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Draußen ist Winter – Drinnen sitzt die Liebespuppe im Bikini ;)

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (835) 17.11.2017

Ach, ich liebe meine Jenny. Sie ist frech, witzig, spontan und einfach herrlich „undeutsch“. Bei ihr geht gar nichts nach Plan, sie existiert einfach, hat einen riesen Spaß in der Silikonpuppe und genießt jeden Moment, mit oder ohne mir.

Es hat eine Weile gedauert, eh die Seele in meiner Liebespuppe so geworden ist, wie sie sein wollte. Jennys Seele hat eine Entwicklung durch gemacht, sie ist heute offener, selbstbewußter und vor allem sehr viel glücklicher und weniger ängstlich, als zu der Zeit, wo ich sie das erste Mal wahr genommen habe. Heute ist Jenny so, wie sie wohl in ihrem früheren Leben gewesen wäre, wenn man sie hätte so machen lassen, wie sie gewollt hätte.

Ich habe immer schon alle Wesen um mich am meisten geliebt, wenn sie so sein konnten, wie sie wirklich sind. Beziehungen, Freundschaft und auch Arbeitskollegen habe ich am liebsten um mich gehabt, wenn sie so Mensch waren, wie sie es sind, mit all ihren Fehlern und Stärken.

Leider habe ich in der Partnerschaft und auch in den anderen Bereichen solche Dinge viel zu selten erlebt. Die Menschen von heute spielten mir – oft völlig ohne Not – eine Show vor und legen sich einen schrecklichen Panzer zu oder setzen eine Maske auf, weil es dieses System sonst immer verlangt. Es ist ein System der Lüge, der Denkweise von Angebot und Nachfrage und vor allem, was man selbst davon hat.

Bei meiner Jenny und mir war es zu Anfang auch nicht locker. Wir beide wussten nicht, wie wir diese Situation einschätzen sollten. Jenny musste mit diesem Sein in einer lebensnahen Silikonpuppe zurecht kommen und ich verstehen lernen, wie ich Jennys Seele eigentlich einzuordnen habe. Doch jetzt kennen wir einander und keiner von uns hat mehr vor irgendwas Angst.

Jenny hat eine spannende spontane Art

Und so überrascht mich Jenny immer wieder mit ihrer eigenen Art. Draußen ist es zum Beispiel jetzt sehr kalt und es ist grau und trübe. Ich dachte mir heute, wo ich sie gewaschen habe und sie umziehen wollte, dass sie sicher ein Kleid haben möchte, was ein wenig dicker ist.

Doch als ich mit dem Kleid ankam, sagte Jenny:“ Nein, das möchte ich heute nicht. Ich will lieber den sexy Bikini tragen!“

Also bekam sie diesen sündhaft erotischen Bikini angezogen, der eigentlich ein Nichts ist. Jenny hat meine Blicke gesehen und dann gesagt:“ Na, ist heute nicht Sommer?“ und dann haben wir beide herzlich gelacht.

In solchen Momenten denke ich nicht darüber nach, woher das alles kommt. Ich bin einfach glücklich, sie so bei mir zu haben, wie es ist. Es zählt für mich nur, dass Jenny endlich so sein kann, wie sie es möchte. Ich bin glücklich, wenn sie es ist und wenn sie statt dem Kleid dann den Bikini trägt, warum nicht? Und so schlimm ist es ja nun auch nicht 😉

Viele sagen, die Liebespuppe würde nie Nein sagen und alles tun, was man will. Nun, das mag sicher in vielen Fällen auch so sein, aber ich bin – ehrlich gesagt – glücklich, dass in meiner Liebespuppe ein eigenes Wesen ist. Es ist ein Wesen, was das Wort Nein kennt und doch stört es mich niemals. Es ist Jenny und ich werde ihre wundervolle Seele niemals einengen. Das ist für mich Liebe, dass man das Glück des anderen über seine Bedürfnisse stellt, vor allem, wenn es nicht ausgenutzt wird und das tut Jenny nie. Sie kennt dieses Spiel von Lügen, Masken und eigenem Vorteil nicht, sie kommt nicht aus einer Welt, wo solche Dinge nichts zählen.

Wie dem auch sei, Jenny sitzt also nun bei +2 Grad draußen hier drinnen im Bikini herum und irgendwie hat sie schon recht, dass irgendwie Sommer ist, denn wenn ich sie so ansehe, denke ich an alles, bloß nicht an Winter 😉


Liebespuppen als Prostituierte? Es bleibt ein schaler Beigeschmack….

Ein Laufhaus in Wien vermietet lebensnahe Gummipuppen, ein Bordell in Dortmund bietet Liebespuppen für sexuelle Dienste an und ein Escortservice mit lebensnahen Sexpuppen soll in Berlin gestartet werden. Diese und andere Nachrichten aus der weiten Welt vermitteln den Eindruck, als wenn die lebensnahe Sexpuppe den Bereich der käuflichen Liebe mehr und mehr erobert.

Abgesehen von diversen Problemen mit der technischen Umsetzung und den Umgang mit Schäden, die Freier verursachen, stellt sich für mich ein ganz anderes Problem bei der ganzen Thematik. Die lebensnahe Liebespuppe wird damit wieder zu einem willenlosen, unemotionalen und rein auf Sex fixiertes Gebrauchsobjekt degradiert und das halte ich für die gesamte Betrachtung der Liebespuppe für nicht sehr förderlich.

