Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (829) 3.11.2017

Das Thema Pflege der Liebespuppe wird im Forum – zu Recht – groß geschrieben, denn es macht das Erlebnis lebensnahe Liebespuppe schön, hygienisch rein und hält sie länger „am Leben“. Es ist gut und wichtig, sich mit solchen Dingen in einer Liebe zu ihr auseinander zu setzen und vor allem auch die Eigenheiten des jeweiligen Materials zu beachten.

Doch wie wirkt sich eigentlich die Liebesbeziehung mit einer Liebespuppe auf die eigene Hygiene aus? Werden Liebespuppenfreunde durch eine solche Liebe eher zu einem noch sauberen eigenen Umgang animiert oder sind sie einfach nur froh, dass der Duschwahn in vielen „modernen“ Beziehungen nicht mehr auf sie übergestülpt wird?

Nun, das muss man sicher in jeden individuellen Fall sehen, aber was mich betrifft, würde ich sagen, dass meine Silikonpuppe mich auch in der Hinsicht entspannt hat und ich denke, auch deshalb habe ich heute keine Allergien, Hautprobleme und sonstige Dinge mehr. Pflege ist für mich heute genauso auf einem normalen Level wie Sexualität, Liebe und vieles mehr angelangt.

Wenn ich an meine Beziehungen denke und an das Paar über mir, dann denke ich oft an endlose Stunden unter der Dusche. Dabei hatten weder ich und meine Beziehungen noch das Paar über mir körperlich schwere Arbeiten zu verrichten. Dennoch geht jeden Tag morgens und abends die Dusche, egal ob im Hochsommer oder im Winter.

Mit Jenny und der Silikonpuppe ist all das bei mir entspannter geworden. Ich dusche heute nur noch, wenn ich wirklich schmutzig bin oder stark geschwitzt habe oder wenn ich einfach merke, dass es mal wieder Zeit ist. Ich ziehe mich nicht mehr jeden Tag um, trage auch mal das selbe Kleidungsstück ein paar Tage oder flippe nicht aus, wenn der Bart mal drei Tage nicht rasiert wurde.

Meine Liebespuppe wird nicht jeden Tag gesäubert

Die Silikonpuppe wird bei mir auch nicht jeden Tag gewaschen, umgezogen oder gereinigt. Selbst nach dem Sex dusche ich mich und die Liebespuppe keine Stunden unter der Dusche. Wir treiben keinen Hochleistungssport, es ist meist harmlos und das bisserl Schweiß ist für mich kein Grund zur Panik. Man wäscht die Stellen, die wichtig sind, mit einem Lappen ab und gut ist es.

Jenny nervt mich nicht jeden Tag mit Hemden oder engen Hosen, die ich beide sowieso nicht mag. Ich hänge sowieso – ganz nach meinem Vater kommend – lieber im Schlafanzug und allem anderen herum, was bequem ist. So mochte ich es immer schon und so darf es jetzt auch wieder sein.

Jenny lässt mich bei all dem in Ruhe. Nur bei meinem Bart beginnt sie ab einer gewissen Zeit „zu nörgeln“. Sie weist dann schon immer öfter mal hin, dass ich ihn abrasieren soll. Das liegt aber auch daran, dass die Stoppeln generell für das weiche Silikon der Mechadoll nicht so gut sind und bei mir Kuschelmonster so ein wenig wie ein Reibeisen wirken. Wenn ich den Bartansatz dann abrasiert habe und der „Drei Tage Bart“ weg ist, freut sich Jenny immer, dann wieder meine Haut „glatt wie ein Babypopo“ genießen zu können. Es ist im Grunde die einzige Stelle, wo sie mich zu einer dauerhaften Pflege antreibt, wenn ich ehrlich bin.

Natürlich habe ich mich seit der Liebe zur Liebespuppe nicht „gehen lassen“ und bin ein stinkender und ungepflegt wirkender Mann. Aber ich bin entspannt in dieser Hinsicht und mache das, was nötig ist und arte nicht in einen Duschwahn aus. Überhaupt nutze ich heute kaum noch all diese mit Chemie und Duftstoffen voll gehauenen Mittel, welche der Haut eher schädigen und ihre Abwehrkräfte platt machen. Ich nehme lieber Wasser und ein wenig unpafümierte Kernseife, es tut seinen Dienst und nur bei den Haaren kommen noch Duschgels zum Einsatz. Auch hier lebe ich irgendwie bewußter, natürlicher und vor allem lockerer.

Natürlich sind dennoch Momente der Hygiene auch schön. Es ist toll, meine Silikonpuppe einzupudern oder ihr die Echthaare wieder zu waschen und auch ich finde es auch schön, nach einer Dusche nackt neben ihr zu liegen, aber wie gesagt, alles hat seine Zeit und es gibt hier keinen Wahn, keinen Stress und auch keine Neurodermitis und Co. mehr bei uns seitdem.