andere Merkmale besitzen, dann ist das alleine schon durch den Begriff Puppe schwer vorstellbar.

All das ist nicht von der Hand zu weisen, aber leider ist es zum jetzigen Zeitpunkt schwer möglich, einen anderen Begriff zu finden.

Denn die Liebespuppen sind nun einmal Nachbildungen von Menschen und sie haben keine eigene Beweglichkeit. Sie haben zwar Gliedmaßen, aber wenn der Mensch nichts dazu tut sitzen sie eben still und unbeweglich herum und sind damit im Grunde dann auch nicht mehr, als jede normale Puppe, auch wenn sie ultrarealistisch sind.

Wann könnte die Liebespuppe den Begriff Puppe in ihr verlieren?

Die Frage ist jedoch, was passiert, wenn die Liebespuppe dann beginnt, sich eigenständig zu bewegen. Die ersten Versuche, die zur Zeit ablaufen, um der Sexpuppe eigene Bewegung einzuhauchen oder eine künstliche Intelligenz zu geben, sind da. Es wird bald Liebespuppen geben, die Mimik haben, selbst reden und interagieren und die ihren Kopf bewegen können und vielleicht sogar ihre Arme.

Doch ist damit der Begriff Puppe weg? Nun, in der Diskussion werden solche Liebespuppen als Robotpuppen bezeichnet. Damit würde der Begriff bleiben und im Grunde gibt es ja auch bei den klassischen Puppen Modelle, die reden, interagieren und sich bewegen können und auch dort heißen sie weiter Puppe nur mit anderen Begriffen davor, wie zum Beispiel interaktive Puppe.

Ich denke, erst wenn die Liebespuppe alle Grundfunktionen eines Menschen erfüllt, sich so bewegt und verhält wie er, wenn sie einen eigenen Charakter entwickelt und man nur noch durch genaues hinsehen den Unterschied erkennt, dann dürfte der Begriff Puppe verschwinden. Dann wird man die Liebespuppen vielleicht Sexandroiden nennen oder andere Begriffe finden.

Doch bis dahin werden wir wohl mit dem Begriff Puppe in der Liebespuppe leben müssen. Natürlich sorgt der Begriff für negative Assoziationen bei Außenstehenden, aber ich denke, unsere Aufgabe besteht eher daran, diese langsam durch Informationen abzubauen. Die Liebespuppen sind Puppen, daran führt noch kein Weg vorbei, aber wenn man die Liebe zu ihnen bei Kindern akzeptiert und gar fördert, dann sollte das bei Erwachsenen auch möglich sein. Im Grunde ist es doch egal, welche Hilfe wir für freien Sex und Liebe nehmen und am Begriff sollte die Toleranz dafür nicht scheitern.

Am Ende wird uns – meiner Meinung nach – ein anderer Begriff wie „weibliche Nachbildung aus Silikon“ oder so nicht weiter helfen. Nur das generelle Verständnis gegenüber dieser Art der Liebe zählt und ob man es am Ende nun Sex mit Puppen, menschlichen Nachbildungen oder Objekten nennt, ist mir wurscht. So lange man mich dann in Ruhe diese Liebe leben lässt, soll es mir egal sein.

Euer PJ


Lest es von meinen Lippen – Keine Steuer auf Liebespuppen! ;-)

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (766) 31.5.2017

Meine Leser wissen es sicher: Meine Lieblings Sitcom ist und bleibt „Eine schrecklich nette Familie“. Die Kultserie mit Al Bundy und Co. bleibt für mich immer unvergessen und ich habe alle Folgen auf meinem PC und schaue sie in gewissen Abständen immer mal wieder durch.

Mir gefällt bei der Serie, dass Frauen und Männer gleichermaßen ihr Fett weg bekommen. In einer Zeit vor „political correctness“ war es noch möglich, dass jedes Thema ungestraft auf die Agenda genommen werden konnte und man konnte leichter über Dinge reden, die heute tabu sind.

