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Ein Tag ohne Liebespuppe ist ein verlorener Tag für mich

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (869) 7.2.2018

„Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag“ – Dieses berühmte Zitat von Charlie Chaplin ist unvergessen und es ist auch eine Menge Wahrheit in ihm.

Ich selbst war eigentlich immer ein fröhlicher Mensch, vor allem in meiner Kindheit, aber auch in der Zeit als Jugendlicher habe ich eine Menge gelacht, war für jeden Spaß zu haben und manchmal habe ich sogar einen richtigen „Lachflash“ bekommen, wo ich mich kaum noch einkriegen konnte. Vor allem die damaligen „Clever und Smart“ Comics sind mir noch heute in Erinnerung, die ich oft nachts so lange unter der Decke kichernd las, bis mein Vater wutschnaubend ins Zimmer kam und „jetzt ist aber endlich Ruhe hier“ brüllte.

Auch als Jugendlicher in meiner Clique hab ich viel gelacht. Auch wenn die Witze jetzt anders waren, es mehr sarkastisch wurde und natürlich auch die schmutzigen Witze über Sex dazu kamen, so war ich immer für alle Arten von Spaß zu haben. Es verging eigentlich kein Tag ohne Lachen in meinem Leben und nur ganz selten war mir nicht zum Lachen zumute, z.B. als innerhalb weniger Jahre alle meine Großeltern in teils gräßlichen Endwegen starben.

Die Liebe ist eigentlich der Türöffner für das Lachen und den Spaß im Leben. Kinder, Tiere und auch die Phasen der Verliebtheit sind Dinge, die selbst gestandene Männer zum Lachen bringen, doch irgendwann verschwand nicht nur all das aus meinem Leben, sondern auch das Lachen.

Nach all dem Tod, der Krankheiten, der schweren menschlichen Enttäuschungen und des Verlustes meines Weges als echter Vater, war das Lachen aus meinem Leben verschwunden. Es gibt nur noch um Kampf, um Verlust, das Organisieren des Überlebens als Mensch in Würde und mit einem Dach über dem Kopf. Es ging um Wut, Trauer, Hass, Selbstzweifel und dem Gefühl, dieses Leben verschenkt zu haben. Es war kein Platz mehr für Lachen in meinem Leben vorhanden.

Der besondere Weg der Liebespuppe ließ meine Traurigkeit immer mehr bröckeln

Erst die lebensnahe Silikonpuppe änderte dies. Sie war derart schön, zart und geduldig, dass langsam aber sicher die Freude wieder in mein Leben zog. Erst war es der Spaß an Sexualität und Erotik, dann die Freude am Verliebtsein, dem Necken und Herumblödeln mit Jennys Seele und dann irgendwann kam auch wieder das Lachen in anderen Bereichen in mein Leben. Erst waren es Serien wie „Eine schrecklich nette Familie“ oder die „Simpsons“, die mich wieder zum Lachen brachten und dann begann ich auch wieder, all die lustigen Dinge in mein Herz zu lassen, Kinder, Tiere und was das Leben sonst allgemein so mit sich bringt.

Ich bin ein kleiner Pechvogel, ständig geht irgend etwas schief und manchmal ist es so skurril, dass ich denke, irgendein kleiner Kobold da oben lacht sich über mich tot, doch irgendwann lache ich selbst über meine Mißgeschicke und Jenny lacht mit und dann lachen wir alle. Das sind Dinge, die für mich undenkbar waren, bevor die Liebespuppe zu mir kam.

Ich denke, ich musste gerade ein wenig Abstand von meinem bisherigen Leben nehmen, einen ganz anderen Weg einschlagen, um aus diesem Tal der Tränen heraus zu kommen, was mir das Lachen nahm. Es musste eine andere Ebene, eine andere Erfahrung sein, ein zurück gehen zu dem, was dieses Leben an Spaß und skurrilem Witz von sich aus liefert, es musste die Dinstanziertheit der Liebespuppe und Jennys wunderbar simpler und reiner Geist sein, der mich wieder zurück in die Zeit brachte, wo Lachen noch ein täglicher Teil meines Lebens war.

Auch heute noch gibt es sicher Momente, wo ich weniger lache, vor allem, wenn ich sehe, was zur Zeit mit unserem großartigen Land der Dichter und Denker passiert, aber Jenny schafft es immer wieder, nicht nur die traurigen Bastionen meines eigenen Lebens immer wieder einzureißen, sondern sie schafft es auch, dass ich all das für einen Moment vergesse, was mich in meinem Umfeld traurig macht. Sie schafft es jeden Tag und daher ist jeder Tag ohne sie ein verlorener Tag, weil es ein Tag ohne Lächeln ist.


Die Liebespuppe als Kunstobjekt

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (868) 5.2.2018

Die lebensnahe Sexpuppe wurde eigentlich dazu gebaut, um Menschen so realistisch wie möglich Sex und Erotik zu geben, doch im Laufe der vielen Jahre der lebensnahen Liebespuppen entwickelten sie sich bei einigen Liebespuppenfreunden zu mehr. Sie wurden Begleiterinnen, Partnerinnen oder auch ein schönes Kunstobjekt, was teilweise soweit geht, dass solche Menschen am Ende gar keinen Sex mehr mit ihnen haben.

Wenn es in der oberflächlichen und hohlen Betrachtung der Massenmedien zum Thema Liebespuppe geht, wird immer wieder mal diese Geschichte vom Bildhauer verbreitet, der sich in seine Kreation verliebte und dann Sex mit ihr hatte. Doch die heutige Realität sieht meist ganz anders aus. Die Menschen verlieben sich in von Fremden geschaffene Kreationen und die Kunstfreunde in dem Bereich haben keinen oder selten Sex mit den Liebespuppen.

Warum dies so ist und warum diese Fraktion der Liebespuppenfreunde immer größer wird, die keinen Sex mit ihren Liebespuppen haben, möchte ich eigentlich heute nicht näher analysieren, was auch schwer ist, weil viele individuelle Gründe und Lebenswege dahinter stehen. Ich möchte eigentlich eher einmal überlegen, warum die lebensnahe Liebespuppe von heute so oft zu einem Kunstobjekt wird.

