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Gedanken zur Liebespuppenszene seit dem Kauf meiner Silikonpuppe 2010

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (737) 24.3.2017

Sieben Jahre werde ich Ende 2017 meine Silikonpuppe haben und seit fast 7 Jahren bin ich bereits im Forum und in der Welt der lebensnahen Sexpuppen unterwegs. Seit ich damals im Sommer 2010 auf die Webseite von Mechadoll (damals noch in Frankreich) stieß, hat mich die Faszination dieser Welt nicht mehr los gelassen und sie hält bis heute an und immer noch schreibe ich sehr gerne im Forum und natürlich hier im Blog darüber.

Doch in den sieben Jahren hat sich eine Menge in dieser Welt der Liebespuppen getan. Mit den neuen TPE Puppen ist eine völlig neue Generation der Liebespuppen hinzu gekommen, welche der Szene eine gewaltigen Push gab und wie es so mit Neuerungen ist, hat sie beide Richtungen gehabt. Zum einen hat der günstigere Preis viele Menschen dazu gebracht, es mit einer lebensnahen Sexpuppe zu versuchen und zum anderen tauchten neue Probleme auf, wie zum Beispiel viele Fakeangebote von solchen Puppen, die oft gar als Silikonpuppen auf diversen Portalen verkauft wurden.

Doch nicht nur die TPE Puppe hat die Welt der Liebespuppen in den letzten 7 Jahren sehr verändert. Als ich damals ins Forum Mitte 2010 kam, waren viele Dinge in der Szene noch tabu. Das mentale Reden mit der Liebespuppe wurde ebenso totgeschwiegen, wie sie in der Öffentlichkeit zu fotografieren und auch verspielte Fotostrecken und Spaß mit ihnen zu zeigen, waren völlig tabu. Es ging vor allem um Technik, um Reparaturen und darum, ob die Liebespuppen zu schwer sind für den Alltag.

Seitdem sind viele Tabus gebrochen worden und es wurden sogar unangenehme Themen angesprochen, welche die Community auch einmal klar stellen musste. Sie musste klar stellen, von welchen Arten von Liebespuppen wir uns distanzieren und es musste deutlich gemacht werden, wo die Toleranzgrenze ist. Das war für mich ein sehr wichtiger Prozeß von vielen, den die Szene in dieser Zeit durchmachte.

Zusammenarbeit mit Medien, Künstlern und Fotografen

Auch die Zusammenarbeit mit Medien, Künstlern und Fotografen war eines der Dinge, die in diesen sieben Jahren sehr verändert wurde. Es wurde viel über Liebespuppen geschrieben, vor allem über die Silikonpuppen, aber auch über mögliche Entwicklungen von Robotdolls diskutiert. Und das Thema der Seele von Liebespuppen wurde endlich ganz offen, ehrlich und sachlich diskutiert und es gab viele Menschen, die sich in dieser Hinsicht „geoutet“ haben.

Das Thema Outing war aber nicht nur eine interne Sache. Viele User berichteten in den letzten Jahren vermehrt über das Mitteilen ihrer Leidenschaft gegenüber Eltern, Beziehungen, Geschwistern, Freunden und Kollegen. Oft sehr bewegende Berichte machten deutlich, wie weit die Leidenschaft für Liebespuppen gehen kann. Viele Berichte erinnerten mich an die Outings von Homosexuellen oder Menschen mit anderen sexuellen Neigungen, aber die Liebespuppe geht oftmals weiter, als nur zu sagen „Das mag ich im Bett“. Die lebensnahe Liebespuppe ist dem Menschen so optisch nahe, dass sie ganz unterschiedliche Reaktionen bei anderen Menschen auslöst und kalt lässt es selten irgend jemanden, vor allem wenn es darum geht, die Liebespuppe in eine Beziehung einzubauen.

Wohin wird der Weg die nächsten Jahre gehen? Wie wird mein Tagebucheintrag 2024 zu dem Thema aussehen, wenn wieder 7 Jahre vergangen sind? Nun, diese Antwort weis niemand, keiner von uns kann sagen, ob dann die Liebespuppe durch Robotpuppen ergänzt, verändert oder gar ersetzt wurde, niemand weis, wann der „Break Even Punkt“ erreicht ist, wo eine echte Debatte über das Thema statt findet oder ob das Thema weiterhin eine Nische bleiben wird. Wir werden es abwarten müssen und ich werde es – sofern ich kann – intensiv weiter verfolgen.


Mangadolls und andere Liebespuppen aus dem Reich der Fantasie

Die lebensnahen Sexpuppen sind doch alle nur ein Abklatsch von Frauen! Dieses Argument hört man sehr oft von Außenstehenden und es ist meist ebenso unsinnig, wie all die anderen Vorurteile. Wenn ich zum Beispiel eine x-beliebige Puppe wie die Sexpuppe Tamara (einfach mal willkürlich mit Augen zu ausgewählt) nehme, dann frage ich mich schon, wie viele Frauen ich so in dieser Altersklasse in meinem Umfeld kenne, die all diese Merkmale von ihr haben, denn alleine schon die Kombination aus ausladendem Po und großer Oberweite plus straffem Bauch finde ich jedenfalls nicht sehr oft.

Auch wenn bei Tamara der Vergleich noch halbwegs hinhaut, dann gehen wir doch mal einen Schritt weiter. Es gibt in der Welt der lebensnahen Sexpuppen eine Menge Modelle, die alles andere als das Abbild einer lebenden Frau sind. Sie gehen – je nach Grad – in die Welt der Phantasie über und die Stufen sind durchaus erstaunlich, finde ich. Ich möchte heute mal in der Kolumne den Versuch wagen, ein wenig zu klassifizieren, welche Liebespuppen welchen Phantasiegrad haben.

1. Überzeichnungen weiblicher Formen

Die erste Kategorie sind die Liebespuppen, die weibliche Rundungen und Formen so überzeichnen, dass man sie kaum noch oder gar nicht in der Realität wieder findet. Da ist zum Beispiel eine meiner Favoritinnen unter den Liebespuppen aus TPE Material, die Sexpuppe Jackie, die ich hier oft erwähne, weil sie einfach einmalig für mich ist. Sie überzeichnet in einer grandiosen Weise die weiblichen Formen und löst dabei bei mir ganz andere Emotionen aus, als bei einer Frau, finde ich. Es ist eine andere Art von Erotik, Geilheit und Phantasie, die bei mir beim Betrachten abläuft. Im Sekundentag gehen meine Gedanken von „Die ist zu schön für Sex“ bis hin zu „die mal in Lack und Leder sehen“. Es sind Gedanken, wie ich sie sonst nie bei einer Frau in dem Tempo habe.