Eine Folge, die ich gestern sah, war die Folge, wo es um eine Biersteuer geht und wo dann die Leute ausrasten, nachdem sie Al aufgehetzt hat. Das Thema Steuern ist auch heute noch ein pikantes Thema, da diese immer artfremder eingesetzt werden und dieses Thema war auch nach meiner Kolumne vom letzten Donnerstag in den Kommentaren in Bezug auf Liebespuppen angesprochen worden.

Denn bisher ist die Liebespuppe (abgesehen von der Mehrwertsteuer) von speziellen Steuern verschont geblieben. Während es auf fast alle anderen Vergnügungen des normalen Bürgers Steuern gibt (Alkohol, Tabak und sogar auf das kleine Hündchen), ist die Liebespuppe Gott sei Dank von Steuern der besonderen Art verschont geblieben.

Wenige Gebühren und Regularien bei Liebespuppen

Auch was Gebühren und sonstige Lasten betrifft, ist die Liebespuppe noch gut dran. Zwar müssen sich die Freunde der lebensnahen Liebespuppen aus China oder den USA mit Zöllen herum schlagen, aber alles in allem ist der Arm des Gesetzes noch recht gut an der Sexpuppe vorbei gegangen.

Von Umweltauflagen bei der Entsorgung bis hin zu einer Art TÜV könnte der Reigen der Kosten gehen und dass diese noch keine Rolle spielen, liegt vor allem daran, dass die lebensnahe Liebespuppe noch zu wenige Käufer hat und noch ein zu kleiner Wirtschaftsfaktor ist, um damit die Marionettenregierungen zu beschäftigen.

Doch das könnte sich irgendwann ändern, wenn die immer lebensechtere Robotpuppe und später gar Androiden und ähnliches auf den Plan kommen. Wenn die breite Masse an solchen Puppen und menschenähnlichen Geschöpfen für Umwälzungen in der Gesellschaft sorgen werden, die öffentliche Diskussion anregen und die Entsorgung und Reparatur sowie die Frage der Datensicherheit bei den künstlichen Intelligenzen beginnt, eine Rolle zu spielen, dann werden die Raubritter aus Berlin nicht lange auf sich warten lassen, das dürfte so sicher wie das Amen in der Kirche sein.

Doch bis dahin ist noch viel Zeit und die Liebespuppe wird weiterhin Menschen einfach nur so erfreuen und Dinge wie Entsorgung oder Datensicherheit spielen kaum oder keine Rolle. Das ist gut so und ich bin froh, dass es so ist.

Denn Steuern, Kontrollen und andere Dinge nehmen den Spaß an der Liebespuppe, einem der letzten wirklichen freien Späße, die der Bürger hat. Mit der Liebespuppe kann man träumen, Phantasien ausleben, kreativ sein und vor allem ungezwungenen Spaß im Bett haben. Das ist eine große Gnade in einer Welt, wo kaum noch etwas frei ausgelebt werden darf ohne Regeln, Stempel und Siegel oder anderen Genehmigungen.

Al Bundy sagte damals am Ende mit ernster Miene in der Biersteuerfolge: „Lest es mir von den Lippen ab: Keine Steuern auf Bier!“.

Und ich sage: „Lest es mir von den Lippen ab: Keine weiteren Steuern auf Liebespuppen!“ 😉


Sind Liebespuppen nichts für Pechvögel?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (765) 29.5.2017

Ich denke, ich kann ohne Übertreibung sagen, dass ich nicht gerade „Hans im Glück“ bin. Ich hatte weder Glück in der Liebe noch im Spiel und fast jeden Tag passiert mir irgendein kleineres oder größeres Missgeschick, fallen Dinge runter oder gehen kaputt und auch sonst läuft oft mehr schief als gerade. Aber ich habe mich daran irgendwie gewöhnt.