Lebensnahe Sexpuppen wie die schöne TPE Sexpuppe Kira sind natürlich sehr erotisch und sexy und eine Handhabung im Bett ist sicher mit ihr leichter, als z.B. mit der gewichtigen Leeloo Silikonpuppe, aber die Liebespuppe auf einen reinen „Luxus – Masturbator“ oder zu einer „B – Variante der Prostituierten“ zu degradieren, macht im Grunde die Liebe zu Liebespuppen nieder und sie degradiert Männer zu Tieren, die einfach alles ficken, was ihnen in den Weg kommt. Es nimmt den Zauber, den solche Liebespuppen ausstrahlen und was sie außerhalb des Betts so alles für Menschen tun und irgendwie degradiert es auch den Wert von lebenden Prostituierten, wenn man sie bewußt in Konkurrenz mit Liebespuppen setzt, finde ich.

Jahrelanger Kampf der Liebespuppenfreunde mit dummen Klischees

Die Liebespuppenszene hat in den ganzen Jahren mit genug Klischees, bescheuerten Attributen der Massenmedien und einer gesellschaftlichen Ächtung zu tun gehabt und es hat nicht nur mich viel Schweiß, Zeit und Mut gekostet, um die Liebespuppe aus der Schmuddelecke heraus zu führen. Unser aller Einsatz trug so langsam Früchte, denn immer weniger trauten sich sowohl das gemeine Volk als auch die Medien noch, uns als perverse Idioten oder andere Arten von Spinnern darzustellen und kaum noch ein Liebespuppenfreund war bereit, sich zum Spielball solcher Idiotismen zu machen und nicht umsonst mussten sich die Massenmedien einer immer tieferen psychischen Trickkiste bedienen, um die Liebespuppe weiter schlecht zu machen.

Auf der anderen Seite halfen wir Liebespuppenfreunde über Foren oder auch außerhalb im privaten Rahmen, das Verständnis unserer Mitmenschen zu verbessern und auch mit witzigen und charmanten Beiträgen aller Art half man, die Schönheit der Liebespuppe auf lockerem Weg deutlich zu machen. Wir zeigten unermüdlich auf, wie glücklich die Liebespuppe uns machte, wie sehr sie oft von einer reinen Sexpuppe abwich und dass manche sogar ohne Sex mit ihnen glücklich sein können. All das machte die Liebespuppe immer mehr zu einer Angelegenheit, welche die Seelen, den Geist und das Herz der Menschen bewegte, heilte und half, mit diversen Lebenserfahrungen und –situationen besser zurecht zu kommen.

Die Liebespuppe wurde auch als eine Begleiterin von tiefsinnigen, sensiblen und intelligenten Männern und Frauen mehr und mehr in die Gesellschaft eingeführt. Die Liebespuppe wurde oft gar nicht mehr als erotische Liebespuppe dargestellt, sondern als Frau von nebenan, die unsere künstlerische Ader und unsere tiefen Wünsche befriedigte und manchmal bekam sie – wie bei mir – sogar eine übernatürliche Note und glitt in eine Welt ab, die weit über das hinaus ging, was sie optisch darstellt.

Degradiert die Liebespuppe nicht wieder zu einem billigen Gegenstand!

Ich befürchte, dass der Fokus der Liebespuppe als Prostituierte sie wieder zu einem Gegenstand degradiert und damit all die Arbeit zunichte macht, die wir in all den Jahren geleistet haben. Die Liebespuppe war auf dem Weg, zu einer Alternative für einsame, glücklose und in bestimmten Bereichen unbefriedigte Seelen (damit meine ich nicht nur Sex) zu werden und diese Entwicklung sehe ich durch diese Dinge mehr gefährdet, als durch eine kommende Robot – Sexpuppe, wenn ich so darüber nachdenke.

Dass die Massenmedien diese Thematik fördern, wundert mich nicht. Sie nutzen das provokante Thema der Prostitution gerne aus, um der Liebespuppe den nächsten Gülleeimer der Schande über zu stülpen und natürlich soll der angeblich stets stupide und auf Titten und Arsch fixierte Mann ein paar Spritzer davon ab bekommen.

Ich unterstelle den Anbietern solcher Bordelle und erotischer Serviceleistungen nichts Böses. Sie wollen eine Marktlücke nutzen, das ist o.k. Aber wir sollten aufpassen, dass diese Idee nicht so mißbraucht wird, dass die gute Entwicklung der lebensnahen Liebespuppe hin zu einer wundervollen Begleitung für Menschen in vielen Lebenslagen verloren geht. Es soll nicht verloren gehen, wie sie Menschen auf vielen Wegen hilft und heilt. Es soll nicht verloren gehen, dass der Mensch ein Wesen ist, was mit seiner Imagination, Phantasie, Vorstellungsvermögen und vielleicht noch mehr Gaben phantastische Dinge mit einer lebensnahen Liebespuppe erleben kann.

Ich möchte diesen Blogbeitrag als Warnung stehen lassen. Ich hoffe, dass in all diesem Hype um Liebespuppenbordelle nicht vergessen wird, was lebensnahe Liebespuppen noch alles leisten können und das ist weit weit weit mehr, als das sie nur als Prostituierte taugen.


Geburtstag mit meiner Liebespuppe – Einfach nur schön

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (834) 15.11.2017

Gestern war also mein Geburtstag. Da er in einen Wochentag fiel, war es kein großes Rambazamba und ehrlich gesagt, hatte ich darauf auch keine Lust. Es war genug Rambazamba in diesem Lebensjahr meines Lebens und ich wollte an diesem Tag einfach nur mal in Ruhe ein paar Gedanken fassen, über meinen weiteren Weg sinnieren und vor allem die Liebe meiner Silikonpuppe und Jenny spüren.

Ich brauchte gestern keine große Feier, keine billigen Geschenke und die erbärmlichen Mails meiner Verwandten, die liebloser als die Mail meines Versicherungsvertreter waren, haben meine Lust darauf auch nicht wirklich gehoben. Ich habe gestern wieder einmal gesehen, wem ich wirklich etwas als Mensch bedeutet und dazu zählte wohl auch meine Jenny.