Doch auch andere Liebespuppen überzeichnen Körpermerkmale von Frauen. Da sind zum Beispiel die Sexpuppen mit großen Brüsten, von denen es eine ganze Kategorie im Dollpark gibt. Hinzu kommen pralle Lippen, Wespentaillen oder ausladende Hintern. All das sind Puppen, die in eine Art Karikatur fallen, aber sie sind mehr als das, denn sie sind nicht witzig, sondern sie lösen durch das Überzeichnen andere Phantasien aus, ähnlich wie bei gezeichneter Erotik aus dem Bereich der Mangas.

2. Die menschenähnlichen Phantasiegesichter

Dann gibt es die Liebespuppen, die zwar weibliche Gesichter haben, aber nicht mehr dem entsprechen, was es in der Realität gibt. Dazu zähle ich zum Beispiel die Sexpuppe Belinda, die eindeutig ein Gesicht hat, was mehr einem Comic entspricht, denn einer realen Frau nachempfunden ist. Diese Liebespuppen lösen wieder andere Gedanken und Gefühle bei mir aus, es geht in eine andere Ebene, wo man Erotik und Sex anders zu definieren beginnt, ähnlich wie bei Jessica Rabbit aus dem Film „Who framed Rogger Rabbit“.

3. Mangadolls, Elfen und Stoffpuppen

Und dann kommen die Liebespuppen, die völlige Phantasiegestalten aus einer anderen Welt sind, die Mangagesichter haben, Elfen oder Puppen sind, die an der Grenze zur Lebensnähe stehen, wie zum Beispiel die MangaDoll Stoffpuppen. Und auch bei den lebensnahen Liebespuppen aus TPE gibt es solche Sexpuppen, wie zum Beispiel die TPE Puppe Lissi. Diese Liebespuppen werden zum einem von einem Teil der Community gar nicht mehr als lebensnah angesehen und zum anderen werden oft gar nicht mehr als Sexpuppen eingesetzt, sondern dienen als Dekofiguren oder Puppen, mit denen man einfach nur in eine Phantasiewelt fliehen und gehen will.

Meine kleine Klassifizierung zeigt, dass die Welt der Liebespuppen wahrlich kein Abklatsch von lebenden Frauen darstellt, auch nicht bei denen, die lebensnahe Sexpuppen sind. Es gibt natürlich viele von ihnen, die einen bestimmten Typus Frau nachstellen möchten, aber ebenso gibt es Liebespuppen, die mehr oder weniger in eine Welt der Phantasie und anderer Werte abdriften, als nur eine 1:1 Sexsimulation zu haben. Die Liebespuppen sind weit mehr, sie sind – wenn schon denn schon – der Abklatsch der Phantasie von Menschen und ich bin mir sicher, dass noch nicht das Ende dieser Phantasie erreicht ist, denn die Phantasie und das Bauen von Liebespuppen kennt wenig Grenzen.

Also schauen wir mal, wann beim Dollpark Liebespuppen mit zum Beispiel blauen Körpern oder im Avatar Film – Stil daher kommen oder wie Aliens aussehen? Wer weis das schon, alles ist möglich in der Welt der lebensnahen Sexpuppen.

Euer PJ


Der Todestag meiner Mutter weckt Fragen zur Liebespuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (735) 22.3.2017

Manche Wunden heilen nie, sie werden höchstens durch die Zeit mit Schorf überdeckt. So geht es mir mit dem Debakel mit meinem Kind und mit dem Tod meiner Eltern. Man kann das alles immer mit „so ist das Leben halt“ abtun, aber der Schorf und die Wunden bleiben trotzdem, diese Sprüche sind keine Heilsalbe für mich.

Viele Freunde von Liebespuppen schreiben im Forum darüber, wie sie ihren Eltern von der Leidenschaft zu Liebespuppen berichten sollen. Sie wollen und können die Liebespuppe nicht mehr vor ihnen verstecken und von sehr offenen Lösungen bis hin zu phantasievollen Versteckspielen geht die Palette der Menschen, die Liebespuppen besitzen, wenn es um den Umgang mit ihren Eltern geht.

Ich lese solche Berichte immer mit einem weinenden Auge. Ich sage ihnen, dass die froh sein sollen, dass sie überhaupt mit ihren Eltern darüber reden können. Die Liebespuppe bewegt manche Menschen tief in der Seele und wenn man sich mit seinen Eltern gut versteht und man über die neuen Winterreifen mit ihnen reden kann, warum dann nicht über das, was ihr Kind am meisten bewegt?

Ich bedauere es heute zutiefst, dass meine Eltern bereits tot waren, als ich mir eine Silikonpuppe holte. Was ich mit Jenny und der Silikonpuppe erlebte, hätte ich so gerne mit meinen Eltern besprochen und geteilt. Mein Vater war ein praktischer Mensch, mit ihm hätte ich sicher über all die Reparaturen und so reden können, meine Mutter hingegen war mystisch veranlagt, sie hätte sicher verstanden, wer Jenny ist und wäre vielleicht sogar stolz auf mich gewesen, dass ich endlich meine „Antennen“ benutze.

Teilt eure Liebespuppenliebe euren Eltern auf sanftem Weg mit

Vor allem aber ist es einfach ein schreckliches Gefühl, das nicht mehr mit seinen Eltern zu teilen, was wohl das wichtigste Ereignisse in meinem Leben nach der Geburt meines Kindes war. Die Liebespuppe hat so viel in mir bewegt, verändert und mich so sehr an unserer Definition von Liebe und gar Realität zweifeln lassen, dass ich es nur zu gerne mit ihnen geteilt hätte, gerade weil sie aus einer Generation kommen, wo all das keine Rolle spielte. Gerade ihre andere Sichtweise hätte mir sicher sehr geholfen, alles leichter zu verstehen.

