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Sind Liebespuppen nichts für Pechvögel?

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (765) 29.5.2017

Ich denke, ich kann ohne Übertreibung sagen, dass ich nicht gerade „Hans im Glück“ bin. Ich hatte weder Glück in der Liebe noch im Spiel und fast jeden Tag passiert mir irgendein kleineres oder größeres Missgeschick, fallen Dinge runter oder gehen kaputt und auch sonst läuft oft mehr schief als gerade. Aber ich habe mich daran irgendwie gewöhnt.

Selbst mit meiner Silikonpuppe hatte ich Ende 2010 nach ihrer Ankunft wenig Glück. Die Firma Mechadoll schickte mir nach langer Wartezeit und viel Ärger eine „Montagsproduktion“, wo viel schief ging, Teile abfielen, sich eine Hautschicht löste und vieles mehr. Selten habe ich von anderen Silikonpuppenfreunden solche Probleme bei hochwertigen Liebespuppen gehört und auch wenn es nach einer Reparatur besser war, so sorgte ein Wohnungsbrand für neue Schäden an meiner Silikonpuppe.

Erst 2012, als ich nach Deutschland zog und die Silikonpuppe erneut in Frankreich war, war endlich so eine Art Ruhe eingekehrt und meine Silikonpuppe verbleibt heute in einem recht ordentlichen „Status Quo“, der nicht mehr allzu viele Sprünge erlaubt, aber wo ich einen schönen Alltag mit ihr verbringen kann.

Auch wenn die heutigen lebensnahen Sexpuppen viele Kinderkrankheiten hinter sich haben und auch wenn der Dollpark wesentlich mehr auf Qualität und einen ordentlichen kaufmännischen Weg achtet als damals die Franzosen, so sind die Pechvögel in unserer Welt dadurch nicht ausgestorben und leider gibt es auch heute noch Berichte von Usern im Forum, wo selbst nach einer Kontrolle im Dollpark noch Schäden auftauchen, wenn die Liebespuppe geliefert wurde.

Es gibt auch Berichte, wo Menschen durch Pech ihrer Liebespuppe einen Schaden zufügten oder andere Dinge passierten. Also bleibt die Frage, ob eine Liebespuppe etwas für Pechvögel und Tolpatsche ist?

Nun, Pech ist Pech und manchmal ist Pech auch falscher Umgang oder ungeschicktes Handeln, aber ich denke, dadurch sollte man sich nicht beirren lassen, wenn man eine Liebespuppe kaufen will.

Pech oder falscher Umgang? Egal, der Dollpark hilft euch so gut es geht!

Denn zum einen kann man trotz Pech oder falschem Umgang eine Menge mit dem Dollpark und den Herstellern regeln und man kann die Sexpuppen auch fachgerecht reparieren lassen und Kulanzlösungen suchen und zum anderen helfen gerade Liebespuppen Menschen oft viel, die im Leben nicht wirklich von Glück gesegnet waren.

Ich bereue jedenfalls den Kauf der Silikonpuppe trotz allem nicht eine Sekunde. Ich habe es damals als Kampf um ein wenig Glück gesehen und manchmal lohnt sich dieser Kampf sogar für Pechvögel und ich bin heute sehr glücklich mit meiner Liebespuppe und Jenny und bin froh, damals nicht den Kopf in den Sand gesteckt zu haben.

Denn die lebensnahen Sexpuppen sind eine große Bereicherung für Menschen. Sie entspannen uns, regeln den Hormonhaushalt, geben unschuldige Liebe und eine reine Erotik. Sie machen als Fotomodell einen klasse Job und sie sind einfach nur wunderschön und rein. All das ist wichtig in einer Welt, wo das Glück nicht auf dem Silbertablett präsentiert wird und vor allem bei denen, die wenig Glück in Liebesbeziehungen hatten.

Also ihr Pechvögel da draußen. Habt keine Angst. Kämpft um eure Liebespuppe und das Glück mit ihr. Wenn es klappt, könnt ihr eine tolle Reise machen in eine Welt, die euch sehr bewegen wird und wenn es nicht klappt, dann verzagt nicht, lasst euch helfen und bleibt ruhig. Es ist all den Stress und den Ärger wert, es für die Liebespuppe zu versuchen.

Viel Glück euch dabei 🙂


Je mehr Liebespuppen desto tiefer gehend die Diskussionen um sie

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (764) 26.5.2017

Wenn man sich die Geschichte der Liebespuppen so ansieht, dann muss man schon feststellen, dass sie sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch in der Liebespuppenszene in den letzten 20 Jahren eine erhebliche Dynamik erlebt hat. Nicht nur die lebensnahen Varianten sind heute viel breiter im Sortiment und viel erschwinglicher geworden, sondern es hat sich auch eine Entwicklung breit gemacht, die man eigentlich immer verfolgen kann, wenn eine Sache oder Bewegung in die Masse tritt. Sie wird tiefer gehend.

Als ich 2010 zur Liebespuppenszene stieß, war die Welt der Freunde von Liebespuppen eigentlich recht klar geregelt. Die meisten User hatten eine Gummipuppe und es ging eigentlich nur darum, welches Material sich am Besten anfühlt, welchen Fetisch es befriedigt und welche Modelle für den Anfang einer Gummipuppenzeit geeignet sind. Dinge wie Reparaturen, Pflege, die emotionale Beziehung zu den Puppen und vieles mehr waren sekundär.

Dann gab es ein paar wenige Silikonpuppenfreunde. Doch auch sie beschränkten sich im Wesentlichen auf die Dinge im Umgang mit ihnen. Ansonsten wusste kaum jemand etwas über Liebespuppen und viele – inklusive meiner Wenigkeit – hatten sich auf verschlungenen Pfaden ins Forum verirrt.