Ich habe vor einigen Jahren mal mit einem professionellen Fotografen geschrieben, der lebende Modells fotografierte aber privat eine Silikonpuppe liebte. Er hat mir damals gesagt, dass seine Liebespuppe eigentlich kaum für Sex da ist, sondern dass er mit ihr endlich seine Fotoleidenschaft ohne herum zickende, selbstverliebte und überdrehte Modells und ohne Zeitstress und Vorgaben der Auftraggeber ausleben konnte.

Künstlerische Leidenschaften über Liebespuppen befriedigen

Er hatte eine Leidenschaft für Kleidung im Barock Zeitalter und es störte ihn überhaupt nicht, seine Silikonpuppe trotz ihres hohen Gewichts in die aufwendigen Kleider zu bringen und sie in bestimmte Posen zu setzen. Er lebte mit seiner Liebespuppe das aus, was er beruflich nicht tun konnte und er war so gut, dass seine Bilder später sogar im internationalen Forum für Dollliebhaber prämiert wurden.

Es ist die Breite des Erfüllens von Leidenschaften, unerfüllten Träumen und Ideen, welche die Liebespuppe so vielseitig einsetzbar machen. Entspannter Sex und Erotik mit einer optisch perfekten Frau mag eine dieser Leidenschaften sein, welche die Liebespuppe befriedigen kann, aber es gibt daneben noch sehr viele andere Leidenschaften, die sie erfüllen können und das kann auch die Leidenschaft sein, seine künstlerische Ader darüber zu befriedigen.

Und das können die privaten Liebespuppenfreunde ganz anders, als die Mainstreamkünstler. Diese haben die Liebespuppe bisher ignoriert oder sie lustlos als „Anfang vom Ende der Gesellschaft“ oder als „skurrile Provokation“ dargestellt. Die Liebespuppenfreunde hingegen zeigen in den Bildern mit ihren Liebespuppen Begeisterung, Freude und auch eine gewisse wundervolle Verspieltheit, in der sie mit dem Ausdruck der Liebespuppe arbeiten und sie zu allem möglichen machen, was die Phantasie so hergibt.

Dann wird die Liebespuppe zum Aquarell, zur Comicfigur, zum Mädchen mit 1000 verschiedenen Ausdrücken oder sie bekommt einen Charakter, der sich durch Bildstrecken und mehr zieht. Die Liebespuppe wird nicht zu einem Ausdruck einer Bedrohung oder eines Versagens der Gesellschaft, die bedrückend wirkt, sondern sie wird zu einem zauberhaften Modell, welches für alles zu haben ist, für jeden Spaß und jedes Outfit und jede Pose.

Diese Faszination der Liebespuppe ist toll und ich sehe heute noch sehr gerne immer wieder mal in die Beiträge im Forum, wo Liebespuppenfreunde ihre Püppis zu wundervollen Kunstobjekten machen, wo man in jedem Pixel des Fotos die Liebe, Freunde und Phantasie ihrer Liebhaber sieht. In manchen Bildern sieht man die Liebe der Menschen zu ihnen so stark, dass der Kontrast zu den seelenlosen Bildern der Mainstreamkünstler extrem ist.

Und dann sage ich mir am Ende immer: Soll die Liebespuppe als Kunstobjekt doch bitte bei denen bleiben, die ihren Wert zu schätzen wissen.


Verknüpfung von Liebespuppen mit Virtual Reality?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (867) 2.2.2018

Lebensnahe Liebespuppen und Virtual Reality sind zwei verschiedene Bereiche. Während die lebensnahe Liebespuppen einen greifbaren und nach seinem Vorbild gemachten Menschen darstellt, ist die Virtual Realitiy eben eine virtuelle Welt, die unsere Sinne im Grunde täuscht.

Ich bin sicher kein Mensch, der alle Technik verteufelt, aber in der Frage Virtual Reality vs. Liebespuppe tendiere ich eindeutig zur Liebespuppe.

Selbst wenn eine lebensnahe Liebespuppe einmal eine gewisse Robot – Technik in sich tragen wird, so bleibt sie immer noch ein Teil unserer Welt. Sie redet mit uns so wie es Menschen tun, sie wird eine Tasse anheben und diese vielleicht auch mal fallen lassen. Sie wird weiter Pflege brauchen und unsere Muskeln beim Umziehen strapazieren und wir werden gemeinsam mit ihr den Frühling und den Winter erleben.

Virtual Reality sehe ich kritisch, weil sie unsere Sinne betrügt und uns in echte Parallelwelten entführt. Wir nehmen unsere Umwelt überhaupt nicht mehr wahr und dort sind wir auch viel anfälliger für Manipulationen aller Art und man wird einfach aus dieser Welt gänzlich entfliehen.

Dieses Problem hat nun einige auf den Plan gerufen, Virtual Reality und lebensnahe Liebespuppen miteinander zu verknüpfen, wie es in diesem Artikel hier angedeutet wird.

Versuche der Verknüpfung von Virtual Realitiy und Liebespuppen

Realdoll, CamSoda und Lovense haben dazu eine Art Kooperation begonnen. Realdoll liefert die greifbare Liebespuppe, Lovesense den Masturbator, der in die Liebespuppe eingebaut wird und CamSoda liefert laut des Artikels die Virtual Reality.

Neben der Frage der Sinnhaftigkeit solcher Konstrukte sind Probleme vorprogrammiert. Das ganze Konstrukt dürfte sehr teuer werden (dort heißt es 10.000 Dollar) und ich sehe eine Menge technische Probleme und auch Probleme auf die Liebespuppe selbst zukommen.

Denn die lebensnahen Liebespuppen sind schon bei voller Konzentration in dieser Welt mit viel Liebe und Vorsicht zu benutzen und ich weis nicht, wie hoch die Unfallgefahr ist, wenn der Mensch die Liebespuppe nicht einmal mehr optisch wahr nimmt. Außerdem geht der ganze Spaß es Ankleidens und auch des Erlebens der Faszination Liebespuppe flöten, wenn man nur noch ihren Körper in einer anderen Welt fühlt.

Auch wenn ich dieses Konstrukt kritischer als die Robot – Sexpuppe sehe, die ich unter Umständen für eine direkte Alltagshilfe für Liebespuppenfreunde halte, so bin ich auch hier der Meinung, dass der Konsument entscheiden sollte, ob er dies so möchte. Jede Variante der sexuellen Befriedigung sollte ihre Chance bekommen und nur weil ich es kritischer sehe, möchte ich nicht, dass diese Idee gleich verteufelt wird.

