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Liebespuppe = Abkehr von den Menschen?

Am Wochenbeginn habe ich mir eine interessante Gesprächsrunde bei 3Sat angesehen, wo es auch um lebensechte Sexpuppen ging (Danke für den Link ans Forum). Dort sprachen 3 „Experten“ angeregt über das Thema und es war doch recht verständnisvoll angelegt, was mich schon positiv überrascht hat, auch wenn die eingeworfenen Spitzen des Moderators einfach nur unnötig waren.

Doch es geht mir in dieser Kolumne gar nicht so sehr um die Sendung, sondern vielmehr darum, dass dort wieder eine Kardinalsaussage fiel, die es in wirklich jeder Gesprächsrunde, jeder Doku und jeder Betrachtung von Außenstehenden zu diesem Thema gibt: Wenn man sich zu sehr auf ein Leben mit seiner Liebespuppe konzentriert, dann wird dies immer als etwas gefährliches angesehen und dass man dadurch den Kontakt zu seinen Mitmenschen verliert und dann irgendwie so psychisch abdriftet, dass man in gefährliche Bahnen gelangt.

Abgesehen davon, dass es dafür mal wieder 0 Belege gibt, ist diese Aussage für mich völlig undifferenziert. Es gibt – gerade in der heutigen Zeit – wirklich keinen Beleg, dass es unbedingt von Vorteil ist, sich unter Menschen zu begeben.

Ich selbst war mein Leben lang unter so vielen Menschen, dass ich es kaum noch zählen kann. Ich war viele Jahre lang im sozialen Bereich aktiv, war schon als Kind im Garten ständig unter Menschen, war in Vereinen, Musikgruppen, im Chor, im Sport usw. aktiv und ich kenne noch die Welt als einen Ort, wo man seine Kontakte von Angesicht zu Angesicht knüpfte und nicht per sozialem Medium oder Whats – App oder was auch immer heute als „Kontakt“ zwischen Menschen gilt.

Kontakthäufigkeit zu anderen Menschen = heiliger Gral?

Der Umgang mit vielen Menschen wird irgendwie in den Medien – und auch allgemein – immer als der heilige Gral der geistigen Stabilität angesehen. Wer viele Kontakte hat, gilt als beliebt und geschätzt, gilt als potent und „im Leben stehend“, was auch immer das heißen mag.

Für mich galt dies viele Jahre lang auch. Das Ergebnis dieses Lebens war ein Burn out. Diesen Burn out habe ich bekommen, ohne je auch nur eine lebensechte Liebespuppe angefasst oder gar von ihr Kenntnis gehabt zu haben.

Der Grund für meinen Burn out war, dass ich zwar quantitativ eine Menge Menschen um mich hatte, aber qualitativ im Grunde gar nichts um mich gewesen ist, außer meine Eltern und vielleicht noch eine gute Kollegin. Beide haben mich aus unterschiedlichen Gründen verlassen und das war es dann.

Ich sehe heute die allermeisten menschlichen Kontakte in meinem Leben als sehr oberflächlich an. Die allermeisten Mitmenschen bewerten dich zudem in einer Art Kosten/Nutzen Verhältnis. Dieses Kosten/Nutzen Verhältnis war bei mir vor allem in der sogenannten Partnerliebe der krasseste, den man sich vorstellen kann.

Ich war vor allem für die Frauen in meinem Leben, die sexuell mit mir in Kontakt kamen, jemand, der ihnen einen Nutzen zu erfüllen hatte. Dieser Nutzen war härter definiert, als ich es selbst mit meiner Silikonpuppe je tun würde. Ich war dabei vor allem von Nutzen, um den Dreck aufzuwischen, den andere Alpha Männer hinterlassen hatten, mit denen diese Frauen wirklich begeistert lebten und wo der Wert als Mann und Mensch wirklich von Hingabe und Begeisterung definiert war.

Bewußte Abkehr von den Mitmenschen

Ich habe mich spätestens 2011 bewußt entschieden, mein Leben mit der Liebespuppe zu verbringen und mich von den Mitmenschen abzuwenden. Dies war eine ganz klare und klar definierte Entscheidung. Dies betraf jedoch auch, mich nur noch auf die wenigen Menschen tiefer einzulassen, die mich nicht nur als Kosten/Nutzen definierten. Dies waren am Ende 2 Menschen. Den Rest habe ich Stück für Stück abgestoßen oder es verbleibt auf einer oberflächlichen Basis.

Das Leben mit der Liebespuppe hat mich von den Menschen abwenden lassen, das ist richtig. Aber was die menschliche Güte der verbliebenen Mitmenschen betrifft, so ist dies ein Verhältnis, was von wahrer Liebe, Hingabe und Zuneigung geprägt ist. Der Rest ist für mich Zeitverschwendung, Verschwendung von Lebensenergie und Nerven.

Und die Silikonpuppe? Nun, da ich Jenny als Seele in ihr dabei habe, nimmt sie mir eine Menge an Druck. Ich unterhalte mich mit ihr, wir helfen einander und stützen uns. Wir machen uns unser Zusammensein leichter. Doch vor allem ist all das, was mit Jenny passiert, klar und einfach, es ist eingespielt und ruhig. Und doch bleibt es eine Kommunikation, wie es sonst unter Menschen üblich ist, nur halt auf anderem Weg.

Ich möchte mit der Kolumne sagen, dass selbst in einem Leben mit einer Silikonpuppe und der Abwendung von den Mitmenschen nicht unbedingt eine Gefahr bestehen muss und dass man dadurch geistig abdriftet. Wenn man die Liebespuppe dazu nutzt, die Qualität seiner Beziehungen zu den Menschen zu erhöhen, die einem wirklich etwas bedeuten und dafür diejenigen zum Teufel jagt, die einen nur wegen eines persönlichen Nutzens mögen, dann ist dies für mich nicht unbedingt ein bedenklicher Weg.