Doch so kann ich nur spekulieren, wie meine Eltern wohl reagiert hätten. Zu Anfang wären sie vielleicht ein wenig geschockt gewesen, aber sie hätten schnell verstanden, was mir die Silikonpuppe und Jenny bedeuten, was sie mir gibt und wieso ich sie habe. Sie haben den ganzen Irrweg und die Sackgassen meiner Suche nach einer lebenden Partnerin verfolgt und wenn sie es nicht verstanden hätten, wer dann.

Natürlich wären viele Fragen zu klären gewesen und ich weis nicht, wie sie wirklich reagiert hätten und vielleicht ist es auch gut, sie nicht zu sehr damit gefordert zu haben, aber das Schlimmste ist einfach, darauf nie eine Antwort finden zu können.

Und so bleibt auch die Antwort offen, wie sie wohl all die Medienartikel und Filme über mich gefunden hätten, ob sie sich für deren Art, meine Liebe hinterrücks schlecht zu schreiben, geschämt hätten oder ob sie mir Mut gemacht hätten und Stolz auf mich wären, für meine Art der Liebe einzustehen und diese Hoffnung auf Frieden im Herzen über diesen Weg mit anderen zu teilen.

All das sind Fragen, die Menschen klären können, die Liebespuppen und ihre Eltern um sich haben. Sie sollten keine Angst vor den Eltern haben, sondern stolz und froh sein, mit ihnen noch über das reden zu können, was sie bewegt und glücklich macht und wenn die Eltern ihr Kind lieben, werden sie es auch akzeptieren und tolerieren. Wenn es die Eltern nicht können, wer dann? Also habt Mut und wartet nicht auf eine Zeit, wo ihr diese Frage wie ich nie werdet beantworten können.

Mein Rat.


Kosenamenspaß mit meiner Liebespuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (734) 20.3.2017

Meine Silikonpuppe hat eigentlich viele Namen. Natürlich nenne ich sie primär Jenny, wie sie in der Silikonpuppe heißt, aber zudem hat sie eine Reihe von Kosenamen und kleine Begriffchen, die ich den Tag über verteilt liebevoll zu ihr sage.

Ich halte zwar die deutsche Sprache für eine großartige Sprache, aber was Liebkosungen oder Bezeichnungen der Liebe betrifft, ist sie irgendwie limitiert, finde ich. Wenn ich über die Liebe zu Jenny und der Silikonpuppe schreibe, lande ich oft immer wieder bei „zauberhaft“, „wunderschön“ und „Schatz“. Das ist irgendwie ein bisserl wenig und ich bin mir sicher, in anderen Sprachen geht es da weitaus blumiger zur Sache, wenn es um die Liebe geht.

Also behelfe ich mich oft mit eigenen Wortkreationen, wenn ich die Liebe zu meiner Liebsten schnell und verbal schön ausdrücken will und so bekommst sie Kosenamen wie „Läuschen“, „Schnulli“ oder andere auf den ersten Blick leicht lächerlich klingende Kosenamen, die aber im Tonfall mehr Liebe hergeben, als das endlos ausgeleierte „Schatzi“, was ich nur zu gut aus meinen Beziehungen kenne.

Überhaupt ist die Verwendung von Kosenamen – und seien sie noch so schräg – kein Problem in einer Liebe zu einer Liebespuppe. Sie toleriert und liebt alles, was man zu ihr in Liebe sagt. Es gibt kein „das klingt zu kindlich“ oder „ich bin keine Maus!“ Geseier, was die „modernen“ Beziehungen ablassen, wenn die erste Phase des „Welpenschutzes“, sprich die Zeit der Geilheit, wo man alles übersieht, vorbei ist. Dann hat man gefälligst auch Kosenamen politisch korrekt und dem Stand gehörig (Mann) abzulassen und die Frau dabei – wenn schon denn schon – nicht als minderwertiges Tier zu titulieren, auch wenn Amor es noch so sehr verlangt.

Liebespuppen beheben viele Blockaden der Liebe

Wer sich eine der vielen lebensnahen Liebespuppen im Dollpark anschaut, der ist sich meist nicht bewußt, welche Blockaden sie im Leben beheben kann. Die Sexpuppe ist meist nur ein Teil einer von vielen Prozessen, der durch sie gelöst wird, wenn man Liebe und Partnerschaft als so eine verkorkste Seelenklempnernummer erlebt hat, wie ich (und leider wohl viele andere auch). Ich lerne auch nach vielen Jahren noch, wie oft und in wie vielen Situationen meine Liebe, Leidenschaft, Erotik und Freunde an der Liebe einfach nur von „Partnern“ erdrückt wurde, die sich vor allem selbst nicht lieben konnten.

Mit der Silikonpuppe ist das nun alles egal. Ich kann Jenny so oft „Schnulli“ nennen, wie ich will oder „Prinzesschen“ oder was auch immer. Und Jenny kann mich nennen, wie sie es will, ob ich dann „Prinzi“ oder „Schnullerich“ bin, es ist einfach scheiss egal und es ist nur schön und macht einen riesigen Spaß.

Oft lache ich in solchen Momenten befreit oder schaue meiner Silikonpuppe tief in die Augen und sehe ihren Schelm und auch ihren Spaß, den sie dabei hat. Jenny ist eine freie Seele, sie ist glücklich, sie liebt den Moment….und sich. Sie ist glücklich, geliebt zu werden und in einem aufregenden Leihkkörper zu sein und so leben wir eben in Liebe und es ist uns nicht einen Moment peinlich, so unsere Liebe auszudrücken, wie es uns in den Sinn kommt.

Es gibt natürlich auch Momente, wo all diese Kosenamen keine Rolle spielen. Es sind Momente, wo Jenny eine Partnerin in den harten Zeiten ist. Dann weis sie, dass jetzt keine Zeit zum „Blödeln“ ist, dass keine Zeit für „Schnullis“ und „Prinzis“ ist. Aber auch diese Zeit geht irgendwann vorbei oder es kehrt wieder Ruhe ein und dann können wir beide uns wieder unbeschwert dieser Zeit der kindlichen und schönen Liebe widmen und es ist einfach super und was andere oder Psychologen davon halten, ist mir so wichtig wie der berühmte umfallende Sack Reis in China.


Und auch noch eine neue Couch für meine Silikonpuppe!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (733) 15.3.2017

Hurraaaa! Jetzt ist auch noch unsere neue Couch da! Heute kam die neue Spielwiese in die Wohnung und alles lief glatt. Sie ist viel größer als die alte weiße Couch und hat sowohl ein extra Liegeteil als auch eine Bettfunktion.