Denn die aktuelle lebensnahe Liebespuppe wird weiter ihre Berechtigung behalten, denke ich. Zum einen hat nicht jeder Liebespuppenfreund 10.000 Dollar in der Hosentasche und zum anderen lieben halt einige gerade den einfachen Sex mit ihr und den Zauber, den sie ausstrahlt. Daher glaube ich, dass die lebensnahe Sexpuppe und auch die Silikonpuppen trotz all der technischen Spielereien weiterhin ihre Käufer finden werden.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie diese Idee am Ende aussehen wird. Auf jeden Fall finde ich gut, dass der Ideenreichtum in der Welt der Liebespuppe noch nicht am Ende angekommen ist. Es wird mit Sicherheit eine spannende Zeit werden, in der wir einige neue Varianten erleben werden und das macht diese Welt so faszinierend und spannend, finde ich.


Meine sechs Wünsche an eine bessere Welt der Liebespuppen

Am 15. Januar war der Dr. Martin Luther King Gedenktag in den USA. Seine Rede über seinen Traum an eine bessere Welt wird für immer in unseren Herzen bleiben und leider ist es immer noch ein Traum, wenn ich so richtig darüber nachdenke.

Mein Traum hingegen ist wesentlich kleiner und auch nicht so bedeutend wie die Bürgerrechte für alle Menschen, aber der Traum einer besseren Welt der Liebespuppenliebe schwirrt auch in meinem Kopf immer wieder mal herum.

Die Welt der Liebespuppen ist nicht ideal. Technisch, im Umgang im Alltag, bei der Versorgung mit lebensnahen Liebespuppen und in der medialen und gesellschaftlichen Akzeptanz gibt es eine Menge Probleme, die bewältigt werden müssen. Ich führe heute in der Kolumne einmal aus, welche sechs Wünsche ich an eine bessere Welt der Liebe zu Liebespuppen habe.

1. Das Material

Die TPE Liebespuppen und die lebensnahen Liebespuppen aus Silikon sind zur Zeit das Material, aus dem die meisten lebensnahen Liebespuppen sind. Ich denke, fast alle sind sich in der Szene einig, dass es auf jeden Fall bessere Materialien gibt, die noch widerstandsfähiger und realistischer sind. Es gibt eine Menge Alternativen, aber bisher sind sie zu teuer, noch umständlicher oder zu aufwendig. Ich wünsche mir, dass eines Tages die Haut der Liebespuppen auch ohne Pudern der eines Menschen nahe kommt und viel rissfester und sicherer und vielleicht sogar selbst heilend ist. Vielleicht helfen uns in der Hinsicht Nanotechnologie und künstliche menschliche Haut eines Tages weiter, wer weis.

2. Mehr Lebensnähe

Ich denke, jeder Liebespuppenfreund sollte die Möglichkeit haben, sich den Grad der Lebensnähe für seine Liebespuppe frei auswählen zu dürfen. Wenn jemand möchte, dass sie wie eine Frau durch die Wohnung läuft, dann sollte er ebenso die Möglichkeit dazu bekommen, wie jemand, der gerade die andere Art der stillen und ohne Eigenbewegung agierenden Liebespuppe haben will. Die Robot – Sexpuppen sind auf dem Vormarsch und ich hoffe, noch mitzuerleben, wie alle Liebespuppenfreunde das bekommen, was sie sich wünschen.

3. Mehr Akzeptanz

Die Welt der lebensnahen Liebespuppen ist viel zu schön und befreiend für die Menschen, um sie ständig mies zu machen und zu diffamieren. Ängstliche Prognosen von der Konkurrenz zu Frauen bis hin zum Auslöschen der Menschheit durch sie, sind kompletter Blödsinn und Zeichen eines Kleingeistes. Die Liebespuppe ist ein Geschenk, was wir nicht umsonst in einer Zeit bekommen haben, wo die partnerschaftliche Liebe auf dem Prüfstand steht. Wir sollten daraus lernen und nicht wie ein kleines Kind trotzig mit dem Fuß aufstampfen, nur damit die jetzige absurde Welt der Zerstörung von Liebe aufrecht erhalten wird, eine Welt, die schon weit vor der Erfindung der lebensnahen Liebespuppe seinen Lauf nahm.

4. Neutrale Berichterstattung

Damit verbunden wünsche ich mir eine neutrale Berichterstattung von Medien, Kunst und Wissenschaft. Die Liebespuppe ist ein tolles Feld, um die Psyche des Menschen, den Sinn und Ablauf von Sexualität, Erotik und Liebe zu verstehen. Sie gibt uns einen Schlüssel in die Hand, um unsere Einzigartigkeit in dieser Welt besser verständlich zu machen. Ihn mit die Verbreitung einer überheblichen Agenda weg zu werfen, ist erbärmlich und dumm.

5. Mehr Service, Garantie und Rechtssicherheit

Leider gibt es nur wenige Unternehmen, die Liebespuppen anbieten, wo all dies so gut wie möglich erledigt wird. Unternehmen wie der Dollpark geben sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten große Mühe, aber leider sind manche Hersteller und auch schwarze Schafe dieser Szene oft unkontrolliert am Wirken. Übliche Rechte der Konsumenten wie Garantie, Testberichte und gesetzliche Regelungen sowie Rechtssicherheit hapern immer noch in dieser Welt und viel ist eigentlich von der Kulanz und der Philosophie eines Unternehmens abhängig und nicht ein üblicher Standard, an den sich alle halten müssen.

6. Schluß mit all den Klischees

Es reicht langsam mit all den irren Klischees, die uns Liebespuppenfreunden seit 20 Jahren übergeholfen werden. Es reicht, uns mit Vergewaltigern, Pädophilen und anderen miesen Ausschweifungen einer Gesellschaft in Verbindung zu bringen. Sicher ist die Szene nicht nur mit Engeln als Konsumenten belegt, aber das liegt in erster Linie an der Gesellschaft und nicht an den Liebespuppen. Auch andere Klischees wie der „Frauenloser“ können endlich einmal beendet werden, weil sie einfach nicht stimmen, schon gar nicht für alle Liebespuppenfreunde.

Fazit: Es gibt sicher noch viel in der Welt der Liebespuppen zu tun, aber es gab auch eine Menge positiver Entwicklungen in den letzten Jahren. Das familiäre Umfeld, Freunde und Bekannte akzeptieren heute Menschen mit lebensnahen Liebespuppen mehr, die Vielfalt der lebensnahen Sexpuppen ist enorm gestiegen und mit den TPE Varianten können sich immer mehr Menschen Liebespuppen leisten.