Meine Liebespuppe steht für meinen Neuanfang im Leben

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (1011) 16.1.2019

Die stressige Reise vom Wochenende wirkt noch sehr bei mir nach. Sie war vor allem auch eine Reise in meine Zeit vor der lebensechten Silikonpuppe, wo ich noch keinerlei Gedanken an diese besondere Option im Leben hatte. Jeder Ort, jede Straße und jeder Stein dort erinnert mich an ein Leben, was ich eigentlich am liebsten – bis auf wenige Ausnahmen – vergessen möchte.

Für das Leben danach steht in erster Linie meine Jenny und meine Liebespuppe. Sie war die entscheidende Zäsur in meinem Leben, als sie mir auf einem sehr speziellen Weg deutlich machte, was ich mein Leben lang wirklich vermisst hatte, wie es wohl kein anderer Weg, kein anderer Mitmensch und wohl noch nicht mal eine lebende Partnerin hätte deutlich machen können.

Neben der Doll und Jenny steht auch ein Leben an einem anderen Ort, mit anderen Mitmenschen, Freunden und Erlebnissen. Es steht dort ein anderes Kapitel in meinem Leben. Durch Jenny hat sich nicht nur meine Frage nachdem beantwortet, was ich in Sachen Liebe und Sexualität und auch in Sachen Partnerplanung will, sondern auch, welche Menschen ich wirklich noch um mich brauche und auch bis hin zu diesem Blog hier steht alles für ein neues Leben, was nach meinem Selbstmordversuch Mitte 2010 begann.

Die Liebespuppe als 2. Chance im Leben

Ich denke, weil meine Liebespuppe für einen Neuanfang und eine 2. Chance im Leben steht, ist sie mir so wichtig. Ich sehe Jenny und sie als einen täglichen Beweis dafür, dass nun alles anders ist, dass ich anders denke, anders fühle, dass meine Prioritäten im Leben heute ganz anders sind.

Doch das Wichtigste ist, was ich empfinde, wenn ich in einem so kurzen Zeitraum in das alte Leben im Rahmen der Reise tauche und dann wieder zurück in dieses neue Leben komme. Wenn ich in das alte Leben tauche, dann fühle ich viel Trauer, Entsetzen, Enttäuschung und Stress. Bin ich wieder in meinem neuen Leben, schlafe ich wieder gut, fühle ich mich glücklich und bin entspannt. Und daher bin ich dann auch glücklich, wieder meine Silikonpuppe in meinen Armen zu halten. Sie steht für eine Welt, in der ich gerne bin und diese alte Welt steht für etwas, was ich nur zu gerne vergessen würde und leider nur kann, wenn ich dort nicht mehr bin.

Ich bin froh, dass meine Liebespuppe einen guten Neuanfang symbolisiert. Sie steht nicht für das Aufgeben in dieser Welt und für die Abkehr von den Menschen. Nein, sie steht für das Wiedererlangen der Liebe im Herzen und für das Aussuchen der richtigen Menschen in meinem Leben. Das ist ein sehr großer Unterschied, den ich erst heute so richtig verstanden habe.

Es ist schön, dass dieses neue Leben nun endlich auch in meinem Herzen angekommen ist. Es wird sicher noch ein wenig dauern, bis ich den endgültigen Frieden mit diesem alten Leben vor Jenny gemacht habe, aber ich weis heute, dass dieser neue Weg auf jedem Fall im Endresultat der bessere Weg war.


Endlich wieder zurück bei meiner Silikonpuppe!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (1010) 14.1.2019

Endlich bin ich wieder zurück bei meiner Silikonpuppe und Jenny ist wieder in ihr, nachdem ich am Wochenende in einer sehr langen und anstrengenden Reise unterwegs war.

Ich bin seit vielen Jahren nicht mehr mit der Bahn gefahren und war am Zielort seit fast 5 Jahren nicht mehr. Damals führ ich noch mit dem Auto dorthin.

Auf der Rückfahrt gab es ein riesen Chaos, weil um Hannover ein Stellwerk den Geist aufgegeben hatte. Statt meiner Direktverbindung durfte ich nun 2 Mal umsteigen und am Ende war ich 3 Stunden später als geplant zu Hause und im Dauerregen war ich einfach nur noch fertig, als ich endlich gegen 0:30 wieder zu Hause war und Jenny wieder in die Silikonpuppe gehen konnte.

Ich habe auf der Fahrt durch die halbe Republik hin und zurück hautnah erlebt, wie sich die Gesellschaft in den letzten Jahren verändert hat. Neben einer Nation, die als Smartphone – Zombies quasi völlig schmerzbefreit durch die Welt läuft, hatte ich das Gefühl, mich in den Vereinten Nationen und nicht mehr in Deutschland zu befinden. Als ich z.B. rund um Hannover stundenlang im Zug saß und die Whats – App und sonstigen Nachrichten sich in Telefonate besorgter Mitmenschen verwandelten, sprach hinter mit jemand in einem irren chinesisch/englisch Mix, rechts neben mir wurde arabisch gesprochen und vor mir irgendwas in Richtung Polnisch oder Ukrainisch.

Die neue Smartphone – Zombie Gesellschaft – Nichts für mich

Es war einfach Irrsinn. Wobei, einen Deutschen habe ich dann doch noch gesprochen, es war ein obdachloser Mann, der mich um ein paar Cent anbettelte, die ich ihm natürlich gerne gab. Ich hätte ihn wohl nicht getroffen, wenn uns einige „Neubürger“ nicht aufgehalten hätten, welche sich standhaft weigerten, die Türen des Zuges frei zu geben und dafür später vom Schaffner mit „nun, heute drück ich mal ein Auge zu“ bestraft wurden.