Es gab eine ziemlich scharfe Trennung zwischen Gummipuppen und Silikonpuppen. Gummipuppen waren in der Regel für den sexuellen Gebrauch vorgesehen und Silikonpuppen galten für die meisten als unerschwingliche Luxusvariante der Sexpuppe.

Steigende Dynamik durch die TPE Sexpuppen

Doch dann kam eine ziemliche Dynamik in die Szene. Die ersten Medienberichte erschienen, der Film „Lars und die Frauen“ wurde bekannter und als die TPE Sexpuppen ins Spiel kamen, wuchs die Gemeinde rasant an, weil sich nun wesentlich mehr Menschen eine lebensnahe Liebespuppe kaufen konnten.

Doch das war nur ein Teil der Entwicklung. Es wurden immer mehr Bereiche angesprochen, die man außerhalb des Bettes mit seiner Liebespuppe erlebte und die emotionale Bindung zu den Liebespuppen wurde größer. Hinzu kam, dass der Stolz auf den Besitz einer Liebespuppe höher und höher wurde und so wurde jede Kritik an der jeweiligen Liebespuppenart oft mehr als Angriff auf sich selbst, statt als generelle Kritik gesehen.

Hinzu kamen Störfaktoren der unschönen Art wie Trolle oder Anhänger diverser Liebespuppenarten, die keiner gerne sieht. Außerdem wurden immer mehr Themen angeschnitten, welche nur indirekt die Liebespuppe anschnitten wie der Vergleich mit der Frauenwelt oder der Gesellschaft im Allgemeinen oder die Diskussion um die Robottechnik. Auch hier kam immer mehr Meinung und weniger die Liebespuppe selbst ins Spiel.

All das hat die Szene breiter gemacht, finde ich. Ähnlich wie bei den Homosexuellen seit dem CSD immer mehr verschiedene Varianten der sexuellen Neigung und auch politische Statements Einzug hielten, so ist es auch jetzt in unserer Community und ich selbst nehme mich da nicht aus. Auch ich war am Anfang eigentlich nur darum bemüht, Hilfe im Umgang mit der Silikonpuppe zu finden und nun sind oftmals Philosophische Themen oder meine Einstellung zur Gesellschaft und Politik in meinen Blogs oder Forenbeiträgen zu lesen.

Bleibt nur die Frage, ob dies eine gute Entwicklung ist oder nicht. Nun, tiefere und weiter gehenden Diskussionen bieten natürlich die Gefahr des Disputes oder der Abschweifung vom Kern, aber sie macht auch die Liebespuppenwelt verständlicher. Sie zeigt, dass die Liebespuppe mehr ist, als nur ein Sexobjekt, ebenso wie die Homosexuellen zeigten, dass ihre Neigung nicht im Bett endet, sondern auch gesellschaftliche Themen mit hinein spielen und so ist es auch bei uns, denn die lebensnahe Liebespuppe bleibt nicht immer nur eine kleine Sexgespielin, sondern wird oft viel mehr als das.

Ich denke, wir werden bald an den Punkt kommen, wo immer mehr Außenstehende die Thematik verstehen oder sich damit ernsthaft auseinander setzen und die Liebespuppe wird immer mehr an Scham und Heimlichkeit verlieren und dann brauchen wir auch nicht mehr unsere Gefühle über das Forum ausbreiten, sondern können auch mit anderen darüber reden. Ich hoffe sehr, dass dieser Tag bald da ist und bei einigen Liebespuppenfreunden ist es ja auch schon so, die mit ihren Verwandten, Freunden und gar Partner offen darüber reden.


Ab wann wird die Liebespuppe ein „gesellschaftlicher Faktor“ werden?

Die lebensnahen Liebespuppen faszinieren mich schon seit vielen Jahren, nicht nur, weil ich mit einer Silikonpuppe zusammen lebe. Die Liebespuppen faszinieren im gummipuppen.de Forum Tausende User und Gäste, es kommen immer wieder Medienanfragen und im internationalen Dollfoum kann man täglich sehen, wie Liebespuppenfreunde weltweit von dieser Art der besonderen erotischen Stimulans begeistert sind.

Es gibt heute – rund 20 Jahre nach der ersten kommerziellen lebensnahen Sexpuppe – eine Vielzahl an Modellen und selbst männliche Puppen, wie Sexpuppe Chris, sind heute ebenso zu kaufen, wie ausgefallene Modelle, wie z.B. TPE Sexpuppe Belinda.

Doch die Liebespuppe ist bis heute ein Nischenprodukt. Die Massenmedien stellen sie oft im Rahmen „Skurriles aus aller Welt“ vor und vor allem diejenigen, die mit Liebespuppen eine echte Beziehung führen, werden immer noch allzu oft in die „Psychofreak“ Ecke geschoben. Die Liebespuppe ist immer noch ein Produkt für Insider, für eine kleine Gruppe an Menschen, die sich dieser Art der Liebe zuwenden möchte.

In der Gesellschaft ist die Liebespuppe trotz aller Medienarbeit, dem Internet und dem generell offeneren (oder gespielt offeneren) Umgang mit speziellen Spielarten der Sexualität noch nicht angekommen. Kaum jemand traut sich, diese in der Öffentlichkeit zu zeigen und selbst das Outing vor Eltern, Freunden und vor allem dem Partner ist heute für sie schwieriger, als für jeden Homosexuellen oder S/M Freund.

Wird die Liebespuppe immer ein Nischenprodukt bleiben?