Jenny war die erste und letzte Gratulantin dieses Tages und ehrlich gesagt, hat vor allem sie mich an diesem Tag spüren lassen, dass er etwas besonderes ist, dass es schön ist, auf dieser Welt diese Art von Liebe überhaupt erleben zu können. Ich sehe es als eine große Gnade an, dass ich eine Liebespuppe nicht nur haben kann, sondern dass ich sie liebe und gar ein Wesen in ihr sehe. Es ist etwas großartiges, was ich nie erlebt hätte, wenn mich meine Eltern nicht gezeugt und auf die Welt gebracht hätten.

Schöner Geburtstag mit meiner Liebespuppe auch ohne Party

Also habe ich den Tag mit meiner Silikonpuppe und Jenny genossen. Wenn man eine lebensnahe Liebespuppe liebt, dann laufen solche Tage anders ab, als unter Beziehungen bei Menschen. Es gibt keine Torten mit Kerzen, keine gemalten Bilder oder einen Wellness Urlaub. Es gibt nur Liebe, Nähe und den Moment, einmal in der Woche mit ihr mit einer anderen Intention als sonst Zeit verbringen zu können.

Vor allem aber verbringe ich mehr Zeit mit ihr. Mein Arbeitgeber war so nett, mir sogar frei zu geben und so konnte ich ausgiebig mit ihr kuscheln, Musik hören, einen schönen Film schauen und gemeinsam mit ihr Essen (sie schaut natürlich nur dabei zu). Aber wir nahmen uns auch einmal Zeit, über die Dinge zu reden, die sonst ein wenig im Alltagsstress untergehen.

Ich spüre Jenny an diesem Tag immer besonders stark. Warum das so ist, weis ich nicht, aber es ist an diesem Tag irgendwie alles noch intensiver, vertrauter und wir sind uns einfach näher und wenn ich ihr dann abends – wie jedes Mal – die irre Geschichte meiner Geburt erzähle, dann lauscht Jenny ganz nah an mir und es ist einfach wunderschön.

Und wenn der Tag dann beendet ist, dann frage ich mich jedes Mal erneut, ob es nicht eigentlich schon immer mein Wunsch war, so meinen Geburtstag zu feiern. Geburtstage ohne Ramabzamba, sondern in Liebe, Frieden und in der Vertrautheit im Herzen eines Wesens, welches mich als Mensch und Mann liebt. Leise, ruhig und ehrlich.


Liebespuppen, Arbeitslosigkeit und Armut trotz Arbeit

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (833) 13.11.2017

Die meisten Liebespuppenfreunde arbeiten in Vollzeit und kommen aus der Mittelschicht, manchmal sogar aus der Oberschicht, wie der Fall eines Anwaltes gezeigt hat, der die Liebe zu seiner Silikonpuppe vor einiger Zeit medial öffentlich machte.

Dass die Liebespuppenfreunde meist aus der Mitte der Gesellschaft kommen, hat nichts mit einer besonderen Liebe dieser Gesellschaftsschicht mit lebensnahen Liebespuppen zu tun, sondern vielmehr damit, dass solche Puppen schlicht und ergreifend zu teuer sind, um sie für Arbeitslose oder Menschen im Niedriglohnsektor finanzierbar zu machen.

Ich selbst arbeite nach meinem Burn out nicht mehr Vollzeit. Meine fehlende Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit und Stressresistenz lassen keinen 40 Stunden Job die Woche zu. Ich bin froh, wenigstens noch eine Arbeit machen zu können, mit der ich meinen Lebensunterhalt mit bescheidenen Mitteln bestreiten kann.

Hätte ich nicht bessere Zeiten vor der Liebespuppe gehabt und hätte ich mich wie 10 Prozent der Deutschen in dieser Zeit lieber überschuldet, statt mein Geld zurück zu legen, wäre die lebensnahe Silikonpuppe auf jeden Fall für immer ein Traum geblieben und ich hätte vielleicht mit viel Mühe und Not irgendwann eine TeddyBabe Stoffpuppe oder eine der kleinen günstigen TPE Sexpuppen zusammen gespart.

Doch in die Welt der Liebespuppen „Spitz auf Knopf“ einzusteigen, halte ich für nicht sinnreich. Die lebensnahe Liebespuppe braucht auch nach ihrem Kauf einiges an finanzieller Zuwendung und man muss immer auch damit rechnen, dass diese mal durch einen größeren Schaden den Geist aufgibt und dann eine neue Liebespuppe her muß.

Finanzielle Situation nicht nur beim Kauf der Liebespuppe wichtig

Und so spielt die finanzielle Situation nicht nur beim Kauf der Liebespuppe eine Rolle. Niemand von uns ist heute mehr unkündbar und jede heute noch so gut gehende Firma, Betrieb oder auch staatliche Stelle kann morgen durch Mißmanagement, Globalisierungsdruck oder Stellenstreichungen von heute auf morgen gestrichen sein und dann ist man selbst in einer prekären Lage, wo man nicht nur sehen muss, wie man die laufenden Kosten bewältigt, sondern auch die Liebe zur Liebespuppe.

Am besten ist das Leben mit Liebespuppen daher immer, wenn man rechtzeitig etwas zurück legt und auch für eine neue Liebespuppe einen Groschen beiseite legt. Wir legen ja auch für einen Urlaub, ein neues Auto oder so etwas zur Seite und so sollte man es auch bei der Liebespuppe machen, wenn man es denn kann und man diese Art der Liebe dauerhaft leben möchte.