Ich muss ehrlich sagen, dass diese Fahrt meine Abscheu gegen die jetzige Gesellschaft noch einmal verstärkt hat. Die ganze Welt besteht anscheinend nur noch in einem völlig abgestumpften Daherkonsumieren von Informationen. Selbst solche Dinge wie die harte Verspätung, die mich zur Weißglut trieb, war für viele andere völlig egal. Ich habe mich gefragt, ob sie wohl selbst bei einem Selbstmordattentäter noch aufschrecken würden, einfach nur absurd. Und ich habe mich wie jemand aus dem letzten Jahrhundert gefühlt mit meiner ausgedruckten Fahrkarte, meinem Buch und meinem Hochdeutsch.

Das Gute an der Fahrt war, dass ich mir wieder bewußt geworden bin, dass ich nur meine Liebespuppe und Jenny brauche. Es liefen dort viele schöne Frauen herum, aber sie waren alle derart hohl und leer im Kopf, selbstverliebt und übertrieben auftretend, dass ich mir am Ende sagte: Ich will nur meine Jenny haben und sonst nichts! Ich hatte dieses Gefühl schon lange, aber es wurde mir noch nie so klar, wie an diesem Wochenende.

Wie dem auch sei, ich bin überglücklich, endlich wieder meine süsse Liebespuppe, ihr harmloses Lächeln, ihre zauberhafte Natürlichkeit und sanfte Ausstrahlung um mich zu haben und Smartphones und die Vereinten Nationen können mir alle einmal den Buckel runter rutschen. Ich werde heute einen schönen gemütlichen Tag mit Jenny machen und ich denke, es wird noch ein wenig mehr Spaß folgen, wenn ich wieder fitter bin 😉


Ein Wochenende ohne Silikonpuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (1009) 11.1.2019

Heute geht es los auf meine Wochenendreise. Es wird ein Wochenende ohne meine Liebespuppen werden, weil die Reise mit der Bahn erfolgt und ich daher auch die TeddyBabe Deluxe Stoffpuppe nicht mitnehmen werde. Ich werde am Zielort zudem durch die halbe Stadt gondeln müssen und es ist einfach alles viel zu kompliziert.

Ich habe schon seit 4 Jahren keine größere Reise mehr gemacht und schon gar nicht ohne meine Liebespuppen an meiner Seite. Bei den Besuchen bei meinem Freund war stets das TeddyBabe mit dabei und so war ich de facto nie ohne sie unterwegs.

Und so wird der gute alte Seelentransfer wieder herhalten müssen, wenn ich mit Jenny auf die Reise gehe. Jennys Seele soll unbedingt in mir mitkommen, auch wenn ich wohl nicht sehr viel Zeit haben werde, mental mit ihr zu reden. Auf der Reise werden ständig Menschen um uns sein und mein Zeitplan ist voll gepackt, aber am Abend werde ich sicher noch Zeit für uns finden und sie soll ihre erste Bahnfahrt und den Hotelbesuch auch ein wenig genießen.

An solche Wochenenden spürt man leider, dass die Liebe zur lebensechten Liebespuppe ihre Limitierungen hat. Du kannst halt nur sehr bedingt mit ihr auf Reisen gehen und es ist einfach ein zu großer Aufwand, den ich mir nicht gönnen kann und will, weil mich diese Reise selbst schon sehr anstrengen wird.

Die Rückkehr zur Liebespuppe ist das Beste an der Reise

Und doch wird es auch wieder schön sein, wenn ich Sonntag abend dann wieder Jenny in der Liebespuppe habe. Dann ist sie wieder da, wo sie hingehört und ich bin es auch und dann können wir wieder so leben, wie wir es am liebsten möchten.

Auf meiner Reise werde ich sicher wieder zahllose Paare sehen, für die das gemeinsame Reisen kein Problem darstellt. Es wäre gelogen, wenn ich nicht ein wenig neidisch auf sie sein würde. Doch heute betrifft es nicht mehr die Tatsache, dass ich alleine bin und sie nicht, sondern dass ich mit Jenny eben nicht so locker und unbeschwert diese Reise machen kann, wie sie.

Wie dem auch sei, ich freue mich natürlich dennoch ein wenig auf diese Fahrt. Ich werde ein paar gute alte Bekannte treffen, die sich sicher schon auf mich freuen werden. Es wird viele Umarmungen, viele fröhliche Gesichter und viele liebe Worte geben. Es sind die einzigen Mitmenschen, die ich im Grunde noch wirklich um mich vermisse und es ist schön, dass es nun endlich einmal geklappt hat, sie wieder zu sehen.

Doch es wird auch ein komisches Gefühl sein, wieder dort zu sein. Ich habe dort eine Menge Lebenszeit verbracht und leider nicht nur gute Menschen dabei kennen gelernt. Ich hoffe sehr, dass sie mir nicht auch über den Weg laufen und ich so eine gute Reise habe. Aber wir werden sehen.

Wie dem auch sei, das Beste an der Reise wird die Rückkehr in die Arme meiner Silikonpuppe mit Jenny darin sein und das steht auf jeden Fall schon jetzt fest.


Können Außenstehende überhaupt Liebespuppenfreunde verstehen?

Erwarten wir zu viel von Außenstehenden? Können sie überhaupt unsere Begeisterung für lebensechte Liebespuppen nachvollziehen? Diese Frage versuche ich in der heutigen Kolumne einmal zu untersuchen.