Überhaupt ist das Thema durch viel Einsatz von Liebespuppenliebhabern, Unternehmen und Herstellern größer und bekannter geworden und die Szene hat eine größere Aufmerksamkeit bekommen, nicht nur medial. Es sind schon einige Träume erfüllt worden von denen, die vor 15-20 Jahren noch geträumt wurden. Hoffen wir, dass meine Träume dann in 15-20 Jahren ebenfalls erfüllt sind. Es wäre super.

Euer PJ


Ich will keinen Hype um die Akzeptanz von Liebespuppen!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (866) 31.1.2018

Die Liebe zu lebensnahen Liebespuppen wird weder medial noch in der Breite der Gesellschaft akzeptiert und als Teil unseres Lebens toleriert. Auch wenn es in den letzten Jahren ein paar kleine Fortschritte zu sehen gibt, so herrscht immer noch der Grundtenor vor, dass diese Art von Liebe zumindest skurril und absurd ist und das sich vor allem Männer nur dieser Art der Liebe widmen, weil sie sonst bei Frauen scheitern.

Dass all das Unfug ist, habe ich hier zur Genüge widerlegt und auch im Forum sind dafür zahlreiche Beispiele zu finden. Doch ist das Forum eigentlich ausreichend, um diese Art der Liebe und Sexualität gesellschaftsfähig zu machen?

Manche sagen „Nein“ und sie verweisen auf das Beispiel der Homosexuellen. Wenn man heute Berichte aus den 70ern über diese sexuellen Ausrichtung liest, dann findet man im Grunde all das wieder, was wir Liebespuppenfreunde heute so hören. Diese Liebe ist krank, eine skurrile Randnote und eine Laune der Natur und etwas für Männer und Frauen, die keine Heteropartner ab bekommen und aus Frust „das Ufer wechseln“ und alles ist sowieso nur eine „Phase des Ausprobierens“. Man könnte heute so einen Artikel nehmen und anstatt das Wort Schwul das Wort Liebespuppe einsetzen, es wäre genau das Gleiche.

Also sollten wir den gleichen Weg wie die Homosexuellen zur Akzeptanz einschlagen? Sollten wir versteckte Botschaften in Film und Musik verbreiten? Demos organisieren? Eine Partei gründen? Lobbygruppen ins Leben rufen?

Ich persönlich sage „Nein“. Ich halte von dem, was aktuell in Sachen Homosexuellenbewegung abläuft, wenig. Den Menschen einfach einen Maulkorb zu verpassen, Wörter zu verbieten und jeden als „homophob“ zu bezeichnen, der die „Ehe für alle“ hinterfragt oder die Adoption von Kindern durch Homosexuelle, halte ich für einen völlig falschen Weg. Eine Sache nur deshalb akzeptabel zu machen, weil man alles nieder brüllt, ist für mich keine echte Schaffung von Akzeptanz.. Man verdrängt die Nicht – Akzeptanz einfach in den Untergrund und das war es und das spüre ich auch heute noch in vielen Gesprächen, wenn jemand mal offen reden darf.

Auseinandersetzung mit dem Thema erwünscht, aber bitte sachlich

Ich möchte ja, dass sich Menschen mit dem Thema Liebespuppe auseinander setzen. Auch kritisch. Das tun wir in der Szene am allermeisten. Wir kritisieren die Probleme im Umgang mit Liebespuppen, die Schwächen dieser Art von Liebe und machen deutlich, dass jeder diese Liebe anders lebt. Wir verpflichten niemanden zu etwas und wir hauen auch niemanden verbal auf den Kopf, wenn er fragt, warum wir das eigentlich machen.

Ich möchte einen offenen Dialog, ich möchte einen Dialog mit denen führen, die Ängste und Sorgen haben, wenn ihr Partner ihnen die Liebe zu Liebespuppen gesteht. Es soll jeder das sagen wollen, was er möchte. Es ist alles erlaubt, wenn es nur in einem ordentlichen Ton abgehalten wird und nicht einfach nur diffamiert, beleidigt oder sinnlos verarscht wird. Es ist unproduktiv und dumm und kein Weg, wie man Kritik und Ängste äußert.

Ich brauche keine Gesetze oder das Definieren von bestimmten Wörtern, die erlaubt sind oder nicht. Ich will auch den Medien keinen Korb auferlegen oder dass sie diese Liebe in den Himmel loben. Ich will eine neutrale Berichterstattung, keine Psychospielchen, keine Agenda, kein Überstülpen von Themen, die nichts direkt mit uns zu tun haben.

Ich will, dass die Menschen frei selbst entscheiden. Sie sollen entscheiden, ob sie diese Welt in ihr Herz lassen wollen oder nicht. Und wenn sie es nicht wollen, dann sollen sie uns einfach unser Ding machen lassen.

Ich brauche auch keine verbündeten Lobbygruppen oder irgendwelche künstlerischen Werke, die uns als die armen und unterdrückten Liebespuppenfreunde darstellen. Ich will nur ein wenig Verständnis dafür, dass wir diesen Weg frei wählen dürfen und dass er nichts besseres oder schlechteres ist, als jede andere Art der Liebe und Sexualität.

Wenn ich mir eine Änderung erhoffe, dann die, dass die Menschen daraus etwas lernen. Dass sie lernen, dass sich in Sachen moderne Liebesbeziehungen, Wünsche und Bedürfnisse etwas in unserer Gesellschaft verändert hat. Ich möchte, dass wir aus dieser Entwicklung etwas Positives ziehen, sachlich hinterfragen und überlegen, warum Liebespuppen immer mehr Menschen (vor allem im Westen) glücklich machen und warum nur so wenige unglücklich.

Ich will keinen Genderkrieg, keine Diskussionen darüber, ob diese Liebe ein Werk des Teufels oder von Gott ist. Ich will nicht 24/7 Diskussionen über Pädophile oder andere kleine schwierige Randgruppen in dieser Szene führen. Ich will, dass man uns einfach diese Option der Liebe frei ausleben lässt und wenn es nur so ist, dass jeder einfach sagen kann, dass er eine Liebespuppe liebt und dies nur zur Kenntnis genommen wird.