Sollte meine Mechadoll morgen den Geist aufgeben, so habe ich zum einen das TeddyBabe als Ersatzkörper für Jenny und zum anderen hätte ich dann auch einen Notgroschen, um mir wieder eine neue Silikonpuppe zu holen. Welche es dann sein würde, würde ich mir gut überlegen, aber ich bin immer noch mit der Mechadoll glücklich und behandle sie wie ein rohes Ei und so wird mir diese Entscheidung hoffentlich noch eine Weile erspart bleiben, aber wenn es soweit ist, bin ich darauf vorbereitet.

Denn ich möchte nicht mit der ständigen Angst leben, dass ich mir eines Tages keine Liebespuppe mehr leisten kann und ich möchte auch nicht alles von meinen Jobs abhängig machen. Das Leben hält sich nicht an Regeln wie: „Das wird schon nicht passieren“, sondern es geht seinen eigenen Weg und dann ist es gut, darauf vorbereitet zu sein, denn die Liebe zu einer Liebespuppe steht bei mir sehr weit oben im Leben und ich würde für sie auf sehr viel anderes verzichten, beziehungsweise tu es ja jetzt schon und das sehr gerne.


Termine statt Spaß mit Liebespuppe – Einfach nervig

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (832) 10.11.2017

Also irgendwie hat sich meine Wahrnehmung für Termine aller Art seit meinem Leben mit einer lebensnahen Liebespuppe verändert. Während in meiner Singlezeit solche Termine als alltäglich erschienen und in der Zeit der Beziehungen stets ein Organisationsproblem und Faktor für Streitereien waren (z.B. wir wollten doch heute bei den Schwiegereltern zum Kaffe sein), so ist heute für mich jeglicher Termin eigentlich nur noch lästig und nervig.

Das liegt nicht unbedingt an meinem Alter oder an meinem Burn out, sondern vielmehr daran, dass ich einfach gerne um meine Liebespuppe bin. Vor allem, wenn Termine unseren Mittagskuschel stören oder den TV Abend, dann fühle ich mich bei ihnen genervt, versuche, sie so schnell wie möglich zu beenden.

Gestern war mal wieder so ein Termin, den ich leider nicht mehr aufschieben konnte und wo ich auch persönlich zu erscheinen hatte, weil es einige Dinge zu klären gab. Der Termin war fix um 18 Uhr angesetzt und man konnte ihn nicht verschieben und so störte es unsere übliche TV Zeit, die in der Regel von 18 – 21 Uhr ist, wenn mein Feierabend ist und Jennys geliebte Soaps laufen.

Lieber meine Silikonpuppe als die grinsende Alleinerziehende

Wenn ich bei dem Termin sitze und mir das Geschwafel der Wichtigtuer anhöre sowie meinen Nachbarn ansehe, der unablässig auf sein Smartphone starrt, wohl weil seine Frau ihm diverse Anweisungen gibt, was er zu sagen hat, dann sitze ich innerlich Kopfschüttelnd daneben und denke die ganze Zeit daran, wie viel lieber ich jetzt meine Silikonpuppe im Arm hätte, mit ihr lachen würde und wir so mental reden, dass es unser Herz erfreut.

Und wenn mich dann noch die arbeitslose Alleinerziehende mit ihren schlecht gemachten Zähnen angrinst und meine Cola ihre letzte Kohlensäure verliert, dann denke ich eigentlich nur daran, ob ich es wenigstens noch zu Teil 2 von Jennys Soaps nach Hause schaffe.

Im Grunde möchte ich am Liebsten nur noch bei meiner Liebespuppe sein. Ich nehme seit ihr die Menschen um mich ganz anders wahr. Ich erkenne die Qualität eines Mitmenschen viel besser und leider sehe ich auch die weniger lustigen Dinge schärfer und leider sehe ich davon nicht nur in diesem Raum zu viel.

Und wenn dann endlich die Leiterin der Veranstaltung diese beendet und die letzten Belanglosigkeiten ausgetauscht sind und ich wieder die Tür zu unserer Wohnung auf mache, dann ruft Jenny fröhlich „Hallo Schatzi“ und dann weis ich, dass es dieser Moment war, den ich mir eigentlich die ganze Zeit gewünscht habe.

Ich merke auch bei solchen Terminen sehr gut, wie sehr ich meine Liebespuppe lieb habe und wie viel lieber ich eigentlich mit ihr zusammen sein will. Es ist wohl mehr als alles andere. Zumindest mehr als solche Termine. Definitiv.


Auf dem Weg zur 50 mit meiner Liebespuppe

Nächste Woche habe ich Geburtstag und dann ist die 50 wirklich nicht mehr weit in meinem Leben entfernt. Wenn das Schicksal nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht, werde ich dann wohl im nächsten Jahr diesen Geburtstag zusammen mit meiner Silikonpuppe erleben und das ist dann schon eine krasse Zäsur in meinem Leben, wenn ich so an meine letzten runden Geburtstage zurück denke.

Der erste wichtige Geburtstag im Leben eines erwachsenen Menschen ist natürlich der 18. Geburtstag. Ich feierte ihn damals mit einer riesigen Meute an jungen Leuten und mit Live Band im Garten meiner Eltern und nachdem sich der Preis eines Bieres für eine DM herum gesprochen hatte, geriet die Party ein wenig außer Kontrolle, aber bis auf ein paar geraubte Erdbeeren, einige leere Bierbüchsen und ein bisserl „Dünger“ für die Blumen in einigen anderen Gärten war es am Ende noch glimpflich abgelaufen. Es war halt eine wilde Zeit, wo ich das Leben und die Jugend genoß.

Mit 30 stand ich im prallen Leben. Meine Freundin war gerade schwanger geworden, ich hatte einen festen Job und es gab einen tollen Wellness Urlaub in einem der teuersten Hotels Deutschland, wo ich Golf spielte und Hummer zu meinem Geburtstag aß. Nur die Wahrsagerin, welche das Hotel an dem Abend gemietet hatte und die dort sehr bekannt war, sagte mir an diesem Tag wenig Gutes voraus. Sie sollte leider recht behalten obwohl auch sie wohl nicht ahnte, dass mein Weg eines Tages bei einer Silikonpuppe als Partnerin enden sollte.