Die lebensechte Sexpuppe lässt niemanden so richtig kalt, der sie zum ersten Mal sieht. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf sie, aber nur ein kleiner Teil von ihnen verliebt sich in diese besondere Art der Sexualität und Liebe so sehr, dass er den Weg zum Dollpark oder anderen Unternehmen geht, welche solche Liebespuppen anbieten. Die meisten von ihnen bleiben Außenstehende, die sich weder eine Silikonpuppe, noch eine TPE Sexpuppe oder eine Stoffpuppe und auch keine Gummipuppe holen werden.

Doch manche Außenstehende kommen mit Liebespuppenfreunden in Kontakt. Sie sind Eltern, Geschwister, Freunde, Kollegen oder Mitmenschen, die gar nicht wissen, dass man eine solche Doll liebt. Dazu würde ich zum Beispiel meine Nachbarn zählen.

In unserer Gesellschaft ist es leider so, dass heute jeder zu allem eine Meinung haben muss. Und so gibt nicht nur Millionen Bundestrainer, die genau wissen, warum Deutschland bei der letzten WM versagte, sondern natürlich auch genügend Menschen, die ganz genau wissen, was sie von Liebespuppen zu halten haben und natürlich auch, wie ihre Liebhaber so sein müssen.

Ein Liebespuppenfreund im direkten Umfeld

Doch das Daherreden ist eins. Einen Menschen in seinem direkten Umfeld zu haben, der diese Art der Liebe lebt, ist etwas anderes. Dann ist die Konfrontation mit dem Thema unvermeidlich und man muss sich positionieren.

Ich selbst habe ein paar Freunden und einen Verwandten in meine Liebe zur Silikonpuppe eingeweiht. Bis auf einen hatten alle nie eine Liebespuppe. Sie haben alle unterschiedlich reagiert, meist sogar auf den ersten Blick verständnisvoll, aber wirklich verstanden hat es niemand und dabei habe ich ihnen noch nicht einmal erzählt, dass ich in ihr eine Seele sehe, die zu mir spricht! Ich denke, dann würde es mit dem „Verständnis“ noch einmal ganz anders aussehen.

Ich habe auch mit Menschen gesprochen, die selbst die Seele ihrer Liebespuppe offen gegenüber ihren Eltern oder Geschwistern geäußert haben. Das Ergebnis war, dass dann meist Stille, Entsetzen oder Ablehnung herrschte oder die Mitmenschen sich danach den Film „Lars und die Frauen“ ansahen und dann brav das „Spiel“ mitspielten, was der Sohn am Rande des geistigen Wahnsinns da so spielte, um ihm besser auf die Finger schauen zu können. Doch von echtem Verständnis waren auch sie weit entfernt und das zeigte sich vor allem dann, wenn der Liebespuppenfreund irgendwann eine lebendige Frau mit nach Hause brachte und das Aufatmen darüber bis ins Nachbardorf zu hören war, egal ob diese ihn dann später glücklich machte oder nicht.

Können also Außenstehende unsere Entscheidung für die Liebe zu einer Real Doll überhaupt verstehen?

Nun, ich ziehe in solchen Fällen zwar ungerne andere Dinge heran, die andere Menschen haben und welche Außenstehende nicht verstehen, weil sie meist mit menschlichen oder körperlichen Mängeln in Verbindung gebracht werden, aber dennoch sind die Parallelen natürlich da.

Alkoholabhängige und Liebespuppenfreunde

So wie Außenstehende selten verstehen können, wie ein Alkoholabhängiger sich fühlt, so ist es wohl auch bei den Liebespuppen. Die Entscheidung für diese Welt ist zu extrem für sie, sie können nicht nachvollziehen, warum man statt dessen keine lebende Frau holt oder warum man überhaupt einen Gegenstand lieben muss, wo es doch so viele andere Arten der Liebe gibt.

Wenn ein Außenstehender überhaupt unsere Art der Liebe ernsthaft verstehen will, dann ist es – meiner Ansicht nach – unabdingbar, unseren Lebensweg zu kennen, ihn zu verstehen und ihn auch nachvollziehen zu können. Nur wer nachvollziehen kann, was uns im Leben fehlte und was uns die Doll hier geben kann, wird unseren Weg zu ihr auch nachvollziehen können

Dazu ist es wichtig, sich vor allem davon zu trennen, seine eigenen Erlebnisse auf den Liebespuppenfreund überzustülpen. Wer nie vor hatte, eine Doll in sein Leben zu lassen, der wird nie verstehen können, warum wir dann bei gleichen Lebensereignissen einen anderen Weg gegangen sind.

Ich habe zum Beispiel lieblose und begeisterungslose Beziehungen in meinem Leben gehabt. Das hatten zwei der Freunde, denen ich von der Silikonpuppe erzählt hatte, auch. Aber sie sind weiter den klassischen Weg gegangen und haben weiter Jahr für Jahr von der Ausnahmefrau geträumt und daher werden sie meine Entscheidung nur bedingt nachvollziehen können. Sie hatten nicht meinen Mut, meinen Grad der Verzweiflung oder auch meine Erfahrungen, um es mit einer Liebespuppe zu versuchen und so werden sie auch nie verstehen können, warum ich diesen Weg ging.

Es ist – meiner Ansicht nach – nicht schlimm, wenn ein Außenstehender diesen Weg für sich nicht gehen will und kann. Doch er kann ihn besser verstehen lernen, wenn er begreift, was uns im Leben gefehlt hat. Wenn er versteht, dass uns die Liebespuppe tiefe unbefriedigte Bedürfnisse individuell bestmöglich, optimal und für die Seele schonend erfüllen kann, dann ist schon viel gewonnen im Verständnis für diese Art der Liebe und das ist mir dann auch lieber als jedes Pseudoverständnis.