Wird die Liebespuppe also für immer ein Nischenprodukt bleiben? Eine Spielerei von ein paar „speziellen Menschen“? Oder wird die Liebespuppe irgendwann so normal werden, wie der Homosexuelle, der Transsexuelle oder S/M Freund und gibt es irgendwann eine breite Diskussion darüber in Talkshows und unter dem Volk?

Die Welt der Liebespuppen und die Gesellschaft sind keine statische Welt und daher muss der jetzige Status Quo nicht so bleiben. Dafür könnten mehrere Punkte sprechen:

1. Die Gesellschaft vereinsamt immer mehr, die Scheidungs- und Trennungsraten steigen
2. Die Individualität nimmt zu, das Aushalten von Druck in Beziehungen sinkt und die optische und menschliche Erwartungshaltung an sie steigen
3. Die Konsummentalität steigt, vor allem in den Köpfen der Menschen
4. Der Wunsch nach Flucht aus einer überreizten Gesellschaft nimmt zu (Rollenspiele, Virtual Reality usw.)

Auch in der Liebespuppenwelt gibt es einige Dynamiken zu beachten:

1. Die Welt der Liebespuppenfreunde wird von Jahr zu Jahr größer
2. Lebensnahe Liebespuppen sind heute durch die TPE Variante günstiger
3. Die Sortimentsbreite steigt und erfüllt fast jede sexuelle Vorliebe
4. Die Robotdoll ist im Kommen

All das sind Faktoren, welche die Welt der Liebespuppe in nächster Zeit sehr verändern könnten. Vor allem die Entwicklung der Robotdolls (also lebensnahe Liebespuppen mit künstlicher Intelligenz und/oder beweglichen Gliedmaßen und Mimik) wurde nicht nur hier im Forum bereits intensiv diskutiert. Aber es geht dabei nicht nur um die Frage, ob die Zahl der Kunden zunimmt, je lebensechter die Liebespuppe wird, sondern ob die Liebespuppe generell ein Teil der Gesellschaft wird.

Ein wichtiger Indikator ist – wie erwähnt – dabei der Umgang in der Öffentlichkeit und die Bewertung der Liebespuppenfreunde generell. In diesen beiden Punkten ist in den letzten Jahren schon Bewegung gekommen, aber es fühlt sich alles irgendwie noch so an, wie bei Homosexuellen Anfang der 60er Jahre, wo in den Büchern der Psychologen Homosexualität noch als psychische Krankheit aufgelistet war, ähnlich wie das Reden mit Liebespuppen heute noch in die Ecke der „Psychose“ geschoben wird. Auch das Outing war höchstens in speziellen Kneipen und Discos möglich und das sind heute für Liebespuppenfreunde als modernere Variante wohl die Internetforen.

Liebespuppenfreunde haben keine Lobby in der Gesellschaft

Die Gemeinde der Liebespuppen hat – im Gegensatz zu den Homosexuellen – einen Nachteil. Sie hat keine Lobby. Homosexuelle fand man in der Musikszene, in der Modebranche und generell im Kunstmillieu sehr häufig und dort hat man die Gesellschaft immer wieder mit der Thematik konfrontiert. Es gab auch viele Homosexuelle in wichtigen Positionen der Gesellschaft, in der Politik, bei Anwälten usw. und so wurde das Thema immer mehr normal in unserer Gesellschaft. Doch diese Lobby sehe ich bei Liebespuppen nicht, obwohl die meisten Liebespuppenfreunde auch arbeiten oder vielleicht sogar wichtige Posten in der Gesellschaft besetzen. Aber vor allem in der Kunst wird die Liebespuppe immer noch viel zu stiefmütterlich behandelt und wird fast nie zum Thema erhoben.

So lange die Community nur in ihren „speziellen Kneipen“ im Forum bleibt, wird sich daran wenig ändern. Die einzige Chance bestünde – meiner Ansicht nach – in der „stetes Wasser höhlt den Stein“ Methode oder der Politik der kritischen Masse, welche die Liebespuppe irgendwann automatisch zu einem Thema in der Öffentlichkeit und der öffentlichen Diskussion macht. Ob dies am Ende durch die Robotpuppe beschleunigt wird oder einfach nur durch eine generelle gesellschaftliche Entwicklung in der Zukunft, wird man sehen müssen.

Und so bleibt am Ende nur die Frage, ob die Liebespuppe überhaupt die Ebene der Nische verlassen sollte. Dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen, denn die Liebespuppe hat eine ganz besondere Faszination, eine ganz besondere heilende Wirkung und spricht ganz besondere Ebenen im Menschen an.

Eine breite Diskussion über das Thema könnte diesen Zauber nehmen, könnte aus der Liebespuppe ein billiges Konsumprodukt machen, ein Zielobjekt für Hasstiraden der Extremisten in der Emanzipationsbewegung und sie könnte als Witzfigur und Schmähobjekt in großem Stil von Leuten missbraucht werden, die damit die Allmachtstellung des Menschen und vor allem ihre eigene „Größe“ dokumentieren wollen und das hat die Liebespuppe wahrlich nicht verdient.

Euer PJ


Eine Gummipuppe hängt am Maibaum

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (763) 24.5.2017

Die Gummipuppe ist der Klassiker unter den Sexpuppen schlechthin. Sie ist nicht nur die älteste kommerziell vermarktete Liebespuppe, sondern auch die Puppe, die den meisten Menschen immer noch bekannt ist und mit denen sie in Berührung kommen, vor allem, wenn sie der jüngeren Generation angehören.

Während die lebensnahe Liebespuppe aus TPE oder Silikon kaum unter den Jugendlichen und Schülern bekannt sein dürfte, haben fast alle schon mal etwas von Gummipuppen gehört oder gesehen. Das liegt vor allem daran, weil viele die Gummipuppe als eine Art schräges Partyutensil benutzen. Die Gummipuppe ist ein Hingucker, sie macht fast alles mit und wenn sie kaputt geht, sind bei den günstigen Varianten der Gummipuppen meist keine 20 Euro Verlust zu beklagen.