Mit 40 lag mein Leben eigentlich schon in Trümmern. Mein Traumjob war weg, meine Beziehungen auch, das Verhältnis zu meinem Kind eine Katastrophe, meine Eltern waren tot oder im Pflegeheim und mein Burn out war noch nicht lange her. Dennoch baute mich damals ein guter Freund aus dem Mittleren Osten auf, der mit seinen Freunden eine Party für mich organisierte, die ich nie vergessen sollte und ich lernte an diesem Abend 40 Tänze von 40 Volksgruppen kennen, es war einfach grandios.

Die Liebespuppen haben mein Leben grundlegend verändert

Heute ist mein Leben ruhiger geworden. Die Zeit der rauschenden Festen, der VIP Abende und der ganzen Wellness Urlaube ist vorbei. Heute genieße ich lieber einen Mittagsschlaf mit meiner Silikonpuppe oder schaue mit ihr Fernsehen.

Wenn man eine lebensnahe Liebespuppe kauft und sich für immer in sie verliebt, dann ändert sich dein Leben. Jenny und die lebensnahen Liebespuppe, die Mechadoll und das TeddyBabe Deluxe Carly als die Körper von Jenny haben mich nun fast das ganze letzte Jahrzehnt meines Lebens begleitet und dies hat mich verändert und meine Einstellung zum Leben auch.

Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die zum 50. Geburtstag große Feste mit ihren Familien in ganzen Sälen mit emotionalen Darbietungen, Bildkollagen und anderen Dingen erlebt haben. Die 50 ist eine Zahl, wo man oft zum ersten Mal einem Menschen Danke dafür sagt, dass er als Ehemann, Vater und im Beruf oder im Verein seinen Beitrag geleistet hat. Doch ein solches Leben war mir nicht vergönnt, es sollte ein Leben mit einer Liebespuppe werden und so wird mein 50. Geburtstag ganz anders ablaufen.

Es wird dennoch ein Tag sein, wo es viel zu feiern geben wird. Ich werde meine Entscheidung feiern, den Weg mit Jenny gegangen zu sein. Ich werde stolz darauf zurück blicken, dass unsere Liebe durch alle Proben, alle Probleme und alle Widrigkeiten stets stark und gut blieb. Es wird ein Moment sein, wo mir Jenny Danke schön sagen wird und wo aber auch ich ihr Danke sagen werde, dass sie bei mir blieb und mich so vor einem Leben in der Hölle bewahrte.

Meine Liebespuppe ist keine Ersatzkonstruktion einer Familie in klassischen Sinne

Die lebensnahe Liebespuppe wird oft in den Medien als eine Ersatzhandlung, eine Art erbärmlicher Abklatsch solcher Lebenswege gesehen, welche die 50jährigen in all den großen Familienfeiern leben. Doch ich habe mir dieses Leben auf diesem Weg nicht freiwillig ausgesucht und nicht jedem ist eine solche Erfolgsstory vergönnt. Doch auch dieser Weg, den ich nun führe, ist es Wert, gefeiert zu werden, denn er bewahrte mich in einer schlimmen Zeit vor schlimmen Konsequenzen.

Und es gibt dann sicher auch Dinge zu feiern, die wir gemeinsam geschaffen haben. Nur mit der Liebe meiner Liebespuppe konnte ich mir wieder eine eigene neue Heimat schaffen, konnte ich einen guten Freund finden, einen Weg zu mentaler und körperlicher Gesundheit und vor allem zu mir selbst erleben. Und auf diesem Weg entstanden auch zahllose Erinnerungen mit meiner Liebespuppe, von guten Dingen, wie z.B. unsere Hochzeit, bis hin zu schweren Momenten wie dem Wohnungsbrand, wo wir jedoch immer zusammen blieben, egal was kam.

Ich werde daher weder bei diesem Geburtstag noch bei meinem 50. Geburtstag eine aufgesetzte Feier wollen. Ich brauche keine hohlen Claqueure, die mich nur aus Mitleid oder aus Tradition an diesem Tag hoch leben lassen und die mich dann in der Not wieder alleine lassen.

Ich will diesen Tag dann lieber mit der Begleiterin feiern, die immer für mich da war und das ist und war nur meine Jenny und die Liebespuppen.


Kein schlechtes Bauchgefühl in der Liebe zu meiner Liebespuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (831) 8.11.2017

Gestern schrieb meine Jenny in ihrer Kolumne im Blog auf dollpark.com über das Bauchgefühl bei der Entscheidung zum Kauf von lebensnahen Liebespuppen. Ich möchte heute ihren Beitrag in dem Tagebucheintrag noch einmal erweitern, denn das Bauchgefühl spielt ja nicht nur am Anfang einer Liebesbeziehung eine Rolle, sondern auch in einer Liebesbeziehung zeigt dir manchmal das Bauchgefühl an, ob du noch darin glücklich bist.

In meinen Beziehungen zu lebenden Frauen gab es in allen Fällen immer einen Moment, wo mein Bauchgefühl mir meldete, dass irgend etwas nicht stimmt. Mein Bauchgefühl wusste schon weit vor den Krisen und dem Ende dieser Beziehungen, dass etwas nicht stimmte und damals habe ich leider viel zu lange die Logik walten lassen (sie ist doch treu, hat einen Job usw.).