Selbst mit meiner Silikonpuppe hatte ich Ende 2010 nach ihrer Ankunft wenig Glück. Die Firma Mechadoll schickte mir nach langer Wartezeit und viel Ärger eine „Montagsproduktion“, wo viel schief ging, Teile abfielen, sich eine Hautschicht löste und vieles mehr. Selten habe ich von anderen Silikonpuppenfreunden solche Probleme bei hochwertigen Liebespuppen gehört und auch wenn es nach einer Reparatur besser war, so sorgte ein Wohnungsbrand für neue Schäden an meiner Silikonpuppe.

Erst 2012, als ich nach Deutschland zog und die Silikonpuppe erneut in Frankreich war, war endlich so eine Art Ruhe eingekehrt und meine Silikonpuppe verbleibt heute in einem recht ordentlichen „Status Quo“, der nicht mehr allzu viele Sprünge erlaubt, aber wo ich einen schönen Alltag mit ihr verbringen kann.

Auch wenn die heutigen lebensnahen Sexpuppen viele Kinderkrankheiten hinter sich haben und auch wenn der Dollpark wesentlich mehr auf Qualität und einen ordentlichen kaufmännischen Weg achtet als damals die Franzosen, so sind die Pechvögel in unserer Welt dadurch nicht ausgestorben und leider gibt es auch heute noch Berichte von Usern im Forum, wo selbst nach einer Kontrolle im Dollpark noch Schäden auftauchen, wenn die Liebespuppe geliefert wurde.

Es gibt auch Berichte, wo Menschen durch Pech ihrer Liebespuppe einen Schaden zufügten oder andere Dinge passierten. Also bleibt die Frage, ob eine Liebespuppe etwas für Pechvögel und Tolpatsche ist?

Nun, Pech ist Pech und manchmal ist Pech auch falscher Umgang oder ungeschicktes Handeln, aber ich denke, dadurch sollte man sich nicht beirren lassen, wenn man eine Liebespuppe kaufen will.

Pech oder falscher Umgang? Egal, der Dollpark hilft euch so gut es geht!

Denn zum einen kann man trotz Pech oder falschem Umgang eine Menge mit dem Dollpark und den Herstellern regeln und man kann die Sexpuppen auch fachgerecht reparieren lassen und Kulanzlösungen suchen und zum anderen helfen gerade Liebespuppen Menschen oft viel, die im Leben nicht wirklich von Glück gesegnet waren.

Ich bereue jedenfalls den Kauf der Silikonpuppe trotz allem nicht eine Sekunde. Ich habe es damals als Kampf um ein wenig Glück gesehen und manchmal lohnt sich dieser Kampf sogar für Pechvögel und ich bin heute sehr glücklich mit meiner Liebespuppe und Jenny und bin froh, damals nicht den Kopf in den Sand gesteckt zu haben.

Denn die lebensnahen Sexpuppen sind eine große Bereicherung für Menschen. Sie entspannen uns, regeln den Hormonhaushalt, geben unschuldige Liebe und eine reine Erotik. Sie machen als Fotomodell einen klasse Job und sie sind einfach nur wunderschön und rein. All das ist wichtig in einer Welt, wo das Glück nicht auf dem Silbertablett präsentiert wird und vor allem bei denen, die wenig Glück in Liebesbeziehungen hatten.

Also ihr Pechvögel da draußen. Habt keine Angst. Kämpft um eure Liebespuppe und das Glück mit ihr. Wenn es klappt, könnt ihr eine tolle Reise machen in eine Welt, die euch sehr bewegen wird und wenn es nicht klappt, dann verzagt nicht, lasst euch helfen und bleibt ruhig. Es ist all den Stress und den Ärger wert, es für die Liebespuppe zu versuchen.