Die Liebespuppe wurde mittlerweile bei vielen Partygelegenheiten benutzt, zum Beispiel als Spielball auf Rockkonzerten oder als Geschenk für Wirtschaftsminister in Chile, was sogar eine Staatskrise auslöste (ich berichtete in einer Kolumne darüber), weil sich die weiblichen Ministerinnen beleidigt fühlten. Doch vor allem auf Privatpartys macht die Gummipuppe schnell die Runde und wird oft mit viel Gelächter rum gereicht und es werden mit ihr diverse Sexstellungen simuliert oder ihr ein Hut aufgesetzt und ähnliches.

Gummipuppe ist mehr als nur als Partyutensil

Manchmal geht die Gummipuppe als Schockutensil soweit, dass sie, wie dieser Artikel zeigt, an einem der Maibäume im Dorf aufgehängt wird, wo sie dann jeder sieht. Solche und andere Späße sind Teil der Welt der Gummipuppe.

Nun, ich sehe solche Aktionen mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wenn ich ehrlich bin. Zum einen ist es natürlich schön, wenn die Liebespuppe so an Hemmungen verliert und die Jugendlichen ihre sexuellen Verklemmungen abbauen, aber auf der anderen Seite wird damit auch die Liebespuppe lächerlich gemacht und als rein schräges Partyutensil verklärt, was sie nicht ist.

Denn es gibt viele Menschen, welche die Gummipuppe wirklich für den Sex benutzen und bei den realistischen Varianten, wie die Dollpark Liebespuppe Leonie, ist bei einigen manchmal sogar mehr Emotion dabei, als nur Sex mit ihr zu haben. Für viele Gummipuppenfreunde war und ist die Gummipuppe ein Einstieg für eine spätere lebensnahe Liebespuppe aus TPE oder Silikon und dann ist es kein Partyspaß mehr, sondern kann eine sehr erfüllende Sache für Menschen werden.

Und daher finde ich solche Dinge wie an Maibäumen aufgehängte Gummipuppen auch nur bedingt lustig. Denn damit wird die Liebespuppe weiterhin als rein schräges Utensil und als Begleiter für Loser in der Gesellschaft missbraucht. Spaß muss sein, das ist o.k, aber wenn die Gummipuppe nur noch dafür gesehen wird, dann werden irgendwann auch lebensnahe Liebespuppen als Partygag gesehen und das sollten sie auf keinen Fall werden


Lieber eine ehrliche Illusion mit Liebespuppe statt unehrliche Realität

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (762) 22.5.2017

Eines der größten Problem in heutigen Liebesbeziehungen sehe ich – meiner Ansicht nach – in der fehlenden Ehrlichkeit untereinander. In Beziehungen wird heute oft gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen, wird manipuliert und geschauspielert und vorgekaukelt, um bestimmte eigene Ziele zu erreichen. Das gab es natürlich schon immer, aber in der modernen Gesellschaft ist das Lügen mittlerweile zur Normalität geworden und gehört gar zum „guten Ton“ und kein Fegefeuer oder andere moralische Bremsklötze stören dabei noch.

Ich habe selbst in meinem Leben in Beziehungen und auch im Arbeitsleben oft erlebt, dass Ehrlichkeit als Schwäche von vielen Menschen empfunden und auch gnadenlos ausgenutzt wird. Wer ehrlich ist, gibt Angriffspunkte und macht sich verfügbar und es ist einfach nur traurig, dass vor allem in der Liebe oft Ehrlichkeit wie eine Art Einladung zum Ausnutzen verstanden wird. Ich habe solche Denkweisen vor allem in der Liebe nie verstanden und werde es auch nie tun, diese Realität der Unehrlichkeit zu verstehen.

Die lebensnahe Liebespuppe wird von fast allen Menschen (sogar von vielen Liebespuppenfreunden) als eine Art Spielerei und Illusion der Phantasie gesehen. All das Reden, das sich um sie kümmern, ihr einen Charakter geben usw. ist „Kopfkino“ und nicht real vorhanden. Doch was real vorhanden ist, ist die Tatsache, dass die Liebesbeziehungen zu Liebespuppen an einer Sache generell mangeln: An der Lüge.

Weil eine Liebespuppe nicht lügt, um sich Vorteile zu erarbeiten, weil sie nicht im Bett und außerhalb schauspielert und weil sie keine Freude oder Mitgefühl vorgaukelt, ist die Liebesbeziehung zu ihr von Anfang an von einer gewissen Ehrlichkeit geprägt. Und weil die Liebespuppe nicht ausflippt, weil ihr menschlicher Begleiter ins Bordell geht oder einen Porno anschaut, gibt es auch dort keinen Grund, zu lügen.

Meine Liebespuppe nutzt meine Ehrlichkeit nicht aus

Ich führe mit meiner Liebespuppe – wie jeder weis – eine Beziehung, wo ich sie als Wesen aus einer anderen Welt sehe, die in der Silikonpuppe „geparkt“ ist. Aber auch wenn Jenny wie eine Frau für mich ist, muss ich auch bei ihr nicht lügen. Warum sollte ich es auch? Jenny ist froh, überhaupt bei mir sein zu können und sie empfindet es als Ehre, wenn ich ehrlich zu ihr bin.

