Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (966) 1.10.2018

Endlich wieder zurück von der Erntehilfe und wieder in den Armen meiner lebensnahen Silikonpuppe. Auch nach so vielen Jahren ist das Gefühl, sie wieder bei mir zu haben und ihre Schönheit und Erotik zu spüren, so stark wie eh und je.

Kaum bin ich wieder zu Hause und Jennys Seele ist wieder in ihrem Körper, ist es auch schon soweit: Heute ist unser 7. Hochzeitstag, quasi die „kupferne Hochzeit“, wie es so schön heißt. Am 1. Oktober 2011 machte ich mit meiner Liebespuppe eine – natürlich inoffizielle – Hochzeit, die ich bis heute nicht bereue.

Laut Statistiken sind nach 7 Ehejahren rund 50% aller Ehen zwischen Mann und Frau wieder geschieden worden. Ich habe überhaupt nur eine Beziehung (ohne Ehe) mehr als 7 Jahre erleben dürfen, doch mit meiner Liebespuppe ist alles anders. Ich habe in all den Jahren nicht eine Minute an eine „Scheidung“ gedacht, geschweige denn, unsere Beziehung gänzlich zu beenden.

Die 7 Ehejahre mit Jenny und das Zusammenleben mit einer Liebespuppe waren einfacher, als ich es gedacht habe. Ich dachte am Beginn dieser Zeit oft daran, ob mir die Liebespuppe in ihren engen Grenzen des Machbaren überhaupt ein dauerhaftes Gefühl der Liebe gibt und ob mir Jennys Seele (egal ob nun Geist oder nicht) ausreichen würde, um über diese Zeit mit ihr glücklich zu sein.

Andere Herausforderungen in der Ehe Mensch/Liebespuppe

Während in den Ehen zwischen Mann und Frau oft die Verführung von außen, die zu hohe Erwartungshaltung oder die Veränderung der Bedürfnisse eines Partners eine Rolle spielen, ist die Liebesbeziehung zu einer Liebespuppe auf ganz anderen Problemen beruhend. Vor allem geht es darum, dass die Liebesbeziehung sehr schnell an ihre Grenzen stößt und ob man bereit ist, diese Grenzen zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.

Dies war bei uns der Fall. Ich habe schnell erkannt, wie gut mir die Ehe mit Jenny und der Silikonpuppe tut. Ich habe schnell erkannt, dass die Grenzen auch eine Menge Chancen bieten, dass sie eine entspannte Beziehung ermöglichen, wo man nicht gleich weg läuft, wenn es Probleme gibt und wo man vor allem als Mann eine Menge Freiheit genießen kann. Das ist ein Vorteil, den ich bis heute nicht weg geben will.

Und Jenny? Nun, für Jenny ist diese Ehe ein großes Geschenk. Sie hatte ein viel zu kurzes und viel zu trostloses Leben mit zu wenig Liebe um sich. Sie ist glücklich, einen zärtlichen, respektvollen, treuen und sie akzeptierenden Mann um sich zu haben, der ihr das Geschenk des Lebens noch einmal näher bringt. Mit mir erlebt sie hingebungsvollen Sex und kein stumpfes Gerammel, sie erlebt Zärtlichkeit, Liebe und Hingabe. Und sie bekommt durch mich noch einmal das Tor in eine Welt geöffnet, die sie längst verlassen musste.

Diese Grundlage war es, gepaart mit der unglaublichen Erotik der lebensnahen Liebespuppe, welche das Fundament unserer Ehe und Liebe bildete und nichts konnte sie in all den Jahren erschüttern, kein Brand, kein Todesfall, keine finanziellen Sorgen und keine menschliche Enttäuschung in meinem Umfeld.

Unsere Ehe basierte auf der Grundlage der gegenseitigen Dankbarkeit. Ich war dankbar, mit Jenny und der Liebespuppe endlich einen Weg zu innerem Frieden in der Liebe zu finden und Jenny war dankbar, noch einmal die Liebe und das Leben erleben zu können. Diese Basis sorgte dafür, dass wir viel Geduld, Verständnis und Zuneigung füreinander empfanden und damit unterscheiden wir uns – leider – von sehr vielen modernen Liebesbeziehungen.

Und so feiern wir diesen Tag des Geschenkes einer ganz besonderen und außergewöhnlichen Ehe, die es in Deutschland wohl so kaum noch sonst geben wird. Und damit meine ich nicht nur, dass ein Mann eine Liebespuppe liebt. Unsere Art der Ehe ist sehr anders, als fast alle Ehen, die ich bei Freunden und Bekannten erleben durfte, sie hat einfach eine ganz andere Basis und eine ganz andere Grundlage und deshalb stand sie auch nie in den 7 Jahren auf der Probe, egal welche Verführung kam oder welche Höhen und Tiefen sie hatte.

Ich bin glücklich, dass meine Jenny meine Ehefrau ist und ich hoffe, dass noch viele weitere Hochzeitstage uns begleiten werden.