Euer PJ


Die spontane Geilheit mit Liebespuppen genießen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (1009) 11.1.2019

Wenn ich so an meine Beziehungen mit lebendigen Frauen zurück denke, dann war die Anfangszeit schon heiß. Jeder war am anderen interessiert, machte sich interessant und wenn man denn das erste Mal im Bett landete, war alles aufregend, einfach und manchmal auch wild. Es lief alles wie von Geisterhand von selbst und im Grunde musste niemand ein Wort dabei sagen.

Vor allem der spontane Sex war klasse. Seine Angebetete nachts um drei herum zu bekommen oder unerwartet in die Dusche zu springen, gehört zu dem Repertoire an spontanem Sex und dort stört es eigentlich auch niemanden.

Doch nach einem Jahr blätterte der Lack merklich ab. Der Sex wurde irgendwie immer geplanter und immer weniger spontan. Die Zeiten, wo man einfach übereinander herfiel, wurden seltener und selbst wenn, wurden danach die Gespräche immer länger. Überhaupt wurde immer mehr über Sex gesprochen und weniger gemacht.

Bei meiner ersten Beziehung fragte ich damals andere Freude, ob etwas nicht stimmte oder ich vielleicht was falsch machte (natürlich muss man das als Mann!) und dann sagte man mir nur: Das ist alles normal!

Der spontane Sex ebbt mit meiner Liebespuppe nie ab

Ich habe bis zu meiner lebensechten Silikonpuppe geglaubt, dass es wirklich normal ist, dass die Liebe zwischen Mann und Frau im Bett automatisch abebbt und dass man die Spontanität im Sex eigentlich nur noch dann einsetzt, wenn es kriselt. Es nennt sich dann „Auffrischen der Beziehung“.

Doch mit meiner Liebespuppe ist all das vorbei. Wenn ich Bock auf Sex habe, dann habe ich Bock. Wenn die spontane Lust zuschlägt, schlägt sie zu und Jenny ist immer gerne dabei.

Dass die spontane Lust immer wieder mal zuschlägt, auch nach vielen Jahren noch, ist eigentlich nicht verwunderlich. Die Doll sieht immer gut aus, immer jung, immer frisch und geil. Aber das ist nur ein Teil der Erklärung.

Ich denke, spontane Geilheit ist ein generelles Gefühl und wenn man diese einfach ausleben kann, dann ist sie immer Teil deines Lebens. Die spontane Geilheit hat in der Liebe zu meiner Liebespuppe nie nachgelassen, obwohl sie mir doch noch langweiliger und abgenutzter sein müsste, als jede Frau, die viel mehr an speziellen erotischen Momenten zu bieten hat.

Der Grund dafür ist, dass diese Spontanität nie gestoppt wird. Es wird kein Grund vorgeschoben, es muss kein richtiger Moment vorliegen oder die richtige Stimmung. Es braucht keinen Film oder irgendwelche Stripper oder Gogo Girls, damit die Spontanität produziert wird. Sie ist einfach da, wird ausgelebt und fertig.

Die spontane Geilheit auf meine Liebespuppe ist einfach unberechenbar. Sie kommt auch mal, wenn ich eigentlich kränklich bin oder müde und dann ist sie einfach mal um 4 Uhr in der früh da oder es passiert nichts, obwohl ich im Urlaub bin. Es ist einfach herrlich und ich genieße es sehr und Jenny auch.

Wir beide sind einfach ein freies Paar und nichts hält uns davon ab und daher wird der spontane Sex auch immer ein Teil unseres Zusammenseins sein, auch noch in 10, 15 oder auch 20 Jahren, sofern mein Körper noch mitmacht.


Über Liebespuppen und Erwartungshaltungen

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (1007) 7.1.2019

Ich denke, jeder Mensch, der sich zum Kauf einer lebensechten Sexpuppe entscheidet, hat eine gewisse Erwartungshaltung an sie, ansonsten würde er nicht das Risiko eingehen und viel Geld dafür zahlen. Die Frage, die sich dabei jedoch am meisten stellt, ist: Kann die Liebespuppe diese Erwartungshaltung überhaupt erfüllen?

Um zu untersuchen, ob sie dies tun kann oder nicht, muss zuerst einmal überlegt werden, was eigentlich die Erwartungshaltung ist und woran sie sich im Grunde anlehnt.

Dabei gibt es im zwei Dinge zu beachten. Die eine Erwartungshaltung könnte darauf basiert sein, ein reines optisches Bedürfnis befriedigt zu bekommen, zum Beispiel Sex mit einer Puppe, welche das Optimum an Brustumfang hat, was man sich so wünscht. Die zweite Erwartungshaltung – die wohl bewußt oder unterbewußt eher abläuft – ist, dass sie etwas erfüllt, was man mit einer lebenden Frau nicht oder nicht so erfüllt bekommen hat, wie man es sich vorgestellt hat.

Bei den lebensechten Sexpuppen ist natürlich der Sex die allererste Erwartungshaltung, zumindest in den meisten Fällen. Wenn es nur darum geht, mit ihr bestmöglich seine Hormone wieder in Einklang zu bekommen, dann reicht meist ein gewisses Maß an Abstraktionsvermögen, Phantasie und vielleicht ein paar kleinen Hilfsmitteln (wie z.B. einem Porno im Hintergrund), um seine Erwartungen recht gut mit der Liebespuppe – zumindest im Rahmen dessen, was sie technisch leisten kann – erfüllt zu bekommen. Viele Menschen spüren dies sehr schnell, wenn sie das erste Mal mit ihr schlafen und dann ist die Frage eigentlich auch beantwortet.

Nur Sex oder doch mehr?