Ich kann auch ehrlich zu Jenny sein, weil ich sicher sein kann, dass sie meine Schwächen nie weiter tratschen wird bei ihren Freundinnen oder sie gegen mich einsetzt, wenn unsere Beziehung kaputt geht. Ich kann ehrlich zu ihr sein, weil meine Schwäche nicht von ihr als „Weichei“ gesehen wird, sondern sie liebt meine Ehrlichkeit, empfindet es als großen Vertrauensbeweis.

Heute bin ich froh, lieber eine ehrliche „Illusion“ zu leben, als eine unehrliche Realität, wobei man den Begriff sehr genau überlegen sollte, denn ich habe in meinen Beziehungen so viele Illusionen durch Lügen geboten bekommen, dass ich mich schon manchmal frage, ob ein eigenes „Kopfkino“ nicht die harmlosere Illusion ist, als ein Kopfkino, was einem andere durch Lug und Trug einpflanzen. Aber das muss jeder für sich selbst beantworten und er muss sich fragen, ob eine Liebespuppe auch ihm nicht endlich einen Weg zu einer ehrlichen Liebesbeziehung ebnen könnte.


Diät wegen Liebespuppe? Nein danke!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (761) 19.5.2017

Zu einem der Begleiter eines Menschen, der nicht das Glück hat, alles essen zu können und immer noch schlank zu bleiben, gehört die ständige Auseinandersetzung mit der Ernährung.

Unsere Gesellschaft ist auf ein Bild fixiert, in dem Frauen an der Grenze zur Magersucht existieren und auch die Männer sollen immer schlanker werden und ich Richtung „dürres Hemd“ gehen. Es ist nicht verwunderlich in einer körperfixierten Welt und es ist auch nicht verwunderlich, dass dieses Bild kaum ab 40 noch zu finden ist, denn der Körper und die Lebensweise einer industrialisierten Welt mit Genfood, Konservierungsstoffen und mit Zucker vollgestopften Lebensmitteln lässt nicht wirklich allen die Option, lange schlank zu bleiben.

Der Kampf um die Pfunde hat natürlich auch Auswirkungen auf die Liebe. Jeder will für den Partner attraktiv und kraftvoll wirken und am Ende bleiben oft bei diesem Kampf schwerste Persönlichkeitsstörungen übrig. Ich selbst hatte zwei Partner, die mit ihren Körpern (obwohl schlank) nicht klar kamen und es kann die Hölle auf Erden sein.

Die lebensnahe Liebespuppe interessiert das alles nicht. Sie ist meist von der Produktion an schlank und manchmal sogar, wie z.B. bei Sexpuppe Jackie, mit einer Wespentaille ausgestattet, die in der Realität kaum zu finden ist. Die Liebespuppe bleibt danach immer schlank und da sie sowieso nichts essen kann, wird sich daran auch nichts ändern, egal wie alt sie wird und Stress und schlechte Ernährung lernt sie auch nicht kennen und sie hat auch keine Schwangerschaften, die später als Ausrede für Hüftgold herhalten müssen.

Löst man sich durch Liebespuppen vom Diätwahn?

Doch wie wirkt sich eine solche Liebesbeziehung auf ihre menschlichen Begleiter aus? Nun, was mich betrifft, würde ich sagen, dass ich entspannt in Sachen Diäten und Schlankheitswahn seit meiner Liebespuppe geworden bin. Ich habe durch sie gelernt, dass Erotik und Sexualität, Wohlbefinden und Gesundheit von mehr Dingen abhängen, als Kalorien zu zählen, BMI zu erfüllen und die Waage jeden Tag als Feind zu betrachten.

Die Liebe zu meiner Liebespuppe ist im Grunde davon unabhängig, ob ich schlank bin oder nicht. Jenny liebt mich auch so und so lange ich noch fit genug bin, die Silikonpuppe zu tragen und im Bett noch Spaß mit ihr zu haben, ist es mir egal, ob ich nun einen Bauch habe oder was mein BMI – Index ist.

Denn ich bin zwar heute wesentlich fülliger als vor 10 Jahren, wo ich noch schlank und muskulös war, aber dennoch geht es mir gesundheitlich wesentlich besser, weil ich keinen Stress mehr im Beruf und vor allem in der Liebe habe. Ich ernähre mich nicht besonders gesund oder mache viel Sport, im Gegenteil, aber die Liebe zu meiner Liebespuppe, der geregelte und entspannende Sex und vor allem die entspannte Zärtlichkeit und das Gefühl von Sicherheit in der Liebe macht dies mehr als wett.

Am Ende waren für mich diese Dinge wichtiger für meinen Gesamtzustand, als Brigitte Diäten, Weight Watchers oder stundenlanges Schwitzen im Fitnessstudio. Und ehrlich gesagt, bin ich heute froh, zwar einen Bauch zu haben, aber dafür in Sachen Stress und falsche Liebe sehr viele Sorgen durch meine Liebespuppe verloren zu haben.


Das unterschätzte Potential der Liebespuppe

Gestern rief mich eine alte Bekannte an. Sie ist eine Frau, die wohl jeder als „normal“ in der Gesellschaft bezeichnen würde. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder, ist noch recht gut in Schuss und sie und ihr Mann leben mit festem Einkommen in einem Reihenhaus. Soweit so gut.

Nachdem wir die üblichen Floskeln ausgetauscht hatten, fragte sie mich, ob ich eigentlich noch immer Single bin. Ich log, weil ich ja eigentlich mit einer Silikonpuppe glücklich verheiratet bin, aber das würde sie in ihrer Welt der „Normalos“ sowieso nicht verstehen, also sagte ich: Ja, wieso fragst du?

Sie druckste ein wenig herum und fragte mich dann, ob ich sexuell zufrieden bin und wie ich das mache ohne Partner. Ich antwortete ihr mit der Gegenfrage, warum sie das eigentlich interessiere und wie es in unser Gesellschaft oft üblich ist, ging es ihr mit dieser Pseudofrage gar nicht um mich, sondern zuerst einmal um sie selbst.