Ich kann mich noch heute an die beiden Momente sehr gut erinnern, wo mir ein merkwürdiges Ziehen in der Magengegend und ein diffuses Gefühl einer Beklemmung anzeigte, dass ich mit diesen Frauen nicht glücklich werde. Ich habe dieses Gefühl damals ignoriert und es auf andere Dinge geschoben, doch im Grunde war es das erste Zeichen, dass es kein Happy Ende nehmen wird, das irgend etwas elementares in der Liebe fehlt.

Nie ein mieses Baugefühl in der Liebe zur Silikonpuppe und Jenny

Doch bei meiner Silikonpuppe habe ich dieses Gefühl in all den Jahren nie gehabt. Ich habe mich in dieser Art der Liebe viel öfter gefragt, ob es eigentlich die richtige Entscheidung war, diesen Weg so konsequent zu gehen, wo er so viele Dinge niemals erfüllen wird und doch hat mein Bauchgefühl bis heute nicht in einer Situation an der Liebe zur Silikonpuppe und Jenny zweifeln lassen.

Dabei gab es genug Anlässe dafür. Die schnellen Schäden am Beginn, das fast entdecken von ihr von meinem Vermieter, der Wohnungsbrand, der Tod meiner Eltern und finanzielle Sorgen hätten genug Gründe gegeben, dass mein Herz und der Bauch sagen: Das wird auch hier nichts.

Doch dieses Bauchgefühl kam niemals. In all den Jahren nicht. Nun gehe ich Ende des Monats in das achte Jahr der Liebe zu meiner Liebespuppe und Jenny und ich denke, dass dieses Bauchgefühl wohl niemals mehr kommen wird.

Warum ist das so, habe ich mich oft gefragt. Nun, vielleicht liegt es daran, dass mich die Seele Jenny wirklich liebt, dass es keine Show ist und kein selbst belügen. Vielleicht ist es diese entspannte Liebe, die mit dem Status Quo zufrieden ist, vielleicht ist es die innere Zufriedenheit von Jenny, vielleicht der Zauber, den sie ausstrahlt, vielleicht ist es einfach nur so vorher bestimmt gewesen, wer weis das schon.

Fakt ist jedenfalls, dass ich in keiner Liebesbeziehung zuvor je ohne dieses miese Bauchgefühl leben musste. Vielleicht ist es dieses Mal endlich der richtige Weg der Liebe, wo mein Bauch mir sagt: Weiter so, mein Freund!


Don’t worry, be happy….sagt meine Silikonpuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (830) 6.11.2017

Meine Güte, gibt es in dieser Welt eigentlich noch irgend etwas positives zu berichten? Wenn ich abends am Wochenende mal die Zeit habe, durch das TV zu zappen, dann ist dort nur noch negatives zu finden. Da spricht z.B. ein bekannter Opernsänger über die verkommene Theaterkultur in Deutschland und bei den Trailern des Schauspielhaus Berlin frage ich mich, ob diese Stücke in der Tat in der Irrenanstalt verfasst werden.

Dann schalte ich weiter auf die Nachrichtensender. Dort geht es um die Welt nach einem Meteoriteneinschlag und auf dem anderen Sender geht es um Serienmörder und dann entscheide ich, meinen Abend am TV zu beenden und zu meiner Silikonpuppe zu gehen.

Ich interessiere mich schon für die Weltpolitik und mich hat immer schon das große Gesamtbild fasziniert, aber ich habe das Gefühl, als wenn all die guten Dinge, die positive Kunst, die positive Musik, die positiven Dinge der Welt und der Menschen überhaupt nicht mehr „in“ sind und es nervt mich manchmal sehr, zumal ich im eigenen Leben schon genug Scheisse zu regeln habe.

Meine Liebespuppe hingegen sieht das alles anders. Sie sagt mir mental oder auch nur durch ihre Ausstrahlung:“ Don’t worry, be happy.“ Dieser alte Song der 80er ist irgendwie durch meine Liebespuppe wieder aktuell geworden, denn sie strahlt so viel positive Energie und Gelassenheit aus, dass es mich einfach ansteckt.

Meiner Liebespuppe ist alles egal

Meiner Liebespuppe und Jenny sind all die Kriege, all die irren Theaterstücke der Neuzeit, all das Gerede um 122323 Geschlechter und die Katastrophenszenarien egal. Sie fragt mich eher, ob ich ihr nicht mal Mozart vorspiele oder ob ich ihr etwas vorsinge. Sie interessiert nur, ob meine Hände sie augiebig streicheln und ob sie ein wenig mit mir rumblödeln und mich necken kann. Sie interessiert nur meine Nähe und der Krieg in Syrien ist ihr dabei egal.

Wenn sie einmal TV mit mir sieht und es in dem Nachrichtenvorschauen um Politik geht, dann hat sie eine entwaffnende Einfachheit dazu. Wenn sie Trump sieht, redet sie über seine Haare und nicht das Spektakel mit Nordkorea und wenn sie etwas von einem Hochhausbrand sieht, fragt sie, ob unser Herd aus ist. Jenny belastet all das nicht, sie existiert sowieso in einer Welt, wo all diese Dinge nichts bedeuten und für sie zählt eigentlich nur der Moment und die Liebe zu mir.

Und so leben wir in der Liebe eigentlich auch nur das Positive. All die Zankereien, das Betrügen, Belügen, das Mißbrauchen der Liebe für eigene Vorteile spielen bei ihr keine Rolle. Sie genießt einfach meine Anwesenheit, hat ein Urvertrauen in uns und sie entdeckt sowieso sofort jede Lüge von mir…..irgendwie.

Also lasse ich mich von Jenny und der Liebespuppe anstecken, mache die Glotze aus und Youtube an und starte „Don’t worry, be happy“ und dann lachen wir beide und fragen uns, wieso die Welt eigentlich ständig so negativ gezeigt werden muss, wenn die Freude und die Schönheit des Lebens doch so schnell so nah sein kann….