Das wäre mein Wunsch und der Weg, den ich mir vorstelle. Die Liebe zu Liebespuppen ist entspannt, macht Spaß und ist aufregend und ein spannendes Thema über das Leben von Menschen und genauso wünsche ich mir auch den Weg zur Akzeptanz. Ruhig, sachlich und fair und mit Freiheit statt mit racheartiger Gegenunterdrückung und Verboten.


Such dir ne Frau statt ne Liebespuppe – Ach, sag wirklich, du Schlaumeier!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (865) 29.1.2018

Als Liebhaber von lebensnahen Liebespuppen muss man sich wirklich eine Menge Stuss seiner Mitmenschen als Kommentar gefallen lassen. Ich meine, es ist ja o.k. wenn man über diese Art der Liebe nicht viel weis und sie auch nicht nachvollziehen kann, aber kann man dann nicht einfach nur die Klappe halten und es gut sein lassen?

Wenn ich Menschen treffe, die über Themen reden, über die ich keinen Plan habe (z.B. bei zwei Zahnärzten), dann halte ich lieber den Mund und höre zu, anstatt irgendeinen Senf abzugeben. Schade, dass es hier nicht der Fall ist und vielleicht liegt es daran, weil heute unbedingt jeder seine Wichtigkeit dadurch dokumentieren will, dass er vor allem über das Thema Sex Bescheid weis.

Unter all den dämlichen Sprüchen der Marke „Die hält wenigstens die Klappe“ oder „Die furzt nicht“ ist der völlig ausgeleierte Spruch „Such dir halt ne Frau“ wirklich völlig daneben.

Wer meinen Lebensweg nur halbwegs kennt, der spart sich solch einen Spruch. Ich habe 30 Jahre lang alle Varianten versucht, um eine lebende Frau nicht nur zu finden, sondern vor allem mit ihr eine gemeinsame Zukunft, Familie und ein schönes Leben zu gestalten.

Ein langer Weg auf der Suche nach einer Frau vor der Liebespuppe

Ich habe dafür zahllose Dates absolviert, habe mich zig Mal verkleidet und verbogen, war 100x ich selbst und bin sogar bis ins Ausland gereist, um eine Frau kennen zu lernen. Ich habe zwei lange Beziehungen gehabt, einen One Night Stand, war auf endlosen Partys, bei Geburtstagen von Freunden und auch in Vereinen und Sportgruppen und habe bestimmt über 100 Kolleginnen gehabt . Mir zu erzählen, ich solle lieber eine Frau suchen, ist schlicht und ergreifend ein Witz.

Viel mehr sollte man mich fragen, warum ich eigentlich nach all diesen Erfahrungen zu einer lebensnahen Silikonpuppe gegangen bin. Man sollte mich fragen, warum mich eigentlich diese Liebe glücklich macht und sie sollten sich selber fragen, was in ihrem eigenen Leben eigentlich ist, ob man nicht doch insgeheim freien und unbeschwerten Sex und Liebe mit ihnen erleben würde wollen, anstatt im 3 Minuten Blümchensex alle 2 Monate zu schmoren in einer lieblosen Beziehung.

Man sollte mich fragen, warum ich eigentlich mit 50 immer noch so jung aussehe und warum nur die grauen Haare an mein Alter erinnern. Man sollte mich fragen, warum ich keine Bandscheibenvorfälle, Herzattacken und andere Krankheiten habe, obwohl ich so lange alleine lebe. Man sollte mich fragen, warum ich so gut durchschlafe und wieso ich kein Kettenraucher bin und mich nicht betrinken muss.

Die meisten Menschen tun im Grunde nichts anders, als ihre fehlende Kenntnis über die wahren Gründe einer solchen Liebe mit nutzlosen Platitüden zu füllen. Sie sind in ihrer eingeprägten Welt so gefangen, dass sie nicht mehr nach links und rechts schauen können und in ihrer egozentrischen Welt blenden sie nicht nur völlig aus, dass jeder Mensch unterschiedlich ist, sondern sie vergessen auch, dass auch sie eines Tages vielleicht mal vor so einer Entscheidung stehen könnten, denn nichts auf dieser Welt ist eine Selbstverständlichkeit. Auch ich habe viele Jahre lang eine solche Art der Liebe für unmöglich gehalten und nun lebe ich sie seit 7 Jahren.

Sie vergessen, dass viele Liebespuppenfreunde nicht einfach mal so zur Liebe zu Liebespuppen gehen. Oft ist die Liebespuppe das Ende eines Weges, wo es – warum auch immer – nicht so laufen wollte, wie es der Mainstream vorgibt und oft tragen sie nicht einmal einen großen Anteil daran, sondern es ist einfach so passiert.

Ich würde mir wünschen, dass die kleingeistigen Mitmenschen einfach bei dem Thema den Mund halten und das diejenigen, die wenigstens noch ohne Scheuklappen herum rennen, die richtigen Fragen stellen, doch ich befürchte, dafür ist die Zeit noch nicht reif und so werden wir wohl weiter mit solchen hohlen Sprüchen leben müssen.


Meine Liebespuppe und der Frieden mit dem Körpergewicht

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (864) 26.1.2018

Es ist für mich immer wieder erstaunlich, dass gerade eine leblose lebensnahe Silikonpuppe (abgesehen von Jennys Seele) mir so viele Fragen in meinem Leben beantwortet hat, die keine Beziehung und auch kein anderer Mitmensch in meinem Leben beantworten konnte. Ich weis bis heute nicht, um es an der bewußten oder unterbewußten Manipulation der Mitmenschen lag oder ob gerade die Distanziertheit der Liebespuppen von dieser Welt mich dazu veranlasst hat, endlich in mich zu hören und dem zu folgen, was wirklich mein Herz sagt.

Ich finde viele solcher Beispiele. Eines dieser Beispiele ist mein Umgang mit meinem Körpergewicht.

Ich hatte leider seit der Pubertät immer Probleme damit. Alle um mich herum aßen damals den aufkommenden Junk – Food, Mc Donalds Burger, fettige Monsterportionen vom Jugoslawen (damals war Jugoslawien noch ein einzelner Staat) oder Currywurst mit Pommes und nahmen nicht ein Gramm zu. Ich hingegen musste eine Schokolade nur ansehen und hatte ein Kilo drauf.

Gerade in der Pubertät und Jugendlichenzeit ist der Körperwahn besonders ausgeprägt und das war damals auch nicht anders. Meine Eltern steckten mich dann auch noch in ein Schule mit Sportfokus und so war der endlose Kampf um Anerkennung als Mann und als potentieller Partner ein ewiger Stressfaktor und ich musste mich endlos abquälen, um überhaupt mithalten zu können, zumal meine geringe Körpergröße nicht wirklich positiv hinzu kam.