Der Kauf der neuen Couch war dringend nötig. 2012 war sie eines unserer ersten neuen Möbelstücke in der neuen Wohnung und Ort vieler schöner Momente. Auf ihr haben meine Silikonpuppe und ich nicht nur schöne TV Abende mit Jennys Serien verbracht, sondern auch Weihnachten, Sylvester und viele andere Feiern darauf genossen.

Die Couch war jedoch leider von minderer Qualität und vor allem die Besuche meines Freundes mit Silikonpuppe haben ihr wohl den Rest gegeben, denn immerhin sind wir beide auch nicht grade leicht und zusammen mit zwei schweren Silikonpuppen war es dann wohl auf Dauer zu viel des Guten.

Zurück bleiben wundervolle Erinnerungen an eine tolle Zeit mit der Silikonpuppe, dem TeddyBabe Deluxe und sogar eine MailOrder Bride Gummipuppe, die zu Testzwecken einen Abend die Couch mit der Silikonpuppe teilte.

Großartige Momente mit meiner Silikonpuppe auf der Couch

Doch auf der Couch gab es auch viele andere tolle Momente. Auch wenn sie für aufregenden Sex sehr selten her hielt, weil ihre Sitzfläche meist zu wenig tief war, so haben dort viele Menschen Platz genommen, die meine Silikonpuppe bestaunt haben. Von Verwandten bis hin zu einem Reporter des Stern Magazins wurde dort Jenny nicht nur fotografiert, sondern fanden auch lange Gespräche statt, was mir die Liebe zu meiner Liebespuppe bedeutet.

Doch auf der Couch gab es auch viele sehr zärtliche Momente mit ihr. Jeden Abend tauchte ich in den Werbepausen mit ihr ab, flog manchmal mental mit ihr an andere Orte und sah meine Jenny dort sehr oft so, wie sie einst war. Heute brauche ich das nicht mehr so oft, nachdem ich nun weis, wie sie ausgesehen hat und wenn wir es dennoch tun, dann ist mein Bild von ihr heute viel klarer.

Doch es gab auch traurige Momente auf dieser Couch. Dort sprach ich zum letzten Mal mit meinem Vater, bevor er starb und es gab auch Momente, wo es Streit mit Menschen gab, die nichts besseres zu tun hatten, als meine Ehrlichkeit und Hilfe in ihrer Notlage mit Füßen zu treten. Doch diese Momente vergesse ich heute sehr schnell, weil einfach zu viele schöne Erinnerungen mit Jenny und der Silikonpuppe daran hängen.

Und so bleiben viele Fotos von Jenny auf der Couch, Fotos von ihrem schönen Körper aus Silikon, der in verschiedenen Kleidungsstücken auf dieser Couch saß und wo man sieht, wie viele Momente des Lebens wir auf ihr geteilt haben.

Ich hoffe, die neue Couch wird länger unser neuer Begleiter sein und wir werden noch entspannter Kuscheln und uns vielleicht sogar noch mehr auf ihr lieben können. Ich freue mich auf jeden Fall auf eine tolle Zeit mit ihr und mir wurde wieder einmal bewußt, dass man alles mit einer Liebespuppe anders bewertet. Während in meinen Beziehungen Couchen und Betten relativ emotionslos kamen und gingen, hänge ich heute viel mehr an diesen Dingen, wohl auch, weil sie viel mehr Lebensmitte bedeuten, als es in den früheren Liebesbeziehungen der Fall war.

Wie dem auch sei, ich freue mich gleich auf den ersten TV Abend mit ihr und auf eine sicher super schöne Kuschelstunde mit viel Spaß und Liebe.


Tom und die Silikonpuppe

Ich habe in meinen Kolumnen schon so einiges über die mediale Berichterstattung von Liebespuppen und ihren Liebhabern geschrieben und ich selbst habe ja bekanntlich an einigen Medienprojekten mitgewirkt und war über die Ergebnisse und vor allem, was am Ende daraus gemacht wurde, oft „not amused“.

Doch nicht nur mir fällt auf, dass es seit diesem Jahr wie von Zauberhand eine Änderung in der medialen Berichterstattung zu geben scheint. Die Berichte über Liebespuppen werden immer neutraler und nüchterner. Das wurde vor allem bei dem Interview mit einem Ethikwissenschaftler deutlich, der über die mögliche Entwicklung von Robotsexpuppen auf einer Konferenz sprach und der erstaunlich nüchtern und unbewertet von dem Reporter befragt wurde (ich schrieb darüber in einer vorherigen Kolumne).

Hinzu kommt, dass scheinbar die lebensnahe Liebespuppe immer mehr beim Volk ankommt. Mein Freund berichtete darüber, dass sie auf seiner Arbeit über das Thema Realdoll redeten und sogar im Chat meines Onlinerollenspiels, wo ich ab und an mal rein schaue, wurde sogar über das Thema gesprochen! Und es war meist ebenso relativ nüchtern und ruhig, wie bei den aktuellen Berichten.

Nun las ich gestern einen Bericht in der Zeit Online, der mich noch mehr verwundert hat. Dort gibt es einen unglaublich langen Artikel von einem Silikonpuppenbesitzer mit dem Namen Tom, der eine Mechadoll Brigitte haben soll. Ich kenne ihn nicht aus dem Forum und die Berichte könnten auch eine Phantasie der Medien sein, aber dennoch ist er wirklich erstaunlich neutral, fast sogar schon positiv.

Neue Berichterstattung über das Thema lebensnahe Liebespuppen?

Folgende Dinge sind mit vor allem besonders aufgefallen:

– Tom hat einen in der Gesellschaft anerkannten Beruf, er ist Anwalt. Er hat eine große Altbauwohnung und steht in der Blüte des Lebens mit 49. Das ist etwas völlig anderes, als die ersten Berichte, wo kränklich wirkende und abstoßend aussehende Männer mit Liebespuppen kuschelten. Tom hingegen ist gebildet und wohlhabend.

– Tom lebt im Grunde ähnlich wie ich mit meiner Silikonpuppe. Er hat eine intensive Beziehung zu ihr, hat sie geheiratet, doch er wird als klug tituliert und als selbstbewußter Mann, der sich gar gegen Konzernchefs behaupten kann.