Viel Glück euch dabei 🙂


Je mehr Liebespuppen desto tiefer gehend die Diskussionen um sie

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (764) 26.5.2017

Wenn man sich die Geschichte der Liebespuppen so ansieht, dann muss man schon feststellen, dass sie sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in der Liebespuppenszene in den letzten 20 Jahren eine erhebliche Dynamik erlebt hat. Nicht nur die lebensnahen Varianten sind heute viel breiter im Sortiment und viel erschwinglicher geworden, sondern es hat sich auch eine Entwicklung breit gemacht, die man eigentlich immer verfolgen kann, wenn eine Sache oder Bewegung in die Masse tritt. Sie wird tiefer gehend.

Als ich 2010 zur Liebespuppenszene stieß, war die Welt der Freunde von Liebespuppen eigentlich recht klar geregelt. Die meisten User hatten eine Gummipuppe und es ging eigentlich nur darum, welches Material sich am Besten anfühlt, welchen Fetisch es befriedigt und welche Modelle für den Anfang einer Gummipuppenzeit geeignet sind. Dinge wie Reparaturen, Pflege, die emotionale Beziehung zu den Puppen und vieles mehr waren sekundär.

Dann gab es ein paar wenige Silikonpuppenfreunde. Doch auch sie beschränkten sich im Wesentlichen auf die Dinge im Umgang mit ihnen. Ansonsten wusste kaum jemand etwas über Liebespuppen und viele – inklusive meiner Wenigkeit – hatten sich auf verschlungenen Pfaden ins Forum verirrt.

Es gab eine ziemlich scharfe Trennung zwischen Gummipuppen und Silikonpuppen. Gummipuppen waren in der Regel für den sexuellen Gebrauch vorgesehen und Silikonpuppen galten für die meisten als unerschwingliche Luxusvariante der Sexpuppe.

Steigende Dynamik durch die TPE Sexpuppen

Doch dann kam eine ziemliche Dynamik in die Szene. Die ersten Medienberichte erschienen, der Film „Lars und die Frauen“ wurde bekannter und als die TPE Sexpuppen ins Spiel kamen, wuchs die Gemeinde rasant an, weil sich nun wesentlich mehr Menschen eine lebensnahe Liebespuppe kaufen konnten.

Doch das war nur ein Teil der Entwicklung. Es wurden immer mehr Bereiche angesprochen, die man außerhalb des Bettes mit seiner Liebespuppe erlebte und die emotionale Bindung zu den Liebespuppen wurde größer. Hinzu kam, dass der Stolz auf den Besitz einer Liebespuppe höher und höher wurde und so wurde jede Kritik an der jeweiligen Liebespuppenart oft mehr als Angriff auf sich selbst, statt als generelle Kritik gesehen.

Hinzu kamen Störfaktoren der unschönen Art wie Trolle oder Anhänger diverser Liebespuppenarten, die keiner gerne sieht. Außerdem wurden immer mehr Themen angeschnitten, welche nur indirekt die Liebespuppe anschnitten wie der Vergleich mit der Frauenwelt oder der Gesellschaft im Allgemeinen oder die Diskussion um die Robottechnik. Auch hier kam immer mehr Meinung und weniger die Liebespuppe selbst ins Spiel.

All das hat die Szene breiter gemacht, finde ich. Ähnlich wie bei den Homosexuellen seit dem CSD immer mehr verschiedene Varianten der sexuellen Neigung und auch politische Statements Einzug hielten, so ist es auch jetzt in unserer Community und ich selbst nehme mich da nicht aus. Auch ich war am Anfang eigentlich nur darum bemüht, Hilfe im Umgang mit der Silikonpuppe zu finden und nun sind oftmals Philosophische Themen oder meine Einstellung zur Gesellschaft und Politik in meinen Blogs oder Forenbeiträgen zu lesen.