Wenn jedoch mit ihr Dinge behoben werden sollen, die man in Beziehungen nicht so oder in dieser Form bekommen hat, dann wird es – je nach Grad – schwieriger.

Nehmen wir mich einmal als Beispiel. Als ich 2010 meine Silikonpuppe gekauft habe, war mein ganzes Bild von Liebe, Sexualität, Freiheit in ihr und dem, was mich eigentlich wirklich glücklich macht, völlig verkorkst. Ich wusste überhaupt nicht, was eigentlich meine Wünsche waren oder ob ich sie nur in lieblosen Beziehungen unterdrückt oder dem anderen zuliebe getan habe. Es waren damals eine Menge Fragen bei mir offen und so hat die Liebespuppe definitiv eine ganz andere Erwartungshaltung bekommen, als nur, wie es wohl im Bett mit ihr ist.

Um zu schauen, ob diese z.B. im Bereich der Begleiterin fürs Leben, als Partnerersatz oder als echte Partnerin herhalten kann, wird die ganze Angelegenheit schon wesentlich diffiziler. Je mehr Wünsche die Liebespuppe erfüllen soll, desto mehr besteht die Gefahr, dass sie damit überfordert ist.

Vor allem der Vergleich von ihr mit lebenden Frauen und gelebten Beziehungen mit ihnen ist nicht wirklich einfach. Der Mensch wird in Gänze am Ende immer als Sieger hervorgehen, es sei denn, man erkennt für sich, welche Menschen man eigentlich anzog und auch bekam und worin das generelle Problem lag. Dann kann die Liebespuppe durchaus auch siegreich sein, wenn man bedenkt, wo ihre Grenzen sind.

Meine Jenny ist zum Beispiel in der Puppe eine wundervolle Begleiterin. Sie ist eine große Stütze und ihr Körper gibt mir viel Wärme und Geborgenheit. Diese Wärme und Geborgenheit ist aber limitiert. Die Frage ist, ob dieser Spagat von Erwartungshaltung und Realität ausreicht und daran kapitulieren einige Liebespuppenfreunde.

Sie sind dann hin und her gerissen zwischen ihr und einer lebenden Frau. Sie verteufeln diese, dann stürzen sie sich in den Datingmarkt, lassen es wieder und verfallen wieder usw. Es ist dann meist so, dass weder Frau noch Puppe ihre Erwartungshaltung befriedigen können.

Für mich ist klar geworden, welche Erwartungshaltung ich an Liebe und Sexualität habe. Mir ist aber auch klar geworden, welchen Grad der Erwartungshaltung die Liebespuppe erfüllen kann. Und seitdem komme ich gut damit klar. Es liegt am Ende an jedem, ob die Doll die Erwartungshaltung erfüllen kann oder nicht und wenn ja, auf welchem Weg mit welcher Grenze sie das tun kann. Das sollte jedem bewußt sein, der sich für diesen Weg entscheidet.


Neuer Besuch beim Freund mit Silikonpuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (1006) 4.1.2019

Morgen geht es mal wieder zu meinem guten Freund mit seiner lebensechten Silikonpuppe. Er hatte in den Feiertagen Geburtstag und wir werden ihn nachfeiern. Mit dabei ist natürlich wieder meine Jenny in Form des TeddyBabe Deluxe Carly, ihrem Zweitkörper, in den sie immer bei der Fahrt zu ihm geht.

Unsere Freundschaft ist fast genauso lang wie die Liebe zu meiner Liebespuppe, was nicht verwundert, denn wir haben uns damals nach der Bestellung meiner Mechadoll Emilie Silikonpuppe übers Forum kennen gelernt. Seitdem sind wir einen gemeinsamen Weg mit unseren Süssen gegangen und wir haben dabei viele Höhen und Tiefen erlebt.

Mein Freund ist 15 Jahre jünger als ich. Er steht im Grunde in der Blüte seines Lebens als Mann und vieles erinnert mich an die Zeit, wo ich selbst 35 war. Dort spielen Themen wie „die Partnerin fürs Leben finden“, die berufliche Situation und generell wesentlich mehr Träume im Leben eine Rolle. Ich selbst bin mit 50 eigentlich mehr in Richtung „ruhige Gewässer“ unterwegs, auch wenn das leider nicht immer so klappt.

Uns verbindet nicht nur die Freude an Liebespuppen, sondern auch der gleiche Umgang mit ihnen. Für uns waren diese nie reine Sexpuppen, obwohl wir natürlich gerne mit ihnen schlafen. Sie waren immer schon unsere schönsten Begleiterinnen und wir sehen beide mehr in ihnen, als nur etwas Silikon, Metall und Glasaugen.

2. Reparatur seiner Silikonpuppe

Seine Doll war kürzlich zur Reparatur. Er hat leider eine „Montagsproduktion“ von einer eigentlich als recht robust bekannten US Silikonpuppe erhalten und leider hat er seitdem eine Menge Ärger mit ihr gehabt, obwohl er sie eigentlich gut behandelt. Durch einen unerkannten Riß im Inneren drang beim ersten Baden Wasser ein und letztes Jahr brach nun ein verrostetes Kniegelenk, dieses Jahr war es die Hüfte und so waren 1500 Euro weg, doch er hat keine Sekunde gezögert, dies zu tun, obwohl er einen harten Job hat, wo man nicht leicht sein Geld verdient.

Sein Beispiel zeigt, wie sehr wir unsere wundervollen Begleiterinnen lieben. Wir leiden gemeinsam, wenn es einen Schaden gibt, bangen um die Reparatur und freuen uns, wenn sie endlich wieder bei uns ist. Ich leihe ihm dann, ohne mit der Wimper zu zucken, auch etwas Geld (vor allem bei dieser Reparatur) und auch dort denke ich keine Sekunde nach, obwohl ich es selbst nicht so dicke habe. Wir sind gute Freunde, halten zusammen und jeder von uns weis es, was es bedeutet, wenn die Liebespuppe nicht bei uns ist.