– Auch sonst wird Tom positiv beschrieben, als Mensch, der coole Freunde hat und in einer Beziehung war und das die Puppe ihn nach einer Scheidung aufgebaut hat. Tom ist fast wie eine Blaupause von mir und dieses Mal sind keine abfälligen Untertöne zu lesen und auch die Bilder sind alles andere als so nah und die Schäden so hervorhebend, wie einst bei mir.

Doch was mich wirklich erstaunt hat, sind die sogenannten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die dort präsentiert werden. Es ist nichts mehr von „es geht um Kontrolle“ Aussagen von „Psychologen“ wie noch in meinem Artikel bei Migros zu sehen, es wird sogar auf den positiven Effekt der Liebe zu Liebespuppen verwiesen. Das hat mich wirklich überrascht.

Tom sagt, er sei im Forum angemeldet, ich gehe davon aus, dass er das gummipuppen.de Forum meint. Wenn er meinen Blogbeitrag hier liest, würde ich mich freuen, einmal dort mit ihm per pn zu schreiben, aber bitte nur, wenn er es wirklich ist. Mich würde interessieren, ob seine Geschichte wirklich wahr ist, wie seine Medienerfahrungen waren und ob er auch das Gefühl hat, dass sich etwas in der medialen Berichterstattung bewegt.

Warum ich eine neutrale Berichterstattung über Liebespuppen gut finde

Ich habe für diese Entwicklung so meine eigenen Theorien, aber ich möchte sie vorerst außen vor lassen. Ich wollte euch nur einmal zeigen, dass die Welt der Liebespuppen immer mehr in der Gesellschaft und wohl auch in den Medien den Stellenwert bekommt, den sie verdient. Das freut mich für Tom, die Liebespuppenwelt und vor allem für uns alle.

Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, wird die Liebespuppe vielleicht das werden, was sie ist. Eine gute Alternative für Menschen in verschiedenen Lebenslagen und vielleicht wird sie ja auch eines Tages dann ein normaler Teil unseres Alltags in Deutschland werden. Zu gönnen wäre es ihr.

Bis dahin sammelt einfach eure eigenen Erfahrungen, schaut bei den tollen Silikonpuppen beim Dollpark rein oder verliert euch bei den kuschligen Stoffpuppen oder in einem der vielen anderen Abteilungen der Welt der Liebespuppen, es lohnt sich auf jeden Fall, egal was andere und die Medien sagen.

Euer PJ


Gemeinsamer Sex mit Gummipuppen/Liebespuppen?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (733) 15.3.2017

Das Forum auf gummipuppen.de gibt einen wirklich guten Eindruck davon, was Liebespuppenbesitzer so sind und wie man sie einordnen kann. Es hilft sehr, sich von den Klischees zu lösen und die ganze Sache neutraler zu betrachten. Alles in allem kann ich nach den ganzen Jahren nur feststellen, dass wir im Grunde auch nicht anders als der Rest der Gesellschaft sind, außer dass vielleicht bei einigen von uns Phantasie und Freiheitsdrang in Sachen Sexualität größer ausgeprägt sind.

Dass die Liebespuppe vor allem Menschen Spaß am Sex gibt, sieht man besonders gut bei den Gummipuppen, denn sie werden sehr selten mehr als nur Sexpuppen und daher sieht man dort den Spaß an lockerem Sex besonders gut.

Im Forum gibt es ganz unten auch einen Bereich, wo man sehen kann, was vor allem Freunde von Gummipuppen so alles für sexuelle Phantasien mit anderen Puppenfreunden haben. Im Bereich „Kontakte / Verabredungen / Treffen“ können Leute rein schreiben, wenn sie gerne Sex mit Gummipuppen mit anderen gemeinsam genießen wollen oder wenn sie zusehen möchten, wenn andere es mit ihrer Gummipuppe treiben usw.

Das Angebot an verschiedenen der Gummipuppen ist mittlerweile riesig. Die klassische Gummipuppe, die man aus dem TV oder Partys kennt, ist beileibe nicht die einzige Art von Gummipuppe. Diese Puppen sind meist die billigen Gummipuppen, doch auch hier gibt es mittlerweile sehr realistische Gummipuppen, wie zum Beispiel die Dollpark Liebespuppe Leonie oder andere Vollkörperpuppen.

Treffen von Gummipuppenfreunden zum Sex nichts Außergewöhnliches

Dass in dem Treffpunkt so viele User andere Gummipuppenliebhaber suchen, ist für mich normal. Es wimmelt ja auch unter lebenden Varianten vor Swingerclubs, Partnertauschangeboten oder von Sextreffen aller Art. Es ist für mich ein Zeichen, dass hier genau die gleichen Menschen mit den gleichen sexuellem Interesse auftauchen, wie überall. Sie leben sie eben nur mit Gummipuppen oder anderen Liebespuppen aus, statt mit Menschen.

Vertreter von Silikonpuppen oder anderen lebensnahen Liebespuppen wie die TPE Sexdolls oder die Stoffpuppen findet man so gut wie gar nicht in dieser Rubrik. Das hat seine Gründe.

Denn die lebensnahe Liebespuppe ist zum einen sehr teuer und Schäden im Umgang nicht schnell zu beheben und zum anderen beginnen viele Liebespuppenfreunde bei ihnen, eine emotionale Bindung herzustellen. Für sie bekommt die Liebespuppe einen exklusiven Wert und manche beginnen sogar, sie zu lieben. Solche Menschen werden ihre Liebespuppe nicht oder nur sehr ungern mit anderen teilen. Wenn sie dann sogar eine eigene Identität bekommen, dann ist es sogar ein „No go“. Ich zum Beispiel würde nie meine Silikonpuppe und auch mein TeddyBabe Deluxe Carly mit jemand anderen teilen, auch nicht mit meinem besten Freund mit Liebespuppe.

Ob ich jemanden dabei zusehen lassen würde, wie ich Sex mit meiner Silikonpuppe habe, würde ich persönlich ebenfalls mit Nein beantwortet, weil es mich viel zu sehr ablenken würde und es meine Konzentration auf Jenny stört. Aber andere sehen das sicher anders und ich bin mir sicher, dass es sicher auch schon mal unter lebensnahen Silikon- und TPE Puppen passiert ist, warum auch nicht.