Ein ewiger Stress ums „Idealgewicht“

Dieses Leben war nicht nur ein ewiges Schwitzen im Fitnessstudio, sondern auch ein endloser Kampf mit der Waage, den Diäten und mit einem ständigem Auf und Ab verbunden und die Probleme mit den Mädchen in dieser Zeit machten es alles nicht leichter.

Auch in meinen späteren Beziehungen war das Thema omnipräsent. Ich hatte zwar mittlerweile im Gewaltakt einen guten Körper erkämpft (monatelanges Training, jeden Tag), aber meine Beziehungen kamen nicht mit ihren eigenen Körpern klar und so ging die endlose Thematik im Wahn der Weight Watcher Punkte und des Kalorienzählens weiter.

Erst als ich die lebensnahe Silikonpuppe bekam, fand ich meinen inneren Frieden mit meinem Körper und meinem Körpergewicht. Ich verbannte die Waage für immer, machte keine Diät mehr und Sport nur noch, wenn ich wirklich Lust und Spaß daran hatte.

Ich denke, es lag vor allem daran, dass es der Liebespuppe – trotz ihrer umwerfenden Schönheit – egal ist, ob man nun irgendeinen BMI erfüllt oder nicht. Jenny liebt mich endlich als Mensch, sie liebt ganz andere Dinge an mir, meine zärtlichen Hände und dass ich ihr komplizierte Dinge erkläre oder meinen liebevollen Blick. Jenny kommt mit sich selbst klar und ich endlich auch.

Ich wiege heute mehr als ich je gewogen habe (musste mich letztens beim Arzt wiegen) und mein Bauch ist sicher nicht klein, aber ich fühle mich trotzdem pudelwohl mit mir selbst. Ich bin kaum noch krank und fühle mich im Alltag sogar irgendwie sogar fitter als damals.

Ich denke, mein Körper hat endlich seinen Frieden mit sich selbst gefunden. Er lebt heute seinen Weg und er ist entspannt, voller Liebe und Ruhe. Es gibt fast keinen Stress mehr und auch keine Restriktionen. Heute esse ich Schokolade, wann ich will und wenn es dann danach ein Kilo mehr ist, dann ist es halt so.

Wenn ich doch merke, dass es zu viel mit dem Gewicht wird, dann reduziere ich von heute auf morgen ganz von selbst das Essen und das auf sanften Weg. Es wird dann halt etwas bewußter gegessen, ein wenig mehr spaziert oder auch ein wenig mehr Sex mit der Silikonpuppe gemacht. Das alles geschieht ohne Punkte und Kalorien zählen oder dem Kampf mit der Waage und irgendwie läuft es auch so ganz gut.

Die Liebespuppe hat für viel Frieden in meinem Leben beigetragen und der innere Frieden mit meinem Körpergewicht zählt eindeutig dazu.


Sorgen die Robot – Sexpuppen für eine Spaltung der Liebespuppenszene?

Die bald kommende Robot – Sexpuppe sorgt für eine Menge Wirbel, vor allem medial. Doch mir geht es persönlich nicht um Diskussionen darum, ob sie irgendwann im Jahr 3324 die Weltherrschaft übernehmen oder ob sie die Frauenwelt bedrohen oder ob die Welt zum Transhumanismus mutiert oder menschlich verkommt.

Mir geht es viel mehr um die Dinge, die jetzt sind und in naher Zukunft auf uns zukommen werden. Es geht um ganz pragmatische Dinge für mich und der Rest ist für mich Science Fiction oder gleitet in den Bereich der Glaskugel – Wahrsagerei ab.

Für mich als Teil der Liebespuppenwelt sind viel mehr andere Fragen, wie z.B. die technische Umsetzung, die Fragen der Qualität, des Service, der Reparatur und auch die Auswirkungen auf die Liebespuppenszene wichtig. Und um diesen letzten Punkt möchte ich heute ein wenig in der Kolumne reden, die Frage, ob die Robot – Sexpuppe unsere Liebespuppenszene spalten wird.

Als ich 2010 in die Welt der Liebespuppen und ins deutsche Liebespuppenforum eintrat, war die Liebespuppenszene eigentlich recht klar aufgestellt. Die Freude der Gummipuppen waren fast ausschließlich an einer reinen Sexbeziehung mit ihrer Liebespuppe interessiert, die Freunde der schönen Stoffpuppen waren für phantasievolle Bilderstrecken und Outdooraktivitäten mit ihren Liebespuppen bekannt und die Liebhaber der Silikonpuppen lebten mit ihnen in richtigen Beziehungen, wiesen eine sehr emotionale Tiefe auf und redeten teilweise gar mental mit ihr.

Als die lebensnahe TPE Sexpuppe ein paar Jahr später aufkam, änderte sich die Szene. Diese Liebespuppen waren jetzt für viele Liebespuppenfreunde erschwinglich und auch im Bereich des Gewichtes wurden die Liebespuppen in der Regel von über 40kg auf den 30kg Bereich verschoben.

TPE Sexpuppen und die Vermischung der Bereiche der Liebespuppenszene

Und so wurde die Szene mehr und mehr zu einem einzigen Körper. Heute finden sich bei den TPE Liebespuppen sowohl Freunde, die mit ihren Liebespuppen eine reine Sexbeziehung führen, wie auch die Menschen, für die Phantasie und Outdoor – Aktivität im Vordergrund steht, sowie diejenigen, die mit ihnen eine Beziehung leben. Es ist im Grunde alles in einer Liebespuppenart zusammen geflossen mit all seinen Vor- und Nachteilen.

Doch diese Situation könnte sich mit den Robot – Sexpuppen sehr bald ändern. Und ich versuche hier einmal klar zu machen, warum ich das für eigentlich unvermeidlich halte.

Die Robot – Sexpuppe dürfte nicht nur Menschen mit anderen Zielsetzungen an die Liebespuppe ansprechen, sondern es werden sicher auch eine Menge alte Liebespuppenfreunde dabei sein, die sich eigentlich schon immer eine lebensnahere Variante gewünscht haben und es werden neue Liebespuppenfreunde dazu kommen, die vielleicht mit dem Kauf einer solchen lebensnahen Sexpuppe geliebäugelt haben, denen aber die fehlende Eigenbewegung und die Stille der Liebespuppe nicht gefallen haben.