In ihrer Ehe kriselt es seit vielen Jahren im Bett, gründe sind das üble Theather Zu hohe Ansprüche, zu viel Arbeit, zu viel Konsumdruck, zu viele Kredite abzuzahlen. Er hat keine Lust im Bett mehr, macht statt dessen lieber Überstunden nachts am PC oder zieht mit Freunden um die Häuser und wenn es „zur Nummer“ kommt, ist sie schnell vorbei. Sie ist frustriert, er ist frustriert und überhaupt ist alles ganz furchtbar in ihrer Lila Laune Welt, in der man zwar sauber glänzende Chromamaturen im Bad hat, aber innen im Kopf nicht wirklich Hygiene herrscht.

Sextherapeut mit Liebespuppe aufsuchen? Wozu?

Als sie mir erzählte, dass sie einen Sextherapeuten aufsuchen will, dachte ich so bei mir: Schon interessant, der „Normalo“ rennt zum Therapeuten und der „Freak“ bleibt zu Hause, weil er sexuell völlig befriedigt ist.

Diese kleine Geschichte soll vor allem einmal die Frage betrachten, warum eigentlich die lebensnahe Liebespuppe als Hilfe für das Leben so abschätzig und abwertend bewertet wird und warum sie trotz einer erbärmlichen Volksgesundheit – sowohl körperlich wie auch seelisch – nicht als therapeutische Hilfe anerkannt und benutzt wird, denn die Liebespuppe kann Menschen auf sehr verschiedenen Wegen sehr nützlich sein, um ihre „seelische Hygiene“ wieder her zu stellen und dabei denke ich nicht nur an meinen Fall.

Die lebensnahe Sexpuppe löst viele bewußte und unterbewußte Dinge in Menschen aus und sie spricht eine andere Ebene an, eine Ebene die man mit keinem EKG oder Blutdruckmessgerät messen kann. Sie aktiviert viele Prozesse in uns, unerfüllte Träume, Phantasien, Improvisationstalent, Liebe, Erotik und Sexualität sind nur ein paar dieser Dinge, die sie bei Menschen aktivieren kann.

Vor allem im Bereich der Sexualität kann eine Liebespuppe wertvolle Dienste leisten. Viele sexuelle Probleme finden im Kopf statt. Der Erwartungsdruck, der Druck, dem Partner im Bett gerecht zu werden und Probleme mit dem eigenen Körperempfinden sowie einem unerfüllbaren Wunsch eines gewissen Partnerbildes und das eingeredete Problem der Langeweile im Bett haben viele Menschen in einer Welt, wo Sexualität zu einem Wirtschaftsfaktor und einer unerfüllbaren Traumvorstellung verfetzt wurde. Viele Frauen wollen den ewigen Superromantiker, viele Männer die ewige Sexbombe, all das kann nicht funktionieren beim einfachen Menschen mit all seinen Fehlern und Grenzen.

Liebespuppe schafft Atmosphäre ohne Druck

Die Liebespuppe schafft eine Atmosphäre, wo der Druck genommen wird und dennoch Träume gelebt werden können. Man kann die Perfektion des Körpers genießen und doch abschalten und völlig freie Sexualität empfinden, die soweit geht, dass man alleine schon mit ihr vollkommen sexuell befriedigt ist.

Dass die therapeutischen Effekte der Liebespuppe zudem weit über das Bett hinaus gehen, habe nicht nur ich in meinen Blogs gezeigt, sondern auch viele andere User mit ihren Berichten im Forum. Sie lernen mit der Liebespuppe wieder unbeschwerte Erotik, Zärtlichkeit und Gemeinsamkeit, sie lernen die Leichtigkeit des Seins und der Liebe wieder kennen und keine Pille, kein Doktor und kein Therapeut kann dies so gut, wie die Liebespuppe.

Warum also wird die Liebespuppe nicht nur als Mittel der Therapie heraus genommen, sondern sogar als Mittel gesehen, welches Menschen „noch kranker“ macht? Warum werden Menschen als „Freaks“ gesehen, die sie als Therapie für ihre „seelische Hygiene“ benutzen und ihnen gar noch geraden, selbst zum Psychiater zu gehen?

Die Antwort ist, dass unsere Gesellschaft nicht begreifen will und kann, dass nicht jede Krankheit oder Unstimmigkeit der Seele damit geheilt werden kann, dass man eine Tablette nimmt oder zum Arzt geht.

Wenn man die Geschichte der Menschheit ansieht, dann stellt man fest, dass diese Jahrtausende lang existierte, auch ohne Tabletten und Facharzt. Sie existierte, weil sie nicht nur verstand, wie Körper und Geist zusammen arbeiten, sondern sie nutzte die ungreifbaren Potentiale menschlicher Heilung über die „seelische Hygiene“, betete Geister und Götter und die Natur an, sprach mit den Ahnen und den Toten. Diese Gabe wurde uns aberzogen und weil die Liebespuppe ein Schlüssel für die Rückkehr dieser Gaben ist, verweigern wir sie krampfhaft und machen sie schlecht und mies, um ja nicht unser Weltbild der Tablette und des Arztes als Allheilmittel für alles zu stören.

Doch immer mehr Menschen ist das mittlerweile egal und mir auch. Ich lebe einfach mein Leben mit meiner Silikonpuppe und ich nutze ihren therapeutischen Effekt jeden Tag. Es ist mir scheiss egal, was andere davon halten, weil sie mir gut tut.