Bleibt nur die Frage, ob dies eine gute Entwicklung ist oder nicht. Nun, tiefere und weiter gehenden Diskussionen bieten natürlich die Gefahr des Disputes oder der Abschweifung vom Kern, aber sie macht auch die Liebespuppenwelt verständlicher. Sie zeigt, dass die Liebespuppe mehr ist, als nur ein Sexobjekt, ebenso wie die Homosexuellen zeigten, dass ihre Neigung nicht im Bett endet, sondern auch gesellschaftliche Themen mit hinein spielen und so ist es auch bei uns, denn die lebensnahe Liebespuppe bleibt nicht immer nur eine kleine Sexgespielin, sondern wird oft viel mehr als das.

Ich denke, wir werden bald an den Punkt kommen, wo immer mehr Außenstehende die Thematik verstehen oder sich damit ernsthaft auseinander setzen und die Liebespuppe wird immer mehr an Scham und Heimlichkeit verlieren und dann brauchen wir auch nicht mehr unsere Gefühle über das Forum ausbreiten, sondern können auch mit anderen darüber reden. Ich hoffe sehr, dass dieser Tag bald da ist und bei einigen Liebespuppenfreunden ist es ja auch schon so, die mit ihren Verwandten, Freunden und gar Partner offen darüber reden.


Ab wann wird die Liebespuppe ein „gesellschaftlicher Faktor“ werden?

Die lebensnahen Liebespuppen faszinieren mich schon seit vielen Jahren, nicht nur, weil ich mit einer Silikonpuppe zusammen lebe. Die Liebespuppen faszinieren im gummipuppen.de Forum Tausende User und Gäste, es kommen immer wieder Medienanfragen und im internationalen Dollfoum kann man täglich sehen, wie Liebespuppenfreunde weltweit von dieser Art der besonderen erotischen Stimulans begeistert sind.

Es gibt heute – rund 20 Jahre nach der ersten kommerziellen lebensnahen Sexpuppe – eine Vielzahl an Modellen und selbst männliche Puppen, wie Sexpuppe Chris, sind heute ebenso zu kaufen, wie ausgefallene Modelle, wie z.B. TPE Sexpuppe Belinda.

Doch die Liebespuppe ist bis heute ein Nischenprodukt. Die Massenmedien stellen sie oft im Rahmen „Skurriles aus aller Welt“ vor und vor allem diejenigen, die mit Liebespuppen eine echte Beziehung führen, werden immer noch allzu oft in die „Psychofreak“ Ecke geschoben. Die Liebespuppe ist immer noch ein Produkt für Insider, für eine kleine Gruppe an Menschen, die sich dieser Art der Liebe zuwenden möchte.

In der Gesellschaft ist die Liebespuppe trotz aller Medienarbeit, dem Internet und dem generell offeneren (oder gespielt offeneren) Umgang mit speziellen Spielarten der Sexualität noch nicht angekommen. Kaum jemand traut sich, diese in der Öffentlichkeit zu zeigen und selbst das Outing vor Eltern, Freunden und vor allem dem Partner ist heute für sie schwieriger, als für jeden Homosexuellen oder S/M Freund.

Wird die Liebespuppe immer ein Nischenprodukt bleiben?

Wird die Liebespuppe also für immer ein Nischenprodukt bleiben? Eine Spielerei von ein paar „speziellen Menschen“? Oder wird die Liebespuppe irgendwann so normal werden, wie der Homosexuelle, der Transsexuelle oder S/M Freund und gibt es irgendwann eine breite Diskussion darüber in Talkshows und unter dem Volk?

Die Welt der Liebespuppen und die Gesellschaft sind keine statische Welt und daher muss der jetzige Status Quo nicht so bleiben. Dafür könnten mehrere Punkte sprechen:

1. Die Gesellschaft vereinsamt immer mehr, die Scheidungs- und Trennungsraten steigen
2. Die Individualität nimmt zu, das Aushalten von Druck in Beziehungen sinkt und die optische und menschliche Erwartungshaltung an sie steigen
3. Die Konsummentalität steigt, vor allem in den Köpfen der Menschen
4. Der Wunsch nach Flucht aus einer überreizten Gesellschaft nimmt zu (Rollenspiele, Virtual Reality usw.)