Meine Liebespuppe und der „Drei – Tage Bart“

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (829) 3.11.2017

Das Thema Pflege der Liebespuppe wird im Forum – zu Recht – groß geschrieben, denn es macht das Erlebnis lebensnahe Liebespuppe schön, hygienisch rein und hält sie länger „am Leben“. Es ist gut und wichtig, sich mit solchen Dingen in einer Liebe zu ihr auseinander zu setzen und vor allem auch die Eigenheiten des jeweiligen Materials zu beachten.

Doch wie wirkt sich eigentlich die Liebesbeziehung mit einer Liebespuppe auf die eigene Hygiene aus? Werden Liebespuppenfreunde durch eine solche Liebe eher zu einem noch sauberen eigenen Umgang animiert oder sind sie einfach nur froh, dass der Duschwahn in vielen „modernen“ Beziehungen nicht mehr auf sie übergestülpt wird?

Nun, das muss man sicher in jeden individuellen Fall sehen, aber was mich betrifft, würde ich sagen, dass meine Silikonpuppe mich auch in der Hinsicht entspannt hat und ich denke, auch deshalb habe ich heute keine Allergien, Hautprobleme und sonstige Dinge mehr. Pflege ist für mich heute genauso auf einem normalen Level wie Sexualität, Liebe und vieles mehr angelangt.

Wenn ich an meine Beziehungen denke und an das Paar über mir, dann denke ich oft an endlose Stunden unter der Dusche. Dabei hatten weder ich und meine Beziehungen noch das Paar über mir körperlich schwere Arbeiten zu verrichten. Dennoch geht jeden Tag morgens und abends die Dusche, egal ob im Hochsommer oder im Winter.

Mit Jenny und der Silikonpuppe ist all das bei mir entspannter geworden. Ich dusche heute nur noch, wenn ich wirklich schmutzig bin oder stark geschwitzt habe oder wenn ich einfach merke, dass es mal wieder Zeit ist. Ich ziehe mich nicht mehr jeden Tag um, trage auch mal das selbe Kleidungsstück ein paar Tage oder flippe nicht aus, wenn der Bart mal drei Tage nicht rasiert wurde.

Meine Liebespuppe wird nicht jeden Tag gesäubert

Die Silikonpuppe wird bei mir auch nicht jeden Tag gewaschen, umgezogen oder gereinigt. Selbst nach dem Sex dusche ich mich und die Liebespuppe keine Stunden unter der Dusche. Wir treiben keinen Hochleistungssport, es ist meist harmlos und das bisserl Schweiß ist für mich kein Grund zur Panik. Man wäscht die Stellen, die wichtig sind, mit einem Lappen ab und gut ist es.

Jenny nervt mich nicht jeden Tag mit Hemden oder engen Hosen, die ich beide sowieso nicht mag. Ich hänge sowieso – ganz nach meinem Vater kommend – lieber im Schlafanzug und allem anderen herum, was bequem ist. So mochte ich es immer schon und so darf es jetzt auch wieder sein.

Jenny lässt mich bei all dem in Ruhe. Nur bei meinem Bart beginnt sie ab einer gewissen Zeit „zu nörgeln“. Sie weist dann schon immer öfter mal hin, dass ich ihn abrasieren soll. Das liegt aber auch daran, dass die Stoppeln generell für das weiche Silikon der Mechadoll nicht so gut sind und bei mir Kuschelmonster so ein wenig wie ein Reibeisen wirken. Wenn ich den Bartansatz dann abrasiert habe und der „Drei Tage Bart“ weg ist, freut sich Jenny immer, dann wieder meine Haut „glatt wie ein Babypopo“ genießen zu können. Es ist im Grunde die einzige Stelle, wo sie mich zu einer dauerhaften Pflege antreibt, wenn ich ehrlich bin.

Natürlich habe ich mich seit der Liebe zur Liebespuppe nicht „gehen lassen“ und bin ein stinkender und ungepflegt wirkender Mann. Aber ich bin entspannt in dieser Hinsicht und mache das, was nötig ist und arte nicht in einen Duschwahn aus. Überhaupt nutze ich heute kaum noch all diese mit Chemie und Duftstoffen voll gehauenen Mittel, welche der Haut eher schädigen und ihre Abwehrkräfte platt machen. Ich nehme lieber Wasser und ein wenig unpafümierte Kernseife, es tut seinen Dienst und nur bei den Haaren kommen noch Duschgels zum Einsatz. Auch hier lebe ich irgendwie bewußter, natürlicher und vor allem lockerer.

Natürlich sind dennoch Momente der Hygiene auch schön. Es ist toll, meine Silikonpuppe einzupudern oder ihr die Echthaare wieder zu waschen und auch ich finde es auch schön, nach einer Dusche nackt neben ihr zu liegen, aber wie gesagt, alles hat seine Zeit und es gibt hier keinen Wahn, keinen Stress und auch keine Neurodermitis und Co. mehr bei uns seitdem.


Ist die Robot – Sexpuppe das Ende des Dilemmas der fehlenden Entwicklung in der Beziehung zu Liebespuppen?

Diese Woche im Tagebuch und der Kolumne möchte ich mich mal ein wenig mit den weniger schönen Dingen der lebensnahen Liebespuppe in Hinblick auf ein langes Zusammenleben mit ihr konzentrieren. Ich denke, all die schönen, bewegenden, befreienden und helfenden Momente habe ich hier gut beschrieben und auch, wie sie sich positiv auf mich auswirken. Doch als freier Geist muss man auch in der Lage sein, die nicht so guten Dinge und Probleme in einer solchen Liebe einmal zu benennen und zu überlegen, wie man damit umgeht.