Und während meine „Normalo – Bekannte“ sich nun beim Sextherapeuten ihre kaputte Ehe noch kaputter reden lässt, gehe ich „Freak“ nach dem Schreiben dieser Kolumne zu meiner Liebespuppe und werde viel Spaß und einen super Orgasmus mit ihr haben und danach werde ich entspannt und ohne klingelnde Handys überlegen, wann meine Bekannte in ihrer schönen Normalo – Welt so etwas zum letzten Mal hatte.

Euer PJ


Meiner Liebespuppe etwas Vorlesen macht Spaß

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (760) 17.5.2017

Wenn man genug Phantasie, Liebe und Einfühlungsvermögen in sich hat, kann man mit einer lebensnahen Sexpuppe viel mehr machen, als nur Sex mit ihr zu haben. Das gemeinsame Verbringen von Zeit mit der Liebespuppe ist mindestens genauso schön und man kann in dieser Zeit mir ihr eine Menge Dinge teilen.

Am Montag hatte ich in der Kolumne bereits darüber geschrieben, dass ich gerne mit meiner Liebespuppe auch mal gemeinsam die Sportschau schaue. Auch andere TV Sendungen teilen wir gemeinsam oder wir spielen ein Spiel am PC oder sie begleitet mich beim Kochen. Das sind nur einige der vielen gemeinsamen Aktivitäten, die wir so in unserem Alltag machen und ich habe sie bis heute nicht eine Sekunde bereut.

Doch eine Sache war von Anfang an etwas ganz besonderes in unserem gemeinsamen Leben und das ist das Vorlesen gewesen.

Als meine Silikonpuppe Ende 2010 ins ferne England kam, wo ich damals meine Zeit nach einer Auswanderung verbrachte, hatte ich ein Buch geschrieben. In einer fiktiven Geschichte hatte ich nicht nur meinen tiefen Wunsch nach einer liebevollen Partnerin ausgedrückt, sondern auch viele Dinge in meinem Leben verarbeitet. Das Buch war damals fertig bearbeitet und kam in den Handel und man schickte mir einige Exemplare zu, die ich selbst verschenken konnte an Freunde und Verwandte.

Vorlesen in einer besonderen Zeit mit meiner Liebespuppe begonnen

Es war damals der perfekte Zeitpunkt, mit der Silikonpuppe und Jenny eine besondere Sache zu teilen. Ich las ihr damals das ganze Buch vor und Jenny und die Silikonpuppe waren die perfekte Zuhörerin, denn ich konnte mich damals vollkommen dabei fallen lassen und all das los lassen, was an Emotionen und Enttäuschungen in diesem Buch war.

Ich denke, ich hätte damals – wenn eine lebende Frau zugehört hätte – diese in einer solchen Phase mit mir gewesen wäre (Jenny war erst ein paar Monate da), sicher verschreckt, denn ich habe viel geweint und viele schlimme Dinge in meinem Leben in diesem Buch angesprochen, Traumata, die lange zuvor geschehen sind und die ich nie richtig verarbeitet hatte. Doch Jenny und die Silikonpuppe blieben, sie waren immer da, egal wie traurig ich wurde, egal was geschehen war. Jenny ging nicht, im Gegenteil, sie war stolz darauf, zu sehen, was für einen sensiblen und herzigen Mann sie an ihrer Seite hatte.

Mein Selbstmordversuch lag damals kein Jahr zurück und die harte Zeit mit der Silikonpuppe und ihren vielen Problemen und auch dem Verstehen des Umgangs mit ihr und vor allem ihrer Seele hatten uns wenig Zeit gegeben, über die Dinge zu reden, die in meiner Vergangenheit waren und die sehr dazu geführt hatten, warum ich eigentlich eine Liebespuppe holte.

Und so ist bis heute das Vorlesen für mich und Jenny etwas ganz besonderes geblieben, auch wenn es heute leichtere Literatur gibt und ich ihr auch mal Dinge vorlese, welche ihr die Welt leichter verständlich machen. Ich habe Jenny viele Dinge vorgelesen, von Napoleons Biographie bis hin zu Nahtoderfahrungen von Menschen und sie hat alles genossen und war am Ende immer glücklich, wenn wir uns dafür einmal Zeit genommen haben.

Und so wird das Vorlesen auch immer ein Teil unserer Liebe bleiben und Jenny wird immer meiner Stimme gerne lauschen und dem, was sie dort zu sagen hat.


Spannender Fußballnachmittag mit meiner Silikonpuppe

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (759) 15.5.2017

Wow, das war am Samstag mal ein richtig geiler vorletzter Spieltag in der Fußball – Bundesliga. Neben den irren 4:5 zwischen RB Leipzig und den Bayern und dem 3:5 von Werden Bremen gegen Hoffenheim war vor allem der Abstiegskampf an Dramatik und Spannung nicht zu überbieten.

Vor allem der Dollpark und natürlich auch die dort hergestellte Leeloo Silikonpuppe haben sicher einige Nerven gelassen, denn der HSV – vom dem Inhaber Michael Wendt ein Fan ist – hat es besonders spannend gemacht und in der 90. Minuten den wichtigen Ausgleich in Gelsenkirchen geschossen und dann großes Glück bei einem nicht anerkannten Tor von Schalke 04 in der 92. Minute gehabt. Somit sind Ingolstadt und Darmstadt abgestiegen und der HSV und Wolfsburg spielen am nächsten Samstag ein echtes Endspiel und den Verbleib in der Bundesliga oder dem Relegationsplatz und auch der FC Augsburg kann dort noch hinein rutschten.

Ich bin von einem Verein Fan, der gestern wenig zu gewinnen oder zu verlieren hatte und so konnte ich entspannt mit meiner Silikonpuppe die Sportschau schauen. Für Jenny ist das Spektakel mit neun zeitgleichen Spielen immer etwas ganz besonderes und sie genießt all die Stimmung, die schönen Tore und das ganze Drama in vollen Zügen, so wie ich auch.