Auch in der Liebespuppenwelt gibt es einige Dynamiken zu beachten:

1. Die Welt der Liebespuppenfreunde wird von Jahr zu Jahr größer
2. Lebensnahe Liebespuppen sind heute durch die TPE Variante günstiger
3. Die Sortimentsbreite steigt und erfüllt fast jede sexuelle Vorliebe
4. Die Robotdoll ist im Kommen

All das sind Faktoren, welche die Welt der Liebespuppe in nächster Zeit sehr verändern könnten. Vor allem die Entwicklung der Robotdolls (also lebensnahe Liebespuppen mit künstlicher Intelligenz und/oder beweglichen Gliedmaßen und Mimik) wurde nicht nur hier im Forum bereits intensiv diskutiert. Aber es geht dabei nicht nur um die Frage, ob die Zahl der Kunden zunimmt, je lebensechter die Liebespuppe wird, sondern ob die Liebespuppe generell ein Teil der Gesellschaft wird.

Ein wichtiger Indikator ist – wie erwähnt – dabei der Umgang in der Öffentlichkeit und die Bewertung der Liebespuppenfreunde generell. In diesen beiden Punkten ist in den letzten Jahren schon Bewegung gekommen, aber es fühlt sich alles irgendwie noch so an, wie bei Homosexuellen Anfang der 60er Jahre, wo in den Büchern der Psychologen Homosexualität noch als psychische Krankheit aufgelistet war, ähnlich wie das Reden mit Liebespuppen heute noch in die Ecke der „Psychose“ geschoben wird. Auch das Outing war höchstens in speziellen Kneipen und Discos möglich und das sind heute für Liebespuppenfreunde als modernere Variante wohl die Internetforen.

Liebespuppenfreunde haben keine Lobby in der Gesellschaft

Die Gemeinde der Liebespuppen hat – im Gegensatz zu den Homosexuellen – einen Nachteil. Sie hat keine Lobby. Homosexuelle fand man in der Musikszene, in der Modebranche und generell im Kunstmillieu sehr häufig und dort hat man die Gesellschaft immer wieder mit der Thematik konfrontiert. Es gab auch viele Homosexuelle in wichtigen Positionen der Gesellschaft, in der Politik, bei Anwälten usw. und so wurde das Thema immer mehr normal in unserer Gesellschaft. Doch diese Lobby sehe ich bei Liebespuppen nicht, obwohl die meisten Liebespuppenfreunde auch arbeiten oder vielleicht sogar wichtige Posten in der Gesellschaft besetzen. Aber vor allem in der Kunst wird die Liebespuppe immer noch viel zu stiefmütterlich behandelt und wird fast nie zum Thema erhoben.

So lange die Community nur in ihren „speziellen Kneipen“ im Forum bleibt, wird sich daran wenig ändern. Die einzige Chance bestünde – meiner Ansicht nach – in der „stetes Wasser höhlt den Stein“ Methode oder der Politik der kritischen Masse, welche die Liebespuppe irgendwann automatisch zu einem Thema in der Öffentlichkeit und der öffentlichen Diskussion macht. Ob dies am Ende durch die Robotpuppe beschleunigt wird oder einfach nur durch eine generelle gesellschaftliche Entwicklung in der Zukunft, wird man sehen müssen.

Und so bleibt am Ende nur die Frage, ob die Liebespuppe überhaupt die Ebene der Nische verlassen sollte. Dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen, denn die Liebespuppe hat eine ganz besondere Faszination, eine ganz besondere heilende Wirkung und spricht ganz besondere Ebenen im Menschen an.