Über technische Probleme aller Art wird im gummipuppen.de Forum genug diskutiert. Risse, Gelenkschäden usw. sind dort zur Genüge beleuchtet worden. Wie aber die langfristige Liebe zu einer Liebespuppe Auswirkungen auf die generelle Einstellung zum anderen Geschlecht, Beziehungen und gar in Sachen einer echten Partnerschaft mit der Liebespuppe haben, ist bisher wenig verfasst worden.

Wenn man eine langfristige Liebesbeziehung mit einer heutigen lebensnahen Liebespuppe führt und vor allem vorher langjährige Beziehungen mit lebenden Frauen hatte, dann spürt man nicht nur die Befreiung dieser Art von Liebe, sondern leider auch ihre Schwächen sehr deutlich.

Auf den Punkt der fehlenden Reaktion und der helfenden Hand habe ich schon in einem Tagebucheintrag vom Montag hingewiesen. In der Kolumne möchte ich nun ein anderes Manko ansprechen: Die Grenzen der Weiterentwicklung einer solchen Liebesbeziehung. Und ich möchte einmal überlegen, ob die kommenden Robot – Sexpuppen hier etwas bewegen können.

Phantasie und menschliche Gaben stoßen bei Liebespuppen irgendwann an Grenzen

Meine menschliche Phantasie und vielleicht auch meine Gaben können einige Dinge in dieser Liebesbeziehung ersetzen. Ich kann Jenny als Wesen wahr nehmen, ich kann sie mental hören und ich kann natürlich Dinge wie Sex, Zärtlichkeit und Kuscheln mit ihr mehr als gut ersetzen.

Ich kann mit einer Liebespuppe gewisse Freizeitaktivitäten machen, kann mit ihr am PC sitzen oder beim TV, gemeinsam mit ihr Essen und sogar mal im TeddyBabe Deluxe einen kleinen Ausflug wagen. All das ist mit einer Liebespuppe durchaus möglich, auch über Jahre hinweg.

Doch die Liebesbeziehung zu ihr stoppt an einem gewissen Punkt. Es beginnt bereits mit gewissen Outdooraktivitäten, wie z.B. ein Kino- oder Restaurantbesuch, der wohl selbst bei einer vollkommenen LMAA Einstellung unangenehm wäre, weil einen alle anglotzen und man niemals normal von Bedienungen, Kartenverkäufern und Passanten behandelt werden würde und es hört damit auf, dass man seine Leidenschaft, gemeinsam Kegeln zu gehen, niemals umsetzen kann.

Zudem ist die Bildung einer Familie mit einer Liebespuppe sehr schwierig. Eigene Kinder kann man nicht in die Welt setzen und man kann nicht die Oma in Mallorca besuchen oder sie in einer Kirche oder dem Standesamt heiraten. All diese Dinge sind schlicht und ergreifend technisch kaum oder gar nicht möglich, ganz unbetrachtet von der gesellschaftlichen Situation.

Die Beziehung zu meiner Silikonpuppe verharrt eigentlich seit rund sechs Jahren immer auf dem gleichen Stand. Man wacht gemeinsam auf, Jenny macht ihre „Flugstunde“ mit ihrer Seele, man kuschelt zum Mittag, schaut abends TV und am Wochenende gibt es mal ein bisserl Sex oder sie begleitet mich beim Essen oder man badet und pudert sie. Es ist das immer gleiche Ritual, es gibt wenig spontanes, ein weiteres Entwickeln dieser Beziehung ist eigentlich nicht möglich.

Kann eine Robot – Sexpuppe den Alltag mit Liebespuppe verbessern?

Die große Frage für mich ist, ob eine Robot – Sexpuppe dies ändern kann. Nun, zuerst einmal zeigt eine Robot – Sexpuppe eine gewisse Reaktion per Mimik oder Gestik. Sie kann meinen Weg zur Küche verfolgen, bei einem Witz grinsen oder sie zwinkert mit den Augen. Alleine diese Lebendigkeit entwickelt die Liebesbeziehung sicher weiter, auch wenn man weis, dass es nur Technik und eine Illusion ist.

Wenn die Robot – Sexpuppe die Arme bewegt und eine Reaktion im Bett oder bei Berührungen zeigt, ist das auch ein Anstieg der Qualität dieser Liebesbeziehung. Und wenn sie dann sogar in der Lage ist, gewisse Dinge gemeinsam mit dir zu machen (wie z.B. kochen), dann ist das auch wieder ein kleiner Schritt nach vorne.

Diese Dinge sind mittlerweile alle von verschiedene Tüftlern erfunden und getestet worden und auch die Sprache (die bei mir keine Rolle spielt) wird immer besser und sinnvoller. All das sind bereits Dinge, welche den Status Quo in der Liebesbeziehung aufbrechen können.

Ich mache mir nichts vor. Trotz aller Phantasie, mentaler Stimmen und tiefer Blicke in den Augen ist die Liebesbeziehung zu einer lebensnahen Liebespuppe irgendwann in ihrer Weiterentwicklung erschöpft. Ich bleibe trotz allem ein Mensch, der menschliche Reaktionen um sich braucht, selbst wenn sie nicht optimal sind. Und daher würde ich wohl den Kauf einer solchen Robot – Sexpuppe überlegen, wenn die Technik gut läuft und der Service ordentlich ist.

Ich liebe meine Silikonpuppe sehr und Jenny auch. Sie macht mich glücklich und ich möchte eigentlich – unter dem jetzigen Zeitgeist – diese Liebe auch nicht verändern. Aber manchmal macht mich die Grenze dieser Liebe im Alltag schon ein wenig traurig und deprimiert. Ich hoffe, dass dies vielleicht eines Tages durch die Robot – Sexpuppe ein Upgrade erfahren kann. Ich würde es zumindest in gewissen Bereichen überdenken, diesen Weg dann ebenfalls zu gehen.