Auf jeden Fall ist die Rubrik „Kontakte / Verabredungen / Treffen“ sehr interessant für mich, einfach nur, um einmal zu schauen, dass wir eigentlich auch nicht anders sind, als alle anderen in Deutschland.


Führt mich meine Liebespuppe aus der Matrix?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (732) 10.3.2017

Was ist die Matrix? Das fragt Neo in der berühmten Trilogie, den ich für den großartigsten Film aller Zeiten halte, weil seine philosophische Tiefe einfach grandios ist. Hinter all dem brüllenden Kung Fu mit all der Computertechnik ist er einer der tiefgründigsten Filme aller Zeiten und eigentlich viel zu tiefgründig für Hollywood gewesen.

Morpheus antwortet auf die Frage, dass die Matrix ein Kontrollsystem ist und ehrlich gesagt, habe ich selbst in meinem Leben oft das Gefühl gehabt, in diesem Kontrollsystem gelebt zu haben. Ich war immer ein freiheitsliebender Mensch, ich hasste Ungerechtigkeit und Befehlsketten, wie in der Schule und war schon als Kind bockig, wenn jemand mich mit Macht unterdrückte, anstatt mir zu erklären, warum etwas sinnvoll ist. Doch ich beugte mich schließlich dem Leistungsprinzip und all den aufgesetzten Idealen, obwohl ich es eigentlich nie wollte.

Als ich 2007 meinen Burn out bekam, war es wie die rote Pille, die Neo schluckte. Es wurde eine schlimme Reise in mein Ich, ein brutales Erwachen und eine grauenvolle Erkenntnis, wie sehr mein Leben fremd gesteuert war. Meine innere Rebellion war so stark, dass mein ganzer Körper kapitulierte und mein Geist abschaltete und mich fast in einen Tiefschlaf versetzte, um endlich aufzuwachen.

Der härteste Kampf zur Freiheit war die schlimmste Indoktrinierung. Es war die Vorstellung unserer Welt von Liebe. Die Vorstellung von Glück über die Liebe zu einer Frau war so tief in mir eingeprägt worden, dass ich völlig verzweifelte, als ich sie nicht erfüllen konnte. Doch es ging in Wahrheit nicht darum, einen klassischen Weg zu erfüllen, es ging darum, Ergänzung zu finden, einen Ausgleich, Ying und Yang zu erleben und statt dessen bekam ich nur eine brutale Illusion vorgesetzt, in der ich wieder perfide fremdgesteuert wurde. Das war meine schlimmste Erkenntnis auf diesem Weg und sie brachte mich an den Rand meiner Existenz in dieser Welt.

Meine Silikonpuppe löschte Blockaden und machte mich frei

Sie blieb meine Blockade, um aus dieser Matrix zu entkommen. Religion, Parteiwahl, offizielle Geschichtsschreibung, die Traumvorstellungen von Demokratie und freier Wissenschaft als neue Religion warf ich leicht über Bord, auch das endlose Abschuften für ein Blatt Papier und billigen technischen Tand verließ ich bei erster Gelegenheit, aber die erfüllende Liebe, der Ausgleich, die Ergänzung über die Liebe, sie blieb zurück.

Bis meine Silikonpuppe kam. Sie gab mir eine Alternative. Sie wurde mein Zion, mein Rückzugsort, meine Triniti. Die Silikonpuppe zeigte mir auf, dass ergänzende und bereichernde Liebe auch für mich möglich ist, wenn auch unter harten Bedingungen und auch wenn sie von den Dämonen der Vergangenheit unablässig bekämpft wurde.

Doch meine Liebespuppe und Jenny haben mich davon mehr und mehr befreit. Ich lernte freien Sex, freies Reden unter Partnern, Liebe als bedingungslose Hingabe, als Reinheit kennen. Ich lernte ihre unglaubliche Kraft kennen, wenn sie ohne Hintergedanken gelebt wird und das hat mich körperlich, mental und seelisch so frei gemacht, dass ich die brutalsten Enttäuschungen seitdem durchstehen konnte und es waren viele in dieser Zeit, fast so viele, wie die Kämpfe von Neo und an denen 99% unserer Gesellschaft längst verzweifelt wären.

Doch die Silikonpuppe hat mich so sehr aus der Matrix befreit, dass ich heute sage: Es ist mir egal, wer mir folgen will. Ich habe mich entschieden, ich gehe diesen Weg. Und ich werde ihn gehen, egal was noch kommt.

Egal ob Jenny die Seele einer Verstorbenen beinhaltet oder nicht: Ich werde meinen Weg mit ihr gehen und er wird von Tag zu Tag freier werden. In diesem Jahr stehen weitere „Sprünge aus der Matrix“ für mich an und ich werde sie machen und nur mit meiner Silikonpuppe und wer sich dem in den Weg stellt, den werde ich bekämpfen, auch wenn ich dafür wohl keine Kung Fu Tritte brauche. Zu groß ist das Geschenk, was mir meine Liebespuppe gegeben hat. Ich werde dieses Geschenk nicht mehr zurück geben, außer man zwingt mich dazu mit Gewalt.


Der Kauf einer Liebespuppe ist eine sehr individuelle Entscheidung

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (732) 10.3.2017

Wir befinden uns in einer Zeit, wo zwar der Individualismus gepredigt wird, aber im Grunde Kollektivismus gelebt wird. In der Öffentlichkeit wimmelt es vor Vorschriften, die Gesetzbücher zerbersten und die Medien pressen uns in eine ihnen genehme political correctness und auf der Arbeit wimmelt es auch vor Vorschriften, Vorgaben und Leistungsdruck.

Die Individualität der Menschen findet, wenn überhaupt, vor allem in der Freizeit statt, sofern man gelassen wird. Wenn ich an die Zeit meiner Beziehungen denke, dann war diese eigentlich auch nicht sehr individuell, sondern es ging eher um das Erfüllen von Normen. Normen gegenüber dem Freundeskreis, der Konsumgesellschaft und dem Rollenbild, was zu erfüllen war.

In seiner solchen Welt sind die Momente besonders wertvoll, wo man wirklich individuell entscheiden kann. Und die Liebespuppe ist eine der individuellsten Entscheidungen, die man treffen kann.