Eine breite Diskussion über das Thema könnte diesen Zauber nehmen, könnte aus der Liebespuppe ein billiges Konsumprodukt machen, ein Zielobjekt für Hasstiraden der Extremisten in der Emanzipationsbewegung und sie könnte als Witzfigur und Schmähobjekt in großem Stil von Leuten missbraucht werden, die damit die Allmachtstellung des Menschen und vor allem ihre eigene „Größe“ dokumentieren wollen und das hat die Liebespuppe wahrlich nicht verdient.

Euer PJ


Eine Gummipuppe hängt am Maibaum

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (763) 24.5.2017

Die Gummipuppe ist der Klassiker unter den Sexpuppen schlechthin. Sie ist nicht nur die älteste kommerziell vermarktete Liebespuppe, sondern auch die Puppe, die den meisten Menschen immer noch bekannt ist und mit denen sie in Berührung kommen, vor allem, wenn sie der jüngeren Generation angehören.

Während die lebensnahe Liebespuppe aus TPE oder Silikon kaum unter den Jugendlichen und Schülern bekannt sein dürfte, haben fast alle schon mal etwas von Gummipuppen gehört oder gesehen. Das liegt vor allem daran, weil viele die Gummipuppe als eine Art schräges Partyutensil benutzen. Die Gummipuppe ist ein Hingucker, sie macht fast alles mit und wenn sie kaputt geht, sind bei den günstigen Varianten der Gummipuppen meist keine 20 Euro Verlust zu beklagen.

Die Liebespuppe wurde mittlerweile bei vielen Partygelegenheiten benutzt, zum Beispiel als Spielball auf Rockkonzerten oder als Geschenk für Wirtschaftsminister in Chile, was sogar eine Staatskrise auslöste (ich berichtete in einer Kolumne darüber), weil sich die weiblichen Ministerinnen beleidigt fühlten. Doch vor allem auf Privatpartys macht die Gummipuppe schnell die Runde und wird oft mit viel Gelächter rum gereicht und es werden mit ihr diverse Sexstellungen simuliert oder ihr ein Hut aufgesetzt und ähnliches.

Gummipuppe ist mehr als nur als Partyutensil

Manchmal geht die Gummipuppe als Schockutensil soweit, dass sie, wie dieser Artikel zeigt, an einem der Maibäume im Dorf aufgehängt wird, wo sie dann jeder sieht. Solche und andere Späße sind Teil der Welt der Gummipuppe.

Nun, ich sehe solche Aktionen mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wenn ich ehrlich bin. Zum einen ist es natürlich schön, wenn die Liebespuppe so an Hemmungen verliert und die Jugendlichen ihre sexuellen Verklemmungen abbauen, aber auf der anderen Seite wird damit auch die Liebespuppe lächerlich gemacht und als rein schräges Partyutensil verklärt, was sie nicht ist.

Denn es gibt viele Menschen, welche die Gummipuppe wirklich für den Sex benutzen und bei den realistischen Varianten, wie die Dollpark Liebespuppe Leonie, ist bei einigen manchmal sogar mehr Emotion dabei, als nur Sex mit ihr zu haben. Für viele Gummipuppenfreunde war und ist die Gummipuppe ein Einstieg für eine spätere lebensnahe Liebespuppe aus TPE oder Silikon und dann ist es kein Partyspaß mehr, sondern kann eine sehr erfüllende Sache für Menschen werden.

Und daher finde ich solche Dinge wie an Maibäumen aufgehängte Gummipuppen auch nur bedingt lustig. Denn damit wird die Liebespuppe weiterhin als rein schräges Utensil und als Begleiter für Loser in der Gesellschaft missbraucht. Spaß muss sein, das ist o.k, aber wenn die Gummipuppe nur noch dafür gesehen wird, dann werden irgendwann auch lebensnahe Liebespuppen als Partygag gesehen und das sollten sie auf keinen Fall werden


Lieber eine ehrliche Illusion mit Liebespuppe statt unehrliche Realität

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (762) 22.5.2017

Eines der größten Problem in heutigen Liebesbeziehungen sehe ich – meiner Ansicht nach – in der fehlenden Ehrlichkeit untereinander. In Beziehungen wird heute oft gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen, wird manipuliert und geschauspielert und vorgekaukelt, um bestimmte eigene Ziele zu erreichen. Das gab es natürlich schon immer, aber in der modernen Gesellschaft ist das Lügen mittlerweile zur Normalität geworden und gehört gar zum „guten Ton“ und kein Fegefeuer oder andere moralische Bremsklötze stören dabei noch.