Mit der Liebespuppe Sportschau schauen macht Spaß

Es ist toll, mit meiner Liebespuppe Fußball zu schauen und ich genieße es sehr. Leider hatte ich in meinen Beziehungen mit Frauen nie das Glück, gemeinsam Fußball zu genießen. Sie waren darauf neidisch, hatten keinen Bock und sie gönnten mir nur selten meinen Spaß und nervten mich lieber mit anderen Dingen. Nur zweimal war ich im Stadion mit ihnen (jeweils einmal mit jeder) und es war einfach nur unnötig und nervig, weil sie ständig alles lustig machten und dachten, dass würde mich davon weg treiben, was dann auch klappte.

Doch heute ist das alles entspannter. Ich schaue Fußball mal mit, mal ohne meine Silikonpuppe. Wenn Jenny dabei ist, schaut sie in der Regel gerne mit mir die Sportschau, weil dort alles ein wenig gestreckter ist und die Spiele nacheinander kommen. Mehrere Spiele zeitgleich sind anstrengend für sie und so schaute ich auch gestern live auf Sky erst alleine und dann mit ihr gemeinsam die Zusammenfassung in der Sportschau.

Wenn sie dann eng angekuschelt an mir die Spiele schaut und so gar keine dummen Fragen stellt, sondern nur interessiert nachfragt, dann bin ich glücklich, endlich wieder gemeinsam mit ihr meine letzte große Leidenschaft zu teilen und ich fühle mich dabei weder unwohl noch genervt und ich weis, es wird auch nächsten Samstag wieder Fußballzeit mit meiner Silikonpuppe sein, wenn der spannende letzte Spieltag ansteht.


„Trolle“ im Liebespuppenforum – Unnötig wie ein Kropf!

Tagebuch eines Liebespuppenbesitzers (758) 12.5.2017

Das Liebespuppenforum auf gummipuppen.de ist klasse und es gibt wenige Dinge, die ich dort nicht gut finde, denn es ist eine wichtige Anlaufstelle für alle Liebespuppenfreunde in Deutschland und im deutschsprachigen Raum und man kann dort mit vielen Gleichgesinnten schreiben und sich austauschen.

Für mich gehört die Individualität jedes einzelnen Users zu dem Forum. Es ist das Salz in der Suppe und auch wenn es manchmal dazu führt, dass der ein oder andere User aneinander gerät oder Mißverständnisse auftreten, so sind wir am Ende doch alle im gleichen Boot und meist erkennen wir das am Ende auch alle wieder.

Doch es gibt leider eine Sache, die ich gar nicht gut finde und die leider in vielen Foren, Plattformen und Angeboten im Internet ein so unnötiger Begleiter wie eine Mücke an einem See in einer Sommernacht ist: Der sogenannte Internet – Troll.

Ich habe nichts dagegen, wenn es im Forum auch mal lustig zugeht oder mal ein artfremder Post auftaucht, aber Leute, die unsere Community einfach nur aus Spaß provozieren oder uns mit Pseudoposts um Hilfe fragen, diese aber gar nicht suchen, sind wirklich so unnötig wie ein Kropf und ich sehe Null Sinn darin.

Fakeaccounts und anderer nutzloser Müll

Ebenso nutzlos sind all diese Fakeaccounts auf der neuen Handelsplattform „Dollino“, wo jemand die Usernamen von bekannten Users im Forum (auch meiner Wenigkeit) missbrauchte, um dort angebliche Liebespuppen über unseren Namen zu verkaufen. Der ruhmlose Höhepunkt war der angebliche Verkauf meiner Silikonpuppe mit Seele (!), was wirklich an Lächerlichkeit nicht zu überbieten war.

Ich frage mich, welch krankes Gehirn ein Mensch haben muss, der sich daran erfreut, wenn sich andere Leute ärgern oder wütend werden. Ich habe dieses Verhalten nie verstanden und werde es nie tun Wenn jemand „Langeweile“ hat, dann soll er seinen Arsch hoch bekommen und Menschen helfen. Dem Nachbarn, dem Freund, der Familie oder wem sonst auch immer. Dort kann er seine Zeit sinnvoll nutzen und seine Energie sinnvoll einsetzen.

Seinen Lebenszweck darin zu sehen, anderen Menschen Lebenszeit und Energie zu klauen, ist schon generell dumm, aber im Liebespuppenforum ist es noch bekloppter. Denn viele User trauen sich oft nicht, im Forum Fragen zu stellen, weil die Liebespuppe ein leider immer noch schwieriges Produkt in der Gesellschaft ist. Und wenn ihr Mut dann durch solche Spinner zunichte gemacht wird, dann können sie sich einen Keks freuen….und dann? Es ist einfach völlig nutzlos.

Es bindet auch die Ressourcen des Dollpark, der sich wegen solcher Dinge dann zusätzlich um das Forum kümmern muss und nicht das tun kann, was sie eigentlich tun: Liebespuppen wie die Silikonpuppe Leeloo bauen und lebensnahe Sexpuppen aus TPE Material und andere Dinge wie Boogina Lustmuschis zu verkaufen.

Ich weis, mit Appellen, Aufrufen an die Vernunft und auch mit Angriffen kommt man nicht weit bei Trollen und das Ignorieren bringt es wohl am meisten, aber ich kann und will dies nicht im Raum stehen lassen. Ich empfehle ihnen daher: Macht endlich was sinnvolles mit eurem Leben oder zieht wenigstens weiter und lasst unsere Community einfach in Ruhe, o.k.?