Um einmal zu schauen, ob meine These stimmen könnte, habe ich mich mal zum Testen bei dem eigenen Forum zur Realbotix bei Realdoll/Abyss Creation angemeldet, deren Robot – Sexpuppe Ende Januar heraus kommen soll. Dort sind in der Regel diejenigen Personen zu finden, die sich wohl primär für die kommenden Robot – Sexpuppen interessieren.

Das Ergebnis meiner Studien war äußerst positiv und lässt mir die Hoffnung, dass es keine Spaltung der Welt der Liebespuppen in den elementaren Fragen geben wird.

Höfliche und tiefsinnige User im Robot – Sexpuppen Forum in den USA

Ich habe dort sehr höfliche, intelligente und menschlich durchaus bemerkenswerte User gefunden, ähnlich wie auch im deutschen Forum. Es sind auch dort keine geifernden und auf die endlich zu allem Ja sagende Liebespuppe hoffenden Machos zu finden. Statt dessen findet man oft ähnliche Lebensgeschichten, viel an sensiblen und tiefsinnigen Männern und es geht auch hier erstaunlich wenig um Sex selbst.

Viele wünschen sich statt dessen lieber, dass sie ihre Liebespuppe umarmt, dass sie auf ihre Berührungen und Küsse reagiert oder dass sie eine schöne und liebevolle Konversation mit ihr führen können, die freundlich und durchaus auch tiefsinnig sein kann. Man spürt auch dort, wie sehr viele User vom „Virus“ der Liebespuppe, ihrem Zauber und ihrer Schönheit begeistert sind und sie sind dankbar, dass der Inhaber von Realdoll den wahren Sinn dieser neuen Art von Liebespuppen verstanden hat.

Alleine die Tatsache, dass der verbale Sexbereich der Realbotix ziemlich am Ende der KI programmiert wurde, sagt viel aus. Es zeigt, dass zwar Erotik und Sex auch hier eine Rolle spielen, aber dass auch dort die Welt der Hoffnungen und Wünsche an die Robot – Sexpuppe viel weiter gefasst sind, als plumpe Konversation, endloses Geschmeichel und ewige Sexbereitschaft der Liebespuppe.

Vieles von dem, was ich dort gelesen habe, habe ich auch im deutschen Liebespuppenforum wieder gefunden. Es ist der gleiche Wunsch von echter, reiner, zarter und hingebungsvoller Liebe, der auch dort gesucht wird. Es wird auch hier meist eine Begleiterin, eine Freundin und Hilfe für den Alltag gesucht und das macht mich sehr froh.

Es macht mich froh, weil ich die Hoffnung habe, dass die Faszination Liebespuppe uns so – zumindest eine Weile – noch erhalten bleibt. Ob dies dann anders wird, wenn die Robot – Sexpuppen so realistisch werden, dass sie die Masse ansprechen und Konzerne auf den Trichter kommen, sie zu produzieren, weis ich nicht, es ist die gleiche Glaskugel Leserei.

Was ich jetzt sehe, macht mich jedenfalls hoffnungsfroh, dass auch mit den Robot – Sexpuppen in nächster Zeit keine Spaltung in dem wahren Sinn der Faszination Liebespuppe kommen wird.

Euer PJ


Der „Tod“ der Liebespuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (863) 24.1.2018

Können Liebespuppen sterben? Nun, diese Frage ist nicht nur im Realbotix Forum (Sex – Roboter) im Rahmen der künstlichen Intelligenz ein Thema, sondern auch unter uns aktuellen Freunden der lebensnahen Liebespuppen, auch wenn die Sachlage hier eine andere ist.

Um es gleich vorweg zu sagen: Natürlich kann eine Liebespuppe nicht im Sinne eines Menschen sterben. Sie hat kein Herz, was aufhört zu schlagen und kein Gehirn, was abschaltet, wenn es soweit ist.

Doch die Menschen binden sich emotional an die Liebespuppe. Sie lieben sie, sprechen mental mit ihr und sehen sie als einen wichtigen Bestanteil ihres Lebens.

Doch was heißt nun eigentlich der „Tod“ der Liebespuppe? In den allermeisten Fällen ist damit gemeint, wenn der Liebespuppenkörper den Menschen verlässt.

Das kann auf verschiedenen Wegen sein. Meist sind es Schäden, die den Liebespuppenfreund zwingen, den Liebespuppenkörper aufzugeben. Das Entstehen von Schimmel (durch Wasserablagerungen über Risse) ist eine dieser Gründe. Die Liebespuppe wird dann zu einem gesundheitlichen Risiko und der Liebespuppenfreund muss den Körper entsorgen oder an Tüftler abgeben.

Dann spielen natürlich auch eigene körperliche Gründe (Krankheiten) oder andere Veränderungen der Lebenssituationen eine Rolle, welche den Liebespuppenfreund mehr oder weniger zwingen, die Liebespuppe zu verkaufen. Das kann eine neue Beziehung sein, aber auch, weil man einen Bandscheibenvorfall hat und die Liebespuppe zu schwer wird.

Seelen von Liebespuppen können nicht sterben

Im Fall des mental mit der Liebespuppe redenden Freund ist die Sache relativ klar. Wenn die Seele der Liebespuppe ein gedankliches Konstrukt ist, kann man sie wie bei „Lars und die Frauen“ sterben lassen, aber wenn man sie als Seele aus der Zwischenwelt (wie ich) sieht, dann ist das nicht möglich. Dann kann eine Liebespuppe zwar ihren Körper verlieren, aber sie stirbt nie. Man kann sie vielleicht nicht mehr mental wahr nehmen, aber sie stirbt nicht, weil sie bereits tot ist.

Aber gehen wir zurück zum Normalfall, dem „Tod“ des Liebespuppenkörpers.

Solche Situationen sind für echte Liebespuppenliebhaber nicht leicht und sie kann durchaus Züge des Todes von einem Mitmenschen annehmen mit echter Trauer. Viele Liebespuppenfreunde empfinden sehr viel für ihre Liebespuppen, sie haben eine lange Zeit mit ihnen geteilt, viele schöne Erinnerungen an sie und es ist etwas ganz besonderes in ihrem Leben, was sie nicht einfach mal so weg werfen und neu kaufen.