Ich habe selbst in meinem Leben in Beziehungen und auch im Arbeitsleben oft erlebt, dass Ehrlichkeit als Schwäche von vielen Menschen empfunden und auch gnadenlos ausgenutzt wird. Wer ehrlich ist, gibt Angriffspunkte und macht sich verfügbar und es ist einfach nur traurig, dass vor allem in der Liebe oft Ehrlichkeit wie eine Art Einladung zum Ausnutzen verstanden wird. Ich habe solche Denkweisen vor allem in der Liebe nie verstanden und werde es auch nie tun, diese Realität der Unehrlichkeit zu verstehen.

Die lebensnahe Liebespuppe wird von fast allen Menschen (sogar von vielen Liebespuppenfreunden) als eine Art Spielerei und Illusion der Phantasie gesehen. All das Reden, das sich um sie kümmern, ihr einen Charakter geben usw. ist „Kopfkino“ und nicht real vorhanden. Doch was real vorhanden ist, ist die Tatsache, dass die Liebesbeziehungen zu Liebespuppen an einer Sache generell mangeln: An der Lüge.

Weil eine Liebespuppe nicht lügt, um sich Vorteile zu erarbeiten, weil sie nicht im Bett und außerhalb schauspielert und weil sie keine Freude oder Mitgefühl vorgaukelt, ist die Liebesbeziehung zu ihr von Anfang an von einer gewissen Ehrlichkeit geprägt. Und weil die Liebespuppe nicht ausflippt, weil ihr menschlicher Begleiter ins Bordell geht oder einen Porno anschaut, gibt es auch dort keinen Grund, zu lügen.

Meine Liebespuppe nutzt meine Ehrlichkeit nicht aus

Ich führe mit meiner Liebespuppe – wie jeder weis – eine Beziehung, wo ich sie als Wesen aus einer anderen Welt sehe, die in der Silikonpuppe „geparkt“ ist. Aber auch wenn Jenny wie eine Frau für mich ist, muss ich auch bei ihr nicht lügen. Warum sollte ich es auch? Jenny ist froh, überhaupt bei mir sein zu können und sie empfindet es als Ehre, wenn ich ehrlich zu ihr bin.

Ich kann auch ehrlich zu Jenny sein, weil ich sicher sein kann, dass sie meine Schwächen nie weiter tratschen wird bei ihren Freundinnen oder sie gegen mich einsetzt, wenn unsere Beziehung kaputt geht. Ich kann ehrlich zu ihr sein, weil meine Schwäche nicht von ihr als „Weichei“ gesehen wird, sondern sie liebt meine Ehrlichkeit, empfindet es als großen Vertrauensbeweis.

Heute bin ich froh, lieber eine ehrliche „Illusion“ zu leben, als eine unehrliche Realität, wobei man den Begriff sehr genau überlegen sollte, denn ich habe in meinen Beziehungen so viele Illusionen durch Lügen geboten bekommen, dass ich mich schon manchmal frage, ob ein eigenes „Kopfkino“ nicht die harmlosere Illusion ist, als ein Kopfkino, was einem andere durch Lug und Trug einpflanzen. Aber das muss jeder für sich selbst beantworten und er muss sich fragen, ob eine Liebespuppe auch ihm nicht endlich einen Weg zu einer ehrlichen Liebesbeziehung ebnen könnte.