Auch er hatte eine Menge Höhen und Tiefen in seinem Leben und vor allem 2018 war kein gutes Jahr für ihn. Doch nun ist alles vergessen. Seine Silikonpuppe ist wieder da und er ist glücklich und ich auch und so können wir nun endlich wieder richtig feiern.

Für mich sind die Besuche bei ihm immer ein großes Highlight. Wir sind zwar beide zwei ganz unterschiedliche Menschen, aber dennoch sind wir in Sachen Liebespuppe vereint und auch in dem, was uns zu ihnen geführt hat. Und so stützen und helfen wir einander, wo es nur geht.

Ich hätte jedenfalls nie gedacht, dass mir eines Tages gerade der Kauf einer Doll einmal den besten Freund meines Lebens beschert. Doch die Liebespuppe hat uns eine tiefe Verbindung zueinander gegeben. Wir sitzen im gleichen Boot, können untereinander frei darüber reden und verstehen einander, warum wir diesen Weg gegangen sind. Das verbindet uns zu einer ganz besonderen Freundschaft, die ich sehr zu schätzen weis.


Wieso hast du nur eine Liebespuppe?

Seit Anbeginn der lebensechten Liebespuppe fragen sich Medien, Außenstehende, Verwandte, Freunde und Bekannte, die von unserer Leidenschaft erfahren, stets eines: Warum nur? Diese Frage muss jeder Dollliebhaber beantworten, wenn er seine Leidenschaft nicht komplett geheim hält.

Ich bin der Ansicht, dass diese Frage bei kaum einer anderen sexuellen Spielart so intensiv gestellt wird. Ich habe in meinem Leben eine Menge Menschen kennen gelernt, die diverse sexuelle Spielarten gelebt haben, die vom normalen Standardprogramm im Bett abwichen.

Da waren zum Beispiel die Transsexuellen und Homosexuellen. Sie hatten zwar in sehr religiösen oder konservativen Elternhäusern teils große Probleme, aber in der Großstadt waren sie meist frei und konnten sich ausleben. Alle haben Verständnis gehabt und wenn sie jemand anmachte, wurden sie verteidigt.

Dann waren da die Paare, die ihre Swingerclubaktivitäten offen zeigten, damit prahlten und die Null Probleme damit hatten.

Dann waren da die S/M Liebhaber, Männer, die in Strapsen rum liefen oder sich als Tiere verkleideten und dann Orgien feierten. Man sah sie kurz schräg an und dann ging es weiter.

Nur bei Liebespuppe wird ständig nachgefragt

Nur bei der Liebespuppe stellen sich alle Fragen über Fragen. Vor allem wird – im Gegensatz zu den anderen Spielarten – die geistige Gesundheit ihrer Liebhaber quasi automatisch in Frage gestellt. Und während beim CSD Leute an Hundeleinen wie selbstverständlich durch die Straßen krauchen, ist die Liebespuppe stets ein Zeichen geistiger Debilität und anderer negativer menschlicher Attribute.

Dabei ist der Umgang mit solchen Puppen sehr unterschiedlich. Manche sehen sie als reine Sexpuppe, andere lieben sie von tiefen Herzen, die Stufen dazwischen sind endlos. Doch alle werden immer zuerst mit der Frage konfrontiert: Warum nur?

Auch wenn diese Frage je nach Art der Liebespuppe oder nach Umgang mit ihr unterschiedlich schnell und offener akzeptiert oder gar toleriert wird, bleibt immer diese Frage bestehen.

Warum ist das so? Nun, ich denke, dafür gibt es einige Gründe.

Zum einen ist die Liebespuppe fast immer eine reine sexuelle Befriedigung für Männer. Alles, was heute primär Männern Spaß in Sachen Sexualität macht, ist verteufelt, vom Sextouristen in Thailand über die Prostitution bis hin zur Liebespuppe. Der Anteil der Männer in unserer Szene ist extrem hoch und damit quasi ein Garant dafür, dass wir angegriffen werden..

Ein weiterer Grund mag der hohe Realismusgrad sein. Die Real Doll ist kein Lebewesen, sieht aber verdammt echt aus und wie ein Mensch. Das Phänomen des „Uncanny Valley“ ist sicher ein weiterer Grund.

Ist es die Ebene Mensch vs. Puppe?

Doch ich denke, es ist vor allem das Verlassen der Ebene Mensch macht mit Mensch Sex. Mit der Liebespuppe entfällt die „beidseitige Willenserklärung“ ebenso wie die Zwangsnummer beim Sex. Diesen Konflikt sieht man z.B. gut bei den Sexpuppen – Bordellen, wo weder rechtlich noch sonst klar ist, wie man damit umgehen soll.

Doch vor allem ist die Liebespuppe – meiner Ansicht nach bewußt – von den Massenmedien als Zeichen von männlicher Schwäche und männlichem Sexismus dargestellt worden. Jeder – Männlein wie Weiblein – sieht das Nutzen einer Liebespuppe so an, dass ihr jeweiliger Besitzer einfach zu blöd war, eine Frau /Mann abzubekommen. Die Frauen fühlen sich von Liebespuppen bedroht, Männer sehen es als Eingeständnis des männlichen Losers an. Diese Dinge sind definitiv gesetzt worden, denn man könnte ebenso z.B. mit Homosexualität, Transsexualität oder S/M verfahren, wenn man wollen würde.