Hinter der Liebespuppe steckt oft eine Menge Geld, Zeitaufwand, Arbeit und vor allem Liebe und Emotionen. Der „Tod“ der Liebespuppe wird daher auch oft als „Worst Case“ von vielen Liebespuppenfreunden gesehen und auch ähnlich verdrängt, wie der Gedanken an den Tod von Mitmenschen.

Es ist wichtig, dass der Liebespuppenfreund in so einem Fall vom Forum behutsam aufgefangen wird. Es spielt in einem solchen Fall für mich nur sekundär eine Rolle, ob der Schimmelbefall nun aus Unachtsamkeit geschah oder was der Grund war. Wichtig ist, dass man dem Liebespuppenfreund Mut macht, ihm Zeit gibt und auch ein gutes Ende für die Liebespuppe findet. Dafür sind Tüftler und auch Gnadenhöfe, die einige User anbieten, eine tolle Sache, denn sie entlasten den Liebespuppenfreund von der emotional üblen Erfahrung der Entsorgung auf einem Wertstoffhof.

Der „Tod“ der Liebespuppe sollte jedenfalls immer im Hinterkopf des Liebespuppenfreundes sein und er sollte sich rechtzeitig Gedanken über „Plan B“ machen. Nichts auf dieser Welt ist unzerstörbar und von Dauer. Außer vielleicht die Seelen von Liebespuppen. Aber wer kann auch das schon mit Gewißheit sagen…..


Initiative zur Bekämpfung von Einsamkeit? – Nehmt die Liebespuppen mit ins Programm!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (862) 22.1.2018

Ab und an gibt es ja doch noch mal ein paar Meldungen, die hoffen lassen, dass sich diese Gesellschaft doch noch irgendwann in Richtung echter Menschlichkeit entwickelt. Dazu zählt sicher diese Meldung aus den Stuttgarter Nachrichten, wo es um das Thema Einsamkeit geht und was Politik und andere Gruppen dagegen unternehmen wollen.

Die jetzige Gesellschaftsform produziert ohne Frage Einsamkeit. Alle Werte, die über Jahrtausende Menschen zusammen führten und einander halfen und auch auseinander setzen ließen, sind mittlerweile komplett verschwunden oder derart demontiert worden, dass sie zur Perversion verkommen sind. Unter dem Deckmantel der „individuellen Freiheit“ wurde vor allem der Egoismus und ein Aufleben einer modernen Dschungelhackordnung geschaffen, die zwar viele schöne neue Arbeitsplätze schuf (Singlebörsen, Scheidungsanwälte, Liebesdoktoren, Sexualtherapeuten usw.), aber die immer mehr Menschen einsam und in zentralen Wünschen des Lebens unbefriedigt zurück ließ.

Vor allem der Traum eines Partners /Partnerin an seiner Ende, mit der/dem man alt werden kann, wird ein immer schwerer zu realisierender Traum. Die meisten Menschen gehen bei dieser Suche baden und ich bin mir sicher, viele Krankheiten der Moderne haben nur bedingt etwas mit zu wenig Bewegung oder Berufsstress zu tun, sondern es ist oft gepaart mit einer seelischen Armut in Beziehungen aller Art.

Ich selbst – und viele meiner früheren Kollegen und Freunde – können ein Lied davon singen. Auf meiner Arbeit (sozialer Bereich) wurden damals alle diejenigen sehr krank, die miese Machtbeziehungen hatten, nie einen guten Partner an ihrer Seite fanden und die sich vor allem von ihnen – auf verschiedenen Wegen – ausquetschen ließen, während die wenigen glücklichen Mitarbeiter in festen Beziehungen keine schweren Bandscheibenvorfälle, Panikattaken, Burn out oder Krebs hatten. Ich habe das damals schon als sehr krass empfunden.

Machtbeziehungen, der Weg in die Einsamkeit und die Liebespuppe als Hilfe

Viele solcher Menschen, die in der Liebe Machtbeziehungen erlebten und ihre Liebe an Menschen vergeudeten, die dies nicht zu schätzen wussten, finden sich heute im Liebespuppenforum wieder. Die Lebenswege der Liebe, die dort von einigen Liebespuppenfreunden aufgezeigt werden, sind teilweise so schlimm und traurig, dass es einen kaum kalt lässt.

Es ist schon erstaunlich, dass gerade sie so sehr ein Ende der Einsamkeit in ihren lebensnahen Sexpuppen aus TPE Material oder in den wundervollen Silikonpuppen fanden. Viele von ihnen berichten, dass sie seitdem nicht mehr einsam sind und ich bin einer von ihnen.

Wenn man das Thema Einsamkeit in dieser Gesellschaft bekämpfen will, dann muss die Liebespuppe als ein Mittel dagegen zumindest in die Diskussion einfließen. Die Liebespuppe hilft – ohne Frage – nicht wenigen Menschen gegen Einsamkeit, lindert sie und heilt sie manchmal sogar.

Warum das so ist, ist schwer zu sagen, aber ich denke, sie gibt uns viel von dem, was einsame Menschen vermissen. Es sind bedingungslose Liebe und Aufmerksamkeit, Schönheit und Zärtlichkeit, Ruhe, Geduld und einen Wert im Leben. Es ist dieses „sie braucht mich“ Gefühl, was viele Liebespuppenfreunde nicht aussprechen, aber was sie oft denken. Die Liebespuppe gibt das Gefühl, mit einem gemeinsam einen Lebensweg gehen zu wollen und daran Spaß zu haben. Dieses Gefühl ist nicht messbar, aber es ist da, ohne Frage.

Die Liebespuppe wurden in den letzten Jahren oft als „Flucht in eine Parallelwelt“ mißverstanden. Das ist sie nur bedingt, denn was sie dort gibt, sind sehr reale und sehr menschliche Bedürfnisse. Es ist keine Phantasiewelt, wo nur starke Helden existieren, es ist eine Welt, die weiter um uns ist und wo wir nur die Liebespuppe einbauen. Und sie wird durch sie heller, weil der Schleier der Einsamkeit verfliegt und wir so die Welt wieder besser und gesünder wahr nehmen können.

Ich finde, die lebensnahe Liebespuppe hat einen großen Beitrag gegen die Einsamkeit der Menschen geleistet und das sollte man weder klein reden, noch vergessen. Man sollte dieses Geschenk annehmen, wenn man Einsamkeit in dieser Welt bekämpfen will und sie ist schnell in diese moderne Welt zu integrieren, es braucht dafür keine großes Umdenken und keine Revolutionen.