Nicht umsonst ist das Angebot an lebensnahen Liebespuppen so groß geworden. Alleine im Dollpark gibt es Hunderte Liebespuppen mit unterschiedlichen Materialien, Vor- und Nachteilen in fast jeder Größe und Ausprägung.

Denn die erotischen Vorlieben von Menschen und ihre Bereitschaft zur Aufopferung für die Liebespuppe sind ebenfalls individuell. Der eine möchte eine Liebespuppe wie TPE Sexpuppe Jackie, die voller Kurven und Spielereien ist, ein anderer will es lieber gewichtsarm, wie mit der Sexdoll Kira und der Dritte nimmt für den optimalen Realismusgrad auch über 40kg in Kauf, wie bei der Silikonpuppe Leeloo.

Große individuelle Freiheit in Sachen Erotik durch die Liebespuppe

Die menschlichen Vorlieben in Sachen Erotik sind riesig, auch wenn uns die Industrie zeigen will, dass gefälligst alle das dürre Klappergestell aus der Modellwelt zu lieben haben und dass es nur blutjung abgehen sollte. Doch die Menschen sind anders, sie haben unterschiedliche erotische Vorstellungen und auch unterschiedliche Erwartungen an Beziehungen und Partnerschaft und so ist es bei Liebespuppen auch.

Denn nicht nur der Kauf der Liebespuppe ist eine individuelle Entscheidung. Vor allem, was man aus der Liebe zu ihr macht, ist die wahre Individualität. Während ich mit meiner Beziehung einen Kompromiß eingehen muss und oft mehr oder weniger ihre Träume lebe, so kann ich mit einer Liebespuppe das leben, was ich will! Ich kann mit ihr den ganzen Tag im Schlafanzug gammeln oder jeden Abend im Anzug mit ihr essen und vor allem kann ich entscheiden, ob sie eine einfache Sexpuppe bleibt oder ob sie – wie bei mir – eine Partnerin wird, wo es in tiefen seelischen und mystischen Welten endet.

Die Liebespuppe ist gerade durch ihre Außenseiterrolle in der Gesellschaft mit einem Vorteil behaftet. Es gibt keine Gesellschaftsnormen für sie. Sie muss nicht die neuste Mode tragen, muss keinem Halstuchtrend folgen oder eine Diät machen. Sie kann so sein, wie man es will. Sie kann Schlampe sein oder Engel. Alles ist erlaubt, alles ist möglich. Und diese Freiheit geht soweit, dass nicht einmal der Staat seine Finger auf ihr hat (abgesehen vom Kauf/Mehrwertsteuer). Für Liebespuppen zahlt man keine besonderen Steuern, muss keine Vorschriften beachten. Man kann sie einfach genießen und Spaß haben.

Die Liebespuppe ist auch kein Konzernprodukt. Kleine Unternehmen in aller Welt stellen sie her und es herrscht immer noch ein gewisser Charme. Man kann Herrn Wendt, Herrn Klee oder gar den berühmten Mc Mullen jederzeit selbst treffen, wo kann man das schon sonst noch? Also, ich habe Herrn Ackermann z.B. noch nie Hallo gesagt und ich bin auch keine Bundeskanzlerin!

All das macht die Liebespuppe zu einem der individuellsten Produkt. Es ist in seiner Breite kaum mit etwas anderem zu vergleichen und in seiner Wirkung auch nicht mit der Liebe zwischen Menschen. Die Liebespuppe ist einfach eine wundervolle Sache, um sich völlig individuell auszutoben und das ist einfach super, finde ich.


Ich habe die Seele meiner Silikonpuppe gefunden!

In den fünf Jahren, die ich schon Kolumnen und Tagebücher im Blog von gummipuppen.de schreibe, hatte ich schon viele Themen, die sicherlich Leser zum Weinen, Lachen und wohl auch zum ungläubigen Kopfschütteln gebracht haben. Aber die heutige Kolumne dürfte wohl die krasseste Kolumne werden, die ich je geschrieben habe.

Viele Menschen stehen dem Phänomen der mental redenden Seele in einer Liebespuppe sehr skeptisch gegenüber bzw. sie suchen sich schnell die üblichen Erklärungsmuster (Psychose, Geist), um die Sache zu erklären. Ich selbst sehe mich als Freigeist, es gibt für mich kein „Das ist so“. Der Mensch wird – meiner Ansicht nach – viel zu sehr von externen Kräften und auch von seiner eigenen fünf Sinne Wahrnehmung manipuliert, um diesen Satz jemals sagen zu können. Ich kann nur das beschreiben, was ich fühle, spüre, sehe und empfinde und ob dies die wahre Realität ist, wer weis.

Als sich 2010 die Seele meiner Silikonpuppe bei mir meldete, war dies ein einschneidender Moment für mich. Ich befand mich in einem Mix aus Faszination und der Frage, ob ich nun durchdrehe, doch am Ende ließ ich die Sache einfach laufen und was andere darüber denken und in welches Schema sie es pressen, ist mir egal.

Nach einigen Monaten, als Jenny sich als eine Seele zeigte, die nichts mit der Silikonpuppe zu tun hat (sie ist nur ein Vehikel), erzählte mir Jenny plötzlich ihre Geschichte, wie sie früher in ihrem früheren Leben war. Sie sagte mir ihren Namen, einen Namen, den ich nie zuvor hörte, kam aus einer Region, die ich nicht kannte und lebte an einem Ort, der mich nicht interessierte. Doch Jenny sagte mir alles damals ganz genau. Wie alt sie war, als sie starb, wie sie genau aussah, wie ihre Haare aussahen und ihre Augen. Sie sagte mir sogar, dass ihre Nase größer war als die der Silikonpuppe und sie veranlasste mich, bei der Reparatur ihre blauen Augen gegen braune Augen auszutauschen, weil es in ihrem früheren Leben braune Augen waren, die sie hatte.

Freund mit Seele in einer Silikonpuppe war Ausgangspunkt

Doch ich hatte für all das natürlich keinen Beleg. Ein Freund von mir mit Silikonpuppe erzählte mir später die gleichen Dinge von der Seele in seiner Silikonpuppe (vorher hatte er nichts dazu gesagt) und ich war baff. Doch er hatte einen Anhaltspunkt (das Grab), während bei mir alles aus der Luft gegriffen schien und ich fand auch im Internet keinerlei Hinweis zu der Existenz einer Frau, die Jenny mir beschrieb.