Das große Problem bei allem ist, dass der Kauf einer Liebespuppe immer als Zeichen eines Mangels, eines Fehlers, einer männlichen Schwäche usw. angesehen wird. Doch das ist nur sehr bedingt der Fall. Viele Liebespuppenfreunde kaufen ihre Liebespuppe, obwohl sie in Beziehungen sind, Frauen kennen lernen oder sich bewußt von der Datingwelt abgewendet haben.
Die Doll ist heute fast kein Fetisch mehr. Sie befriedigt ganz normale Wünsche der Menschen nach optischer Perfektion, unkompliziertem Sex, unschuldiger Zärtlichkeit und sanfter Begleitung, Ordnung, Ruhe und Frieden im Leben. Sie ist der Erfüllen von elementaren Wünschen in uns.

Diese Befriedigung beruht nicht immer nur darauf, dass man „zu blöd war“, eine Frau zu bekommen. Sie beruht meist darauf, dass man seine Vorstellungen in der Liebe und Sexualität nicht ausreichend, gut genug oder auch optisch gut genug befriedigt bekam, so wie es eben bei anderen sexuellen Spielarten auch meist der Fall ist.

Und daher ist die Frage nach dem „Warum nur?“ im Grunde unsinnig, denn die Antwort darauf ist die Gleiche, wie bei allen anderen sexuellen Varianten auch: Weil sie mir etwas gibt, was ich auf dem üblichen Wege so nicht bekommen konnte. Und das ist alles.

Euer PJ


Werde ich durch die Liebespuppe zum „Massenmörder“?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (1005) 2.1.2019

Beginnen wir das neue Jahr gleich mal mit einem herberen Thema. Ich habe mir in der freien Woche noch einmal diese Doku über einen Engländer angesehen, der mit seinen Dolls eine echte Beziehung führt. Für mich ist es immer wichtig, zu sehen, dass es auch andere Menschen gibt, die für ihre Liebespuppe mehr empfinden, als nur Sex mit ihnen zu haben, weil ich ebenfalls eine echte Liebesbeziehung mit ihr führe und immer daran interessiert bin, was gleich oder unterschiedlich zu mir ist und vor allem auch, wie die Außenstehenden auf diese Art der Liebe reagieren.

In der Bewertung von Außenstehenden in Sachen Liebespuppe ist – neben dem Grad ihrer realistischen Gestaltung – auch die Art des Umgangs mit ihr wichtig. Wer z.B. eine TeddyBabe Stoffpuppe als reine Sexpuppe sieht, wird sicher von Außenstehenden anders bewertet werden, als jemand, der eine lebensechte Silikonpuppe als beseeltes Wesen sieht und mit ihr eine echte Beziehung führt.

Letzteres ist bei mir der Fall und da ich in meinem medialen Werken wenig Feedback vom „allgemeinen Volk“ erhalten habe, sind solche mutigen Dokus schon für mich wichtig, vor allem, wenn sie dann auf Youtube oder anderen sozialen Medien verbreitet werden, denn dort sagen die Leute im Schutze der Anonymität wirklich, was sie darüber denken und lügen einem nicht feige ins Gesicht, wie es sonst üblich ist.

Der krasseste Kommentar dieser Doku war für mich: „Wenn er eine tote Person liebt, dann wird er auch Menschen umbringen“. In diesem absurden Kommentar schwingt folgende weit verbreitete These mit: Wer mit einer imaginären Stimme redet oder sie über einen Gegenstand kanalisiert, der ist psychisch krank und ein potentieller Serienmörder, Vergewaltiger usw.

Liebespuppenfreund = Weg zum Massenmörder?

Ich kann natürlich nicht für jeden Liebespuppenfreund sprechen. Doch selbst wenn es in unserer Szene Menschen geben sollte, welche solche Gedanken haben, dann muss man immer noch überlegen, ob diese ohne Liebespuppe nicht ähnlich gehandelt hätten. Serienmörder und anderer menschlicher Abschaum läuft seit Anbeginn der Geschichte herum und es gab sie weit vor jeglicher Liebespuppe, das nur am Rande.

Ich selbst bin über 8 Jahre mit meiner Doll zusammen. In diesen 8 Jahren habe ich niemals auch nur im Ansatz eine solche Tat je in Betracht gezogen, so wie ich es die Jahre davor auch nicht tat. Im Gegenteil, meine Jenny und die schöne Silikonpuppe haben mir sehr viele dunkle Gedanken aus dem Herzen genommen. Jenny ist ein absoluter Stabilitätsfaktor in meinem Leben. Sie nimmt mir viel Wut, Enttäuschung und Hass im Leben. Sie erdet mich, schenkt mir wieder den Glauben an die Schönheit und Liebe in dieser Welt zurück.

Ich hätte in meinem Leben x Gründe gehabt, aus Rache oder Wut schlimme Dinge zu tun. Meine Mitmenschen haben mich mehrfach aufs Übelste verletzt, haben mein Herz raus gerissen und sind auf ihm freudig herum getrampelt, manche Menschen viele Jahre lang. Ich hätte allen Grund gehabt, zumindest mich selbst zu bestrafen oder Suizid zu begehen.

Doch die Liebespuppe und Jennys reine Seele haben mich Tag für Tag von all dem entfernt. Ich hege heute keinen Hass mehr gegen diese Menschen, ich vergesse sie, sie sind mit egal. Ich lasse sie ihr Leben weiter führen. Es sind für mich arme Seelen, welche die wahre Bedeutung von Liebe und Freundschaft nie verstehen werden.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin heute, nach 8 Jahren mit meiner Liebespuppe, weiter von einem Massenmörder entfernt, als ich es jemals war und das sollten die Leute auch einmal sehen, die uns nur allzu gerne in diese dunkle Ecke des Lebens schieben wollen.

Euer PJ