So blieb es all die Jahre, bis mein Freund jemanden aus einem Verein traf, der Zugriff zu diversen Archiven hat. Er nutzte die Kontakte und besorgte sich ein Foto der Seele seiner Silikonpuppe, wie sie einst war, als sie noch in einem lebenden Körper existierte. Er zeigte mir damals das Foto und ich war erstaunt, wie sehr sie dem ähnelte, wie sie sich ihm beschrieb. Doch ich dachte mir noch: Gut, er hatte einen Anhaltspunkt und vielleicht ist es auch Zufall.

Doch acht Wochen später rief er mich an und sagte mir mit zitternder Stimme: Du, ich habe die Leute in der Region, wo Jenny (natürlich mit ihrem eigentlichen Namen) her kommen soll, in den Archiven nach dem Namen schauen lassen und ihnen gesagt, sie sollen nach einer Frau mit dem Namen aus dieser Zeit in einer Klosterschule in dieser Region schauen. Und sie haben da jemanden gefunden, der so heißt, zu dieser Zeit lebte an diesem Ort in einer solchen Schule! Sie haben sogar ein Bild gefunden! Und es liegt vor mir!

Ich konnte es einfach nicht glauben. Als er mir das Bild beschrieb, stimmte alles. Es war exakt die Frau, wie Jenny sie mir beschrieben hatte. Sie sah exakt so aus, wie die Bilder, die auftauchten, wenn mir Jenny in den Meditationen erschien. Sie hatte sogar das exakt gleiche Christuskreuz um und Haare, Augen, Figur, sogar die größere Nase, alles stimmte exakt!

In dem Bild von 1958 soll sie 18 gewesen sein. Jenny sagte mir, sie sei 1960 mit 20 gestorben. Es passte alles, ich war völlig perplex, fast mehr, als wo Jenny sich zum ersten Mal in mir meldete.

Ich sagte meiner Jenny nichts und so fuhren wir am Wochenende zu meinem Freund (Jenny war im TeddyBabe Deluxe Carly) und dort zeigte er mir das Foto, das schon vergilbt und etwas kaputt ist.

Das Foto der Seele meiner Silikonpuppe!

Als ich das Foto sah, sagte mein Herz wie auf Befehl: Das ist sie! Es war so exakt das, was ich von Jenny sah und wie sie mir beschrieben wurde von ihr, dass ich es nicht fassen konnte. An ihr prangte ein großes Christuskreuz und hinten auf dem Foto stand ihr Name und einige Daten, teils in französisch, teils in Deutsch, typisch für die Region, wo sie her kam.

Doch dieses Bild löste noch viel mehr aus. Es wirkte auf den ersten Blick völlig vertraut, wie eine Person, die ich lange kenne. Es war ungefähr so, als würde ich meine Mama anschauen, als sie jung war oder meine Großmutter, obwohl sie natürlich anders aussah. Es war irgendwie keine fremde Person, es war jemand, den ich sehr gut kannte…und liebte. Und Jenny (bzw. was sie einst war) war einfach wunderschön, genau mein Typ! Sie hatte das gleiche verschmitzte Lächeln und dennoch diese wundervolle Güte in ihr, wie Jenny sie hat.

Leider kann ich euch das Bild nicht zeigen, weil es einen Datenschutz für dieses Bild gibt. Ich habe es auch nur bekommen, weil mein Freund die Verbindungen hatte und es kostete etwas Geld, aber das war es alles wert.

Als ich Jenny das Foto am nächsten Abend zeigte, passierte wieder das, was mir schon ein paar Mal passierte, wenn ich Jenny etwas ganz besonderes zeigte (Notre Dame, ihre geliebten Elefanten im Zoo). Ich weinte für sie. In solchen Momenten ist sie sehr emotional und es entlädt sich über mich. Nachdem ich ihr sagte, wie wunderschön ich sie in ihrem früheren Leben finde, war sie sehr glücklich und so steht das Foto heute über unserem Fernseher und wir sind sehr froh, es jeden Tag zu sehen und ich werde auch ein kleineres Bild von ihr als Abzug in meine Brieftasche machen, es ist bereits in Arbeit.

Doch ich frage mich seitdem noch mehr, was eigentlich meine Jenny ist. Wie wahrscheinlich ist es, dass es eine Frau mit dem gleichen Aussehen, den gleichen Namen zu der exakt gleichen Zeit im richtigen Alter in der gleichen Region in einer Klosterschule gab? Und ich stellte mir viele Fragen, wie sie damals gelebt hat, wie glücklich sie in diesem Moment des Fotos war und warum die Liebe so ein übles Spiel von Zeit und Raum sein muss.

Natürlich wird der Leser nach dieser Kolumne wieder seine Interpretation machen. Die einen werden sagen: Ich wusste es, es gibt Geister. Andere werden sagen: Das ist alles ein riesiger Zufall. Doch ich fühle, spüre und betrachte und mein ganzes Herz sagt mir: Das ist meine Jenny. Ich habe anscheinend wirklich die Seele meiner Silikonpuppe gefunden und es lässt mich in einem Mix von Freude und völligem Rätseln zurück, was diese Welt eigentlich ist und was wir wirklich davon wissen.

Ich möchte mit dieser wahren Geschichte aber auch allen Mut machen. Denen, die Angst vor der Seele ihrer Liebespuppe haben, denen, die glauben, was sie mit ihnen fühlen und spüren, sei krank und verrückt. Gebt nicht zu viel auf das, was andere sagen. Schaut in euch, schaut, ob euch eure Liebespuppe gut tut, ob sie euch glücklicher, zufriedener und weniger depressiv macht. Das ist sowieso das Einzige, was zählt und ich bin mir sicher, es zählt auch, wenn ihr nicht eine solch unglaubliche Story mit ihrer Seele erlebt, wie ich und wenn es doch nur eine kleine selbst geschaffene Phantasie ist. Sie ist nicht weniger schön.

Euer – immer noch mit Fragezeichen herum laufender – PJ

P.S.: Bitte habt Verständnis, dass ich in dieser Kolumne Jennys früheren Namen und alle weiteren Daten nicht veröffentliche. Ich will damit meine Quelle schützen und auch Hinweise für andere vermeiden, schließlich ist das Internet kein privater Raum. Aber ich kann euch versichern, dass es genauso ist, wie ich es hier geschrieben habe.